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 Betreff des Beitrags: Fuzz-Face Bausatz aus China
BeitragVerfasst: 30.11.2017, 15:18 
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Hallo zusammen,

so ein ordentliches Fuzz-Pedal sollte doch in keinem Gitarrenspielerhaushalt fehlen, dachte ich mir – und außerdem hätte auch mal wieder Lust, etwas den Lötkolben zu schwingen, so oder so ähnlich dachte ich mir jedenfalls, als ich bei Ali auf einen "Fuzz-Face"-Bausatz gestoßen war. Also gleich bestellt und erst mal 2 Wochen an was anderes gedacht, weil China halt weit ist und die Päckchen halt langsamer sind als die Internetpakete...

Als es endlich da war, hab ich natürlich alles gleich mal appetitlich und Internet-kompatibel ausgelegt und fotografiert. Hier der Inhalt des Sets:

Bild

Sieht doch ordentlich aus. Da sind sogar kleine Labels an den Widerständen für Leute, die keine Farbcodes lesen können. Ich hab das natürlich mit dem Multimeter überprüft und die Werte sind sogar extrem genau wie beschrieben (Abweichungen < 1 %).

Hier auch ein genauerer Blick auf die Platine (vorne und hinten). Auch die sieht auf den ersten Blick eigentlich ganz OK aus:

Bild

Viel interessanter ist dagegen was nicht im Paket dabei war: irgendeine Art von Anleitung nämlich. Also ein Schaltplan oder eine Bestückungsliste oder irgendetwas… nix!

Also mal kurz den Händler angeschrieben und nachgefragt. Kein Problem, meinte der, er könne mir gerne Bilder schicken.

In der Folge habe ich dann zwei Wochen in einer Kafka-Novelle verbracht: Der Händler erklärt mir wiederholt, er schicke mir gerne Bilder, wenn ich erkläre, dass ich mich darüber freuen würde, kommt keine Antwort. Wenn ich nochmal nachhake, erklärt er, er könne mir gerne Bilder schicken...

Nach weiteren zwei Wochen habe ich aber endlich Bilder in meinem Postfach. Leider sind die zu nix zu gebrauchen: Die Auflösung ist viel zu gering und man sieht nur Pixelbrei.

Also schön, denke ich mir, eine Herausforderung! Schwerer als die von mir bevorzugten Sudokus der Kategorie "extra schwer" kann es ja wohl kaum sein...

Weiter geht's in Kürze ...

/sascha

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 Betreff des Beitrags: Re: Fuzz-Face Bausatz aus China
BeitragVerfasst: 30.11.2017, 16:36 
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Schritt 1: Erst mal die Literatur sichten. Eine kurze Suche mit der Internet-Suchmaschine meiner Wahl und schon habe ich ein Dutzend oder mehr Artikel zur Elektronik der "Fuzz-Faces" auf dem Schirm. Nach ein wenig stöbern fand ich die folgenden Seiten besonders hilfreich:


Vor allem gibt es auf allen dreien gute Schaltpläne für verschiedene Varianten von Fuzz-Pedalen. Damit müsste sich doch etwas anfangen lassen...

Schritt 2: Analysieren, was ich da bekommen habe. Schnappschüsse der Platine habe ich ja schon gemacht, damit könnte ich ja erst einmal einen einfachen Schaltplan zeichnen. Etwa so:

Bild

Der Online-Editor lässt mich keine Kondensatoren mit "EC" bezeichnen, sodass die jetzt bei mir "CE" heißen, ansonsten entsprechen die Bezeichnungen denen auf der Platine.

Na, und auf der Basis kann ich das mal so umformen, dass er etwas mehr wie die Pläne in den o.g. Artikeln aussieht. Einschließlich der Bauelemente, die verdrahtet werden sähe das dann etwa so aus:

Bild

Ich habe den -9 V Strang mal blau markiert, damit man das besser verfolgen kann. Gestrichelte Verbindungen sind Kabel. Daraus ergeben sich jedenfalls die folgenden Anschlüsse:

  • IN: Input
  • OUT: Output
  • ON: LED
  • OFF: Batterie
  • RV1: Volume
  • RV2: Fuzz
  • SW1: Switch

Und wenn ich das mit den bereits genannten Schaltplänen vergleiche, kann ich die Bauelemente den folgenden mitgelieferten Bauteilen zuordnen:

  • R1: 470 Ω (330 Ω)
  • R2: 8.2 kΩ
  • R4: 100 kΩ
  • R5: 33 kΩ
  • RV1: Pot 500 kΩ
  • RV2: Pot 1 kΩ
  • C1: 0.01 F
  • EC1: 2.2 µF
  • EC2: 22 µF (20 µF)

Es bleiben noch R3 und R6, da kommen wir später drauf zurück.

Mir fällt aber etwas anderes auf: beide Elektrolyt-Kondensatoren sind hier "falsch herum" angeschlossen. Entweder sind die "+"-Symbole auf der Platine falsch, oder das am Stromanschluss.

Da die Polarität aber ansonsten der auf den anderen Schaltplänen entspricht gehe ich von einem Fehler bei den Kondensatoren aus. Was meint ihr dazu?

Weiter gehts später...

/s.

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 Betreff des Beitrags: Re: Fuzz-Face Bausatz aus China
BeitragVerfasst: 02.12.2017, 20:58 
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Ich habe keine Ahnung und würde die Elkos einfach so einlöten, wie's beschriftet ist. Das rein logisch aufzuarbeiten wäre mir zu aufwendig. Notfalls hat man ja zum Ersatz solche üblichen Werte auf Vorrat. Ein C1 mit 10 µF erscheint mir aber schon ungewöhnlich.
Macht es eigentlich Sinn, solche Bausätze aus Fernost zu ordern? Am Preis liegt es doch sicher nicht. Musikding beispielsweise bietet eine Vielzahl Tretminen-Bausätze zu akzeptablen Preisen, mit einwandfreien Dokumentationen und erheblich darüber hinaus gehendem Support an.

Off Topic
Ich selber mag die üblichen Tretminen-Batterien überhaupt nicht. Mir genügen meine beiden Zoom-Multi-FX (ein G1-on oder 505 mit uraltem Vol.-/Expression-Pedal) völlig, da ich damit alle Effekte, die ich mir vorstellen kann, mit hinreichender Qualität abdecken kann. Aber sorry, das ist ja eine ganz andere Sache.

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Man kann keine Faust machen, wenn man die Finger überall drinnen hat. (Dieter Hildebrandt)
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 Betreff des Beitrags: Re: Fuzz-Face Bausatz aus China
BeitragVerfasst: 02.12.2017, 23:05 
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Irgendwie bekomm´ich das auf die Schnelle nicht entwirrt, aber irgendetwas hast du da von einem ins andere Schaltbild völlig falsch übertragen. Schau dir den Bereich um den Stecker RV2 (Fuzz-Poti) und den Kondensator EC2 nochmal an. Der Kondensator müsste, ebenso wie ein Anschluss des Potis, gegen Masse gehen. Die in deinem Fall ja "plus" ist und auch (!) am Gehäuse anliegt, und genau diese Verbindung hast du in deinem oberen Schaltbild vergessen. Zumindest EC2 sitzt dann auf der Platine richtig´rum.
Außerdem wäre es gut, wenn du mal den Fußschalter durchmessen könntest, ich denke dass der ein bisschen anders schaltet als du es eingezeichnet hast und keine 3 Ein-/Aus-Schalter beinhaltet, sondern 2 Umschalter.

Vielleicht habe ich morgen mal etwas Zeit, das Ganze aufzudröseln.

Gruß
Markus


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 Betreff des Beitrags: Re: Fuzz-Face Bausatz aus China
BeitragVerfasst: 02.12.2017, 23:38 
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Danke, dass ihr schon mal reingeschaut habt :-)

kegid hat geschrieben:
Ich habe keine Ahnung und würde die Elkos einfach so einlöten, wie's beschriftet ist.
Ähm, nun ja... als ungeduldiger Mensch habe ich natürlich damit angefangen, die Bauteile "schon mal" reinzulöten, die unstrittig sind (bzw zu sein schienen), und damit sind bisher genau die beiden Elkos so reingelötet, wie das auf der Platine steht - erst hinterher hab' ich entdeckt, dass da irgendwas komisch ist an der Schaltung... Also wenigstens einen Test werde ich damit schon machen...
kegid hat geschrieben:
Macht es eigentlich Sinn, solche Bausätze aus Fernost zu ordern?
Für mich liegt es mehr an der Herausforderung als am Preis. Die Alternative wäre es, eine fertige "Tretmine" zu kaufen und gut isses... aber das wäre ja langweilig ;-)
cabriolet hat geschrieben:
Schau dir den Bereich um den Stecker RV2 (Fuzz-Poti) und den Kondensator EC2 nochmal an. Der Kondensator müsste, ebenso wie ein Anschluss des Potis, gegen Masse gehen.
Das ist schon eine der Merkwürdigkeiten an dieser Schaltung: hier scheint Masse auf Negativ zu liegen (!) und tatsächlich hatte ich die Masseverbindung vom CE2 beim ersten Plan übersehen. Der zweite ist (zumindest in dieser Hinsicht) aber korrekt...

Das ist übrigens eine recht übliche Eigenart von Fuzz-Pedalen. Da habe ich viele andere Beispiele für gefunden (unter anderem auf Musikding einen verdächtig ähnlich aussehenden Bausatz).
cabriolet hat geschrieben:
Ich denke dass der ein bisschen anders schaltet als du es eingezeichnet hast und keine 3 Ein-/Aus-Schalter beinhaltet, sondern 2 Umschalter.
Korrekt, der Schalter schaltet 3x UM, aber die Platine hat nur Anschlüsse für 6 Leitungen, und die sind eben so eingezeichnet. Allerdings ist nicht sicher, dass die auch genau so schalten... wie gesagt: außer der Platine habe ich keine Anhaltspunkte, wie das zu verschalten ist, das war nur das was mir am logischsten aussah...

Aber zum Testen habe ich mal angefangen, alle Widerstände durch Trimmer zu ersetzen, und für die Transistoren habe ich auch Sockel bestellt - die Kabel kommen eh' alle auf Stecker, etc... wird halt ein Lernprojekt und in dieser Hinsicht isses schon mal sehr erfolgreich, ich hab' in den letzten 3 Tagen unglaublich viel über "Fuzz"-Pedale gelernt ;-) Inzwischen könnte ich wahrscheinlich ein eigenes Schaltungsdesign hinkriegen 8-)

Hm, vielleicht mache ich das am Ende dann auch noch... Ihr wisst schon: "kreativer Umgang mit Technik". Genau das ;-)

Viele Grüße

/sascha

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 Betreff des Beitrags: Re: Fuzz-Face Bausatz aus China
BeitragVerfasst: 03.12.2017, 11:35 
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Hallo Sascha,

mir scheint, du hast irgendwie alle Elemente wahllos an allen freien Lötaugen verteilt :?
Erst einmal solltest du dein oberes Schaltbild (das von der Platine aus erstellte) vervollständigen und korrigieren. Ohne das macht dein zweiter Schritt keinen Sinn. Hier nochmal der Hinweis auf die Gehäusemasse, die du vergessen hast (auf der Platine gibt´s dafür fette (Schraub?)-Löcher). Dann wird auch der Bereich um EC2 klar.

Ob du das dann, wie du versucht hast, selber in ein übersichtlicheres Schaltbild übersetzt, ist Geschmackssache. Ich an deiner Stelle würde da etwas anders herangehen und mir im zweiten Schritt einen "nackten" originalen FuzzFace-Schaltplan nehmen (du hast ja gleich mehrere Beispiele verlinkt) und da dann überlegen, was da schaltbar gemacht werden muss. Das wird hier vermutlich ein True Bypass sein, für den brauchst du einen Umschalter am Eingang, einen am Ausgang. Dann kannst du noch die LED schalten, die braucht nur einen Ein/Aus-Schalter. Die drei Schalter werden idealerweise gleichzeitig betätigt, dafür nimmst du also deinen Fußschalter (bei dem ich im Foto allerdings nur zwei Dreierreihen an Beinchen sehe, kann aber auch am Bild liegen).
Außerdem solltest du die Batterie schaltbar machen, die Chinesen haben dir dazu Stereo-Buchsen beigelegt. Sogar zwei Stück, du brauchst aber nur eine.
Schritt drei wäre dann, zu suchen, wo auf deiner Platine jetzt Unterbrechungen vorliegen, wo deine Schalter, Buchsen und die LED hin müssen. Und welche Verbindungen du eventuell extern verdrahten musst (z.B. Bypass, Batterie + )

Dann siehst du schon, dass deine Batterie an den von dir gewählten Lötaugen keinen Sinn macht. Auch die LED über das Fuzz-Poti zu beschalten, macht irgendwie keinen Sinn.

Also am Besten alles zurück auf Anfang... und NICHT IM JETZIGEN ZUSTAND TESTEN !

Gruß
Markus

p.s. Habe hier am Laptop nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten zum Zeichen, deshalb habe ich jetzt erstmal noch nicht in deinen Schaltbildern herumgemalt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fuzz-Face Bausatz aus China
BeitragVerfasst: 03.12.2017, 12:35 
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Sascha L. hat geschrieben:
Das ist schon eine der Merkwürdigkeiten an dieser Schaltung: hier scheint Masse auf Negativ zu liegen (!) und tatsächlich hatte ich die Masseverbindung vom CE2 beim ersten Plan übersehen. Der zweite ist (zumindest in dieser Hinsicht) aber korrekt...


Nee, eben nicht. Hier ist Plus die Masse, bedingt durch die PNP-Transistoren. Sorry, aber dein zweiter Plan ist in der Hinsicht Masse EC2 schlichtweg falsch! Schau dir nochmal die Platine an, EC2 liegt zwischen Schleifer und Massebeinchen vom Poti. Und genau dieses Poti-Beinchen liegt an der von dir in Plan 1 NICHT eingezeichneten Masse, die über das Gehäuse hergestellt wird.
Dateianhang:
Fuzz.jpg
Dateianhang:
Fuzz2.jpg


Gruß
Markus

Edit sagt mir gerade, dass das dritte Bild (Ausschnitt deines zweiten Plans) verloren gegangen ist. Hier ist´s:
Dateianhang:
Fuzz3.jpg


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 Betreff des Beitrags: Re: Fuzz-Face Bausatz aus China
BeitragVerfasst: 03.12.2017, 14:17 
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Hallo Cabrio,

Danke, da war tatsächlich der Wurm drin. So macht auch der Teil um RV2 wirklich mehr Sinn... :P

Wenn ich das nochmal mit den im Netz verfügbaren Schaltplänen vergleiche, glaube ich, ich sehe wo das Problem liegt: meine Annahme, dass "OFF" der Batterieport sein soll. Auch wenn da ein "+" steht, ist das vermutlich nicht wo die Batterie hin gehört... und das ändert natürlich den gesamten Plan.

Ich hab' nochmal mit der Platine angefangen: hier ist die Vorder- und Rückseite übereinander gelegt, sodass man die Leiterbahnen und die Beschriftungen gleichzeitig sehen kann:

Bild

Von dem ausgehend werde ich das nochmal durch-tracen. Mal sehen, was dann rauskommt...

Viele Grüße und nochmals vielen Dank! Mehr demnächst an dieser Stelle :)

/sascha

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 Betreff des Beitrags: Re: Fuzz-Face Bausatz aus China
BeitragVerfasst: 03.12.2017, 15:01 
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Sorry, Sascha,

jetzt habe ICH einen groben Fehler gemacht! Dein Übereinanderlegen von Platinen-Vorder- und Rück-Seite ist eine große Hilfe, wollte das schon mit Papier und Stift machen.
AAAALSOOOO... meine Plus-Verbindung über das Gehäuse ist Quatsch! Auch wenn ich jetzt noch immer nicht weiß, wie die Platine befestigt werden soll, die dicke Bohrung in der Verbindung RV2-EC2-R3 ist der Plus(=Masse)-Anschluss, Minus kommt an die andere dicke Bohrung in der Platinen-Ecke. Plus würde ich aber trotzdem über eine der Steckbuchsen schaltbar machen, damit du nicht immer die Batterie abklemmen musst. Und das Gehäuse auch an Masse (also Plus) legen.
Dateianhang:
FuzzKorrektur.jpg


Gruß
Markus


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 Betreff des Beitrags: Re: Fuzz-Face Bausatz aus China
BeitragVerfasst: 03.12.2017, 15:29 
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Je länger ich mir das ganze ansehe, desto mehr drängt sich mir der Gedanke auf, dass deine Platine eigentlich für irgendeine beondere Fuzz-Schaltung gedacht ist. Und nicht für ein "normales" Fuzz-Face. Oder das ist eine Art "Fuzz-Universal-Platine", eventuell sogar für irgendwelche Relais-geschalteten Sachen. Da gehen Dinge zu dem/den Schalter(n), die in meinen Augen keinen Sinn machen (z.B. Potischleifer). Außerdem hast du einen völlig anderen Schalter im Bausatz.
Das wird noch kompliziert. Wäre fast einfacher, das Ganze auf einer Lochraster- oder Streifen-Platine komplett selber zu bauen.

Ach ja: Was hast du denn bei R3 und R6 für Werte? Deren Funktion ist mir noch nicht wirklich klar, vielleicht kann man da über die Werte auf irgendwas schließen...
Auch bei deinen Transistoren musst du genau hinschauen, welche du hast und wie deren Anschlussbelegung aussieht.

Muss jetzt erstmal weg, bei meinen Eltern eine Lampe aufhängen. Da wird die Verdrahtung hoffentlich ein bisschen übersichtlicher ;)

Gruß
Markus


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 Betreff des Beitrags: Re: Fuzz-Face Bausatz aus China
BeitragVerfasst: 03.12.2017, 16:07 
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Super! :)

Ich denke, wir kommen der Sache näher. Ich hab' hier mal die Leitungen auf dem PCB nachgezogen – und dabei die + und - Stränge farbig markiert...

Dateianhang:
Circuit Board Traced.jpg


Ich hab' noch nicht alle Verbindungen überprüft, aber das scheint mir jetzt sehr viel näher an dem zu sein, was ich anderswo gesehen habe, z.B. hier:

Bild

Damit wird jetzt auch klar, dass einer der Schalter tatsächlich als UMschalter verwendet wird – um nämlich einen Bypass einzufügen. Prima!

Der zweite Umschalter sieht für mich so aus, als wäre da ursprünglich eine zweite Leuchtdiode angedacht gewesen, die leuchtet, wenn das Pedal AUS ist ("OFF")...

R3 und R6 bin ich noch nicht angegangen, aber in der Kiste waren noch zwei weitere Widerstände mit 1.5 k und 2.2 MΩ... da die anderen Werte zumindest dem Anschein nach "sinnvoll" waren, gehe ich mal bis auf weiteres davon aus, dass diese hier verwendet werden sollen.

Vielen Dank nochmal für die Hilfe, ich tüftle noch ein wenig weiter damit herum, wäre doch gelacht... :mrgreen:

Viel Spaß auch dir beim Verkabeln. Eine schöne Vorübung für's "Schaltkreis durchschauen" hattest du ja jetzt schon :lol:

Viele Grüße

/s.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fuzz-Face Bausatz aus China
BeitragVerfasst: 03.12.2017, 17:20 
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Wir kommen der Sache näher: hier nochmal ein Schaltkreis, diesmal unter der Annahme, dass Plus und Minus wie von Dir vorgeschlagen verbunden werden. Der Einfachkeit halber habe ich die LED, Umschalter, etc. mal weggelassen, da die ja nicht zum eigentlichen "Fuzz"-Schaltkreis gehören...
Bild

Wenn man die Bauteile so verteilt wird deutlich, dass diese Schaltung weitest gehend identisch ist mit dem o.g. "Basic Fuzz Face".
Bild
Mit einer Ausnahme: aus irgendeinem Grund sind Volume-Ponti und OUT-Verbinder mit dem Minuspol verbunden und nicht, wie in dem anderen Schaltplan mit dem positiven (Ground). Ich hab' das mal in Rot markiert...

Ich schätze, hier ist noch mehr Recherche von Nöten. Bis nachher...

/s.

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 Betreff des Beitrags: Re: Fuzz-Face Bausatz aus China
BeitragVerfasst: 03.12.2017, 19:09 
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OK, ich glaube ich bin nahe dran...

Anscheinend lagst du wohl doch richtig mit der Erde auf *beiden* Anschlüssen oben auf der Platine. Ich schätze es gibt aber ein anderes Problem: die Leitung in der Mitte der Platine, unter dem Schalter, die da eine andere Leitungsbahn kreuzt.

Würde man diese Leitung auftrennen, etwa so:
Dateianhang:
Circuit Board with cut.jpg

...dann passt plötzlich fast alles. Fast, weil der CE1 immer noch (oder schon wieder) falsch herum zu sitzen scheint, aber wenigstens ist alles andere jetzt so wie es laut anderer Schaltpläne aussehen sollte.

Im Plan sieht das dann so aus:
Bild

Als Nebeneffekt bekommt man so einen "True Bypass" und hätte die Möglichkeit, eine zweite LED anzuschließen ("OFF").

Hier wird auch die Bedeutung von R3 klar, der als Vorwiderstand für die LEDs herhalten muss. 1,5k sind mir hier eigentlich zuviel, aber schaden tun die wohl auch nicht.
Außerdem verbindet R6 das Eingangssignal mit der Masse. Hm, ist das wirklich nötig? Falls ja, würde ich hier einen recht hohen Wert ansetzen, 2.2M sind wohl auch OK.

Unklar ist mir nur, wo Minus angeschlossen werden soll. Ein Header dafür fehlt ja jetzt...

Und eben die Sache mit dem Elko CE1... :?

Ist ein wenig wie Sudoku, das ganze... :mrgreen:

/s.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fuzz-Face Bausatz aus China
BeitragVerfasst: 03.12.2017, 20:57 
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Mit dem Vorwiderstand für die LED kommen die 1,5K ganz gut hin. Außer du willst es richtg hell, dann kannst du da auch gerne bis auf 470 Ohm ´runtergehen.
R6 mit 2,2M macht auch Sinn, der ist einerseits ein definierter Eingangswiderstand, kann aber auch dazu dienen, dass der Eingang nicht "in der Luft hängt", wenn auf Bypass geschaltet ist. Wozu aber ein zweiter Schalter am Eingang auch noch hin müsste (den würde ich persönlich nicht weglassen, damit das umgangene Fuzz nicht weiter fuzzt und in andere Leitungen einstreut. Also so:
Dateianhang:
FuzzSchalter.jpg

Wie du das auf der Platine unterbekommst, weiss ich aber auch nicht :? ).

Was das Trennen der Leiterbahn angeht: Du könntest es auch ohne Trennen probieren, am Ausgang ist der Koppel-Kondensator C1. Damit ist der Ausgang ja frei von Gleichspannung, sollte also funktionieren. Dann musst du aber darauf achten, die Ausgangsbuchse isoliert ins Gehäuse zu bauen.

Und zu EC1: Ich denke, dem ist das ziemlich egal, wie herum er gepolt ist. Liegt ja nicht wie EC2 auf voller Spannung und hat nur kleinste Signale zu verarbeiten. Wenn du ganz auf Nummer Sicher gehen willst, nimmst du stattdessen einen Folienkondensator. Damit der nicht zu riesig wird, kannst du da bedenkenlos auch 1uF nehmen.

Gruß
Markus


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Prima, das sieht so aus, als könnte ich bald einen Test an der Hardware wagen :)

Ich werde den Kondensator ohnehin in einen improvisierten Sockel stecken, da sollte es keine Problem sein, das auch mal umzupolen. In der Tat bekommt der da wo er steckt nur minimalste Stromstärken ab...

Den zusätzlichen Schalter müsste ich auch noch hinkriegen, der Fußschalter hat jedenfalls noch einen Umschalter frei. Da muss ich nur etwas improvisieren um die Verbindung zu R6/CE1 hinzubiegen. Müsste aber machbar sein...

Jetzt warte ich erst mal auf die bestellten Trimmpots und Transistorsockel... ein paar alternative Transistoren zum ausprobieren sind auch unterwegs... :)

Auf jeden Fall nochmals vielen Dank für die Hilfe. Du hast mir da wirklich sehr geholfen! :-)

Viele Grüße

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