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ne schlichte SG
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Seite 1 von 3

Autor:  armfri [ 19.02.2017, 11:21 ]
Betreff des Beitrags:  ne schlichte SG

Hallo
Nachdem ich mir in diesem Forum schon 1000 Bauberichte reingezogen habe, möchte ich mich auch mal an einem versuchen. Die Ausrede, einer fehlenden Kamera kann ich seit paar Wochen nicht mehr gelten lassen.

Geplant war eine schlichte Gitarre im SG Style. (und ohne Pickguard)

Grob vorgefrästen Mahagoni-Korpus konnte ich bei eBay ersteigern
Halsholz, ebenfalls aus Mahagoni hatte ich noch genügend
Als Griffbrett sollte eines meiner Birnevorräte dienen
Die Hardware mit samt Elektronik hatte ich im SCHMUCKSHOP-CustemShop geordert.
Keine Griffbrettinlays, ein kleiner Delfin auf m Headstock.
Für des Finish hab ich mir folgende Quelle ausgeschaut: http://www.ebay.de/itm/230945684985?_tr ... EBIDX%3AIT

Nachdem ich das in Form gebrachte Birne-Griffbrett mit Salmikgeist für zwei Tage eingesperrt hatte, konnte ich eine gewisse Nachhdunkelung feststellen. Weit weg von richtig dunkel beließ ich es dabei, weil es mir schon wieder in den Fingern juckte. Da bräuchte ich noch Hilfe, wie man das wirklich dunkel bekommt.

Ja, die ersten Schritte sind bereits getan und laufen hier in Zeitraffe ab.

Autor:  armfri [ 19.02.2017, 11:28 ]
Betreff des Beitrags:  Re: ne schlichte SG

Hals grob in Form, Griffbrett bundiert und angeleimt

Autor:  armfri [ 19.02.2017, 11:38 ]
Betreff des Beitrags:  Re: ne schlichte SG

Hier war ich beim Hals shaping. Das ist einfach die schönste Arbeit beim bauen. Ständiges greifen mit der Hand ersetzt mit gegliche Schablonen :-O
Was ich auch rausgefunden habe: Die japanischen Feilen arbeiten auf Zug noch viel präziser.

Autor:  cabriolet [ 19.02.2017, 11:45 ]
Betreff des Beitrags:  Re: ne schlichte SG

armfri hat geschrieben:
Da bräuchte ich noch Hilfe, wie man das wirklich dunkel bekommt.


Dafür brauchst du eigentlich ein Holz mit hohem Gerbstoff-Gehalt, sowohl beim "Räuchern" mit Salmiakgeist, als auch bei Stahlwolle-Essig-Sud. Also z.B.Eiche oder Walnuss.
Ich habe es selbst noch nicht gemacht, aber mit Schwarztee oder einem Sud aus Eichenrinde oder Walnuss-Schalen (nicht die harten Dinger, die mit dem Nussknacker geknackt werden, sondern das weiche grüne außen herum) lassen sich angeblich Gerbstoffe ins Holz bringen.

Da du das Griffbrett ja jetzt schon aufgeleimt hast, wird das allerdings schwierig...

Gruß
Markus

Autor:  armfri [ 19.02.2017, 11:46 ]
Betreff des Beitrags:  Re: ne schlichte SG

Gestern dann noch in den Hörnern bissl geschliffen - Fräsung für StegPickup - und mit nem Schlangenbohrer von dort in Richtung E-Fach gebohrt. So sieht der Stand momentan aus.
Als nächsten sind die Schrägen am Korpus geplant.

Autor:  armfri [ 19.02.2017, 11:52 ]
Betreff des Beitrags:  Re: ne schlichte SG

cabriolet hat geschrieben:
armfri hat geschrieben:
Da bräuchte ich noch Hilfe, wie man das wirklich dunkel bekommt.


Dafür brauchst du eigentlich ein Holz mit hohem Gerbstoff-Gehalt, sowohl beim "Räuchern" mit Salmiakgeist, als auch bei Stahlwolle-Essig-Sud. Also z.B.Eiche oder Walnuss.
Ich habe es selbst noch nicht gemacht, aber mit Schwarztee oder einem Sud aus Eichenrinde oder Walnuss-Schalen (nicht die harten Dinger, die mit dem Nussknacker geknackt werden, sondern das weiche grüne außen herum) lassen sich angeblich Gerbstoffe ins Holz bringen.

Da du das Griffbrett ja jetzt schon aufgeleimt hast, wird das allerdings schwierig...

Gruß
Markus



Danke Markus
Ich hab das auch schon mit mässigem Erfolg mit Eiche versucht.
Die Birnen Oberfläche fühlt sich halt wunderbar an (Hab ja nochn Paar davon)
Würde man die schwarz bekommen, bräuchte niemand mehr Ebenholz

Vielleicht versuche ich auch mal im Backofen?

Autor:  cabriolet [ 19.02.2017, 12:10 ]
Betreff des Beitrags:  Re: ne schlichte SG

Eiche wird zumindest mit Stahlwolle-Essig-Sud tiefschwarz.

Das mit dem Backofen habe ich ja schon mit Erfolg mehrmals mit Buche gemacht.
Z.B. hier und hier.
Da musst du aber schwer aufpassen, nach "schön dunkel" kommt da recht schnell "schön schwarz", aber dann noch schneller bröselige Kohle. Also die Temperatur nur langsam in kleinen Schritten erhöhen und das Holz beobachten. Sobald es anfängt (!) dunkel zu werden, die Temperatur NICHT weiter steigern, sondern abwarten, bis du die gewünschte Farbe erreicht hast. Dann ´raus aus dem Ofen.

Gruß
Markus

Autor:  beate_r [ 19.02.2017, 15:07 ]
Betreff des Beitrags:  Re: ne schlichte SG

armfri hat geschrieben:
Gestern dann noch in den Hörnern bissl geschliffen - Fräsung für StegPickup - und mit nem Schlangenbohrer von dort in Richtung E-Fach gebohrt. So sieht der Stand momentan aus.
Als nächsten sind die Schrägen am Korpus geplant.

Falls Du welche hast: Iwasaki-Bildhauerfeilen sind zum Herstellen der Schrägen richtig gut.

Autor:  Bermann [ 19.02.2017, 16:22 ]
Betreff des Beitrags:  Re: ne schlichte SG

Zum Färben von Griffbrettern:
In einem früheren Forumsbeitrag wurde Lederfarbe (engl. Leather-Dye) als gute Lösung zum Schwärzen des Holzes erwähnt. Das kannst Du auch nachträglich machen.

Gruß Hermann

Autor:  armfri [ 19.02.2017, 16:28 ]
Betreff des Beitrags:  Re: ne schlichte SG

Bermann hat geschrieben:
Zum Färben von Griffbrettern:
In einem früheren Forumsbeitrag wurde Lederfarbe (engl. Leather-Dye) als gute Lösung zum Schwärzen des Holzes erwähnt. Das kannst Du auch nachträglich machen.

Gruß Hermann


Oh, da muss ich mal schleunigst nachlesen, Danke Hermann

und @Markus, die ungefähre Einstiegstemperatur würde mich noch interssieren.
Ofentests kann ich diese Woche noch machen

Gruß
Armin

Autor:  armfri [ 19.02.2017, 16:31 ]
Betreff des Beitrags:  Re: ne schlichte SG

beate_r hat geschrieben:
armfri hat geschrieben:
Gestern dann noch in den Hörnern bissl geschliffen - Fräsung für StegPickup - und mit nem Schlangenbohrer von dort in Richtung E-Fach gebohrt. So sieht der Stand momentan aus.
Als nächsten sind die Schrägen am Korpus geplant.

Falls Du welche hast: Iwasaki-Bildhauerfeilen sind zum Herstellen der Schrägen richtig gut.


Ja, Bea, auch dafür hab ich mir die angeschafft, danke

Gruß
Armin

Autor:  cabriolet [ 20.02.2017, 10:56 ]
Betreff des Beitrags:  Re: ne schlichte SG

armfri hat geschrieben:
und @Markus, die ungefähre Einstiegstemperatur würde mich noch interssieren.
Ofentests kann ich diese Woche noch machen

Ich lasse erst einmal bei etwa 120° C die restliche Feuchtigkeit entweichen. Mindestens eine halbe Stunde lang. Dann gehe ich bei Buche auf 180°. Andere Hölzer brauchen andere Temperaturen (und die Ofen-Thermostate sind noch dazu recht unterschiedlich), da wirst du experimentieren müssen. Auf dieser Temperatur lasse ich das Holz dann für eine weitere halbe Stunde. Ab dann geht´s in 10°-Schritten für je etwa 10 Minuten weiter. Fängt das Holz an, sich deutlich zu verfärben, die Temperatur NICHT weiter steigern, sondern warten, bis die gewünschte Färbung erreicht ist.
Das Ganze dauert also recht lange und ist dementsprechend auch energieaufwändig. Aber nur dann ist das Holz auch wirklich durchgehend dunkel.
Ach ja, du musst vor dem Backen auf jeden Fall Übermaß lassen. Das Holz schrumpft (in Längsrichtung sehr wenig, aber quer doch deutlich)! Mit Verziehen hatte ich bisher nur ein einziges Mal Probleme, warum weiss ich aber nicht wirklich.

Schöne Arbeit bisher, weiter so!

Gruß
Markus

Autor:  armfri [ 25.02.2017, 20:15 ]
Betreff des Beitrags:  Re: ne schlichte SG

Danke Markus, ich denke, das ist mal n eigenen Thread wert.

Heute konnte ich mich, während des Faschingsumzugs vor unserer Haustür, mal für zwei Stunden in meinen Keller verpissen.

Mit den Schrägen begonnen, die ich bestmöglichst eben gestalten möchte.

Mit weissem Buntstift die Kanten angezeichnet.

Autor:  armfri [ 25.02.2017, 20:22 ]
Betreff des Beitrags:  Re: ne schlichte SG

Mit Japanischen Bildhauerfeilen. Ziehlinge und 100er Schleifleinen

Autor:  beate_r [ 25.02.2017, 21:52 ]
Betreff des Beitrags:  Re: ne schlichte SG

Ich bezweifle, dass vor allem alte SGs wirklich einwandfrei symmetrisch sind. Da unterscheiden sich die Abschrägungen ja von Instrument zu Instrument, vor allem innerhalb der Hörnchen.

Autor:  potomac [ 26.02.2017, 09:19 ]
Betreff des Beitrags:  Re: ne schlichte SG

Ja, wenn Du es ganz genau haben willst, dann kann das schon mal dauern. Aber wer ist schon päpstlicher als der Papst?

Macht Freude dem Thread zu folgen, Danke.

Autor:  armfri [ 26.02.2017, 09:33 ]
Betreff des Beitrags:  Re: ne schlichte SG

Um gotteswillen, päpstlicher als der Papst.

Es sind halt vorne und hinten die Schrägen anzubringen. Nicht so wie bei einem Stratähnlichen Korpus versetzt. Und es erschreckt richtig, von oben auf die Stirnfläche blickend, wenn die Kanten dann weder paralell noch symetrisch sind. Sieht dann echt stümperhaft aus.

Gruss
Armin

Autor:  hatta [ 03.03.2017, 11:07 ]
Betreff des Beitrags:  Re: ne schlichte SG

beate_r hat geschrieben:
Ich bezweifle, dass vor allem alte SGs wirklich einwandfrei symmetrisch sind. Da unterscheiden sich die Abschrägungen ja von Instrument zu Instrument, vor allem innerhalb der Hörnchen.


Da kann ich dir zu 100% zustimmen Beate!

Da gabs soooooviele verschiedene Ausführungen von den SG's... da kann man wohl bei keiner vom "Ur-Original" reden.

Ich denke, das kommt auch, da früher vielmehr Handarbeit eingesetzt wurde.
Heute ist ja alles CNC gesteuert und komplett gleich.

Autor:  armfri [ 03.03.2017, 11:35 ]
Betreff des Beitrags:  Re: ne schlichte SG

Da seid ihr mir um einiges voraus, Harad.
Ich muss gestehen , dass ich noch nie eine SG, geschweige denn eine Gibson, in der Hand hatte.

Und schiefgehen wird noch genug , vielleicht schaffe ich ja am WE mir bissl Zeit zu nehem. Die Schrägen möchte ich schon gut hinbekommen.

Gruß
Armin

Autor:  armfri [ 09.04.2017, 15:51 ]
Betreff des Beitrags:  Re: ne schlichte SG

Endlich hatte ich gestern mal wieder ein bisschen Zeit, um mich in die Werkstatt abzuseilen.
Mit den Schrägen bin ich halbwegs zufrieden. Die an der oberen Zarge ist mir etwas zu flach geraten, gehört halt so ;)
Feinschliff werde ich erst ganz zum Ende machen.

Autor:  armfri [ 09.04.2017, 16:01 ]
Betreff des Beitrags:  Re: ne schlichte SG

Wahrscheinlich werde nur ich mir die Frage beantworten können, warum ich zu bequem war, mir für das E-Fach nur eine Schablone zu richten.
Kurz überlegt:
Mit dem Bindingfräser einen passenden Absatz für die PVC-Abdeckung gefräst
Umriss auf Papier übertragen, und danach das PVC geschnitten
Holzklötzchen an den Positionen der Befestigungsschrauben geleimt
Deckel angepasst - fertig

Autor:  beate_r [ 10.04.2017, 01:08 ]
Betreff des Beitrags:  Re: ne schlichte SG

Cool. Aber schade, dass Du den E-Fach-Deckel nicht aus Holz baust.

Autor:  armfri [ 10.04.2017, 07:10 ]
Betreff des Beitrags:  Re: ne schlichte SG

beate_r hat geschrieben:
Cool. Aber schade, dass Du den E-Fach-Deckel nicht aus Holz baust.


E-Fachdeckel aus Holz, ja das fände ich auch besser.
Jedoch nur, wenn Holz und Masserung genau zum Rest passen.
Das war mir nicht mehr möglich. Und mir persönlich gefallen diese PVC-Abdeckungen besser, als irgendwelche Kompromisse dazwischen.
Soll ja ne schlichte SG werden :roll:

Gruß
Armin

Autor:  armfri [ 11.04.2017, 09:41 ]
Betreff des Beitrags:  Re: ne schlichte SG

Ein Bild möchte ich euch aber nicht vorenthalen:
Gesten konnten wir noch Hochzeit feiern :D

Gruß
Armin

Autor:  armfri [ 15.04.2017, 07:49 ]
Betreff des Beitrags:  Re: ne schlichte SG

:o :mrgreen:
Bullshit
Der nächste Unfall
Pickupfräsung ist wohl zu nahe am Hals? Ja, Nun sehe ich es auch :geek:
Zufall oder Prophezeiung:
Tage mache ich mir schon Gedanken darüber, Die Pickuprahmen und Kappen aus Holz zu machen.
Und nun das. (Keine Ahnung, wie das passieren konnte)
Vorderen Teil der Fräsung mit nem Stück Holz verschliessen, Fräsung so weit wie nötig nach hinten versetzen, und mit ner PVC-Blende abdecken?
Oder Fräsung so lassen und das selbstgebaute Rähmchen bis zum Griffbrett auslaufen lassen?
Insgeheim hab ich mir schon ein Stückchen Ahorn zum probieren ausgekuckt (sogar geriegelt)

Gruß
Armin

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