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Gearbuilder-Forum    Hardware, Hölzer, Materialien, Lacke und Finishing    Leime & Kleber  ›  Propellerleim???
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Propellerleim???  Dieses Thema wurde bisher 5,616 mal gelesen. ausdrucken
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Moose
13 Oktober 2006, 13:33 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo,

ich habe in der Gitarre & Bass Ausgabe zu Gibson gelesen, dass Propellerleim zum leimen von Kopfbrüchen sehr gut funktioniert. Habe so auch einen Kopfbruch repariert und alles hält bombenfest.
Jetzt bin ich dabei eine E-Gitarre zu bauen und habe mich gefragt, ob der leim für sonstige arbeiten wie aufleimen der Decke und Einleimen des Halses auch gut ist?
Es is ein Kunstharzleim mit einer Bruchfestigkeit von ca 1360 kg.

Hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.  
Daniel





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jhgitarren
13 Oktober 2006, 14:16 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Entscheidend bei einem Leim sind nicht die technischen Werte wie etwa die Bruchfestigkeit (wohl eher Zugfestigkeit von zwei geleimten Teilen) Im Gitarrenbau geht es viel mehr um die Härte des Leimes. Wenn der Leim nicht wirklich hart wird - gutes Beispiel dafür das gute Ponal - dann hält der Bruch oder die Brücke zwar für den Moment, aber unter langfristiger Belastung fängt die Leimfuge an zu kriechen. Entweder geht das Ganze dann auseinander oder verschiebt sich oder der Leim quillt ein wenig aus den Rändern der Leimflächen.
Deshalb haben sich im Gitarrenbau nach meiner Kenntnis nur zwei Leimsorten etabliert: Knochen- bzw. Hautleim und Titebond. Beide Leimsorten werden nach dem trocknen sehr hart. Im Notfall geht auch noch Ponal Express, weil das wesentlich härter wird als das normale Ponal. Gar nicht gehen wasserfeste Weißleime - da ist zuviel Weichmacher und Füllstoff drin.


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sunnyheinz
13 Oktober 2006, 15:50 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Zitierter Text
...Im Notfall geht auch noch Ponal Express, weil das wesentlich härter wird als das normale Ponal. Gar nicht gehen wasserfeste Weißleime - da ist zuviel Weichmacher und Füllstoff drin.


Ups... ich hoffe diese Aussage bezieht sich nur auf das angesprochene Thema Kopfbruch. Habe nämlich meinen zweiteiligen E-Gitarrenkorpus mit wasserfestem Ponal verleimt (war halt gerade da...)   Muss ich mir jetzt Sorgen machen?

Zum Thema Ponal / Ponal Express: Dachte eigentlich der einzige Unterschied zwischen Ponal und Ponal Express wäre die kürzere offene Zeit bei der Express-Version!?

Gruß
Sunnyheinz
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zoom
13 Oktober 2006, 18:24 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Hallo Daniel,

den Bindan-P habe ich früher oft verwendet. Den kannst Du getrost verwenden.

Gruß Joachim


Schöner geht es nicht! Oder doch?
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Moose
13 Oktober 2006, 18:25 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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hätte denn ein Knochen oder Hautleim noch bessere eigenschaften?

vielen dank für die Infos


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trinkweinfix
13 Oktober 2006, 18:56 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Bindan P ist einwandfrei. Habe früher jede Menge Gitarren damit komplett verleimt. Für E-Gitarren ist der wirklich o.k.
Bei Akustischen Gitarren verwende ich nur Titebond. Bindan hat aber für's Hobby einen entscheidenden Vorteil: er ist länger haltbar als Titebond.

Ein Knochenleim hat klanglich bessere Eigenschaften, was Du bei E-Gitarren getrost vergessen kannst, es bleibt unhörbar. Ferner hat ein Knochenleim nicht die Bindekraft von Bindan P.

Gruß
Armin


Armin Dreier
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Deerbridge
13 Oktober 2006, 19:32 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Zitiert von trinkweinfix
Ein Knochenleim hat klanglich bessere Eigenschaften, was Du bei E-Gitarren getrost vergessen kannst, es bleibt unhörbar. Ferner hat ein Knochenleim nicht die Bindekraft von Bindan P.


Hallo Armin, (bin nach 5 Wochen "offline" dank Telekom wieder da  )

Ich bin vom "Knochen/Hautleim-Hype" überhaupt nicht mehr überzeugt !

Bei den ersten drei Gitarren habe ich Hals und Steg (aus dem akustischen Grund) mit Franklin "Liquid Hide Glue" geleimt... mit dem Ergebnis, dass ich bei allen dreien den Steg und bei zweien den Hals neu Einleimen durfte.
Icxh hab' wohl keine akademischen Tests gemacht, aber für mich gibt es nur noch den "normalen" weissen Titebond, das Zeug ist unschlagbar !
Bindan P ist auch super, was Flugzeuge in der Luft hält wird auch 60 Kilo Saitenzug aushalten, aber du kriegst Probleme wenn du eine Verbindung mit Hitze/Dampf etc. wieder lösen willst.

Ich bleibe bei Titebond, wenn man ungefähr weiss wieviele Gitarren man baut ist auch die Lagerung kein Problem.

Gruss, Martin





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Martin Koch
13 Oktober 2006, 19:43 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Also vom Franklin Liquid Hide Glue habe ich auch noch nie gutes gehört. Ich habe sogar eine 10 Jahre alte Flasche daheim aber zum Glück nie verwendet. Der wird ja kalt aus der Flasche aufgetragen und ist nicht zu vergleichen mit im dem im Wasserbad erhitzten Hautleim aus dem Topf. Hast Du den schon probiert?


-Martin
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jhgitarren
13 Oktober 2006, 20:24 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Zitiert von sunnyheinz


Ups... ich hoffe diese Aussage bezieht sich nur auf das angesprochene Thema Kopfbruch. Habe nämlich meinen zweiteiligen E-Gitarrenkorpus mit wasserfestem Ponal verleimt (war halt gerade da...)   Muss ich mir jetzt Sorgen machen?

Zum Thema Ponal / Ponal Express: Dachte eigentlich der einzige Unterschied zwischen Ponal und Ponal Express wäre die kürzere offene Zeit bei der Express-Version!?

Gruß
Sunnyheinz



Bei einem E-Gitarrenkorpus sind die verleimten Flächen ziemlich groß. Von daher sollte es langfristig dabei keine Probleme geben. Grundsätzlich würde ich aber gerade von diesem Leim abraten - ich hab damit mal einen Hobel gebaut. Langsam aber sicher haben sich die Teile dann unter Druck verschoben.

Der Unterschied bei Ponal Express ist nicht nur die offene Zeit sondern auch der Anteil der Weichmacher. Warum - keine Ahnung - ist aber so. Ich hab damit auch mal zwei Gitarren gebaut, die halten auch noch immer. Ich würde aber heute nur noch Titebond verwenden.

Liquid Hide Glue und echter Knochen bzw. Hautleim sind zwei paar Schuhe. Wenn man das mit dem Warmleim richtig anstellt hält er eine Ewigkeit. Aber die Verarbeitung ist mir ehrlich gesagt zu stressig ....



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Moose
13 Oktober 2006, 21:25 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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cool, danke für die vielen Infos, dann kann ich den Bindan ja ruhig verwenden. hat nämlich gute verarbeitungseingenschaften.

Allerdings steht da auch drauf, dass er wasserfest ist...?
ist er dann falsch oder gibt es keinen anderen Propellerleim?

vielen vielen dank
ich hoffe ich kann bald das ergebnis präsentieren


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Stef
14 Oktober 2006, 11:27 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Oh shit, mal wieder die nötige Info 2 Wochen zu spät gelesen...Meine letzte Gitarre hab ich mt dem wasserfesten Ponal gebaut. Aber da waren keine besonders hochbelasteten Leimfugen drin. Die neue kriegt aber ne angeschäftetete Kopfplatte, die ich auch mit diesem Zeug verleimt hat. Mist...bin mal gespannt, ob das jetzt halten wird....


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Moose
17 Oktober 2006, 15:01 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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also nochmal,
der Porpellerleim is generell ok, wasserfester weißleim wie Ponal express nicht...
aber der Propellerleim von Bindan ist doch auch ein wasserfester weißleim
wieso verhält der sich anderes?

gruß daniel


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jhgitarren
17 Oktober 2006, 17:23 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Um es noch mal im Klartext zu schreiben:

Propellerleim = wasserfest, zum Gitarrenbauen geeignet
Ponal (weiße Kappe)= nicht wasserfest, zum Gitarrenbauen ungeeignet
Ponal Super 3 (blaue Kappe) = wasserfest, zum Gitarrenbauen ungeeignet
Ponal Express (orange Kappe) nicht wasserfest, bedingt zum Gitarrenbauen geeignet

Titebond = nicht wasserfest, der Standard im Gitarrenbau

Knochen- bzw Hautleim = nicht wasserfest, seit Jahrhunderten im Instruementbau verwenden, schwierigere Handhabung



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Moose
17 Oktober 2006, 18:21 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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des is mal ne klare aussage
danke


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laidback
17 Oktober 2006, 19:44 Diesen Beitrag einem Moderator melden

clonewood
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Ich verwende auch nur Tidebond.

Trotzdem habe ich mich folgendes mal gefragt:

Ponal D3 Leim ist ungeeignet... für diesen Leim gibt es aber einen Härterzusatz um ihn zu einen D4 Leim zu machen.
Ich habe das beim Tischlern schonmal so verarbeitet.
Es härtet glasklar und hart aus, also nicht so gummiartig wie normaler D3 Leim.
Nachteil ist die Wasserunlöslichkeit nach der Aushärtung, womit es höchstens Verleimungen von Hals u. Korpus oder Verleimungen mehrteiliger Bodies oder Hälse aber nicht das Aufleimen vom Griffbrett in Frage kämen.




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