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 Betreff des Beitrags: Warum überhaupt aktive Elektronik?
BeitragVerfasst: 30.09.2017, 15:41 
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Ich hätte da mal eine grundlegende Frage, die mich schon eine Weile beschäftigt.
Ist der einzigste Grund für aktive Elekronik nur die schnellere Reaktionszeit beim Spiel.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass der MiniPreamp onboard irgend etwas besser kann, als ein einigermassen passabler Equalizer im Rack oder schon im Amp.
Elektronik ist nicht grad meine Stärke.
Mein G&L L2000 hat ja auch ne ganze Menge im E-Fach. Jedoch spiele ich den ausnahmslos nur im passiven Modus, gefällt mir einfach besser.

Gruß
Armin


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BeitragVerfasst: 30.09.2017, 18:41 
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Wenn ein Bass im passiven Modus besser oder wesentlich anders klingt als im aktiven Modus, ist diese nicht geschickt konzipiert.

Der Haupt-Vorteil einer aktiven Schaltung im Instrument ist, dass sie dieses von den Anschlussbedingungen entkoppelt, also von den Eigenschaften der Leitung und der Auslegung des Verstärkereingangs. Wenn man dies vor der Aktivelektronik sorgsam nachbildet und auch das Lautstärkepoti an den Ausgang setzt (mit einer geringeren Impedanz), sollte ein aktiver Bass einem passiven Instrument soundmäßig ebenbürtig sein.

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Liebe Grüße

Beate


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BeitragVerfasst: 30.09.2017, 19:11 
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...und warum betreibt man Mehraufwand um ebenbürtigen Sound zu erhalten?

_________________
Gruß
Wolfgang

>>Glaub' nicht alles was Du denkst! ;) <<


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BeitragVerfasst: 30.09.2017, 20:40 
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Weil man kontrollierten und definierten Sound haben kann, unabhängig von der Länge der Strippe und unabhängig von der Eingangsimpedanz. Und weil man ohne Höhenverlust leise stellen kann.

In meinem weißen EB3 habe ich das übrigens so gelöst, dass sich da eine komplette passive Schaltung befindet, die ich auch genau so ausgetüftelt habe, als der Bass noch passiv war. Das sind überwiegend C-Switches, und vielleicht hab ich mal einen Rappel und baue den Varitone wieder ein..

Dahinter habe ich einen simplen Buffer geschaltet und dahinter dann das Lautstärkepoti gesetzt, das jetzt eben 25-50 kOhm klein sein darf und nicht mehr 500 kOhm. Und am Eingang des Buffers befindet sich ein Kondensator mit 680 pF und eine Eingangsimpedanz von 330 kOhm (500 k vom ehemaligen Poti parallel zu den üblichen 1 Meg des Verstärkers).

So, und wenn ich das mal habe, kann ich immer noch eine zusätzliche Klangregleung in den aktiven Zweig einbauen...

Das bringt mich auf einen wichtigen Punkt: Headroom. Mit 9-voltigem Batterieantrieb hat man den einfach nicht - man benötigt den damit möglichen Spannungshub ja schon für das linear verstärkte Signal. Für Anhebungen des Pegels bleibt da nichts mehr. Mit 18 V geht das schon eher; ordentliche Transistorverstärker werden nicht umsonst mit 30-40 V betrieben.

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Liebe Grüße

Beate


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BeitragVerfasst: 30.09.2017, 21:19 
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Ist der Hauptunterschied nicht der, dass man im passiv Betrieb Frequenzen nur dämpfen bzw wegnehmen kann... währen man mit nem aktiven onboard-EQ eben auch Frequenzen boostet?

_________________
Gruß
Uli

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Fang nie an aufzuhören, hör nie auf anzufangen
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BeitragVerfasst: 30.09.2017, 21:35 
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Alles hab ich nun noch nicht verstanden, Bea.
OK, ausser, daß das 3 Meter Kabel zum Amp nicht so optimal ist.

Und Uli, das mag sein, aber meine Überlegung war, ob das nicht der EQ im Amp besser hinbekommt als Onboard.
Der ist doch mit dem Ursignal bestimmt viel glücklicher :roll:

Aber wie gesagt, die Elektronik ist nicht meine Welt, das beweist mir jede einzelne meiner Lötstlellen.
Gruß
Armin


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BeitragVerfasst: 30.09.2017, 21:44 
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Armin: 3 Meter Kabel mag manchmal schlecht sein, manchmal auch gut. 12 oder auch nur 9 m ist meistens eher schlecht. Und das ist schnell beisammen, wenn man auch nur ein Bodenstimmgerät verwendet. (Faustformel: 6 m hochwertiges Kabel - 560-680 pF. 3 m die Hälfte, 12 m das Doppelte).

Und was den EQ angeht: grundsätzlich hast Du da recht. Du tust Dir halt einen Gefallen, wenn Du Platz für 2 oder 3 Batterien vorsiehst, und vor allem Dir Gedanken um die Beschaltung des Eingangs machst: wenn eine "normale " Kabelkapazität fehlt, geht halt die Eigenresonanz des Tonabnehmers in die Höhe, und das hört man dann sehr wohl. Und wenn der Eingangswiderstand zu groß wird, wird die Güte der Resonanz zu groß,und das kann dann weniger gut klingen. Oder aber auch umgekehrt - es kann einen zu stark bedämpften Tonabnehmer beleben.

Das Problem mit dem Headroom entsteht folgendermaßen: wenn ich einen bestimmten Frequenzbereich gegenüber dem Rest um einen Faktor 3 verstärken können will, muss der Verstärker streng genommen eine um den Faktor drei größere Ausgangsspannung liefern können. Wenn er das nicht kann, funktioniert das nur dann, wenn dieser Frequenzbereich im Eingangssignal entsprechend schwächer vorhanden ist.
Mit anderen Worten: bei realen Signalen kann das in gewissen Grenzen trotzdem funktionieren, aber zumindest die Slapbass-Ratter-Artisten, aber möglicherweise auch einige Metall-Bassisten könnten da an technische Grenzen gelangen, die man als kratzende Übersteuerung hört.

Just in diesen tagen bin ich übrigens dabei, sowas zusammenzubassteln, mit 6 dB Anhebung. Mit nur 8.4 V, also nicht mehr ganz taufrischer Batterie, kann das schon ganz schön knapp werden.

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Liebe Grüße

Beate


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BeitragVerfasst: 30.09.2017, 22:05 
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Ich sehe das genau wie Uli: Ich kann außer dämpfen auch boosten. Ich muss mir über Kabellängen und (in gewissen Grenzen) auch über Kabelqulität keine Gedanken machen.

Und: Ich KANN das nutzen, muss aber nicht!

Eine gute aktive Basselektronik (u.a. Noll) liefert in Neutralstellung der Regler für mich keinen hörbaren Unterschied zwischen aktiv und passiv. Ich habe also zusätzlich Optionen ... ganz egal wie weit weg der Amp steht.

Ich fürchte allerdings, dass das ein Thema ist, was man ähnlich betrachten kann wie die Frage nach Balance- versus zwei Volume-Potis: Man mag es oder man mag es nicht.

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Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern
The difference between theory and practice is in practice often bigger than in theory.
Optimumque est, ut vulgo dixere, aliena insania frui.


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BeitragVerfasst: 30.09.2017, 22:13 
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Danke dir, Beate.
Nun ist mein Horizont um ein paar cm angewachsen.
Das hab selbst ich kappiert.
Beim Bau Platz lassen im E-Fach.
Und beim spielen wie gehabt.
Mir fällt eben schon lange auf, dass sich mein Amp mit dem passivem Signal einfacher einstellen lässt.
Würde ich Metall spielen hätte ich euch diese Frage wahrscheinlich überhaupt nicht gestellt.

Gruß
Armin


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BeitragVerfasst: 30.09.2017, 22:17 
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ooops, Stefan, anscheinend schreib ich doch zu langsam.
Danke euch, bin nun etwas heller :geek:

Gruß


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