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Gearbuilder-Forum    Werkzeuge, Maschinen & Schablonen    Maschinen, Werkzeug & Anwendung  ›  Schabhobeltuning
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Schabhobeltuning  Dieses Thema wurde bisher 1,373 mal gelesen. ausdrucken
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jhgitarren
12 November 2006, 17:24 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Tja, manche tunen ihre Autos - ich habe einen Hobel getunt!

Mal der Reihe nach:
Eines der guten und wichtigen Werkzeuge zum Bau eines Gitarrenhalses ist ein sogenannter Schabhobel bzw. Schweifhobel. Diese simplen Geräte sind zur Formgebung sehr praktisch und bewährt.
Ich hatte bisher einen sehr einfachen alten Hobel ohne Feineinstellung. Deshalb hatte ich mir mal aus "Spass" einen Schweifhobel von Anant bei Dick bestellt. Für unter 15€ keine wirkliche Investition.
Zunächst mal der erste Eindruck: Das Ding ist aus Guß mit dicker roter Farbe lackiert. Die Schrauben funktionieren recht ordentlich. Allerdings ist der Hobel von der Formgebung etwas grob geraten. Die Gußform ist relativ lieblos hergestellt und dementsprechend ist auch das Ergebnis - aber was will man für den Preis erwarten.
Das Hobelmesser ist grob geschliffen und für den Einsatz nicht zu gebrauchen. Auch ist die Auflage des Messers lackiert dick lackiert und das Messer kippelt - sehr schlecht - hoffentlich ist der Gusskörper einigermaßen gerade.

1. Maßnahme: Lack von der Auflagefläche entfernen. Der dicke Lack muss weg. Darunter kommt das Gusseinsen zum Vorschein. die Fläche ist leider nicht gefräst, aber so gerade dass eine aufwändige Nacharbeit nicht nötig ist. Das Messer kippelt nicht mehr und liegt nun gut im Hobel.
2. Das Messer richtig schleifen. Zunächst einmal muss die Spiegelseite geschliffen werden. Das ist ja hinteher die eigentliche Schneide des Hobels. Sie wird so lange geschliffen bis die Spuren von der Herstellung vollständig verschwunden sind und die Fläche spiegelt - daher der Name. Ich habe inzwischen japanische Wassersteine zum schleifen und kann jedem nur die Anschaffung dieser Schleifsteine empfehlen. Ich habe die Körnungen 220/1000/6000 gewählt. Danach im Winkel von 25° das Messer anschleifen.
3. kleinere Nacharbeiten: Die Kanten am Hobelmaul glätten, damit sie keine Macken und Kratzer auf dem Hals hinterlassen. Die Hobelsohle mit feinem Schleifpapier glätten, dann läuft sie leichter. Die Schraube von der Klappe verrunden.

so sieht das Ganze dann aus:





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sunnyheinz
12 November 2006, 18:56 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo jhgitarren,

danke für den interessanten Beitrag. Habe mir auch kürzlich so ein Ding angeschafft -allerdings die Version mit gerader Sohle. Den ANANT gibt's übrigens bei feinewerkzeuge für <12€.

Die Auflagefläche ist auch bei mir mit Farbe zugematscht. Das Eisen kippelt aber nicht - daher werd ich's wohl so lassen.

Das Messer hat einige "Streifen" von der Herstellung und ist nicht richtig scharf. Ist aber ja normal bei neuen Hobeln. Werde gleich mal schärfen.

Hobelsohle muss auch geglättet werden.

Was meinst Du mit:

Zitierter Text
Die Schraube von der Klappe verrunden.


Was hast Du da wo verrundet?

Gruß
Sunnyheinz



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zoom
12 November 2006, 19:23 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Diese Streifen (Schleifspuren) befinden sich oft auf der Spiegelseite des Eisens. Die müssen weg, zumindest im Bereich der Schneide, das muß dem Namen wirklich gerecht werden, sonst wird das Eisen nie richtig scharf.
Die Japanischen Wassersteine sind wirklich ihr Geld wert, das kann ich nur bestätigen.
Für das Geld kann man wirklich nicht viel verlangen, man hat Glück wenn man ohne Tuning hinkommt. Für jemanden der Zuhause auf Metallbearbeitung eingerichtet ist lohnt das aber auf alle Fälle.

Gruß Joachim


Schöner geht es nicht! Oder doch?
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jhgitarren
12 November 2006, 21:42 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Das Messer hat einige "Streifen" von der Herstellung und ist nicht richtig scharf. Ist aber ja normal bei neuen Hobeln. Werde gleich mal schärfen.



Ich möchte noch mal betonen, dass ein Hobel dann scharf ist, wenn man sich damit rasieren kann - und das meine ich im ernst. Wenn ich mir die Haare an der Hand ohne großen Widerstand rasieren kann, dann ist die Klinge scharf. Alles andere produziert beim Hobeln nur Müll. Neue Hobel sind in der Regel eigentlich nie richtig scharf - besonders wenn die Spiegelseite noch Bearbeitungsspuren aufweist (gilt auch für Stemmeisen).

Die Schraube hatte ein gerolltes Gewinde und damit war sie unten nicht so richtig glatt. Das hab ich mit einer Feile ein wenig beigearbeitet.




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DouglasFan
18 November 2006, 12:49 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Ich möchte noch mal betonen, dass ein Hobel dann scharf ist, wenn man sich damit rasieren kann - und das meine ich im ernst. Wenn ich mir die Haare an der Hand ohne großen Widerstand rasieren kann, dann ist die Klinge scharf. Alles andere produziert beim Hobeln nur Müll. Neue Hobel sind in der Regel eigentlich nie richtig scharf - besonders wenn die Spiegelseite noch Bearbeitungsspuren aufweist (gilt auch für Stemmeisen).


hallo  jhg

du hast wie so oft recht,
das werkzeug ist das a un o, wenn das net scharf ist und auch beim schärfen zb, seinen holschliff verliert, macht man sich zum obst und die arbeit am holz macht keinen spass..

mfg maik



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jhgitarren
18 November 2006, 12:59 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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... beim schärfen zb, seinen holschliff verliert, ...




Äh, was genau meinst du damit? Ein Hohlschliff entsteht ja eigentlich nur, wenn man die Eisen mit einem sich drehenden Schleifstein (Doppelschleifmaschine etc.) bearbeitet. Das ist aber für Hobeleisen und Stechbeitel nicht ganz unproblematisch wg. der Temperaturentwicklung.
Meine Hobeleisen sind alle gerade. Außer man verwendet japanische Eisen. Die sind auf der Spiegelseite hohl - bekommen aber dann durch den richtigen Schliff einer gerade Schneidkannte auf der Spiegelseite.



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DouglasFan
21 November 2006, 18:14 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Äh, was genau meinst du damit? Ein Hohlschliff entsteht ja eigentlich nur, wenn man die Eisen mit einem sich drehenden Schleifstein (Doppelschleifmaschine etc.) bearbeitet. Das ist aber für Hobeleisen und Stechbeitel nicht ganz unproblematisch wg. der Temperaturentwicklung.




Grüß dich Joachim

Das ist garnicht so schlimm und garnicht so Proproblematisch als man glaubt.
Aber du hast schon Recht. Ein Holschliff entsteht durch ein sich drehenden Schleifstein.
Nur ist der bei einem Anschleifwinkel von 25 Grad sehr gering.Zumal das Eisen nass angeschliffenwird und danach gleich mit einem Abziehstein die nötigeSchärfe erhält.
Zum Schleifen der Hobeleisen verwendet man entweder einen rotierenden, zylindri-
schen Schleifstein oder noch besser eine Spezial-Hobeleisen-Schleifmaschine mit
Topfscheibe und fein zustellbarem Schleifsupport
Man unterscheidet Natursandsteine, Schmirgelsteine und Karborundumsteine. Bei
Kunststeinen ist auf gleichmäßige feine und scharfe Körnung mit nicht zu harter und
nicht zu weicher Bindung zu achten. Karborundumsteine werden wegen ihrer
wesentlich höheren Schleifkraft dem gewöhnlichen Schmirgelstein vorgezogen.
Der früher weit verbreitete prismatische Sandstein im Wassertrog, dessen
Verwendung eine gewisse Fertigkeit voraussetzt, ist nur noch selten anzutreffen. Auf
ihm wird das mit seiner Fase aufliegende Hobeleisen hin- und hergeschoben, wes-
halb man ihn Rutscher nennt. Hier mal ein Model der Neuzeit...nur ich bevorzuge lieber ein Maschine mit einem Scheibendurchmesser von fast 550mm.

http://www.feines-werkzeug.de/product_info.php/info/p19_TORMEK-1206--120-W--120-U-min-.html

Der Vorteil einer Schleifmaschine speziell für Eisen aus Holzberufen ist der, dass diese sich nicht so schnell dreht und somit das Ausglühen des Eisens garnicht erst passiert.
mfg Maik
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