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 Betreff des Beitrags: PRS-Style Bausatz als Erstprojekt
BeitragVerfasst: 28.08.2013, 18:32 
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Hallo zusammen,

ich habe mir da etwas ausgeguckt, was, schätze ich, ein schönes Einsteigerprojekt in die schöne Welt des Gitarrenbaues sein könnte: ein PRS-Bausatz (Direktimport aus China). Und wenn der belgische Zoll (bekannt für seine, ähm, gründliche Arbeitsweise, und dafür, nichts voreilig aus der Hand zu geben) damit fertig ist, sollte es demnächst bei mir ankommen.

Ich nutze die Gelegenheit mal, und stelle hier mal vorweg vor, was ich damit machen möchte:

Mangels Werkzeug, Platz (Hobbykeller) und Zeit/Muse kann ich ja leider keinen kompletten Eigenbau machen, aber Oberflächenbearbeitung und Modifikationen sollten schon im Rahmen des Möglichen sein. Größere Mengen Schleifpapier und Öle, etc. sind ebenfalls auf dem Weg zu mir...

Die Decke: Blau! und zwar so richtig (Vorbild: hier) und dann mit Tru Oil auf Hochglanz bringen. Da die Decke aus geflammten Ahorn ist, sollte das richtig schön werden :)

Die Rückseite ist Mahogany - heisst es jedenfalls, aber wie wir wissen kann das letztlich alles mögliche sein. Praktischerweise habe ich das True Oil Set mit Filler und "Walnut Stain" günstiger gefunden als das Öl allein. Das letztere brauche ich gar nicht, aber den Filler kann man sicher für die Rückseite gebrauchen.

Den Hals werde ich ich auch nur mit Tru Oil bearbeiten (evtl. etwas Filler), da ich aber gerne einen eher matten Hals bevorzuge, wohl eher nur eine dünne Schicht.

Ich bin ja gespannt, wie die Hardware in dem Paket aussieht. Ich hab' aber schon eingeplant, bei Bedarf einfach was besseres nachzukaufen.

Pickups: mal sehen, was im Paket ist, ich hätte hier noch einen P&B Humbucker rumliegen, wie er auch von PRS in den SEs eingebaut wird. Die sind eigentlich recht billig und kommen auch aus Fernost, es sollte also nicht allzu schwer sein, noch einen zweiten dazu zu bekommen... Klang? keine Ahnung, in meine Strat passt er nicht rein.

Andererseits hätte ich auch nichts dagegen, mal was ganz anderes auszuprobieren. Dieses Video hat mich überzeugt, dass man mit EMG Active Pickups auch schöne warme Klänge hinbekommen kann... und aktive Pickups hätten auch sonst noch ein paar positive Nebeneffekte was die Elektronik angeht. Wäre also vielleicht einen Versuch wert...

(hier eine Anmerkung: wenn ich nicht daran interessiert wäre, auch mal ausgetretene Bahnen zu verlassen, würde ich ja nicht hier mein Projekt diskutieren, sondern in den Laden gehen und mir eine original PRS einpacken lassen. Also: experimentieren finde ich gut! :-)

Für die Schaltung möchte ich mir auch noch was einfallen lassen. Eigentlich hätte ich gerne wenigstens eine Out-Of-Phase Option, aber der Bausatz hat nur drei Löcher vorgebort (ähnlich wie die SE Santana). Da werde ich vielleicht doch noch mal mit schwererem Gerät ran müssen... oder kennt da jemand eine gute Lösung (evtl. mit Pull/Push Potis?)

So weit erst einmal der Stand der Dinge. Wenn das Kit da ist, werde ich euch auf dem Laufenden halten :-)

Viele Grüße

/sascha

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BeitragVerfasst: 28.08.2013, 18:42 
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Blau ist geil! :-D

Ich wünsche Dir viel Spaß und Erfolg bei Deinem Projekt. Aber wenn es Dir trotz knapper Zeit wirklich an Muße fehlt, dann wird es in die Hose gehen! Das meine ich jetzt nicht als Jux! Lies einfach ein bisschen hier im Forum und Du wirst (leider) einige Threads finden mit gescheiterten und Problem-Projekten, bei denen die wirkliche Ursache der Probleme die war, dass jemand sich zu wenig Zeit genommen hat.

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BeitragVerfasst: 28.08.2013, 19:05 
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.... schon wieder ein PRS-ler!

Find ich gut ;) ;)

Grüße
MArkus

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Antoine de St. Exupery (franz. Schriftsteller und Pilot 1900-1944)


Eigene Projekte
PRS Santana: viewtopic.php?f=2&t=2823&hilit=santana
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BeitragVerfasst: 28.08.2013, 19:13 
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rumblebird hat geschrieben:
Blau ist geil! :-D
Ja, finde ich auch. Da meine Gitarren (fast) alle Namen haben wird sie wohl später "Blue Bird" heissen...
Zitat:
Ich wünsche Dir viel Spaß und Erfolg bei Deinem Projekt. Aber wenn es Dir trotz knapper Zeit wirklich an Muße fehlt, dann wird es in die Hose gehen! Das meine ich jetzt nicht als Jux! Lies einfach ein bisschen hier im Forum und Du wirst (leider) einige Threads finden mit gescheiterten und Problem-Projekten, bei denen die wirkliche Ursache der Probleme die war, dass jemand sich zu wenig Zeit genommen hat.
Ich weiss, und ich kenne das Risiko – deswegen habe ich ja auch keinen vollständigen Eigenbau in Angriff genommen, sondern einen Bausatz. Aber auch das ist natürlich ziemlich zeitaufwändig und was das schlimmste ist, man hat immer wieder Wartezeiten, wo man nichts tun kann, auch wenn man gerade Zeit und Muse hätte...

Aber ich habe eine gute Motivation: Meine Tochter (8) ist ganz wild darauf, auch "so eine blaue Gitarre" zu machen, und zu zweit macht das gleich viel mehr Spass :idea: Außerdem ist das nicht das erste gemeinsame Projekt, das wir machen :D

Na, und selbst wenn nichts draus wird, wird sie auf jeden Fall viel dabei lernen (und ich sicher auch)

/s.

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… mit Kindern macht das gleich doppelt Spaß. :-)
VielSpaß und Erfolg beim Bau.

ach ja,… und herzlich willkommen!

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Uli

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Hallo Sascha!
Sascha L. hat geschrieben:
...dass man mit EMG Active Pickups auch schöne warme Klänge hinbekommen kann.

Das ist definitiv so!

Ich hab mir letzte Woche EMGs in meine Strat gebaut. Einen EMG 85 an den Steg und nen 60er an den Hals.
Man braucht halt etwas mehr Platz, da die Potis, die Platine und die Batterie ja irgendwo hin müssen.

Ich bin jedenfalls total begeistert.
Ich frage mich nur: warum hab ich das erst jetzt gemacht? ;)

LG Thomas


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BeitragVerfasst: 29.08.2013, 06:47 
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Klingt nicht schlecht, das Projekt. Aber von dem Tru-Oil-Filler/Sealer würde ich eher abraten. Das klebrige Zeug habe ich einmal verwendet und werd´s nie wieder tun. Es hat zwar ganz gut gefüllt, aber auch beim Schleifen mit sehr feinem Papier hat´s die Poren wieder aufgerissen. Trotz langer Aushärtungszeit. Das Tru-Oil allerdings ist eine gute Sache. Die Anwendung ist so leicht, daß man sie auch im Kindergarten durchführen könnte, man kann das Öl schön schichtbildend auf der Holzoberfläche aufbauen und wird mit einem schönen Glanz und einer schönen Anfeuerung belohnt.

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Telesto hat geschrieben:
Ich hab mir letzte Woche EMGs in meine Strat gebaut. Einen EMG 85 an den Steg und nen 60er an den Hals.
Man braucht halt etwas mehr Platz, da die Potis, die Platine und die Batterie ja irgendwo hin müssen.

Ich bin jedenfalls total begeistert.
Ich frage mich nur: warum hab ich das erst jetzt gemacht? ;)
Jepp, das gab mir den nötigen Push, um letzte Nacht noch schnell ein 81/85-Set zu bestellen. Ich probier' die definitiv mal aus (und wenn sie nicht passen, dann wer' ich halt später noch eine Gitarre bauen müssen.. ;-)

/sascha

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Sascha L. hat geschrieben:
... um letzte Nacht noch schnell ein 81/85-Set zu bestellen. ...
Zählst Du Dich zu der Metal-Fraktion? Mir sind die Dinger zu grell. Vielleicht liegt's ja auch an meinen alten, geschundenen Ohren, die damit ihre Probleme zu haben scheinen. :mrgreen:

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… im Alter fällt die Fähigkeit zur Wahrnehmung der hohen Frequenzen doch eher weg … :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

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pinacoco hat geschrieben:
… im Alter fällt die Fähigkeit zur Wahrnehmung der hohen Frequenzen doch eher weg … :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Eben, bei mir kann das ja gar nicht mehr anders als warm und weich zu klingen :mrgreen:

Aber ernsthaft, dieses Video zeigt schon ganz schön: wenn aus dem Pickup ein klares Signal kommt, kann man mit dem Amp fast alles draus machen, was man will.

Und wenn meine (zugegebenermaßen bescheidenen) Kenntnisse der Elektronik mich nicht im Stich lassen, sollte das Signal aus einem aktiven PU halt viel einfacher "weiterzuverarbeiten" sein als eins aus einem passiven. Alleine schon, weil der PU dann halt eine in sich geschlossene Schaltung ist, die nicht mehr so leicht vom Rest der Verdrahtung beeinflusst wird.

Aber letztlich gilt: "the magic is in the fingers, not in the pickups."

Na, das wird ein Experiment. Wenn's nicht passt, rupf ich sie halt wieder raus :)

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pinacoco hat geschrieben:
… im Alter fällt die Fähigkeit zur Wahrnehmung der hohen Frequenzen doch eher weg … :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Wenn Du die Wahrnehmung als harmonischen Ton meinst, ja. Für meine Ohren sind das Gräusche. :lol:

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Sascha L. hat geschrieben:
... wenn aus dem Pickup ein klares Signal kommt, kann man mit dem Amp fast alles draus machen, was man will. ...
Ein ganz entschiedenes JEIN: ein verzerrtes Signal wird auch der Amp nicht wieder glattbügeln, aber auch aus einem noch so cleanen Gitarrensignal nicht jede gewünschte Schwingung formen können. Der Charakter des Ausgangssignals bleibt zumindest bei Cleansounds trotz Klangregler wahrnehmbar. Es sei denn, Dein Amp funktioniert als Synthesizer, dann wäre der Klang des Gitarrensignals ohnehin wurscht.

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kegid hat geschrieben:
Sascha L. hat geschrieben:
... wenn aus dem Pickup ein klares Signal kommt, kann man mit dem Amp fast alles draus machen, was man will. ...
Ein ganz entschiedenes JEIN: ein verzerrtes Signal wird auch der Amp nicht wieder glattbügeln, aber auch aus einem noch so cleanen Gitarrensignal nicht jede gewünschte Schwingung formen können. Der Charakter des Ausgangssignals bleibt zumindest bei Cleansounds trotz Klangregler wahrnehmbar. Es sei denn, Dein Amp funktioniert als Synthesizer, dann wäre der Klang des Gitarrensignals ohnehin wurscht.
Ja, das ist natürlich ein wenig auch eine philosophische Frage: möchte man einen möglichst "authentisch" klingenden Fender/Gibson/Wasauchimmer-Klang haben, oder möchte man das möglichst unverfälschte Signal, auch wenn es nicht den Höhrgewohnheiten entspricht.

Ich muss nämlich sagen, ich habe die "klassischen" e-Gitarrenhersteller ein wenig im Verdacht, damals, vor über 50 Jahren einfach irgendwas "was geht" zusammengefrickelt zu haben, ohne wirklich zu verstehen, was da physikalisch in einer e-Gitarre bzw. in einem Pickup for sich geht.

War egal, die Musiker haben die Dinger ja auch so gekauft, und bald wollten alle genau *den* Klang ihrer Gitarrenhelden haben, und dann konnte man keine allzu großen Änderungen mehr machen. Außerdem waren die Amps dann an eben diese Sounds angepasst, die da halt raus kamen.

Klar, es wurde immer mal wieder ein wenig hier und da verbesert, und dann kamen und gingen auch verschiedene Moden durch die Szene, aber ging es doch immer darum, "den" Fender Sound bzw. "den" Gibson-Sound beizubehalten. Ist ja auch beides nicht das schlechteste... :D

Aber wenn ich jetzt unbedingt den "originalen" Les Paul Sound haben wollte, dann würde ich mir das Geld für die Bastelarbeit sparen, um vielleicht demnächst eine echte Gibson oder halt Epiphone (letztere dürfte übrigens nicht viel mehr kosten als ich hier für's Material ausgebe) leisten zu können.

Aber ein wichtiger Aspekt für mich ist eben auch das lernen, ausprobieren, verstehen und vielleicht auch mal das Pferd von hinten aufzuzäumen, und sei es nur, um herauszufinden, dass das dann doch keine gute Idee war...

Aber das heisst natürlich nicht, dass ich nicht für jeden Hinweis und Erfahrung dankbar bin. Ich sitz' hier nur gerade mit Grippe zuhause und das Fernsehprogramm ist soooo langweilig. Da philosophiere ich halt ein wenig vor mich hin :mrgreen:

Viele Grüße

/sascha

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Sascha L. hat geschrieben:
Ich muss nämlich sagen, ich habe die "klassischen" e-Gitarrenhersteller ein wenig im Verdacht, damals, vor über 50 Jahren einfach irgendwas "was geht" zusammengefrickelt zu haben ...
Das dürfte dem Stand eines Verdachtes längst etwachsen sein und in keinster Weise mehr angezweifelt werden.

Nochmals zu der anderen Thematik:
Wenn ein schreiendes Baby mittels Mikro aufgenommen wird, wird selbst mit kompliziertesten Klangregelwerken kein Heldentenor daraus.
Will sagen, die vielfach sich überlagernden Schwingungsbestandteile des vom PU abgegebenen Signals hat einen ausgeprägten mess- aber auch hörbaren Charakter. Diesen kann man dumpf oder hell stellen oder mit EQ modifizieren, aber nicht in einen gänzlich andersartigen umformen.

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Sascha, deine Denke gefällt mir, könnte ich im Fieberrausch auch so formuliert haben ;) nein, wirklich, so wie ich mich optisch nur sehr ungerne von den Formen der Klassiker entferne, so flexibel bin ich in allen anderen Accessoires. Es ist mir in den meisten Fällen auch total egal ob eine Jazz Bass Form wie ein Höfner Violin Bass klingt oder total anders, wenn mir das Soundergebnis gefällt bin ich zufrieden. Überraschungen bleiben da nicht aus.

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Gruß
Wolfgang

>>Glaub' nicht alles was Du denkst! ;) <<


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potomac hat geschrieben:
Sascha, deine Denke gefällt mir, könnte ich im Fieberrausch auch so formuliert haben ;)
Danke, aus der "Fieberrausch"-Phase bin ich zum Glück schon raus :P In der Zeit hatte ich noch viel wildere Ideen (so was wie: wieso nicht den PU aus dem Verstärker mit Spannung versorgen, und gleich den ganzen Pre-Amp in die Gitarre verlegen...) aber sobald das Fieber nachlies, setzte dann auch die Vernunft wieder ein :ugeek:
Zitat:
wenn mir das Soundergebnis gefällt bin ich zufrieden. Überraschungen bleiben da nicht aus.
Jepp, genau darauf bin ich aus. :mrgreen:

/s.

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Sascha L. hat geschrieben:
... wieso nicht den PU aus dem Verstärker mit Spannung versorgen...
Da bist Du nicht der einzige, siehe hier.
Sascha L. hat geschrieben:
... gleich den ganzen Pre-Amp in die Gitarre verlegen...)...
... was ja bei aktiven PUs Standard ist.
Du hast doch wohl nicht dabei an die röhrenbestückte und mit höherer Spannung betriebene Vorstufe einer Gitarren-Amp gedacht?

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kegid hat geschrieben:
Du hast doch wohl nicht dabei an die röhrenbestückte und mit höherer Spannung betriebene Vorstufe einer Gitarren-Amp gedacht?
Wie gesagt, ich hatte Fieber. Man möge mir das zugute halten :D

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 Betreff des Beitrags: Selbstklebe-Furniere?
BeitragVerfasst: 07.09.2013, 10:43 
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Hm, kurze Frage zu Furnieren: der Body hat ja eine Decke aus geflammten Ahorn, der Hals ist aber anscheinend komplett Mahagoni (oder etwas ähnliches). Wenn ich den Body jetzt aber Blau mache, dann sollte die Kopfplatte da möglichst auch dazu passen...

Ich überlege mir nun, ob ich da (auf den Kopf) einfach ein Furnier aufbringen soll. das ist ja eine kleine Fläche und noch dazu völlig plan, sollte also nicht allzu schwer sein...

Im nächst gelegenen Baumarkt gibt's aber nur diese 220x20-Streifen Furnierholz, auf das hinten schon eine selbstklebende Schicht aufgebracht ist. Das wird anscheinend einfach aufgebügelt.

Mal abgesehen von dem möglichen Ärger, den ich bekommen kann, wenn ich Bügeleisen zweckentfremde – taugt das was, oder bereue ich das hinterher?

Wäre über jeden Hinweis dankbar...

Viele Grüße

/sascha

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Meinst du damit diese Kantenkleber?

Diese sind meines Wissens aus Kunststoff und die Klebefläche ist auch ziemlich fett. Kunststoff lässt sich auch nicht beizen. ;)

Mein Tipp, frag mal hier offen im Forum ob jemand evtl. ein passendes Stück Furnier hat. Oft bekommst du es für wenig Geld oder sogar gegen die Versandkosten. :)

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Schöne Grüße Sven

Fortschritt entsteht, wenn man intelligent gegen bestehende Regeln verstößt.


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BeitragVerfasst: 07.09.2013, 11:07 
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Blackhawk hat geschrieben:
Meinst du damit diese Kantenkleber?

Diese sind meines Wissens aus Kunststoff und die Klebefläche ist auch ziemlich fett. Kunststofflässt sich auch nicht beizen. ;)

Nee, die sind angeblich schon aus Holz (aber Danke für den Hinweis, werde vor dem Kauf nochmal nachfragen...)
Zitat:
Mein Tipp, frag mal hier offen im Forum ob jemand evtl. ein passendes Stück Furnier hat. Oft bekommst du es für wenig Geld oder sogar gegen die Versandkosten. :)
Das wäre natürlich die Ideallösung...

Schon beim Nachdenken darüber, wie ich die restlichen 190cm hauchdünnes Furnier dann lagern solle, kriege ich Panikattacken... :-)

Sobald ich die genauen Maße habe, versuche ich mal mein Glück hier im Forum... (gestern beim Zoll angerufen, nach langer, ähm, nennen wir es "Bedenkzeit", haben sie "gerade eben" beschlossen, dass das Paket ausgeliefert werden kann... mit Glück ist es Montag da, yeah!)

/sascha

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 Betreff des Beitrags: Das Paket ist da!
BeitragVerfasst: 19.09.2013, 22:41 
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Hurra, das Paket aus China ist da. Ich also extra früher von der Arbeit los, um es von der Post abzuholen.

Nicht nur ich habe mich übrigens auf die Lieferung gefreut. Hier meine Assistentin bei einer ersten Begutachtung der Ware:

Bild

Zur Transportzeit muss man schon mal sagen: Ein Paket aus China nach Belgien dauert ca. 1 Woche (is' OK), vorher kamen noch 2 Tage "Bearbeitungszeit" dazu (geht auch so). Der belgische Zoll hat dagegen genau 1 Monat gebraucht, um sich zu entscheiden, wieviel Zoll ich denn noch nachzuzahlen habe (18. Sep. bis 18. Okt.) - und das ist sicher nicht mehr OK. Aber was will man machen..?

Falls es mir jemand nachtun möchte, und einen solchen Bausatz direkt aus China bestellt, dann sei er gewarnt:

  1. Das ist nicht unbedingt billiger als es hier zu kaufen (ich habe ca. 180,- EUR bezahlt), aber es gibt deutlich mehr Auswahl.
  2. unbedingt den Verkäufer bitten, den korrekten Preis anzugeben. Das spart Ärger mit dem Zoll.
  3. Schon mal einen zusätzlichen Müllsack für den Verpackungsmüll anschaffen. Die Chinesen übertreiben das gerne mal.

Das mit dem Müll ist nicht übertrieben. Schaut mal hier:

Bild

Danach war eine komplette Mülltonne voll. Gut, dass mich kein Nachbar gesehen hat, wie ich das Zeug in die Tonne gestopft habe... :oops:

Kaum ist der Verpackungsmüll beseitigt, sieht das ganze schon viel übersichtlicher aus:

Bild

Ich beschreibe hier mal die Einzelteile im Detail:

  • Body: ordentlich verarbeitet, aber eben nicht "luxuriös". Ich würde sagen, so die Qualitätsstufe, die man von einer Gitarre in der 300-Euro-Preisklasse erwarten könnte. Die Ahorndecke ist vielleicht ein wenig sehr dünn, aber gut verklebt, und der Mahagoni-Korpus lies sich auch gut bearbeiten. Nur in den Aushöhlungen splintert und spleisst es, was das Zeug hält. Da werde ich wohl erst mal mit der Raspel ran müssen...

  • Hals: auch hier: sauber verarbeitet, aber nicht luxuriös. Im direkten Vergleich (nachdem ich ihn schon eine Weile abschleifen durfte) gebe ich dem Hals vielleicht einen halben Stern mehr als dem Body. Die Bünde sind übrigens relativ sauber gesetzt, nur der 11. und der 20. scheinen ein klein wenig höher zu stehen als die anderen. Ob das relevant ist, kann ich aber erst sagen, wenn ich testweise Saiten drauf habe...

    Die Einlagen im Griffbrett sind übrigens sehr schön gemacht, sauber und plan eingesetzt und wirklich schön anzusehen. Nur die letzte (21. Bund) sieht für mich eher wie ein Haifisch aus als wie ein Vogel (da sind die PRS-Einlagen allerdings auch nicht besser). Material scheint irgend eine Art Perlmutt zu sein - genauer kenne ich mich da zu wenig aus.

  • Hardware: Na ja. Die Tuner sind etwas wackelig, die Brücke hat die falschen Schrauben drin ... is' mir aber eigentlich egal, weil das alles ohnehin die falsche Farbe hat (dazu später mehr)

  • Pickups: Es liegen zwei Humbucker der weltberühmten Marke HMV™ bei. Sie ist sicher weltberühmt, sonst würden sie ja nicht das ™-Zeichen hinter den Namen schreiben, oder? Wenn ich noch nie etwas von denen gehört habe, ist das sicher meine Schuld... (will die übrigens jemand haben?)

  • Elektronik: es liegen auch zwei 500 kΩ Potis (davon einer schon mit angelötetem Kondensator) und ein 3-Wege-Umschalter bei; außerdem diverse Kabel, etc.

So sieht das übrigens aus, wenn ich die Einzelteile mal testweise zusammenstelle (noch nicht befestigt):

Bild

So sieht das dann mit den "richtigen" Pickups aus:

Bild

Aber – klar – da brauche ich jetzt natürlich auch schwarze Hardware und v.a. Knöpfe dazu. Werde ich gleich bestellen...

In der Zwischenzeit könnte man ja wenigstens mal ein wenig das gröbste am Body abschleifen oder so. Dachte ich mir.

Was ich völlig unterschätzt hatte ist der Enthusiasmus, mit dem meine Tochter auch mitschleifen wollte. Hier ist sie in voller Aktion:

Bild

Zu zweit ging das dann so richtig flott über die Bühne – der Korpus ist jetzt schon glatt wie ein Baby-Popo, und der Hals ... hach, den könnte ich jetzt die ganze Nacht so streicheln... :mrgreen:

Nach Aufräumen, Tochter zu Bett bringen und Fotos hochladen habe ich zwar noch ein paar Stellen gefunden, die morgen noch ein wenig mit Schleifpapier in Kontakt kommen sollten, aber alles in allem war das Schleifen ein sehr viel besseres Erlebnis als befürchtet.

Wir gingen übrigens bis zur 400-er Körnung, und dann mit einem Lack-Schleifklotz (eigentlich für's Auto) nochmal drüber (dürfte so um eine 1000-er Körnung sein..). Für's Griffbrett reichte die 400-er aber eher nicht (ist noch ziemlich matt) und der Klotz ist zu breit. Was meint ihr da - 800-er für's Griffbrett, oder wird das schon wenn erst ein Finish drauf ist?

Überhaupt: das Griffbrett - das ist aus Palisander ("rosewood"), aber zum einen finde ich die Maserung nicht wirklich ideal, und zum anderen ist es mir bei tiefblauer Decke und schwarzer Hardware/Pickups wohl doch eher zu hell. Irgendein Tipp, wie man das dunkler bekommt? Auch, damit die Vogel-Inlays stärker hervortreten...

Morgen geht es jedenfalls weiter. Ich berichte dann hier ...

Viele Grüße

/sascha

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BeitragVerfasst: 19.09.2013, 23:11 
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 Betreff des Beitrags: Re: Das Paket ist da!
BeitragVerfasst: 19.09.2013, 23:25 
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Sascha L. hat geschrieben:
Der belgische Zoll hat dagegen genau 1 Monat gebraucht, um sich zu entscheiden, wieviel Zoll ich denn noch nachzuzahlen habe (18. Sep. bis 18. Okt.) - und das ist sicher nicht mehr OK. Aber was will man machen..?

Sascha, wenn Du in einem Land leben würdest, in dem man LEGAL Bier aus Reis oder Mais brauen darf und es hinterher auch noch mit Erdbeer- oder Bananengeschmack behandelt, dann würdest Du Dich über einen Monat Zoll sicher nicht wundern, oder?

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