wenn ich hier im Ort zum Schreiner gegangen bin um meine body blanks hobeln und schneiden zu lassen, hat er mir immer empfohlen ich sollte die Leimfuge mit einer Säge aufritzen, also künstlich Rillen und Riefen schaffen, weils besser halten würde wenn der Leim in diese Rillen dringt
Stimmt das, kann man grundsätzlich sagen, daß eine aufgerauhte Seite bessere Leimverbindung schafft und kann man das auch so sinngemäß übertragen, daß die Klebeseite einer geschliffenen Decke die mit 60er Papier geschliffen wurde besser kleben wird als hätte ich bis 220 geschliffen, oder soll ich erst fein schleifen und dann wieder vereinzelte Rillen ritzen ?
Sorry für diese blöden Fragen, aber ich habe weder einen Schreiner Grundkurs noch ein derartiges Buch gelesen
Also von der Säge würde ich auch die Finger lassen! Beide Teile sollen eine möglichst große Kontaktfläche haben. Das haben sie nur, wenn sie absolut eben sind und keine Rillen oder Riefen oder sonst was haben. Allerdings kann man, nachdem man beide Seiten gut gefügt hat, die Oberfläche mit grobem Schleifpapier anrauhen, dann dringt der Leim etwas besser ein und die Haftkraft wird somit erhöht. Aber Vorsicht dabei: nicht die Ecken rundschleifen! Ich mach das vor allem beim Aufleimen von Griffbrettern. Jörg
jep, bei meinem werkstattleiterkurs ham wir auch gelernt, dass es einen speziellen Zahnhobel gibt, mit dem man Leimflächen aufrauhen kann, damit sie besser halten.
von den beiden spanischen Gitarrenbauern, mit denen ich letztes Jahr die Werkstatt geteilt hab, hab gelernt, dass man am besten wenn alles plan und passgenau ist mit einer Reissnadel oder einem Cutter oder halt irgendwas Scharfem ein Kreuzmuster ins Holz ritzt. Dann hält es besser. Gruss, Michi
... wenn alles plan und passgenau ist mit einer Reissnadel oder einem Cutter oder halt irgendwas Scharfem ein Kreuzmuster ins Holz ritzt. Dann hält es besser.
so war das mit der Säge gemeint - so eine großzackige Astsäge , und dann mit den scharfen Spitzen - war vieleicht etwas unverständlich formuliert
... wenn alles plan und passgenau ist mit einer Reissnadel oder einem Cutter oder halt irgendwas Scharfem ein Kreuzmuster ins Holz ritzt. Dann hält es besser.
Kann es sein, dass es das Rudiment eines katholischen Rituals ist, meine Mutter macht auch immer auf dem Boden eines Brotes mit dem Messer drei Kreuze, bevor sie es anschneidet. Also wenn man daran glaubt wird es helfen.
Kann es sein, dass es das Rudiment eines katholischen Rituals ist, meine Mutter macht auch immer auf dem Boden eines Brotes mit dem Messer drei Kreuze, bevor sie es anschneidet. Also wenn man daran glaubt wird es helfen.
capricky
DAS wird es sein einer der Jungs fragte mich bei meinem ersten Griffbrett ob ich das eingeritzt hätte und als ich sagte "nö" war er völlig entsetzt und meinte, das hält nie... jedenfalls machen die das so in Malaga.
das Ritual von dem ich rede wäre vor dem Backen und nicht (nur) vor dem Aufschneiden
..und das verändert in jedem Fall die Oberfläche des Brotes (Schnitt in den Teig)
wie ich heute drauf kam war . das ich eine Decke mit einem großen Vierkant schleifen muß, was ich mit 60er Papier mache und da fiel mir der Schreiner wieder ein ....
da hab ich mich dann gefragt ob die rauhe Unterfläche besser ist oder ob ichs auch noch glatt schleifen sollte. ich meine im Moment schleife ich die Horizontale nicht die Fasern
Ich habe schon einige Dutzend abgerissene Stege von akustischen Gitarren wieder angeleimt, Michie wird es sicher auch schon oft gemacht haben dürfen, die Stege waren in der Regel auch alle kreuzweis angeritzt, geholfen hatte es nicht. Der Heissleim hatte meist nicht richtig gebunden. Davon, dass die Ritzerei die Oberfläche deutlich vergrössert, darauf kommt bei der Verklebung an, kann man wohl nicht sagen.
Hallo Capriky, sorry aber genau das was Michi sagt habe ich auch bei einem Gitarrenbauer (hat in Spanien und Bubenreuth gelernt) gelernt . Damit steigt ja auch die Leimfläche. Besonders den Akustiksteg meinte er damit. Aber ich denke bei einem Topaufleimer braucht man das nicht unbedingt machen denn erstens entsteht ja normalerweise wenn das Holz richtig durchgetrocknet ist/war (damit meine ich die Trockenfeuchte die Capriky im Holztrocknungstread einmal angesprochen hat) keine allzugroße Spannung wie z.B. bei einem Steg, zweitens handelt es sich um eine sehr große Leimfläche und drittens hat das Top ja nicht eine so dicke Stärke, viertens habe ich vergessen usw. . Dazu muß ich sagen das ich noch kein Top verleimt habe, ich gebe hier nur mein Verständnis der Dinge wieder. Die Säge würde ich von daher nicht nehmen, da ich ja befürchten muß das ich nachher am Korpusrand unschöne Ausrisse habe, weiß ich jetzt nicht ob ich das richtig verstanden habe Jack wie nun Dein Schreiner das genau gemeint hat. Im Grunde müßte ja eigentlich klar sein das zusätzliche Retensionen/Anrauhungen eigentlich gut sein müßten. Inwieweit sie gebraucht werden kommt sicher auch auf die verwendeten Leime und Kleber drauf an, was können und brauchen die (Stichwort Kohäsion/Adhäsion, waren das die richtigen Ausdrücke). Tide Bond das ich selber noch nicht verarbeitet habe (außer in dem Leimsoundtest an dem ich noch arbeite und überlege , und auf den ich sicherlich umsteigen werde) scheint ja sehr unproblematisch zu sein. Ich kann mir vorstellen das es auch wichtig ist welchen Wassergehalt ein Leim hat, den er ja letztendlich auch an das Holz abgibt, und wie ein Holz in verschiedenen Trocknunggraden darauf reagiert. (Capricky sprach ja von diesem Grenzwert (in besagtem Holztrocknungstread) wo das Holz nicht mehr so heftig auf Feuchtigkeit reagiert). Mir scheint als reichte bei einem Top das Befeuchten der Leimfläche (nassmachen und abwischen) damit die Poren sich öffnen und die Fasern sich aufstellen bevor man den Leim aufträgt. Allerdings kann es ja passieren das gerade bei einem recht dünnen Stück Holz (extremes Beispiel Furnier) das Holz nach Befeuchtung mit Wasser oder wasserhaltigem Leim stark wirft und bei einem dickeren Stück (z.B.4mm) kaum mit der Zwinge in Form gezwungen werden kann so das man die Gegenseite befeuchten muß um ein Gleichgewicht der Oberflächenspannung wiederherzustellen. Ich weiß ich verkompliziere das vielleicht ein wenig. Aber, wir sind ja gewissermaßen Brothers/and Sisters (hey, jetzt bin ich auch noch Sister in arms), und natürlich äußerst wissbegierig. Liebe Grüße Kirpal
PS: Ich denke es ist schon wichtig um was für Leime es sich handelt Sicherlich ist auch wichtig in was für einem Zustand die verarbeiteten Leime sind und wie alt Holzart, Harzgehalt, Feuchte ect
ich jetzt nicht ob ich das richtig verstanden habe Jack wie nun Dein Schreiner das genau gemeint hat.
das mit der Säge hat nichts besonderes auf sich, es war einfach das erst beste scharfe Instrument das er in die FInger bekommen hat - die Kreter sind immer noch extrem einfach was Werkzeuge angeht - oh man könnt ich da Sachen berichten
"" aber seit einem Jahr ungefär gibt hier einen "Lidl Markt" mit den bekannten Aktionen - dadurch wird sich einiges verbessern *lol*
Hey, da dürftest Du ja jetzt auch Oethker Gelatine kriegen . Du Jack, so abwegig finde ich die Idee von Deinem Schreiner wirklich nicht. Bei einem Portugalurlaub hatte ich mal einen ziemlich heftigen Motorradunfall. Und was die Jungs da mit meinem Bike gezaubert haben war wirklich beeindruckend. Da hätte man mir hier in good old Germany einen neuen Reifen, Schlauch samt Felge und Speichen, sprich ein komplett neues Hinterrad angedreht. Lieben Gruß Kirpal