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BeitragVerfasst: 24.03.2017, 18:37 
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Seit einigen Wochen baue ich an meiner zweiten Flamenca Blanca mit Boden und Zargen aus Ahorn, Sitka-Fichtendecke, Hals aus Erle/Sipo-Laminat.
Deckenbeleistung: asymmetrischer Fächer mit 7 Leisten ohne V-Streben vor dem unteren Klotz. Mal sehen, ob und ggf. wie sich das auf den Sound auswirkt. Obwohl ich bei der ersten Flamenca mit der Klangfülle durchaus zufrieden war, will ich hier versuchen, den Sound durch einen tieferen Korpus (100 mm innen) noch etwas fetter zu kriegen.
Geplant war außerdem ein Cutaway. Als ich mit dem Biegen und grobem Ablängen der Zargen fertig war, bemerkte ich, dass ich den Cutaway vergessen hatte. :doh: - Macht nix, wird bei der nächsten Glampfe eingebaut. :mrgreen:

Experimentelle Faktoren bei diesem Projekt sind ein paar traditionelle Arbeitstechniken, die ich mal ausprobieren will:
- Bau auf der Solera
- Handgemachte einzelne Tentalones
- Fixieren der Purflings und Bindings mit Kordel


Decke, teilweise beleistet
Dateianhang:
P1020737.JPG



... mit mehr Leisten
Dateianhang:
P1020740.JPG


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BeitragVerfasst: 25.03.2017, 10:46 
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Was den Zusammenbau der Einzelteile anbelangt, bin ich mir noch nicht schlüssig, was ich bevorzuge: Solera, mein altes Montagebrett oder Hmmelbett.
Das Verleimen von Hals und Decke ist z.B. auf der Solera einfacher. Man muss Decke und Hals nur an der Mittellinie auf der Solera ausrichten und hat beide Teile dabei auch noch ordentlich fixiert.

Dateianhang:
P1020747.JPG


Dasselbe gilt auch beim Verleimen der Zargen. Durch die Form lassen sie sich besser an der gewünschten Position halten als bei meinen "alten" Methoden. Nachteil ist hier, dass das Einstecken der Zargen in die Nut am Halsfuß etwas fummeliger ist - hierbei stört die Form etwas.
Als schwieriger empfinde ich bei der Solera auch das Verleimen der Reifchen oder Tentalones. Wer hat hier Erfahrung - wie fixiert ihr die Reifchen in der Form oder leimt ihr die Reifchen vorher an die Zarge?

Dateianhang:
P1020751.JPG


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BeitragVerfasst: 25.03.2017, 11:07 
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P1020755.JPG


Ich habe versucht, die Tentalones aus Stücken einer Vierkantleiste (wie in diesem Video https://www.youtube.com/watch?v=R5AaECtDwWg) herzustellen. Es lief bei mir nicht ganz so glatt wie im Video. Die Tentalones waren alle so unterschiedlich, dass es eine Ewigkeit gedauert hätte, sie alle exakt in die gleiche Form zu schleifen. Nach einem Versuch einigermaßen gleiche Teile auf ca 10 cm Länge nebeneinander zu verleimen (hat ausgesehen wie Kraut und Rüben) bin ich dann wieder auf die geschlitzten Streifen umgestiegen.


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BeitragVerfasst: 25.03.2017, 11:25 
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Hallo Eduard,

was das vergessene Cutaway betrifft: Ich baue zur Zeit gerade an einer (nahezu) klassischen Gitarre für einen Arbeitskollegen. Da kam seine Entscheidung für ein Cutaway erst, nachdem ich den Korpus schon geschlossen hatte. Ich habe dann vorgeschlagen, ein schräges Cutaway anzubringen, wie es an den Khaya-Gitarren öfters zu finden ist. Ein Bild habe ich jetzt einfach mal aus dem Netz geklaut: https://static1.squarespace.com/static/ ... ormat=500w

Ich hatte so eine Gitarre mal im Laden angespielt, ich finde dieses Cutaway völlig ausreichend. Und der große Vorteil: Es lässt sich wirklich nachträglich anbringen! Wie ich in einem Interview mit Martin Seeliger von Khaya/Lakewood mal gelesen habe, wird das sogar in der Produktion bei Khaya so gemacht, weil es keine Neukonstruktion der ganzen Gitarre erfordert.

Von meiner Gitarre gibt´s keinen Baubericht, wenn ich aber beim Cutaway ankomme, kann ich das bei Interesse gerne hier zeigen.

Gruß
Markus


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BeitragVerfasst: 25.03.2017, 11:29 
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Mit der ganzen Experimentiererei hatte ich zwischendurch das Fotografieren vergessen. Der Kasten war dann schließlich zu.

Dateianhang:
P1020766.JPG


Nächste Baustelle: Experiment Purfllings und Bindings traditionell.

Zum Herstellen der benötigten Falze hab ich natürlich die Oberfräse genommen - soviel Tradition muss dann doch nicht sein.
Der Boden erhielt ein schwarz/weiß/schwarz-Purfling und ein 1,5mm Binding. Für die Decke war ein grüner Span mit 0,5mm und ein 2,5mm Binding geplant.
Nachdem ich das Binden der Ränder ein paarmal trocken geübt hatte, gings dann beim Boden los mit Leim. Obwohl es etwas hektisch wurde, hat es doch letztendlich geklappt. Nach dem Trocknen wurden die Überstände entfernt und ich machte mich an die Decke. Hier wurde es noch etwas hektischer, da sich der 0,5mm Grünspan immer wieder aus dem nur ca 1mm tiefen Falz drücken lies. Nach abnehmen der Kordel musste ich dann feststellen, dass dem Span an 3 Stellen die Flucht aus dem Falz gelungen war.
Eine Stelle konnte ich mit einem zurechtgeschliffenen Cuttermesser nachschneiden und ein ca 3 cm langes Stück Span einlegen. Für die beiden anderen Stellen bestand die Wahl: lassen oder fräsen. ich hab mich für Fräsen entschieden und hab Span und Binding ersetzt.
Man sieht zwar die Reparatur, aber es sieht besser aus als ohne Span.

Dateianhang:
P1020780.JPG


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Zuletzt geändert von Slider am 25.03.2017, 14:01, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 25.03.2017, 14:00 
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Hi Markus - danke für den Tipp - sieht gar nicht mal so übel aus. Dein Cutaway würde mich natürlich sehr interessieren, v.a. wie du dabei vorgehst.

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BeitragVerfasst: 25.03.2017, 15:47 
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Detail des Bodens

Dateianhang:
P1020806.JPG


Nach dem Sägen der Bundschlitze kam dann das Zwetschgen-Griffbrett auf den Hals.

Dateianhang:
P1020784.JPG


Dateianhang:
P1020787.JPG


Ebenfalls aus Zwetschge habe ich den Steg gemacht.

Dateianhang:
P1020801.JPG


Dateianhang:
P1020802.JPG


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BeitragVerfasst: 25.03.2017, 16:03 
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Öha - fast vergessen, der Hals hat natürlich vorher auch noch seine Form erhalten.

Dateianhang:
P1020807.JPG


Und weil wir grad beim Hals sind - die Rückseite der Kopfplatte musste ich mit Furnier kaschieren, da ein Mechanik-Schlitz beim Bohren auf der Rückseite ordentlich ausgefranst ist. Zum Glück pass das dunkle Ahorn-Furnier fast perfekt zur Erle.

Dateianhang:
P1020810.JPG


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BeitragVerfasst: 27.03.2017, 21:54 
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Am Wochenende war Zeit zum Bundieren und Schleifen. Außerdem hab ich die Position für den Steg ausgemessen und die Leimfläche abgeklebt.

Dateianhang:
P1020812.JPG


Heute gabs eine Grundierung mit Schellack, danach wieder Schleifen und schließlich kam eine weitere Schicht Schellack drauf.

Dateianhang:
P1020817.jpg


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BeitragVerfasst: 27.03.2017, 23:53 
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cabriolet hat geschrieben:
Von meiner Gitarre gibt´s keinen Baubericht, wenn ich aber beim Cutaway ankomme, kann ich das bei Interesse gerne hier zeigen.


Das würde mich auf jeden Fall interessieren

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Liebe Grüße

Beate


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BeitragVerfasst: 11.04.2017, 17:52 
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Hallo,

wie versprochen zeige ich jetz mal, wie ich am fertigen Korpus das Cutaway im "Seeliger-/Khaya-/Lakewood-" Stil mache. Kleiner Vorteil, den ich habe: Ich baue mit Schwalbenschwanz und der Hals ist noch nicht verleimt.

Hier erstmal der Ausgangszustand:
Dateianhang:
IMG_0467klein.jpg


Dann ein Reststück von der Zarge herausgekramt und auf der Decke eine Markierung gesetzt, bis wohin der Hals bzw. das Griffbrett reicht. Brauchst du natürlich bei schon eingeleimtem Hals bzw. spanischer Bauweise nicht machen :lol:
Dateianhang:
IMG_0468klein.jpg
Dateianhang:
IMG_0469klein.jpg


Dann mal ganz grob das Cutaway angezeichnet. Auf der Decke reicht, an der Zarge ergibt sich die Form ja später von selbst. Und dann einfach weggesägt, dabei die Säge immer im ungefähren 45°-Winkel zur Decke geführt:
Dateianhang:
IMG_0470klein.jpg
Dateianhang:
IMG_0472klein.jpg


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BeitragVerfasst: 11.04.2017, 18:12 
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Das ganze dann noch grob verschliffen, dazu habe ich eine Sprühdose mit 80er Schleifleinen beklebt. Den Hals nochmal eingesetzt und probegefühlt: Der Ausschnitt ist mir noch zu klein, kommt ja auch noch Holz in Zargenstärke (hier ca. 2mm) hinein.
Also nochmal (mit Hilfe eines Blumentopfes ;) ) etwas größer angezeichnet. Wichtig: dabei die Halsmarkierung (bzw. den Hals selbst) weiterhin als Grenze benutzen!
Dateianhang:
IMG_0474klein.jpg


Und wieder mit der Sprühdose bis an die Markierung geschliffen. Da ja noch Holz in Zargenstärke (also in etwa auch in Deckenstärke) draufkommt, auch noch eine senkrechte Halsmarkierung gesetzt und weiter ausgeschliffen, bis der 45°-Winkel die Markierung schneidet. Damit beginnt das Cutaway später genau am Griffbrett. Das geht auf diese Weise bei schon gesetztem Hals natürlich nicht bzw. nur wenn noch kein Griffbrett drauf ist. Oder man muss mit dem Schnitzmesser bis unter das Griffbrett freischneiden.
Dateianhang:
IMG_0476klein.jpg
Dateianhang:
IMG_0481klein.jpg


Hier mal noch ein Bild, um die Größenverhältnisse besser abschätzen zu können.
Dateianhang:
IMG_0482klein.jpg


So sieht´s jetzt bis hierher aus, morgen geht´s dann weiter. Als Nächstes will ja noch das Zargen-Reststück in Form gebogen werden.
Dateianhang:
IMG_0477klein.jpg



Gruß
Markus


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BeitragVerfasst: 11.04.2017, 18:39 
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Interessant und vor allem saubere Arbeit!

Auf diese Weise habe ich einst eine alte Westerngitarre mit ergonomischer Armauflage versehen. Allerdings ist dabei auch die Beleistung in Mitleidenschaft gezogen worden. Das Ganze hatte erstaunlicherweise weder auf den Klang noch auf die Stabilität erkennbare Auswirkungen.

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kegid hat geschrieben:
Interessant und vor allem saubere Arbeit


Da schließ ich mich an.
Ich werds bei meiner Klampfe aber nicht mehr versuchen. Der spanische Hals ist ja nicht mehr abnehmbar und da ist mir das Gefummel so nah dran dann doch zu riskant.

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Gruß Eduard


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Gelegentlich sieht man diese Ausschnitte auch in der Doppelfunktion als Schalloch.

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@beate: Ja, habe ich auch schonmal irgendwo gesehen, ich weiss nur nicht mehr wo. Das war symmetrisch auf beiden Seiten des Halses.
Bei dieser hier gibt´s übrigens ein zusätzliches Schalloch in der Zarge.

@Slider: Deine Angst kann ich nachvollziehen, ging mir ja allein schon bei der Decke so. Deshalb liegt da zum Schutz auch meistens ein Lappen oder ein Stück Pappe drauf, und besonders gefährdete Bereiche sind mit mehreren Lagen Klebeband geschützt.
Auch wenn du das dann nicht umsetzt, zeige ich hier noch, wie´s weiterging. Danach überlasse ich deinen Thread dann wieder dir ;)

Gestern abend habe ich dann noch das Reststück Zarge gebogen, dabei zeigte sich allerdings ein Riss :( Also nochmal in der Restekiste gewühlt und noch ein geradeso ausreichendes Stück vom Boden gefunden. Vom Biegen habe ich dann leider vergessen Bilder zu machen, ebenso vom groben Anpassen.
Heute morgen habe ich dann nochmal etwaas nachbiegen müssen, das Ganze soll natürlich möglichst genau passen. Hier dann mal ein Bild vom Probeliegen:
Dateianhang:
IMG_0485klein.jpg


Dadurch, dass an der Zarge später zwei Rundungen aufeinandertreffen und an der Decke immerhin eine Rundung auf eine Ebene, wird das auch ohne zusätzliche Versteifungen/Reifchen etc. stabil, durch die Schrägen sind die Leimflächen auch groß genug. Also kann das Teil direkt verleimt werden. Ich habe aber ums Verrecken keine Hilfskonstruktion aus irgendwelchen Latten, Klötzen, Zwingen, Gummibändern und sonstigem Zeug zustandegebracht, mit der ich zum Verleimen Druck hätte aufbringen können. Also habe ich hier mal zu Sekundenkleber gegriffen, da reicht Anpressen mit Fingerdruck für ein paar Minuten. Damit mir aber die Decke unter dem Druck nicht nachgibt, habe ich sie während der Kleberei mit einem Klotz und einem Keil abgestützt:
Dateianhang:
IMG_0483klein.jpg


Nach dem Verkleben habe ich die Überstände dann grob mit einem Modellbauhobel weggenommen und den Rest dann mit verschiedenen Schleifklötzen beigearbeitet:
Dateianhang:
IMG_0486klein.jpg


Und so sieht´s jetzt aus:
Dateianhang:
IMG_0488klein.jpg
Dateianhang:
IMG_0488klein.jpg
Dateianhang:
IMG_0489klein.jpg


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Und so sieht´s mit lose aufgelegtem Griffbrett aus:
Dateianhang:
IMG_0490klein.jpg
Dateianhang:
IMG_0487klein.jpg


Hundertprozentig habe ich die Schnittstelle Cutaway/Hals/Griffbrett also nicht getroffen, das ist aber im Zehntelmillimeterbereich und nicht wirklich störend.

Gruß
Markus


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BeitragVerfasst: 12.04.2017, 14:57 
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Sieht doch ganz gut aus - und danke für die Kurzanleitung.
Was mich aber noch interessieren würde: wie siehts mit Barre-Griffen so ab 10. Bund aufwärts (ich nehm an, du hast den Halsübergang am 12. Bund) bei dieser Art Cutaway aus??

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Gruß Eduard


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Das sieht doch klasse aus. Den kleinen Überstand am Griffbrett sollte man aber doch ausschleifen können?

cabriolet hat geschrieben:
@beate: Ja, habe ich auch schonmal irgendwo gesehen, ich weiss nur nicht mehr wo. Das war symmetrisch auf beiden Seiten des Halses.


Hier zum Beispiel: http://www.grellier.fr/en/guitars/custom/80

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Beate


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Slider hat geschrieben:
Was mich aber noch interessieren würde: wie siehts mit Barre-Griffen so ab 10. Bund aufwärts (ich nehm an, du hast den Halsübergang am 12. Bund) bei dieser Art Cutaway aus??


Vermutlich genauso schlecht wie ohne Cutaway :? . Da ist wohl eher der Halsfuß das Limit für den Daumen.
Mein Arbeitskollege, für den ich diese Gitarre baue, sagte etwas von einigen wenigen klassischen Stücken, für die er bei einzelnen Tönen bis in den 15. Bund müsste. Wie gesagt kam seine Frage nach einem Cutaway aber auch erst recht spät, alle seine anderen Gitarren haben keins. Ich zitiere ihn mal: "Wär schön wenn du´s noch hinkriegst, wenn nicht ist´s aber auch nicht schlimm. Bisher geht´s ja auch irgendwie ohne."

@Beate: Die kannte ich noch nicht, da sieht man mal, dass ich schon lange nicht mehr auf der Grellier-Seite war. Die, die ich in Erinnerung habe, hat zwei Cutaways und einen Zwischenboden. zur Unterstützung tiefer Frequenzen, ähnlich einer Transmissionline im Lautsprecherbau. Vielleicht find ich´s noch mal...

Gruß
Markus


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BeitragVerfasst: 12.04.2017, 15:46 
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Schallöcher im Zargenrand sieht man inzwischen ja gar nicht so selten.

Zurück zu dieser Gitarre: Fischleim zieht auch ohne Zwingen an, wenn die Flächen passgenau sind.

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Nachdem die Schellack-Grundierung ordentlich Zeit zum Durchtrocknen hatte, stand das nächste Experiment an: Nitrolack-Auftrag mit Pinsel. Ums kurz zu machen, das Ergebnis war absolut nicht zufriedenstellend. Das Zeug trocknet einfach zu schnell, um sich ordentlich zu verteilen.

Also war heute Abschleifen angesagt.

Dateianhang:
P1020835.jpg


Nach ca. 1 Stunde und 1/2 Liter Schweiß war ich dann wieder auf dem Stand vor ca. 2 Wochen.

Wenig später waren dann wieder zwei Schichten Schellack-Grundierung drauf.

Dateianhang:
P1020836.jpg


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BeitragVerfasst: 14.05.2017, 14:38 
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Nach einem weiteren unbefriedigendem Experiment mit Baumarkt-Spraydosenlack bin ich dann wieder beim Schellack gelandet und werde jetzt auch dabei bleiben.

Dateianhang:
P1020995.jpg


Dateianhang:
P1020996.jpg


Noch ein paar Schichten, dann gehts weiter mit dem Aufleimen des Stegs.


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Mittlerweile ist die Lackierung abgeschlossen, zuletzt wurde nur noch Abziehpolitur verwendet. Der Korpus hat zum Schutz einen dünnen Filzanzug erhalten.

Das Kreppband von der Stegleimfläche wird abgezogen, ebenso von der Stegunterseite, die zum Lackieren ebenfalls abgeklebt war.
Dateianhang:
P1030087.jpg


Über die Fächerleisten im Korpusinneren wird eine Leimbeilage geklebt.
Dateianhang:
P1030090.jpg


Leim, Zwingen, Steg, Verleimhilfe, Dübel bereitlegen und Steg beleimen.
Dateianhang:
P1030091.jpg


Steg aufsetzen und mit den Mini-Dübeln gegen Verrutschen sichern. Dann Verleimhilfe aufsetzen und festzwingen. Da die Ausladung der Zwinge nicht ganz ausreichte und diese die Verleimhilfe nur am Rand erreichte, musste ich einen Hebel mit Klotz zur Übertragung der Kraft verwenden. Die Enden des Stegs wurden mit zwei weiteren Verleimzwingen fixiert.
Dateianhang:
P1030092.jpg


Der Steg nach Abnehmen der Zwingen.
Dateianhang:
P1030093.jpg


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Während der Leim härtet

- werden die Mechaniken montiert
Dateianhang:
P1030094.jpg


- wird Schellack (der dort nicht hingehört) aus der Sattelnut entfernt
Dateianhang:
P1030095.jpg


- werden die Saitenkerben am Sattel markiert. Dazu wird zunächst an jedem Ende ein 3mm-Rand angezeichnet. Mit dem Space-Ruler werden dann, ausgehend von diesen Markierungen, die dazwischen liegenden Saiten angezeichnet .
Dateianhang:
P1030097.jpg


- werden die Kerben gefeilt. Die Bundrahthöhe bzw. Tiefe der Kerben wurde mit einem auf die Bünde aufgelegten halben Bleistift angezeichnet.
Dateianhang:
P1030098.jpg


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