Ich möchte an dieser Stellen einen Thread eröffnen, der die Planung und den anschließenden Bau einer Kopie der Gibson SG dokumentieren soll. Von den Spezifikationen her halte ich mich ziemlich genau ans Original, auch wenn hier und da was anders sein wird.
Und hier die Spezifikationen, soweit diese schon klar sind:
Korpus Korpus Material: Mahagoni Finish: Entweder cherry oder ein Vintage weiß
Elektronik Hals Pickup: Seymour Duncan APH-1 alnico II pro™ (Zebra) Bridge Pickups: Seymour Duncan APH-1 alnico II pro™ (Zebra) Schaltung: 2 Volume, 2 Tone, Dreiwegschalter
Am Ende seht Ihr ein Bild vom aktuellen Status der Planung, das Shaping ist Pi x Daumen aber ich finde, dass es optisch richtig aussieht. Um weiterzeichnen zu können muss ich ein paar Daten von SG-Besitzern erbitten.
1.: Wie weit über dem Korpus befindet sich die Saitenauflage an der Brücke so üblicherweise? Diese Frage ist wichtig für den Halswinkel und die Halstasche am Korpus.
2.: Welchen Winkel hat die Brücke an einer SG üblicherweise? Ich habe mal gelesen, dass dieser 3° beträgt, bin mir aber nicht mehr sicher und würde das gerne bestätigt oder korrigiert wissen. Im Bild habe ich daher bewusst auf den Winkel verzichtet.
3.: Wie Groß ist der Abstand von der Brücke zum Stoptail an den Bolzen?
Danke für die Aufmerksamkeit, Hilfe, etc. Fragen immer gerne.
Grüße und schönen Abend!
Joachim
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Zu den Fragen kann ich leider nicht viel sagen, meine SG ist eine eher unübliche frühsiebziger Deluxe, die hat z.B. null Halswinkel, Stoptail gibts auch nicht (Bigsby). Der Winkel der Brücke ist bei meiner eher bei 2 als bei 3 Grad.
Was ich allerdings sagen kann: In deiner Grafik ist der Body ein gutes Stück zu kurz, das obere Cutaway einen Tick zu weit, und auch die "Taille" sitzt nicht ganz richtig... Ich hab da mal eine Vergleichsgrafik zusammengefriemelt, hoffe es ist von Nutzen...
Gruss, Jan
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Vielen Dank Jan, für diesen Hinweis. Wenn das niemand gesagt hätte, dann würde ich wahrscheinlich die SG so bauen, wie im oberen Bild und hätte den Karren vor die Wand gefahren . Als Grundlage für meinen Plan diente ein Plan, den ich vor geraumer Zeit auf http://www.guitarbuild.com/ heruntergeladen habe. Ich habe schon gehört, dass diese Pläne nicht besonders gut sind, aber ich dachte die grobe Korpusform würde passen. Wie auch immer, ich habe im Verlauf des heutigen Nachmittag die Korpusform an die Vorlage von Jan angepasst und bin nun relativ zufrieden. Auf Bild Nummer 1 sieht man den Vergleich zwischen altem Korpus und Original, während das 2. Bild den aktuellen Status zeigt.
Von den Fragen, die Ich am Thread-Anfang gestellt hatte, sind noch folgende ungeklärt:
1.: Wie weit über dem Korpus befindet sich die Saitenauflage an der Brücke so üblicherweise? Diese Frage ist wichtig für den Halswinkel und die Halstasche am Korpus.
3.: Wie Groß ist der Abstand von der Brücke zum Stoptail an den Bolzen?
Zu 2.: Welchen Winkel hat die Brücke an einer SG üblicherweise.....? Also zwischen 2° und 3°, wobei eher Richtung 2°
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Hallo Joachim. Statt über PN die Antwort hier damit alle was davon haben. Habe das mal auf die Skizze geschrieben. Die Stärken habe ich nicht gemessen... Kann dir aber noch verraten das die SG praktisch, bis auf die Hörnchen, wenn man sie in der mitte faltet symmetrisch zu sein scheint (zumindest bei mir hier...) Habe ein Bild davon gemacht (Das Bild ist verboten gross deshalb zum anklicken aber das Hörnchen dafür mit Milimeterpapier) Auf dem Bild ist auch zu sehen das die Hörnchen nicht wirklich spitz sind die 183mm sind mitte/mitte. Verboten
Gruß Lutz
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[...] Kann dir aber noch verraten das die SG praktisch, bis auf die Hörnchen, wenn man sie in der mitte faltet symmetrisch zu sein scheint (zumindest bei mir hier...) [...] Gruß Lutz
Und die Shapings, die sind auch nicht symmetrisch.
Was ich allerdings sagen kann: In deiner Grafik ist der Body ein gutes Stück zu kurz, das obere Cutaway einen Tick zu weit, und auch die "Taille" sitzt nicht ganz richtig... Ich hab da mal eine Vergleichsgrafik zusammengefriemelt, hoffe es ist von Nutzen...
Zitierter Text
Als Grundlage für meinen Plan diente ein Plan, den ich vor geraumer Zeit auf http://www.guitarbuild.com/ heruntergeladen habe. Ich habe schon gehört, dass diese Pläne nicht besonders gut sind, aber ich dachte die grobe Korpusform würde passen.
na ich mach das immer folgender massen: ich habe mir in solid works so ne "vorlage" angefertigt mit humbucker neckpocket und steg und dann kopiere ich halt die korpus-konutern aus diesen dateien (sie auf der seite sind) und dann skaliere ich das ganze auf meine "richtige" (weiß nicht zu 100% ob meine masse richtig sind) vorlage, im end effekt kommen da unterschiede von wenigen mm raus (kommt drauf an wie genau man das anpasst)
nun, lang ist's her. Eine kreative Zwangspaues und ein Verstärker haben mich vom Baubeginn abgehalten, aber jetzt geht's los! Mit dem Hals hab ich auch schon angefangen, werde aber erst was zeigen, wenn's auch wirklich was zu zeigen gibt. Die Korpusschablone habe ich schon hergestellt und die Hardware aufgelegt. Ich kann's kaum abwarten! Griffbrett ist fertig von Armin Dreier. Sehr gut, die Bretter!
Ach ja: Ich werde mit meinem kleinen Bruder zusammen 2 SGs gleichzeitig bauen. Frei nach Intoxikate und Wilki.
Grüße
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nein, es hat keinen bestimmten Grund. Ich will eigentlich nur genug Platz haben für die Potis und den Rest. Im Endeffekt werde ich wohl zuerst die Löcher für die Potiachsen von oben Bohren, dann von unten mit einem Forsterbohrer entlang der Lochachse. Dannach werde ich wohl alles Material wegfräßen ausgehend von den Forsterlöchern ca. 5 mm seitlich mehr wegfräßen.
den Hals habe ich angeschäftet. Er hat 17° von mir spendiert bekommen. Leider habe ich ein kleineres Problem. Ich kriege den Hals oben wo das Griffbrett angeleimt werden soll nicht eben. Ich habe eine Glasplatte mit doppelseitigem Klebeband beklebt. Die Glasplatte liegt auf dem Teppichboden. wenn ich den Hals glattschleifen will, dann habe ich in richtung kopfplatte und in richtung korpus eine leicht konkave krümmung des halskantels. hat mir jemand einen tipp, wie ich den halskantel vernüntig abrichten kann?
auf dem bild sieht es dramatischer aus, als es in wirklichkeit ist, es macht vielleicht einen halben mm aus. meiner meinung nach aber zu viel, um guten gewissens das griffbrett aufleimen zu können. bilder zur verdeutlichung des problems:
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Eine gute Hilfe wäre es, wenn du die zu schleifende Fläche mit Bleistiftstrichen übersähst. Wenn du dann schleifst siehst du, wo du etwas wegnimmst und wo nicht und kannst so kontrollierter Druck an den hohen Stellen ausüben. Ist der Hals gleichmässig rund, hilft es unter Umständen erst etwas von der Mitte wegzunehmen um die Wippe herauszukriegen.
Ach ja, ist dein Stahllineal wirklich gerade? Ich habe schon krumme in der Hand gehabt.
Andere Möglichkeit: vorn und hinten am Hals Furniere in passender Höhe aufkleben, dann auf deiner ebenen Fläche schleifen.
Hauptsache alles ist kippel/wackelfrei wenn du schleifst
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das Stahllinial war gerade. Hab's mittlerweile schön gerade hinbekommen, danke für die Tipps. Manchmal sind die Einfachsten die Besten.
Nun soll's weitergehen mit dem Halsbau, aber ich habe gerade das Gefühl gewaltig auf dem Schlauch zu stehen. Ich bin verwirrt und weiß nicht so recht wie's weitergehen soll. Ich habe Angst, dass ich in meinen Hals (es ist mein erster) spätestens nach dem Bundieren eine konkave Krümmung ("Backbow") hereinbekomme, was ich vermeiden will. Ich habe keinen 2-Weg-Halsstab mit dem ich das kompensieren könnte. Ich habe daher folgenden Fred gestartet: http://www.gearbuilder.de/forum/m-1176048554/
Nun wäre meine Konkrete Frage, die ich habe in dem Fred OT, deshalb stelle ich sie hier:
Ich habe ein fertiges Griffbrett, geschlitzt mit Radius. Der Hals ist noch im Rohbau, Kopfplatte ist angeschäftet.
Besteht die Gefahr, dass ich bei meinen Arbeitsschritten und meinem fertigen Ebenholzgriffbrett einen Backbow in den Hals bekomme? Wie kann ich das vermeiden? Bei welchem Arbeitsschritt sollte ich den Halsstab anspannen (Doppeltrussrod, einweg) und waru sollte ich das machen? Fragen über Fragen...
Also ich hab den Halsstab während dem Bauen nie angespannt. Keine Ahnung, ob ich da was falsch mache?
Ich sehe eigentlich nicht die Gefahr eines Backbows - die Bünde sind vor allem die Verursacher von Ärger dieser Sorte, wenn du sie also erst am Ende einsetzt, wenn das Griffbrett aufgeleimt ist, sollte das kein Problem sein.
Noch ein Tipp: meiner Meinung nach ist es schwerer, wenn man den Hals vor dem Aufleimen auf die Trapezform des Griffbrettes bringt. Dann muss man höllisch beim Leimen aufpassen. Meine Vorgehensweise: Griffbrett aufleimen und als Frässchablone verwenden.