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BeitragVerfasst: 13.05.2010, 15:11 
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Hallo zusammen,

eigentlich wollte ich als nächstes hier eine schicke ME-Style mit allem Schnick und Schnack zeigen.
Da aber mein momentaner Arbeitgeber die Flügel gestreckt hat, ist es nur eine Restegitarre geworden.

Dateianhang:
Ganz.JPG


Zur Verfügung standen Limba aus einem alten Tisch, Ahornreste und Hardware aus einigen Um-/Bauaktionen.

Also aus der Not eine Tugend machen, und einen Prototyp bauen.

Den Korpus habe ich aus 3 Kandel zusammengesetzt, + zwei Zipfel.

Wer nun glaubt ( wie ich auch ), dass Limba für eine ME-Style eine tolle Sache bezüglich der Bearbeitung ist, sei eines besseren belehrt. Das Holz ist zwar sehr weich, verzeiht aber keinerlei fehler. Eben mal einen Feilenhub zu viel, und es ist richtig Matereal weg. Ebenfalls muss der Arbeitsplatz immer 100% sauber sein, denn ein Holzspan vom Fräsen oder Hobeln, und es ist eine Macke drin.

Eine weitere Eigenart ist, dass sich das Holz an manchen stellen Pickelig wird, so bald man es ölt.

Zum Thema Shaping: Danke an unseren Hufschmied für die Huffeile.

Dateianhang:
Horn oben.JPG


Dateianhang:
Horn unten.JPG


Dateianhang:
Hinten.JPG



Die Oberfläche ist gebeizt und mit Clou Hartöl versiegelt ( dachte ich zumindest ). Hatte ja auch schon mal funktioniert.
Da Limba aber extrem auf Luftfeuchtigkeit reagiert, gab es beim Wetterwechsel immer rote Hände. Also habe ich sie noch mit Klarlack überlackiert. ( und es geht doch )

Der Hals ist 3-streifig mit angesetzter Kopfplatte. Auch der „Fuß“ ist angeleimt.

Die Kopfplatte hat ein Furnier aus Limba erhalten.

Dateianhang:
Kopfplatte.JPG



Ich für meinen Teil habe die Erfahrung machen dürfen, dass man mit Low-Budget genau so viel Spaß am Bauen haben kann, und eventuell noch ein bisschen stolzer auf das gebaute ist.

Nun, so bald ich mein Insolvenzgeld habe, wird sie fertig gebaut.

Bis dann

Thomas


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BeitragVerfasst: 13.05.2010, 15:24 
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Andere Hölzer werden auch "pickelig" beim Ölen.

Wenn als Grund auszuschliessen ist, dass es Schmutzpartikel sind, dann liegt es daran, dass man nicht gewartet hat bis die vorherige Schicht Öl durchgehärtet ist. Irgendwann hat sich dann genug Öl in den Poren gesammelt und es bilden sich "Schwitzpickel aus Öl.

Für letzteres spricht auch die durchgesuppte Beize. Durch ein ausgehärtetes Öl zieht keine Beize nach oben.

Möglicherweise hast Du auch einfach zu wenig Ölschichten aufgebracht. Die Herstellerangaben, die ich kenne, sprechen i.d.R. von 2 Schichten. Meine Erfahrung sagt: mindestens 6, 10 schaden aber auch nicht.

Wenn der Korpus versiegelt ist, egal ob mit Öl oder Lack, dann kann man hygroskopische Effekte vergessen. An welcher Stelle soll der denn so viel Feuchtigkeit aufnehmen, die er dann flächig und samt Beize nach oben bringt???

Deswegen vermute ich, dass Du da einfach Verarbeitungsfehler hast.

Spielt aber keine Rolle, wenn es jetzt funktioniert :)

Wobei es mich schon interessieren würde, welchen Lack Du auf das Öl aufgetragen hast. Und noch mehr interessiert mich dann, ob das auch langfristig hält.

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BeitragVerfasst: 13.05.2010, 15:44 
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Hallo rumblebird

rumblebird hat geschrieben:
Andere Hölzer werden auch "pickelig" beim Ölen.

Wenn als Grund auszuschliessen ist, dass es Schmutzpartikel sind, dann liegt es daran, dass man nicht gewartet hat bis die vorherige Schicht Öl durchgehärtet ist. Irgendwann hat sich dann genug Öl in den Poren gesammelt und es bilden sich "Schwitzpickel aus Öl.


Ich hab zwar artig 24 Std. gewartet, ist aber ein sehr gutes Argument.
Schmutz ist es definitiv nicht.


rumblebird hat geschrieben:
Möglicherweise hast Du auch einfach zu wenig Ölschichten aufgebracht. Die Herstellerangaben, die ich kenne, sprechen i.d.R. von 2 Schichten. Meine Erfahrung sagt: mindestens 6, 10 schaden aber auch nicht.


Es waren 8

rumblebird hat geschrieben:
Wenn der Korpus versiegelt ist, egal ob mit Öl oder Lack, dann kann man hygroskopische Effekte vergessen. An welcher Stelle soll der denn so viel Feuchtigkeit aufnehmen, die er dann flächig und samt Beize nach oben bringt???


Wie gesagt, hier hat es funktioniert:

http://www.gearbuilder.de/forum/m-1263678656/

rumblebird hat geschrieben:
Wobei es mich schon interessieren würde, welchen Lack Du auf das Öl aufgetragen hast. Und noch mehr interessiert mich dann, ob das auch langfristig hält.


Der Lack ist eine Low Budget Sprühdose aus dem Baumarkt. Natürlich nicht auf Wasserbasis.

Wie langfristig es hält, werde ich kund tun.

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BeitragVerfasst: 13.05.2010, 15:50 
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24 Stunden? Nach meiner Erfahrung ist das entscheiden zu wenig. Wenn das Instrument schön warm gelagert werden kann, dann kann es nach meiner Erfahrung mit 4 Tagen pro Schicht gutgehen. Mit einer Woche ist man auf der sicheren Seite.

Wobei ich das Hartöl von Clou nicht kenne - und nach diesem Bericht auch weiterhin nicht kennen werde.

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...hmm, daß die Beize durchpisst ist mir beim Auro-Öl selbst nach nur 2 Tagen Zwischentrocknung noch nicht passiert... es sei denn, die Beize war nicht völlig trocken...:?

Gruß Tommi

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Ich denke, das Clou-Öl kommt in Zukunft nur noch auf ungebeizte sachen.

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BeitragVerfasst: 13.05.2010, 23:11 
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Nimm es für die Gartenmöbel und benutz für die Instrumente was vernünftiges :-)

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BeitragVerfasst: 30.05.2010, 19:05 
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Hallo zusammen,

da ich wieder zu den Habenden gehöre, konnte ich das Projekt nun abschließen.

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Das Floyd Rose hat noch einiges an Nerven gekostet, da es für einen anderen Griffbrettradius gedacht ist, aber mit etwas Geduld ging es dann doch.


Gruß Thomas


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