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 Betreff des Beitrags: Dreikanal-Combo mit 4xEL 84
BeitragVerfasst: 05.04.2018, 23:01 
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Ich bau dann mal wieder was. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere an unser denkwürdiges Gearbuilder-Treffen anno 2014. Da hatte ich einen kleinen Amp dabei, der mir eigentlich vom Sound her recht gut gefiel. Mittlerweile spiele ich wieder in einer Band und plötzlich sollte mein Verstärker etwas mehr können als nur einen einzigen guten Sound. Ich hätte gerne alles von völlig clean über gediegenen crunch bis hin zur Vollzerre. Natürlich per Fußschalter wählbar. Dieser soll auch eine Mute-Taste besitzen, so daß man ohne Gekrache und Geschepper und ohne an irgendwelchen Potis drehen zu müssen geräuschlos die Gitarre wechseln kann. Ebenso will ich beim Umschalten der Kanäle nicht den leisesten Muckser aus dem Lautsprecher hören.

In medias res: Der erwähnte Amp dient als Grundlage, will heißen alle wesentlichen Bauteile werden wieder verwendet und die vorhandene Vorstufe wird um zwei weitere identische ergänzt.
Die Schaltung entspricht dem Orange AD30 mit drei statt zwei Kanälen. Dieser Amp besitzt einen so genannten "PPIMV", also "Post Phase Inverter Master Volume". Auf deutsch: Das Poti für den Mastervolume sitzt hinter der Phasenumkehrstufe anstatt klassischerweise davor. Dadurch wird diese in die Übersteuerung mit einbezogen und man kriegt schon bei relativ geringen Lautstärken ordentlich Zerre - wenn man will. Das bedeutet daß man für drei Kanäle auch drei Phasenumkehrstufen braucht, also zwei Doppeltrioden pro Kanal. Der ganze Preamp besteht folglich aus sechs Röhren, für die ich statt der üblichen ECC83 / 12AX7 das russische Pendent 6N2P verwende. Diese Röhre hat gegenüber den "Üblichen" eine etwas höhere Verstärkung, rauscht etwas weniger und ist recht preiswert zu bekommen. Diverse ebay-Händler verkaufen die Dinger im Vierer-Set für einen schlappen Zehner inklusive Porto.
Auch für die Endröhren kommt eine Russentype zum Einsatz, die 6P14P. Das ist die "Langlebe-Version" der EL84 mit erhöhter maximaler Anodenspannung und Verlustleistung.
Ich versuch hier mal ein Schaltbild zu posten, allerdings wird man darauf nicht allzuviel erkennen, denn eine detailreiche A3-Zeichnung auf forenkonforme 800x600 Pixel runter skalieren zu müssen ist der Witz der Woche...
Dateianhang:
3-Kanal-4xEL84-COMBO.jpg

Gleich geht's weiter.


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 Betreff des Beitrags: Re: Dreikanal-Combo mit 4xEL 84
BeitragVerfasst: 05.04.2018, 23:23 
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Natürlich hab ich vorher schon "ein wenig" rumexperimentiert und mir für den Proberaum sowas gebaut, allerdings noch ohne PPIMV und mit 6L6GC-Endstufe statt EL84. Sieht so aus:
Dateianhang:
IMG-20180321-WA0001.jpeg

Klingt mit Paula und ihren Humbuckern schon recht amtlich, mit Single-Coils noch zu brav. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fließen nun in den "Neuen" ein. Der Speaker in der Box auf dem Foto ist ein 15er Eminence "Guitar Legend 1518". Echt geil. Da ich in erster Linie die Rhythmusklampfe in der Band bediene darf's unten rum gerne fetter sein als sonst, bzw. schaden diesbezügliche Reserven ganz und gar nicht. Höhen liefert der Speaker absolut genug. Und mit 55x55cm ist die Box noch durchaus als handlich zu bezeichnen.
Genau diese Abmessungen wird der im Bau befindliche Combo auch haben und den gleichen Eminence kriegen.
So etwa soll das werden:
Dateianhang:
Ansicht.JPG

Und das ist mal der Anfang:
Dateianhang:
IMG_1737 (Andere).JPG


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 Betreff des Beitrags: Re: Dreikanal-Combo mit 4xEL 84
BeitragVerfasst: 05.04.2018, 23:48 
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Zum Thema Fußschalter:
Vor einiger Zeit hatte ich mal so ein Boutique-Teil von TxxxTxxxxxn zur Reparatur auf dem Tisch. Dreikanaler mit 2x12er und ähnlichem Schaltungskonzept. Kostete laut Aussage des Besitzers neu deutlich über dreitausend Euro. Klang wirklich gut. Was mir das Blut in den Adern gefrieren ließ war der Aufbau des Fußschalters zur Kanalumschaltung. Im Blechgehäuse -welches logischerweise auf dem Boden liegt- befanden sich sechs Printrelais, die mit ihren Oberseiten auf die Innenseite des Gehäusedeckels geklebt und dann mit Modelleisenbahnlitze frei verdrahtet waren. Also solche Relais, wie man sie im letzten Bild meines vorigen Beitrags sehen kann (die kleinen gelben auf der Lochrasterplatine). Sowas geht gar nicht und diese Relais waren dann auch der Grund für den Totalausfall des Amps.
Da man ja naturgemäß mit den Füßen auf den Fußschalter tritt :mrgreen: und dieses Teil unter Umständen auch größeren Temperaturschwankungen unterliegt ist es nur eine Frage der Zeit bis der Bäbb versagt und so ein Relais ins Gehäuse fällt. Die dabei auftretenden Kurzschlüsse richten zwar keinen großen Schaden an, allerdings funktioniert die Kanalumschaltung eben nicht mehr und der Amp bleibt stumm, rauscht und/oder brummt oder verhält sich irgendwie komisch. Beim Gig nicht erwünscht... Ich hab die Relais dann auf eine vernünftige Platine gesetzt und neu verdrahtet.

Meiner Meinung nach haben solche Relais in einer unter Umständen mechanisch stark belasteten Umgebung nichts verloren, daher ersetze ich sie durch eine einfache CMOS-Logik. An der Grenze zur Obsoleszenz, ich weiß, aber billig und zuverlässig :lol:
Das sieht dann so aus:
Dateianhang:
IMG_20180112_104453 (Andere).jpg

Dateianhang:
IMG_20180112_104432 (Andere).jpg


Sodele, das soll's mal für den Moment gewesen sein, ich mach dann mal weiter ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Dreikanal-Combo mit 4xEL 84
BeitragVerfasst: 06.04.2018, 10:01 
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Boah, jetzt wirds anspruchsvoll! Ich werde den Elektronikkram in diesem Leben nicht mehr lernen aber ich verfolge gespannt deine Künste.

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Wolfgang

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 Betreff des Beitrags: Re: Dreikanal-Combo mit 4xEL 84
BeitragVerfasst: 06.04.2018, 10:22 
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Mir ergeht es genauso wie Wolfgang. Ich sehe da den Fahrplan einer U-Bahn Linie einer Großstadt. :doh:

Aber auch ich verfolge gespannt.

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Schöne Grüße Sven

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 Betreff des Beitrags: Re: Dreikanal-Combo mit 4xEL 84
BeitragVerfasst: 06.04.2018, 10:48 
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Für mich ist das sehr übersichtlich. Ein bisserl überrascht hat mich auf den ersten Blick die Verdreifachung der PI-Stufe. Aber das ist bei drei unabhängigen Kanälen wohl unumgänglich, wenn das Mastervol dahinter liegt.

Für meine Zwecke würde sowas übrigens eher ein Mischverstärker, also ohne Kanalumschaltung.

Ach so: wieso vier EL84 und nicht zwei dicke Röhren - KT77 oder EL34?

@Wolfgang: die Schaltung ist doch einfach, und sie besteht komplett aus "Standardbausteinen":
pro Kanal ein ein zweistufiger Triodenverstärker mit Standardwerten - kann man einfach aufmalen. Dazwischen ein Lautstärkeregler. Hinter den beiden Stufen ein handelsüblicher Fender-Tonestack. Die Phasenumkehrstufe ist ein normaler Differenzverstärker, ebenfalls in "Standard"-Konfiguration. Auch eine EL84-Endstufe mit Katodenwiderständen kann man einfach so aufmalen. Was nichts Schlechtes ist - diese Baugruppen sind ja zigtausendfach bewährt. Nur halt kein Geheimnis.

Die Kunst liegt in der sauberen Ausführung (da bin ich richtig schlecht...), so, dass da nix schwingt.

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Liebe Grüße

Beate


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 Betreff des Beitrags: Re: Dreikanal-Combo mit 4xEL 84
BeitragVerfasst: 06.04.2018, 11:04 
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beate_r hat geschrieben:
Ach so: wieso vier EL84 und nicht zwei dicke Röhren - KT77 oder EL34?

Zwei Gründe: Zum einen hatte der kleine Amp schon diese Endstufe und ich wollte eben diese Teile wieder verwenden. Netztrafo, Ausgangsübertrager und Endröhren kosten ja schließlich ne Kleinigkeit wie du weißt ;)
Zum anderen sind die 30 bis 40 Watt Ausgangsleistung mehr als genug. Die 2x 6L6GC-Endstufe im Amp auf dem Foto weiter oben macht locker 50W. Clean. Im Grunde jenseits von gut und böse, aber ich wollte sowas einfach mal haben 8-) :lol:

beate_r hat geschrieben:
Die Kunst liegt in der sauberen Ausführung (da bin ich richtig schlecht...), so, dass da nix schwingt.

Da hast du wohl recht. Das ist das eigentlich Schwierige am Bau eines Verstärkers, es lauern eine ganze Reihe von Fallstricken. Brummen durch Masseschleifen ist der Standard und Murphy gibt auch überall seinen Senf dazu: "Bau einen Verstärker und er wird oszillieren, bau einen Oszillator und er schwingt erst mal nicht an und wenn, dann auf der falschen Frequenz." Da braucht's einige Erfahrung um solche Probleme in den Griff zu kriegen, aber die hast du doch auch ;).

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 Betreff des Beitrags: Re: Dreikanal-Combo mit 4xEL 84
BeitragVerfasst: 06.04.2018, 13:55 
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beate_r hat geschrieben:
.........
@Wolfgang: die Schaltung ist doch einfach, und sie besteht komplett aus "Standardbausteinen":
pro Kanal ein ein zweistufiger Triodenverstärker mit Standardwerten - kann man einfach aufmalen. Dazwischen ein Lautstärkeregler. Hinter den beiden Stufen ein handelsüblicher Fender-Tonestack. Die Phasenumkehrstufe ist ein normaler Differenzverstärker, ebenfalls in "Standard"-Konfiguration. Auch eine EL84-Endstufe mit Katodenwiderständen kann man einfach so aufmalen. Was nichts Schlechtes ist - diese Baugruppen sind ja zigtausendfach bewährt. Nur halt kein Geheimnis.

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Hä? Buttercremetorte? :doh:

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 Betreff des Beitrags: Re: Dreikanal-Combo mit 4xEL 84
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Das Gehäuse ist auch schon mal so weit. Ein Meister in der Verarbeitung von Kunstleder bin ich nicht gerade, das Zeugs und ich werden wohl auch keine wirklichen Freunde mehr...
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IMG_20180406_144035 (Andere).jpg

Kunstleder statt Tolex aus einem einzigen Grund: Letzteres wird geradezu mit Gold aufgewogen :roll:


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 Betreff des Beitrags: Re: Dreikanal-Combo mit 4xEL 84
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Auch ich verfolge ebenso gespannt wie ahnungslos.

Aber eine einzige Frage sei mir gestattet: Wie kommst Du - ein Mensch, den ich trotz seiner schwäbischen Herkunft bisher für normal gehalten habe - bloß auf die Idee, einen Dreikanaler, der richtig böse kann, im Ricky-King-Design zu verpacken? :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: Dreikanal-Combo mit 4xEL 84
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potomac hat geschrieben:
...
Hä? Buttercremetorte? :doh:

Geht mir ebenso ...
verstehe schlicht und einfach die Schaltbilder mit Röhren und die Funktionsweise Letzterer nicht. Ich hab's auch noch nie versucht und werde das wohl auch in diesem Leben nicht mehr. Im Gegensatz zu transistorierten Niederspannungs-Teilen bestehen meine Amp-Eigenbauten immer aus handelsüblichen, kompletten Funktionsgruppen. Umso mehr krümmt sich mein Buckel angesichts solcher DIY-Projekte.

Dieses werde ich sicher verfolgen, weil mich das prinzipielle Konzept anspricht. Noch folgende Bemerkung, die mir dazu auf der Seele liegt:
Wenn man sich die Baugröße so mancher leistungsstarker PAs anschaut, verstehe ich nicht, warum Gitarren-Amps so gewaltige Ausmaße und Leistungen jenseits der 50 Röhren-Watt haben müssen. Mag man mich für naiv halten, aber Ende der 60iger Jahre haben wir life vollbesetzte 400- ... 600-Mann-Säle mit 25- und 12-Watt-Amps* beschallt - und zwar ohne PA. Und selbst im hintersten Winkel des Saales war dennoch das eigene Wort nicht mehr zu verstehen.

*: Falls es wen interessiert, was da so zum Einsatz kam: Regent 30 (Böhm-Elektronik); MV3 mit 12,5 Watt und Bassreflex-Box (12"); Kölleda-Endstufen (ausrangierte 20-Watt-Stadtfunk-Verstärker).

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...
Man kann keine Faust machen, wenn man die Finger überall drinnen hat. (Dieter Hildebrandt)
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 Betreff des Beitrags: Re: Dreikanal-Combo mit 4xEL 84
BeitragVerfasst: 06.04.2018, 22:24 
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LesPaule hat geschrieben:
Das Gehäuse ist auch schon mal so weit. Ein Meister in der Verarbeitung von Kunstleder bin ich nicht gerade, das Zeugs und ich werden wohl auch keine wirklichen Freunde mehr...
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Kunstleder statt Tolex aus einem einzigen Grund: Letzteres wird geradezu mit Gold aufgewogen :roll:


Aber der Falte da rechts müsste man doch mit Leim und einem scharfen Messer wenigstens halbwegs beikommen können? Sprach die Weltmeisterin im Kunstlederschiefaufkleben.

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Liebe Grüße

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 Betreff des Beitrags: Re: Dreikanal-Combo mit 4xEL 84
BeitragVerfasst: 06.04.2018, 22:31 
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Zitat:
Da braucht's einige Erfahrung um solche Probleme in den Griff zu kriegen, aber die hast du doch auch ;).


Mhmm, ich hab noch nie einen Verstärker komplett aufgebaut. Nur komplett umgebaut...

Aber [url=http://www.gearbuilder.de/fn/viewtopic.php?f=31&t=5174]bei diesem Projekt[/quote] kann es bald weitergehen; endlich ist auch das Päcken von Reichelt eingetrudelt - der depperte Zusteller von DHL packt es einfach in die nicht mehr richtig funktionsfähige Packstation (am 29.3.) und stopft das Abholkärtchen erst am Mittwoch nach Ostern in meinen Briefkasten.

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Liebe Grüße

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 Betreff des Beitrags: Re: Dreikanal-Combo mit 4xEL 84
BeitragVerfasst: 07.04.2018, 00:16 
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kegid hat geschrieben:
...warum Gitarren-Amps so gewaltige Ausmaße und Leistungen jenseits der 50 Röhren-Watt haben müssen. Mag man mich für naiv halten, aber Ende der 60iger Jahre haben wir life vollbesetzte 400- ... 600-Mann-Säle mit 25- und 12-Watt-Amps* beschallt - und zwar ohne PA. Und selbst im hintersten Winkel des Saales war dennoch das eigene Wort nicht mehr zu verstehen.

Die reichen auch aus. Kein Mensch braucht wirklich einen 50W- Gitarrenamp oder gar einen mit 100. Ein 100W-Marshall-Fullstack ist dazu geeignet sämtliche Weberknechte aus allen Häusern im Umkreis von hundert Metern zuverlässig von den Decken und Wänden zu holen und seinem Besitzer das Gefühl zu geben er sei ein wahrer Held. Letzteres dürfte der hauptsächliche Beweggrund der meisten Gitarristen sein, die meinen so ein Monstrum unbedingt zu brauchen, natürlich ohne daß ihnen das klar ist, geschweige denn dies jemals einzugestehen. Tatsächlich sind die ca. 18W einer Gegentaktendstufe mit 2xEL84 mehr als genug, selbst so einen Verstärker wird man in den seltesten Fällen voll ausfahren können bzw. wollen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Dreikanal-Combo mit 4xEL 84
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Was die Gitarristen mit den zu dicken Amps angeht: ich habe mal einen Fender Twin Reverb verkauft, weil der mir zu laut war. Aber ich hab auch schon mal erlebt, dass diese Höllenmaschine nicht laut genug war.

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 Betreff des Beitrags: Re: Dreikanal-Combo mit 4xEL 84
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 Betreff des Beitrags: Re: Dreikanal-Combo mit 4xEL 84
BeitragVerfasst: 12.04.2018, 14:05 
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Antwort: Wolf im Schafspelz 8-) 8-) 8-)
Du darfst mich gerne auch weiterhin für normal halten, denn das "Normale" an unsereiner hier ist ja der Umstand, daß wir meistens alles anders machen als das was man fertig kaufen kann. Darum ist es eher normal daß ich meine Amps zu allerletzt schwarz anziehe, das hat und kann ja jeder.
Ich hab vor ein paar Jahren mal Status Quo gesehen als Rick Parfitt noch lebte. Er und Rossi hatten auf der Bühne (eher zu Showzwecken) jeder zwei Fullstacks in weiß. Von Orange :lol:
Mir hat das weiße Outfit dieser Kombi gut gefallen, der Sound von Orange-Amps schon immer, und da die Schaltung dieses Projekts ja aus einem solchen stammt durfte das Ganze diesmal weiß sein ;)
Ich bin also sowas von normal... :lol: :lol: :lol:

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