Ich hab das Bild auch eher gepostet, weil ich erleichtert war. Wenn man sich mit einem Selbstbau beschäftigt, dazu noch das Geld für Holz, Hardware investiert, dann will man es richtig machen. Bei der Informationsbeschaffung stößt man dann auf so überspitzte Berichte, dass man, wenn man nicht selber einfach anfängt, denkt Gitarrenbauen ist Magie pur. Ich hab mir wirklich ziemlich gedanken bei meiner ersten Paula gemacht, weil der Halszapfen eben etwas Luft hatte, nicht viel, aber er hat nicht Luftdicht abgeschlossen
Jetzt kann ich mich mit ruhigem Gewissen und der abgeschliffenen Beiszange ans Bundieren machen
Bei der #1 hab ich nun die Bolzen für das Stoptail eingeschlagen, danach hab ich Mechaniken installiert und den 12. Bund eingesetzt. Dann hab ich Saiten aufgezogen und die Bridge auf Pappe gesetzt:
Mit dieser Anordnung konnte ich dann die exakte Position der Bridge bestimmen, indem ich die Gitarre gestimmt habe und dann die Intonation am 12. Bund überprüft habe. Die Brücke musste im Vergleich zur eingezeichneten Position 5mm (!) nach hinten, ich hab die Humbucker-Fräsung bis jetzt ziemlich "eng" gehalten, ich werde das Fach noch etwas nach hinter erweitern (3-4mm) da das Loch vom Humbucker-Rahmen überdeckt wird und ich dann die richtige Position für den Bridge-Humbucker habe.
Das Stoptail sitzt exakt wie auf dem Stew-Mac Plan, aber offensichtlich ist die Mensur auf dem Stew-Mac Plan nicht die gleiche wie mein Griffbrett, Gibson hat unter der 24 3/4" Mensur ja alles mögliche verbaut Naja, jetzt passt es auf jeden Fall. Ich hoffe ich komm am Sonntag dazu die restlichen Bünde einzusetzten, dann werde ich die Humbucker + Elektronik probeinstallieren und schauen ob alles so klingt und sich spielen läßt (Halshaping...) wie ich mir das vorstelle.
hab eine Probebeizung mal klarlackiert... die Farbe wird wahrscheinlich das Rennen machen, evtl. noch mit schwarz am Rand...
Hallole, hast du den Sattel denn schon fertig? Also ich frag nur, weil die Kompensation ja die Saitenlage ausgleicht, d.h. die Spannung, die dadurch entsteht, dass die Saite auf das Griffbrett gedrückt wird. Jetzt werde ich bei mir die Bünde erst einschlagen und abrichten, und dann den Sattel abrichten, damit das Gesamtniveau passt, danach die Saiten aufziehen und die Saitenlage einstellen. Erst dann kann ich die Intonation prüfen und ( hoffentlich ) einstellen, da jetzt die Saitenlage stimmt. So vorgehen wie du kann ich nicht, weil ich so ein Wilkinson wraparound habe, dass klappt da nicht. Grüsse Wasduwolle....mal ne frage stellen....
zu deiner "ich-finde-den-richtigen-Platz-für-die-TOM-Methode" hätte ich eine Frage:
Hält die TOM ihre Position auch ohne Bolzen nur durch den Saitendruck? Wenn ja, dann finde ihc die Methode G.E.I.L.S.T. und werde sie klauen. Wie verhält sich das ganze beim Einstellen? Verrutscht die Brücke? Wie hast du dannach angezeichnet?
Ich hab für die #1 Mechaniken von Kluson und für die #2 welche von Gotoh.
Die TOM wird durch die Saiten fast nur nach unter gedrückt, man kann daher ohne Probleme die exakte Position durch hin und herrücken bestimmen, ist ziemlich stabil. Mit einer Wrap-Around-Bridge funktioniert das natürlich nicht...
[Zitiert von Wasduwolle] hast du den Sattel denn schon fertig? Also ich frag nur, weil die Kompensation ja die Saitenlage ausgleicht, d.h. die Spannung, die dadurch entsteht, dass die Saite auf das Griffbrett gedrückt wird. (Hilfe... ich kann nicht zitieren, shame )
Hallo Leute, Um sich das provisorische Sattel-Einsägen zu ersparen, würde ich statt den 12. Bund den 13. einsetzen und dazu noch als „Nullbund“ das Bundstäbchen Nr. 1. Damit sind die Spielbedingungen ohne offene (leere) Saiten genau simuliert und der Flageolet-/Oktavton liegt nur um einen Bund höher. Ich nehme an, dass die Proportionen unverädert bleiben.
Probeweise habe ich es auf meiner Telecaster getestet – einfach mit Kapodaster vor dem 1. Bundstäbchen – die Oktavreinheit verändert sich nicht. Eure Meinung ?
Hallo, kann mir jemand einen Tipp geben wie ich den Endschliff am besten hinbekommen? Momentan habe ich auf der Decke noch kleine Kratzer. Ich hab gelesen man soll zum Ende hin nur noch mit der Maserung schleifen, heißt das parallel zu den Jahresringen oder parallel zur Maserung? Danke für eure Tipps.
Ich habe gerade ein Korpus mit Redwood-Decke in der Werkstatt und bin da auch gerade beim Endschliff angekommen. Die Erfahrung zeigt, dass parallel zu den Jahresringen (also in Richtung Hals) eine bessere Oberfläche zu erreichen ist. Allerdings nehme ich auch bei gewölbten Top eigentlich immer meinen Exzenterschleifer und arbeite mit von 120er über 240er und 320er Korn bis 400er vor. Ab 240er Korn feuchte ich die Oberläche vor dem nächsten feineren Schliff immer leicht.
Hab das letze mal (Riegelahorndecke, Birnenkorpus) bis 320er geschliffen, in Faserrichtung, allerdings mindestens drei Durchgänge, dazwischen immer angefeuchtet und trocknen lassen, so dass sich beim Schleifen plattgedrückte Fasern wieder aufstellten, um weggeschliffen zu werden. Die Birne war wesentlich schneller glatt, was ich auf die Langfaserigkeit des Ahorns schieben würde,
Hallo, Die Oberfläche der Tops ist nun glatt wie ein Baby-Popo =) War einfach noch ein bißchen mehr Fleißarbeit.
Die Bünde von meiner #1 sind nun drin, müssen jetzt noch an den Seiten gestutzt und dann abgerichtet werden. Bevor ich die Bünde in meine #2 einsetze würde ich gerne das Griffbrett nochmal in Form bringen. Bei der #1 war es kein Problem, die hat durchgängig 12" Radius, da konnte ich mit einem Radiusschleifklotz arbeiten.
Bei der #2 dagegen habe ich einen Compound Radius von 9,5"-12", hat jemand einen Tipp für mich wie ich diesen Radius nochmal "erneuern" kann, durch das Einsetzen der Inlays etc ist der Radius doch etwas aus der Form gekommen, dick genug ist das Griffbrett.
Ein langes Lineal, einen graden Schleifklotz und Augenmaß. Ich finds ganz praktisch, wenn man sich dazu einfach drei oder vier Schablonen mit entsprechenden Radien bastelt, damit man an den jeweiligen Stellen den Radius exakt überprüfen kann.
The Peter Principle is the principle that "In a Hierarchy Every Employee Tends to Rise to His Level of Incompetence."
Gut, dann werde ich mich morgen mal an den ersten Durchgang wagen =)
Bin euch noch ein Bild von der fertig bundiertern #1 schuldig: Hoffentlich wird es bald wärmer, dann kann ich mit dem Beizen + Lackieren anfangen.
Aber bis dahin hab ich noch genug mit #2 zu tun und die Paula von Wilki braucht auch wieder etwas Zuneigung, am WE haben wir das Binding gemacht, schwarz auf Ahorn gefällt mir unglaublich gut, hätte ich nicht gedacht, obwohl ich nach allem mittlerweile bei der #2 lieber ein Fake-Binding hätte machen sollen