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Gearbuilder-Forum    Hardware, Hölzer, Materialien, Lacke und Finishing    Aging von Hardware & Lack  ›  Kleiner Workshop zu Hardware & Lack-Aging
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Kleiner Workshop zu Hardware & Lack-Aging  Dieses Thema wurde bisher 12,102 mal gelesen. ausdrucken
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Hiesiger Obermotz
26 Februar 2005, 19:33 Diesen Beitrag einem Moderator melden

Hiesiger Obermotz
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Auch wenn das sicherlich eines der kontrovers diskutiertesten Themen ist, hier eine Anleitung wie man zum kleinen Murphy wird. Aber bitte: Alles Nachfolgende auf eigene Gefahr, ohne Gewährleistung.....

Lack-Aging

Alter Lack ist meist stumpf, von Macken und Lackabplatzern überzogen. Bei Nitro-Lack kommt im Laufe der Zeit noch hinzu, dass er springt, was insbesondere unter Hardcore-Vintage-Gibson-Usern ein gern gesehener Effekt ist.

Man bekommt den Lack ganz gut stumpf, wenn man Micro Mesh der Körnung 6000 oder  8000 benutzt. Der Lack wird damit nicht zerkratzt, sondern regelrecht mattiert. Will man das Ganze rückgängig machen, nimmt man eine 12.000er Körnung und bringt den Lack damit wieder auf Hochglanz.

Stewmac bietet ein Micro Mesh-Set an. Bekommt man aber auch sicherlich hier in deutschen Landen.

Wer Nitro-Lack springen lassen will, der kann dies erreichen, in dem er den Korpus ein paar Stunden Minusgraden aussetzt und ihn dann vor den Ofen stellt. Der Temperaturunterschied muss gross sein und recht abrupt erfolgen. Das Holz dehnt sich schneller aus als der Nitro-Lack und sprengt ihn. Hardcore-Ager (s. Les Paul Forum) stellen ihre Les Paul schon mal eine Nacht auf den Balkon oder in den Kühlschrank (die Amis haben auch entsprechend grosse Teile ).

Übrigens ist das auch der Grund dafür, dass man Gitarren oder Bässe die im Winter mit der Post nach Hause geliefert werden eine Weile nicht auspackt......

Lack vermacken

Will man seinem Instrument wirklich Schrammen beibringen, Holz und Lack splittern lassen, dann bitte vorher echte Vintage-Teile anschauen. Niemals mit dem Bandschleifer oder Schleifpapier arbeiten. Das sieht hinterher NIEMALS authentisch aus, weil die Ränder viel zu gleichmässig sind und das Holz darunter einfach zu blank.  

Nickel-Aging

Schleifen: Die einfachste Methode des Hardware-Agings ist natürlich das Stumpf-Schleifen mit feiner Körnung. Die Ergebnisse sind aber nicht sonderlich authentisch.

Ätzen: Die gefährliche Methode ist die der Bedampfung mit Salzsäuredämpfen. Man gibt dazu die Salzsäure in ein säurefestes Behältnis, hängt die Hardware darüber (nicht in die Salzsäure legen!) und deckt die ganze Konstruktion möglichts gut ab, damit die Dämpfe wirken und sich nicht verflüchtigen. Das aber sollten wirklich nur Leute machen, die wissen was sie mit Salzsäure in der Hand haben.


- Nur mit Schutzbrille, Handschuhen und Kittel arbeiten
- Nur im Freien anwenden
- Kinder (!!!!), Tiere, sonstige Neugiere vorher entfernen


Dann gibt es noch ein viel einfachere und von mir mehrfach eingesetzte Methode. Die aber verrate ich nur, wer mich in einer PM danach fragt und auch nur dann, wenn ich Lust habe

Gruss
Niels


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dragonjackson
27 Februar 2005, 17:51 Diesen Beitrag einem Moderator melden

zlatko
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Hallo,
nun ich bin seit heute neu in diesem Forum.
Sehr schöne Idee auch ein gutes Forum in deutsch zu haben!
Meine volle Unterstützung habt ihr!

Nun zu meiner Frage:
Ich habe eine Kopie einer weissen Les Paul Custom. Diese möchte ich
agen. Und zwar hauptsächlich den Lack.
Ich habe im PG Forum gelesen, das es mit Schuhcreme (einer besonderen?) u.a. klappen soll.
Oder mit Soja Sauce...
Ich hatte gestern mal einen Versuch unternommen und unter der Toggle Abdeckung ein wenig mit beiden Pasten ausprobiert. (Heinz's Soja und Erdal Schuhcreme - Mittelbraun)
Ohne Ergebnis!?
Muss ich den Lack vorher "anstumpfen"?

Und dann hätte ich noch ein anderes Projekt:
Wie bekomme ich ein Schlagbrett so (siehe Bild) gealtert?
Vorschläge, Tipps?

Ach, und hier noch ein Link zu den Meshy-Dingern in Deutschland:
http://www.meshy.de/preisliste.html




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nhg
28 Februar 2005, 17:31 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Wie man eine weiße Lackoberfläche so vergilbt dass es authentisch aussieht, weiss ich leider nicht. Ich würde aber vermuten dass Dein Experiment deshalb nichts geworden ist, weil Du es mit einer sehr glatten Lackoberfläche zu tun hast, in die auf die Schnelle nichts eindringt.  

Was das Schlagbrett angeht: Weisse Fender Pickguards kriegt man mit warmem Schwarzen Tee gilbig.

Gruss
Niels
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dragonjackson
01 März 2005, 08:07 Diesen Beitrag einem Moderator melden

zlatko
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na, das habe ich auch vermutet... deswegen dachte ich evtl. mit stahlwolle (bessere vorschläge?) anstumpfen, damit es besser annimmt.

ja, das mit der plastik, weiss ich... aber auf der paula ist nicht so viel weisse plastik
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nhg
01 März 2005, 09:10 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Leider ist obiges Bild ein bisschen klein geraten. Sieht aus, als wären da drei Millionen Aufkleber drauf gewesen die dann abgezogen wurden, während die Klebereste nicht entfernt wurden

Kurz: Was Du tun musst, dass ein schwarzes Pickguard so unnatürlich vergammelt aussieht, weiss ich nicht. Ich kann Dir nur sagen, wie es authentisch wäre: Ein bisschen mattieren, ordentlich Plekspuren und fertig.
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wfo
01 März 2005, 15:04 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Zitiert von dragonjackson, verfasst am 27 Februar 2005, 17:51 in hier
Und dann hätte ich noch ein anderes Projekt:
Wie bekomme ich ein Schlagbrett so (siehe Bild) gealtert?
Vorschläge, Tipps?



Das ist Hetfields Gibson Explorer, die er zur Zeit der St.Anger Aufnahmen gespielt hat. Das war/ist eine original 76er Explorer, die mal ne Natural war und dann von James und seinem Tech customized wurde.
Lange Rede, kurzer Sinn, .... das ist ein angerostetes MetalPickguard.
Der Trick ist die Legierung. Du brauchst eine, die sehr schnell rostet.
Wenn Du willst, frag ich meine Freundin, die ist Chemikerin ...

Christian


Heute ist Backup-Tag, mein Lieblingstag ....
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dragonjackson
01 März 2005, 16:11 Diesen Beitrag einem Moderator melden

zlatko
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das ist richtig wfo!
ich möchte so ein pickguard agen, aber ich will das es dann "aufhört" zu rosten...

es ist nicht direkt angerostet, sondern eher "verschwärzt"... (vergilbt bei plastik)...
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wfo
01 März 2005, 17:06 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Dann lass es rosten und versiegle es dann mit Klarlack.
Das sollte auch funzen, denk ich.


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dragonjackson
02 März 2005, 12:32 Diesen Beitrag einem Moderator melden

zlatko
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na, ich denke, das der klarlack dann aufplatzt?
weil, wenn es rostet.... dann rostet's
oder?
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ToroPlayer
09 März 2005, 19:33 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hi,

nehmt doch einfach Eure "Klanghölzer" zum Schneeschieben, noch ist Winter. Im Sommer würde sich ein Bootsfahrt anbieten. Oder?

Spass beiseite! Versucht's mal beim Aging von Metallen mit Leiterplatten-Ätzmittel. Das frisst relativ langsam und man kann auch sehr gezielt damit arbeiten. Ich habe damit schon Dekors in Messer-Klingen geätzt. Danach gut mit Wasser abspühlen und ggf. Rost ansetzen lassen. Je nach Gusto!

Gruß, ToroPlayer
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25 März 2005, 20:33 Diesen Beitrag einem Moderator melden
Gast
Hi,
zu dem aging fällt mir ein, dass ich mal in Nitro schöne Risse reingemacht habe, indem ich mit Kältespray drauf gespritzt habe.
Das war nach einer Deckenlackierung auf einem älteren Instrument.

Muss ich das sagen: Schutzbrille tragen!!

Bei vergoldeten PU-Kappen habe ich schon mal einen alterseffekt daruch erreicht, dass ich aus dem Autobereich so eine Chrom-Politur Wolle genommen habe. Never Dull oder wie das Zeug hieß. Damit bringt man den schönen Motorrad-Auspuff wieder schön chrom glänzend. Aber bei einer dünnen Schicht Vergoldung bewirkt es das Gegenteil.

Keep on building!
Andreas

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marshallartist
26 März 2005, 13:40 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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hattet ihr beim agen mit Kälte igrendwie probleme mit verzogenen Hälsen oder Sprüngen im Holz?
ich hab da irgendwie angst...
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Hiesiger Obermotz
26 März 2005, 14:24 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Zitiert von http://www.rall-online.net, verfasst am 25 März 2005, 20:33 in hier
Hi,
zu dem aging fällt mir ein, dass ich mal in Nitro schöne Risse reingemacht habe, indem ich mit Kältespray drauf gespritzt habe.



ja, das geht auch. Allerdings kann das auch ganz kräftig in die Hose gehen, weil das ja eine punktuell eingesetzte Methode ist und die Ergebnisse nicht immer unbedingt authentisch wirken. Besser ist, wenn die Kälte zum selben Zeitpunkt auf den ganzen Korpus einwirkt.



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Schwarz Custom
07 Juni 2005, 14:24 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Ich hab noch was wegen dem Pickguard. Ich denke es ist Messing. Wenn man es nicht mit Trompetenlack behandelt sieht man die Fettabdrücke der Finger und es sieht danach aus wie bei Herrn Hetfields Gitarre. Einfach ausschneiden auf die Gitarre und sein lassen es wird dann nach einiger Spielzeit so.
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dragonjackson
13 Juni 2005, 08:00 Diesen Beitrag einem Moderator melden

zlatko
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viell. greif ich nochmals den thread auf...
ich würde gerne so eine färbung hinbekommen:
http://cgi.ebay.com/ws/eBayISA.....&ssPageName=WDVW
tipps?
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