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 Betreff des Beitrags: Re: Gitzouki No. 1
BeitragVerfasst: 19.06.2017, 13:40 
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potomac hat geschrieben:
Das ist wirklich ein ausführlicher Bauthread, der zeigt wieder einmal wie weit weg der Akustikinstrumentebau vom Solid Body-Bau entfernt ist. Ich bin begeistert.

Das freut mich - ich habe schon befürchtet, dass ich die "alten Hasen" mit den ganzen Details langweile.
Bisher hab ich meine Akustik-Bauthreads ja meist mit der fertigen oder so-gut-wie-fertigen Decke begonnen. Dass beim Herstellen der Decke doch einige Bearbeitungsschritte zu erledigen sind, wird mir auch erst jetzt, wo ich es von Anfang an beschreibe, bewusst.

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Gruß Eduard


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 Betreff des Beitrags: Re: Gitzouki No. 1
BeitragVerfasst: 19.06.2017, 17:30 
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Ja, mir geht es ganz ähnlich. In letzter Zeit habe ich zeimlich wenig gepostet, weil ich manche Dinge für uninterssant oder langweilig hielt. Dabei habe ich wohl vergessen, wie gerne ich selber ausführliche Threads lese. Da lernt man halt am meisten.
Vor dem Bauen von akustischen Instrumenten habe ich übrigens allergrößten Respekt. Und dieser Thread zeigt mir mal wieder, warum das so ist. Tolle Arbeit. Toller Thread. Weiter so.

Gruß
Thomas

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Wer glaubt, das seien hohe Phrasen, der sah noch niemals frohe Hasen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Gitzouki No. 1
BeitragVerfasst: 20.06.2017, 21:03 
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Na dann - weiter mit dem Hals.
Gebraucht wird dazu eine Kantel für den Hals und eine zweite, oder Reste des letzten Halses, für den Halsfuß.
Wichtig dabei ist, dass der Rohling exakt parallele Kanten hat und die Seiten rechtwinklig zueinander stehen. Selbiges gilt für die Kantel, aus welcher die Teile für den Halsfuß gefertigt werden. Wer bei der Vorbereitung der Rohlinge sorgfältig arbeitet, macht sich das Leben für die weitere Bearbeitung leichter.


Dateianhang:
P1030250.jpg

Dateianhang:
P1030251.jpg


Beide Kanteln sollten die gleiche Breite haben.
Dateianhang:
P1030256.jpg


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 Betreff des Beitrags: Re: Gitzouki No. 1
BeitragVerfasst: 20.06.2017, 21:17 
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Die Halskantel wird auf eine Dicke von 20 mm gehobelt - der Gitzouki-Hals wird etwas dicker als ein Gitarrenhals.
18 cm vom Ende wird auf der Schmalseite ein 15°-Winkel angezeichnet.
Dateianhang:
P1030260.jpg

Dateianhang:
P1030261.jpg


An dieser Linie wird die Kantel in Hals und Kopfplatte aufgetrennt.
Dateianhang:
P1030262.jpg


Vor dem Sägen reiße ich mit dem Streichmaß gleich noch die spätere Dicke der Kopfplatte (abzüglich Dicke des Furniers) an der Kantel an.
Dateianhang:
P1030263.jpg


Das Sägen der ersten Hälse habe ich mit dem Fuchsschwanz erledigt. Dann habe ich mir irgendwand ein Jig für die Kreissäge gebaut. Schließlich bin ich drauf gekommen, dass das einfacher freihand mit der Bandsäge geht. Es muss nur der Werkstücktisch sauber eingestellt sein und man sollte eine einigermaßen ruhige Hand zum Führen der Kantel haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gitzouki No. 1
BeitragVerfasst: 20.06.2017, 21:22 
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Zum Herstellen einer sauberen und geraden Leimfläche für die Kopfplatte werden Hals und Kopfplatte aufeinandergelegt (Doppelklebeband dazwischen) und miteinander wiederum auf einen Träger geklebt.
Dateianhang:
P1030264.jpg

Dateianhang:
P1030265.jpg

Dateianhang:
P1030266.jpg


So eingespannt kann nun die 15°-Fläche sauber gehobelt werden.
Dateianhang:
P1030267.jpg


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 Betreff des Beitrags: Re: Gitzouki No. 1
BeitragVerfasst: 20.06.2017, 21:37 
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Zunächst wird die Kopfplatte auf die richtige Dicke gehobelt. Dazu stelle ich die Spandicke etwas gröber - geht schneller, erzeugt aber mehr Schweiß ;).
Kurz vor Erreichen der Markierung wird dann wieder auf "Schlichthobel" umgestellt.
Dateianhang:
P1030268.jpg


Zur Orientierung beim Hobeln zeichne ich nun eine Linie im rechten Winkel kurz vor den Anfang der Schräge ...
Dateianhang:
P1030269.jpg


... und los gehts.

Sieht schon einigermaßen aus ....
Dateianhang:
P1030270.jpg




Wenn die Linie verschwunden ist, zeichne ich zur Kontrolle, ob die Fläche zumindest gerade beginnt, eine neue an ... und passt.
Dateianhang:
P1030271.jpg


Beim Hobeln der Schräge muß natürlich auf der gesamten Länge immer wieder mit dem Winkel geprüft werden, ob sie nach einer Seite hängt und ob die Oberfläche gerade verläuft.

Fertig - ein Keil hilft beim Lockern der Teile.
Dateianhang:
P1030272.jpg


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 Betreff des Beitrags: Re: Gitzouki No. 1
BeitragVerfasst: 20.06.2017, 21:48 
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Zum Verleimen von Hals und Kopfplatte verwende ich ein Jig, das ich mir ca. nach dem 3. oder 4. Hals gebaut habe, als feststand, dass ich noch mehr Hälse bauen werde. :mrgreen:
Dateianhang:
P1030273.jpg


Butterbrotpapier kommt auch mal wieder als Leim-Schutz zum Einsatz.
Hals und Kopfplatte positionieren...
Dateianhang:
P1030275.jpg


... die Fuge sieht schon mal gut aus.
Dateianhang:
P1030274.jpg


Hals gegen wegrutschen sichern, in der Senkrechten ...
Dateianhang:
P1030276.jpg


... und vertikal fixieren.
Dateianhang:
P1030277.jpg


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 Betreff des Beitrags: Re: Gitzouki No. 1
BeitragVerfasst: 20.06.2017, 21:57 
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Kopfplatte einleimen, positionieren, Papier und Leimbeilagen anlegen und Zwingen drauf.
Dateianhang:
P1030280.jpg

Dateianhang:
P1030281.jpg


Beim Anziehen der zwingen immer wieder mal kontrollieren, ob sich trotz aller Sicherungsmaßnahmen nicht doch noch etwas verschiebt.
Ach ja, hier noch die Kopfplattenzwinge, die deren Wegrutschen nach oben verhindern soll. Links unten siet man den Klotz, der die Kopfplatte gegen Ausweichen nach links sichert.
Dateianhang:
P1030282.jpg



So - noch ein Übersichtsbild und Feierabend für heute.
Dateianhang:
P1030283.jpg


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 Betreff des Beitrags: Re: Gitzouki No. 1
BeitragVerfasst: 21.06.2017, 10:40 
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Sehr cooles Jig! Merke ich mir ;-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Gitzouki No. 1
BeitragVerfasst: 21.06.2017, 20:14 
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Der Hals wird aus der Spannvorrichtung befreit - die Leimfuge sieht gut aus.
Dateianhang:
P1030284.jpg


Mit dem Hobel werden die Schmalseiten geglättet und die Parallelität wird nochmal geprüft.
Dateianhang:
P1030285.jpg


Dann werden einige Linien angerissen.
Die Kanten des Sattels ...
Dateianhang:
P1030291.jpg


... der 14. Bund (Hals- /Korpusübergang)
Dateianhang:
P1030293.jpg


und die Mittellinie des Halses.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gitzouki No. 1
BeitragVerfasst: 21.06.2017, 20:44 
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Die Mindestlänge des Halsfußes im Korpusinneren wird mit Hilfe des Trussrods festgestellt. Die 14.Bund-Markierung der Decke wird dabei auf die des Halses gelegt.
Dateianhang:
P1030294.jpg


Um den Korpusumriss auf den Hals zu übertragen, wird an der Sperrholzschablone auch der 14. Bund markiert.
Dateianhang:
P1030296.jpg

Dateianhang:
P1030298.jpg


Dann zeichne ich noch die Zargen und die Rundung des Halsfußes ein, um die Größe der Klötze für den Halsfuß besser abschätzen zu können.
Aus dem Anriss ergibt sich auch gleich, dass die Markierung für den Trussrod auch die Länge des Halsfußes im Korpus sein wird.
Dateianhang:
P1030300.jpg


Um für die Zargen eine größere Leimfläche zu erhalten, müsste ich den Hals verbreitern. Ich gehe aber erstmal davon aus dass die Hals-Korpusverbindung durch die ringsumlaufende 40mm breite Leimfläche stabil genug sein wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gitzouki No. 1
BeitragVerfasst: 21.06.2017, 21:13 
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Bevor gesägt wird, alles noch zweimal überprüfen.
Dateianhang:
P1030302.jpg


Dann wird der Hals abgelängt und die Klötze für den Fuß werden gesägt.
Vor dem Verleimen lege ich Hals, Klötze, Leimbeilagen und Zwingen bereit. Auf die Werkbank, die natürlich sauber und gerade sein sollte, spanne ich einen Klotz, gegen den das Halsfußpaket nachher gespannt wird.
Dateianhang:
P1030304.jpg


Dann werden die Klötze nacheinander eingeleimt und mit kleinen Hin-und-Herbewegungen auf den Hals bzw. den Vorgänger gepresst.
Wenn der Block fertig ist, spanne ich das Paket erst mal gegen den Bremsklotz rechts. Dann spanne ich eine Leimbeilage oben auf den Block und zuletzt werden dann die zwei Zwingen, die den Druck zum Verleimen liefern, angebracht und ordentlich angezogen. Beim Ansetzen der einzelnen Zwingen immer wieder darauf achten, dass sich nix verschiebt.
Dateianhang:
P1030305.jpg

Dateianhang:
P1030306.jpg



Off Topic
Dann gibts noch ein paar Pfeile mit dem Blasrohr und einen Blick aufs Hygrometer und dann tausche ich die angenehmen 21° im Keller wieder gegen die Saunatemparaturen im Wohnzimmer :happy-sunny: ;)
Dateianhang:
P1030308.jpg


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 Betreff des Beitrags: Re: Gitzouki No. 1
BeitragVerfasst: 23.06.2017, 21:52 
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Nach dem Entfernen der Zwingen sieht der Hals dann so aus:
Dateianhang:
P1030309.jpg


Die genaue Vorarbeit hat sich gelohnt - auf jeder Seite ein paar Hobelstreiche und das Teil ist sauber und rechtwinklig.

Als nächstes wird die Trussrod-Nut gefräst. Ich hab mir dafür einen 6,2mm-Fräser zugelegt, da die Trussrods, die ich bisher hatte, alle zwischen 6,2 und 6,3 mm breit waren.
Dateianhang:
P1030312.jpg


Es folgt das Kopfplattenfurnier. Abgesehen davon, dass ein Laminat auch Stabilität bringt, lege ich wegen der Optik noch ein helles Ahornfurnier unter. Ich verleime zunächst das 2mm Mahagonifurnier mit dem Ahorn.
Dateianhang:
P1030313.jpg


Wenn der Leim angezogen hat, wird die Kante zum Sattel mit dem Hobel 15° abgeschrägt, auf dem Hals wird an der Sattelkante ein Anschlag angebracht ...
Dateianhang:
P1030321.jpg


... und das Furnier aufgeleimt.
Dateianhang:
P1030324.jpg


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 Betreff des Beitrags: Re: Gitzouki No. 1
BeitragVerfasst: 23.06.2017, 22:07 
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Jetzt ist Zeit, Boden und Zargen vorzubereiten.

Zum Fügen der beiden Bodenteile kommt wieder ein Jig zum Einsatz, das das Festklemmen der Bodenteile ermöglicht, während die Kanten mit dem Hobel bearbeitet werden. Ich verwende hierzu einen langen Schlichthobel.
Dateianhang:
P1030326.jpg

Dateianhang:
P1030327.jpg

Die Kanten werden solange bearbeitet, bis beim Zusammenhalten der Bodenhälften vor einer Lichtquelle kein Licht mehr durch den Spalt dringt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gitzouki No. 1
BeitragVerfasst: 23.06.2017, 22:18 
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Wenn es soweit ist, kommt ein weiteres Jig zum Einsatz, das zum Verspannen der Bodenhälften dient.
Dateianhang:
P1030330.jpg


Der Mittelträger wird wieder mal mit Butterbrotpapier als Leimbremse abgedeckt.
Die Bodenhälften werden darauf positioniert.
Dateianhang:
P1030331.jpg


Eine Kante wird eingeleimt und unter leichten Bewegungen gegen die Kante des zweiten Bodens gedrückt.
Dateianhang:
P1030332.jpg


Dann werden die Teile mit einer Kordel kreuzweise verspannt. Ich verwende dazu eine 4mm Fallschirm-Kordel. Die ist stabil genug und elastisch.
Dateianhang:
P1030333.jpg


Um die Bodenteile ordentlich gegeneinander und gleichzeitig gegen die Unterlage zu pressen, werden unter die Kordel von beiden Seiten Keile geschoben.
Dateianhang:
P1030336.jpg


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 Betreff des Beitrags: Re: Gitzouki No. 1
BeitragVerfasst: 23.06.2017, 22:33 
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Letzte Baustelle für heute - die Zargen. Beide haben einige Ästchen und im Bereich derselben wechselt die Wuchsrichtung der Fasern. Aufgrund dieser Tatsache und der, dass die Rohlinge auch schon recht dünn sind, werde ich die Zargen nicht durch die Hobelmaschine schicken, da ich keine tiefen Ausrisse riskieren möchte. Also bleibt mal wieder Handarbeit. Zu Einsatz kommt wieder der lange Schlichthobel.
Dateianhang:
P1030338.jpg


Nach ein paar Minuten sieht eine Seite schon besser aus.
Dateianhang:
P1030339.jpg


Die zweite Zarge zickt ordentlich rum und reißt im Bereich der Äste auch bei vorsichtigem Hobeln aus. Die Ziehklinge kommt zum Einsatz, was etwas länger dauert, bis die Seite wieder glatt ist.
Dateianhang:
P1030341.jpg


Nach 30 Minuten ist die zweite Zarge dann auch fertig.
Dateianhang:
P1030342.jpg


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 Betreff des Beitrags: Re: Gitzouki No. 1
BeitragVerfasst: 23.06.2017, 22:40 
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Eduard, ich muss sagen; das hat alles Hand und Fuß, was Du da machst.

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Wolfgang

>>Glaub' nicht alles was Du denkst! ;) <<


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 Betreff des Beitrags: Re: Gitzouki No. 1
BeitragVerfasst: 25.06.2017, 15:32 
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potomac hat geschrieben:
Eduard, ich muss sagen; das hat alles Hand und Fuß, was Du da machst.

Danke Wolfgang - das hoffe ich doch!

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 Betreff des Beitrags: Re: Gitzouki No. 1
BeitragVerfasst: 25.06.2017, 15:43 
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Weiter mit dem Hals. Das Kopfplattenfurnier ist drauf.
Dateianhang:
P1030343.jpg


Ich zeichne dann die Halsform auf.
Dateianhang:
P1030345.jpg


Vor dem Sägen prüfe ich nochmal, ob die Hals- mit der Deckenmittellinie fluchtet, wenn die 14.-Bundmarkierungen von Hals und Decke aufeinanderliegen.
Dateianhang:
P1030347.jpg


Es passt, der Hals wird ausgesägt...
Dateianhang:
P1030348.jpg


... und die Halsfußrundung wird abwechslnd von beiden Seiten auf Maß geschliffen. Dabei messe ich am 14. Bund immer wieder den Abstand der Außenkante zur TR-Nut.
Dateianhang:
P1030349.jpg


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 Betreff des Beitrags: Re: Gitzouki No. 1
BeitragVerfasst: 25.06.2017, 15:55 
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Dann zeichne ich die untere Rundung des Halsfußes und die Position Zargenfalzes an.
Dateianhang:
P1030351.jpg

Dateianhang:
P1030352.jpg


Jetzt wird die Dicke der Zargen oben und unten angerissen.
Dateianhang:
P1030354.jpg


Die Tiefe der abzutragenden Materials markiere ich mit Sägeschnitten.
Dateianhang:
P1030355.jpg


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 Betreff des Beitrags: Re: Gitzouki No. 1
BeitragVerfasst: 25.06.2017, 16:04 
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Dann wird der Hals ein gespannt und mit dem Stechbeitel werden die noch stehenden Holzstege grob abgetrennt.
Dateianhang:
P1030356.jpg


Ich arbeite nochmal etwas feiner nach ...
Dateianhang:
P1030357.jpg


und nehme dann die Halbrund-Raspel, um die Oberfläche zu glätten.
Dateianhang:
P1030358.jpg


Ein paar Sägeschnitte sind minimal zu tief geraten - macht nix, die werden später von Zargen, Decke und Boden verdeckt.
Dateianhang:
P1030360.jpg


Kann man erst mal so lassen.
Dateianhang:
P1030361.jpg


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 Betreff des Beitrags: Re: Gitzouki No. 1
BeitragVerfasst: 25.06.2017, 18:46 
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Als nächstes erhält der Halsfuß oben den Falz für die Decke.
Ich nehme das Maß von der Decke ab ...
Dateianhang:
P1030363.jpg


... und reiße es am Halsfuß an.
Dateianhang:
P1030364.jpg


Dann leiste ich Vorarbeit mit der Säge und erledige danach die Feinarbeit mit einem breiten Stechbeitel.
Dateianhang:
P1030365.jpg

Dateianhang:
P1030366.jpg


So soll es sein. Da ich höchstwahrscheinlich den Hals leicht winklig anbringen werde, muss die Auflagefläche der Decke zum Korpus hin nochmal leicht abgeschrägt werden. Das werde ich später erledigen.
Dateianhang:
P1030370.jpg


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 Betreff des Beitrags: Re: Gitzouki No. 1
BeitragVerfasst: 25.06.2017, 18:58 
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Nächste Aktion - Formen des Halsfußes.

Ich breche erstmal die Kanten an der Unterseite, damit es keine ärgerlichen Ausrisse gibt, wenn ich später dann von oben nach unten arbeite. Wenn der Halsfuß vor dem Einbau nochmal agbesägt wird, ist das nicht so wichtig (kann aber auch nicht schaden), aber der hier hat zufällig das von mir angestrebte Endmaß, deswegen ist erhöhte Vorsicht angesagt.
Dateianhang:
P1030371.jpg


Nach und nach wird der Fuß dann mit Stechbeitel, Messer und Raspel bearbeitet.
Dateianhang:
P1030372.jpg

Dateianhang:
P1030374.jpg


Auch der Hals wird ein stückweit gleich so gut wie fertig bearbeitet.
Oberflächenfinisch erfolg dann mit Ziehklinge und Schleifpapier.
Dateianhang:
P1030376.jpg

Dateianhang:
P1030377.jpg


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Heute ging es weiter mit der Kopfplatte.
Ich zeichne die Lage der Mechaniken und die Umrisse der KP an, säge sie aus und hoble die Kanten auf Maß. Dabei wird zwischendurch immer wieder mal der Winkel gemessen.
Dateianhang:
P1030380.jpg


Ans Ende wird eine Rundung geschliffen.
Auf der Unterseite forme ich den Übergang zum Hals mit Halbrundraspel und Ziehklinge.
Dateianhang:
P1030385.jpg

Dateianhang:
P1030387.jpg


Bevor ich die seitlichen Übergangsrundungen aussteche, zwinge ich einen Holzklotz seitlich auf dem Hals fest, um Ausrutscher mit dem Stechbeitel abzufangen.
Dateianhang:
P1030389.jpg


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