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 Betreff des Beitrags: Was fehlt noch zum Telesound?
BeitragVerfasst: 05.01.2018, 02:41 
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Hallo,

ich wünsche ein gesundes und frohes neues Jahr!

Nehmen wir an, ich kaufe eine Strat. Was muss ich dann machen, damit sie nach einer Tele klingt? Muss ich einfach nur nach Tonabnehmern suchen die mit "Tele Pickups" (z.B.) bezeichnet sind?

Die Googlesuche habe ich bereits betätigt, da war so viel esotherisches dabei wie, dass der Korpus aus Esche sein muss und so. An der Metallplatte unterm Steg-PU kann es auch nicht unbedingt liegen, da es auch Teles ohne diese zu kaufen gibt (ok, ich weiß natürlich nicht, ob die dann auch anders klingen...).

Ich weiß, dass die Frage eine typische Idiotenfrage ist und entschuldige mich im voraus euch die Zeit gestohlen zu haben und bedanke mich deshalb um so mehr!

Vielen Dank!


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 Betreff des Beitrags: Re: Was fehlt noch zum Telesound?
BeitragVerfasst: 05.01.2018, 14:14 
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Ich denke die unterschiedlichen Bridges tragen schon einen erheblichen Teil dazu bei.

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Gruß, Sebastian


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 Betreff des Beitrags: Re: Was fehlt noch zum Telesound?
BeitragVerfasst: 05.01.2018, 14:35 
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So ist es! Die Telebridge und der passende PU.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was fehlt noch zum Telesound?
BeitragVerfasst: 05.01.2018, 16:16 
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Das ist keine Idiotenfrage sondern eine durchaus berechtigte. Als bekennendem Telehasser kommt mir keine Gitarre ins Haus, die diesem ...Ding... ähnlich sieht :lol:. Aber klingen darf sie so.
Da sich unser Repertoire in der Band zu einem guten Teil aus Country-Musik rekrutiert komme selbst ich an diesem Sound nicht vorbei. Den entscheidenden Anteil dazu liefern ohne jeden Zweifel die Pickups. Danach kommt die Position derselben, vor allem die des Steg-PU. Nimmt man als Bridge die grottenhäßliche "Ashtray"-Version, dann stimmt die Position schon mal von ganz alleine. Dort hinein bringt man eh nur einen "Tele-Pickup", was anderes paßt sowieso nicht recht.
Die Bridge selber ist von ihrer Konstruktion her nicht so klangentscheidend wie man das oft denkt, ich habe mit verschiedenen Typen experimentiert und bin letztendlich bei einer von Wilkinson hängen geblieben. Die hat nur drei Saitenreiter, einen für je zwei Saiten, funktioniert prima und ist relativ preiswert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was fehlt noch zum Telesound?
BeitragVerfasst: 05.01.2018, 17:00 
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Wobei die Bridge je nach Matrial den Q-Faktor schon etwas runterdrücken sollte (ich hab allerdings auf die schnelle gerade keine Messung dazu gefunden)


Zuletzt geändert von DarkForce am 05.01.2018, 17:53, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was fehlt noch zum Telesound?
BeitragVerfasst: 05.01.2018, 17:09 
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Ich weiß nicht, ob man über dem Hawaiischwengel-Loch der Strat-Brücke einen Tele-Aschenbecher montieren kann und ob der dann, die Klanganforderungen noch erfüllen wird. Sicher muss man die Brücken-PU-Fräsung der Standard-Strat, für den Tele-PU, noch etwas ausweiten.

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Gruß
Wolfgang

>>Glaub' nicht alles was Du denkst! ;) <<


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 Betreff des Beitrags: Re: Was fehlt noch zum Telesound?
BeitragVerfasst: 05.01.2018, 17:24 
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Also...... Du hast 'ne Strat und willst die mehr in Richtung Tele bekommen???

Am besten kaufst kaufst Du Dir einen Tele-Hals (kleinere Kopfplatte) und schraubst ihn auf die Strat drauf.... und wenn Dich das nicht weiter bringt, dann würde ich den Strat-Korpus durch eine Tele-Korpus samt Hardware ersetzen....

Jetzt mal ernst:
Das mit dem Hals meine ich halbwegs ernst - Masse an der Kopfplatte macht schon was aus.
Aber mit Sicherheit ist der Unterschied (neben den PUs) in der Steg-Konstruktion zu sehen. Bei der Strat arbeitet jeder Anschlag auch gegen die Federn des Tremolos, das tut er bei einer Tele-Bridge mit Holz drunter nicht.

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Handwerk ist Pfusch. Und gut gemachter Pfusch gereicht zur Ehre.....


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 Betreff des Beitrags: Re: Was fehlt noch zum Telesound?
BeitragVerfasst: 05.01.2018, 17:31 
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potomac hat geschrieben:
Ich weiß nicht, ob man über dem Hawaiischwengel-Loch der Strat-Brücke einen Tele-Aschenbecher montieren kann und ob der dann, die Klanganforderungen noch erfüllen wird. Sicher muss man die Brücken-PU-Fräsung der Standard-Strat, für den Tele-PU, noch etwas ausweiten.

Da magst du wohl recht haben, Wolfgang. Am besten wäre es, er kauft sich statt der Strat eine Tele. Oder baut sich eine Tele dazu, so schwer ist das ja nicht... :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Was fehlt noch zum Telesound?
BeitragVerfasst: 06.01.2018, 00:54 
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Danke für die rege Beteiligung!

Ja, ich mochte früher die Tele-Optik auch nicht, mittlerweile habe ich mich aber sogar damit angefreundet. Allerdings war das nicht der Ausschlaggebende Punkt.


Ausgangspunkt war, dass ich überlegte, ob man nicht irgendwie einen Zwitter oder ne Eierlegende Wollmilchsau bauen könnte. Vielleicht mit jeweils nem Strat und nem Tele Single Coil nebeneinander und man kann dann umschalten. Dann überlegte ich weiter und dachte mir, es gibt doch auch splitbare Humbucker. Vielleicht kann man den Strat- und den Tele-Single-Coil ja zu nem Humbucker zusammenschalten. Dann fragte ich mich, ob man dann einen twängenden Humbucker hat oder ob das getwänge dann verloren geht. Dann dachte ich mir, dass das ganze Schwachsinn ist und dann eh total verwässert ist.
(Nebenbemerkung: eine weitere Überlegung war dann noch folgende Bestückung: wegen der Optik nen Minihumbucker und direkt daneben ein Tele-SC, das ganze in dieser Kombi einmal am Steg und einmal nochmal genauso am Hals. Mittelposition frei, weil es wahrscheinlich eh schon wie Kraut und rüben aussieht und ich schon bei drei Humbuckern Steg-Mitte-Hals finde es sieht überfrachtet aus. Ja, ich weiß, Optik, es geht doch um den Klang.
Da aber schon jemand andeutete, dass die Schräglage des Steg-PUs auch einen Einfluss hat, wäre das streng genommen ja auch wieder Murks, was ich mir da gedacht habe. Bzw. noch mehr Murks.)
-> also, alles wieder zurück auf Anfang und erst nochmal überlegen, was denn überhaupt die Tele ausschlaggebend von der Strat unterscheidet und nicht gleich noch nen Humbucker mit ins Spiel bringen wollen.

Bis zu einem Bau wird es noch ein Jahr dauern. Im Moment träume ich nur!

Jedenfalls, hatte ich das ganze wieder vergessen. Dann hab ich die Tage per Zufall eine Tele mit einzigartiger Bestückung gesehen:
https://fret-king.com/country-squire-se ... k_2oFUiE_k (siehe auch Produkttext zum Konzept). Achtung Link funktioniert auf Android-mobil manchmal nicht!
Modell einfacher identifizierbar an "Fret King FKV22HB" (bei den Namen und Designs ist Verwechslungsgefahr gegeben).

Das Konzept ist ganz interessant. Ich habe mich dann nur gefragt, ob diese Gitarre dann überhaupt noch "queng, queng" macht, wie eine Tele oder ob sie nur optisch so aussieht. Edit: queng? Jo schon irgendwie https://www.youtube.com/watch?v=yh8ffCS8PV4

Die Pickups und die Coils des jeweiligen Pickups sind stufenlos zusammenschaltbar, ineinander-blendbar. Von Single Coil zu Humbucker und zurück UND von Bridge zu Bridge+Neck und umgekehrt. Scheint aber nur bei den Modellen zu klappen die an Reviewer geschickt wurden. Bei Normalokunden schlägt wohl die Serienstreuung zu. (siehe Kunden-Rezension https://www.thomann.de/de/fret_king_fkv ... mitone.htm )

Hier ein Review in dem der Tone/Vari-Coil-Knob nochmal anders beschreiben wird. http://www.musicradar.com/reviews/guita ... uxe-574470
(Es gibt noch weitere engl. Reviews im Netz)

Die Tone/Vari-Coil Sache ist bei der nicht Deluxe-Version auch nochmal etwas anders erklärt https://fret-king.com/black-label/count ... k_181UiE_k

Die Firma hört sich wie ein chinesisches Phatasie-Label an oder ein Fretboard-Gleitmittel, aber das soll eine Londoner Firma im Besitz von Trevor Wilkinson (dem Pickup und Mechaniken-Mann sein) sein. Es scheint allerdings so, wie oben angedeutet, dass man als Käufer einer gewissen chinesischen Serienstreuung ausgesetzt ist (oder er hatte ein Montagsprodukt).

Übrigens was mich noch mehr verwundern sollte und auch tut, ob das ganze noch "queng" macht, sind wohl Teles mit HH-Bestückung. Siehe https://www.thomann.de/de/t-modelle.htm ... 5%5B%5D=HH
- Da fehlt zudem auch oft der "Ashtray" :)


Das mit der Brücke


Das hatte ich auch gelesen. Da sagte jemand, mit mehr Saitenraitern gewinnt man Oktavreinheit, aber verliert was vom Teleklang. Ein guter Kompromiss zwischen Oktavreinheit und Tele-Sound sollen die bereits von @LesPaule beschriebenen Wilkinson Doppelreiter sein, die es übrigens genauso auch mit Ashtray original von Fender als "Vintage Style Bridge" https://www.thomann.de/de/fender_vintag ... idge_2.htm angeboten. (Ebenso von Kluson ausdrücklich als "Vintage TELE" https://www.thomann.de/de/goeldo_vintag ... _hw4tc.htm ).
Genauso gibt es das ganze aber auch mit 6er https://www.thomann.de/de/abm_custom_shop_tb_1c.htm was ja dann für die Okatvreinheit super sein sollte. Naja, muss ja nicht heißen, dass dieses Ersatzteil überhaupt den Teleklang komplett aufrechterhalten WILL. Vielleicht wird ja davon ausgegangen, dass der Kunde weiß, was er aufgibt und warum er das bestellt.

Weiter verwässert wird das ganze dadurch das es ("komplette") Telecaster u.a. von Fender mit allen möglichen Arten von Raitern gibt.
Vielleicht macht aber ja auch noch das Metall aus dem der Steg ist was aus.


Hals / Sustain

Interessant, das Sustain Strat vs Tele ist mir noch nie so besonders aufgefallen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was fehlt noch zum Telesound?
BeitragVerfasst: 06.01.2018, 11:02 
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Die eierlegende Wollmilchsau wirst du nicht kriegen, soviel kann ich dir hinsichtlich meiner eigenen Bemühungen verraten. Ich habe ja schon mehfach splitbare Humbucker eingesetzt in der Hoffnung, einer Gitarre mit zwei solcher Teile sowas wie einen "fenderähnlichen" Sound zu entlocken. Vergiß es. Das klingt zwar irgendwie nach singlecoil und ist auch sehr brauchbar, eine so bestückte Gitarre bietet schon eine ganze Menge unterschiedlicher Sounds, jedoch klingt das weder "richtig" nach Strat noch nach Tele.
Wie gesagt habe ich die Erfahrung gemacht, daß die genaue Position der Pickups sehr entscheidend den Klang beeinflußt, ein Zentimeter hin oder her verändert den Charakter völlig! Daher halte ich den Einbau verschiedener Pickups nebeneinander für vergebliche Liebesmüh und die Enttäuschung für vorprogrammiert. Natürlich will ich dich nicht vom Experimentieren abhalten, ich persönlich bin dazu über gegangen, für einen anderen Grundsound eine andere Gitarre zu nehmen, die genau dafür gemacht ist. Also für's Country-Gedöns die "kleine Rote" und demnächst was stratiges. Und für Thin Lizzy darf die vierzig Jahre alte Paula ran :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: Was fehlt noch zum Telesound?
BeitragVerfasst: 07.01.2018, 04:20 
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Danke @ LesPaule

Ne, ich glaub dir das schon, dass es wenig Sinn hat. Es wird ja auch seinen Grund haben, dass man solche Kombinationen nicht stärker im Programm der Hersteller vertreten sieht. Eine SHS-Strat scheint klanglich sehr "unbeliebt" zu sein und wenig sinnhaft, da muss man schon nach einer Wayne Kramer Signature Strat oder so suchen. Also Einzelfällen, die dann speziell oder nichts Halbes und nichts Ganzes sind.

Zum Erfahrung sammeln wäre es aber sicher interessant, z.B. allein mal nur den Steg-Tele-PU näher zum Steg und weg zu bewegen und zu beobachten, wie sich der Sound verändert.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was fehlt noch zum Telesound?
BeitragVerfasst: 08.01.2018, 03:48 
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PS:
zwar eine Les Paul, aber scheinbar hat sogar die Verdrahtung einen Einfluss auf den Klang, man lese Gibson mit 500kOhm potis/tone-Schaltung versus die "rückwärts angeschlossene" Fernost-Lösung.

Betrifft aber nur dei Mittelstellung.
ACHTUNG evtl. wird das pdf sofort heruntergeladen. Ein pdf von Schaller zur PU Verdrahtung. https://www.schaller-electronic.com/dow ... Gibson.pdf



PPS:
wieso ist für die P90 Single Coils ein Humbucker-Split angegeben? https://www.session.de/GIBSON-Les-Paul- ... HP-EB.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Was fehlt noch zum Telesound?
BeitragVerfasst: 25.01.2018, 17:50 
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Führt zwar jetzt etwas weg vom ursprünglichen, aber ich fand es interessant, auch den Text dazu, deshalb poste ich es hier noch schnell:

Eine Schaltung mit vier separaten Pickups (zwar wird auch da eintreten, was @LesPaule sagte, dass nämlich 1cm PU zu verschieben schon den Klang ändert, aber das ist hier wohl auch nicht so wichtig) https://www.premierguitar.com/articles/ ... kup-wiring
Vielleicht interessiert es ja den ein oder anderen hier auch.

...
Noch ein Nachtrag zu den von mir angesprochenen Fret-King Gitarren mit den Vari-Tone Potis, das ganze wird hier nochmal schön von Trevor Wilkinson höchst persönlich beschrieben, an verschiedenen Modellen https://www.premierguitar.com/articles/ ... bel_Series


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 Betreff des Beitrags: Re: Was fehlt noch zum Telesound?
BeitragVerfasst: 26.01.2018, 12:52 
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seit ich mal ein Video von Joe Bonnamassa in Youtube gesehen habe, bei dem er über die Möglichkeiten und den sinnvollen Einsatz des Tone-Potis an der Gitarre spricht,
… und dabei mal ganz easy nen astreinen Telesound aus seiner LP zaubert… bin ich bei dem ganzen Thema eher zurückhaltend.

mal schauen ob ich das noch iwo finde?!?

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Uli

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 Betreff des Beitrags: Re: Was fehlt noch zum Telesound?
BeitragVerfasst: 25.02.2018, 19:06 
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Interessant, wäre cool, wenn du das finden würdest. Ein vielseitiger Amp (und da meine ich keinen Modeling Amp) ist da sicher auch hilfreich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was fehlt noch zum Telesound?
BeitragVerfasst: 25.02.2018, 22:50 
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Hm, ich würde mal versuchen, bei der Strat einfach das Tremolo zu blockieren (die Federn dürften hier in der Tat auf die eine oder andere Weise klangrelevant sein) und dann ein wenig mit den Klangeinstellungen (an der Klampfe und am Verstärker) herumspielen. Ob dann im harten Live-Einsatz wirklich noch der Unterschied zwischen den beiden Gitarrentypen hörbar (!) ist, habe ich zwar noch nicht ausprobiert, aber möchte ich dennoch bezweifeln.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was fehlt noch zum Telesound?
BeitragVerfasst: 27.02.2018, 19:04 
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Klar kann man mit dem Amp was machen, aber wenn ich an den Klang von ner Tele denke, dann höre ich da außer dem Twäng/Queng-Sound noch so ein Geknacke... ist schwer zu beschreiben, was ich meine. Der Anteil des Sounds, der sich anhört, als würde man das Plektrum hören... achja, Attack, sagt man glaub ich.
pinacoco hat geschrieben:
seit ich mal ein Video von Joe Bonnamassa in Youtube gesehen habe, bei dem er über die Möglichkeiten und den sinnvollen Einsatz des Tone-Potis an der Gitarre spricht,
… und dabei mal ganz easy nen astreinen Telesound aus seiner LP zaubert… bin ich bei dem ganzen Thema eher zurückhaltend.

mal schauen ob ich das noch iwo finde?!?

Meintest du eins von den videos: https://www.youtube.com/watch?v=vqhoPqDR47c
https://www.youtube.com/watch?v=ZkGCvLstPrE


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 Betreff des Beitrags: Re: Was fehlt noch zum Telesound?
BeitragVerfasst: 10.04.2018, 17:18 
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KORREKTUR zu post #9

Der Thomann-Link mit der wichtigen Kundenbewertung führt jetzt ins Leere.

Daher bitte den über die wayback-machine benutzen https://web.archive.org/web/20171224000 ... mitone.htm

Oder, falls dieser Link auch irgendwann nicht mehr funktioniert, hier einfach der Text:

Neue Pickups - dann gut!
Hollowbuddy, 14.10.2016
Nach einer Gitarre wie die Fret King Country Squire habe ich schon lange gesucht. H-S-H ist meine bevorzugte Pickup Konstellation. Meist findet man die aber nur auf Metal Shredder Äxten mit High Gain Pickups und Floyd Rose. Ich bewege mich aber eher zwischen Blues, Jazz, Fusion, Funk und Latin.

Die Fret King ist eine sehr hübsch gestaltete und sauber verarbeitete Gitarre. Für eine Thinline Tele ist sie nicht gerade leicht. Wenn man genauer schaut, ist auch nur im Bereich des F-Loches ein relativ kleiner Bereich hohlgefräst und das Elektronikfach hat auch nur die Größe der Metallabdeckung.

Die meisten Thinline Tellies sind ziemlich kopflastig. Das ist bei der Fret King etwas besser, obwohl die Locking Tuner mit mehr Gewicht die Kopfplatte nach unten ziehen. Man sollte aber schon einen breiten, innen aufgerauten Gurt benutzen.
Ergonomische Anpassungen, wie Tummy cut oder Drop Top gibt es nicht, aber wenigstens einen abgerundeten Hals/Korpus Übergang ohne Backplate.

Der Hals ist angenehm matt lackiert und hat ein mittelstarkes C-Profil. Die seitlichen, recht kleinen Dots liegen genau auf der Linie zwischen Hals und Griffbrett. Das ging wohl nicht anders, da das Palisander Griffbrett relativ dünn ausfällt. Besonders gut zu sehen sind sie jedenfalls nicht. Das Korpus Binding ist bei meinem Exemplar cremefarben. Auf den Produktfotos war ein Tortoise Binding abgebildet. Ich könnte aber nicht sagen, was besser aussieht.

Das Vibratosystem ist ein Zwitter aus Tele Brücke mit Messingreitern und 2 Punkt Strat Vibrato. Die Saitenreiter sind zwar kompensiert, erfordern aber trotzdem einen Kompromiss in der Einstellung. Bei korrekter Position für die hohe E-Saite klingt die H-Saite zu tief und stellt man die A-Saite richtig ein, ist die tiefe E-Saite zu hoch.

Ausgeliefert wurde die Gitarre sogar perfekt gestimmt und mit gut eingestellter Saitenlage. Allerdings klang sie mit den 9er Werkssaiten erst einmal enttäuschend. Nachdem dann schon nach 5 Minuten meine Fingerkuppen rabenschwarz waren, machte ich kurzen Prozess und zog gleich 10er DAddarios auf. Als die alten Saiten gelockert waren, konnte man an E- und G- Saite Knicke im Schwingungsbereich der Saiten sehen. Wer zieht denn solche Saiten auf?!? Mit den neuen Saiten klang die Fret King akustisch schon viel strahlender, knackiger und straffer. Nur noch die Vibratofedern, Halskrümmung und Saitenreiter justiert, nun konnte es losgehen!

Leider werden die Tonabnehmer dem akustischen Klang der Gitarre nicht gerecht. Der Steghumbucker (14kOhm!) klingt nasal, Bass und Mittenbetont. Von offenen Höhen wie bei einem PAF-artigen Pickup keine Spur. Der Minihumbucker (6,4kOhm) ist auch eher bedeckt und liefert selbst mit voll aufgedrehtem Tonregler schon einen Jazzton, wie ich ihn bei halb zurückgedrehter Tonblende erwartet hätte. Außerdem hat er unglaublich mächtige Bässe. Auch gesplittet machen die Humbucker keine gute Figur. Der Sound schafft es nicht, sich aus dem Speaker des Amps zu lösen. Der Singlecoil in der Mitte ist soweit ok.

Die nächste Enttäuschung beschert das Doppelpoti, das laut Beschreibung des Herstellers zum einen als Tonblende und zum anderen als stufenloser Coilsplit arbeiten soll. De facto funktioniert weder das eine noch das andere. Offenbar wurde ein Poti mit linearer Kennlinie verbaut (500k linear), es passiert nämlich bei beiden Funktionen beim Zurückdrehen rein gar nichts. Erst auf den letzten 2 mm wird der Ton abrupt völlig dumpf, bzw. die eine Spule hörbar kurzgeschlossen. Kann ja sein, dass solche Spezialpotis (es handelt sich sogar um ein Dreifachpoti, die Anzapfungen beider Pickups liegen auf 2 Ebenen, die gemeinsam gedreht werden + der Tonblende auf der 3. Ebene) nicht mit logarithmischer Kennlinie zu kriegen sind, aber das ist ein typischer Fall von ?Gute Idee an technischer Umsetzung gescheitert?. Den nicht stufenlosen Coilsplit hätte ich noch verschmerzen können, aber nicht die völlig unbrauchbare Tonblende.

Was nun?

Erster Impuls:
Einpacken und zurückschicken!

Zweiter Impuls:
Die Grundsubstanz der Gitarre stimmt aber! Also was kosten 2 bessere Humbucker und wie kann ich die Schaltung so ändern, dass ich damit arbeiten kann?

Nach kurzer Suche habe ich dann für 209¤ zwei Seymour Duncans bestellt. Am Steg einen SH-1 ?59 und am Hals einen seymourized Minihumbucker, beide 4-adrig. Der Klangunterschied ist phänomenal. Der Halspickup klingt wie ein Zwitter aus Singlecoil und Humbucker, mit tightem Bass und der SH-1 am Steg ist auch angenehm offen. Das unsägliche Poti flog raus. Stattdessen realisiere ich den Coilsplit nun über die Schaltkontakte eines logarithmischen Push-Push Potis, das auch als gleichmäßig funktionierende Tonblende dient. Ein stufenloser Coilsplit funktioniert übrigens nur mit einem deutlich kleinerem Widerstandswert des Potis. Erst mit einem logarithmischen 20 k Poti funktionierte es überzeugend. Nachdem ich die für mich am besten klingende Poti Stellung gefunden hatte, maß ich den Widerstandswert und ersetzte dann das Poti durch einen festen 3,8 k Widerstand.

Berechtigte Frage: Stimmt denn das Preis-Leistungsverhältnis noch?

Ehrliche Antwort: NEIN! ?ABER:

Das Konzept der Gitarre ist recht speziell. Handelte es sich um eine ?normale? Strat, Tele, was auch immer, hätte ich die Gitarre zurückgeschickt, einfach weil es zahlreiche Alternativen in einem ähnlichen Preissegment gibt. Aber eine Thinline Tele mit Minihumbucker ? Singlecoil ? Humbucker Bestückung und einem exotischen Vibratosystem mit kompensierten Tele Messingreitern findet man - zumindest in dieser Preisregion - nicht noch einmal.

Zum Vergleich: Für meine ?60 Roadworn Strat habe ich vor ein paar Jahren neu 980¤ bezahlt. Zufrieden war ich aber erst, nachdem der Zinkgussblock gegen einen Stahlblock und die Tex Mex Pickups zuerst gegen Amber- und später Kloppmann Pickups getauscht waren. Auch dort war die Grundsubstanz so gut, dass es sich gelohnt hat, weitere 450¤ reinzustecken.


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