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Gearbuilder-Forum    Saiteninstrumente    Akustische Instrumente  ›  Kohlefaser Gitarre Moderatoren: capricky, jhgitarren, zoom, laidback
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Kohlefaser Gitarre  Dieses Thema wurde bisher 57,354 mal gelesen. ausdrucken
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Christian Grassmann
03 November 2008, 14:09 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo,

erstmal danke für die ehrlichen feedbacks. Jetzt mal meine persönlichen Eindrücke. Wie gesagt - meine - und das ist halt subjektiv, deckt sich aber in mancher Hinsicht mit dem was ihr schreibt.

Die Bassaiten bringen gegenüber der Takamine einen tiefern und lauteren Klang - ehrlich, das kann ich auf dem Sample nicht so darstellen - selber hören.

Aber! Der Klang der E Saite hält aber nicht so lange an, wie bei der Taka?!

Die A klingt / schwingt da schon deutlich länger aus, auch länger als bei der Taka.

Die Mitten erscheinen mir sehr ausgeglichen. Über Verstärker muss ich diese aber im Vergleich zur Taka etwas zurücknehmen.

Die Höhen erscheinen mir perfekt - bei der e muß ich aber nochmal an den Sattel ran, da liegt die Saite noch nicht richtig auf.

Zur E Saite hab ich mir auch schon meine Gedanken gemacht - ich bitte ausdrücklich um euere Meinung bzw. Korrektur falls ich hier falsch liege!!

Rein theoretisch schwingt ein Körper (Saite / Decke) nach Anregung eine gewisse Zeit. Diese ist auch abhängig von der Gesamtmasse die zum Schwingen angeregt wurde - jetzt mal unabhängig vom "Hohlraum" und den resultierenden Verstärkungen.

Wenn nun diese Schwingung früher abebbt, kann doch auch fehlende Masse daran schuld sein?! Mir kommt es so vor, als wäre die Decke zumindest für die Bassaite zu leicht. Der Deckenaufbau ist wie von Ovation beschrieben umgesetzt worden. 0,9mm stark, beidseitig CFK und in der Mitte 0,5mm Birkenfurnier.

Ich hatte ja vorher eine erste Decke mit 5 Lagen und deutlich mehr Masse (309g). Damit sollte doch diese Schwingung länger anhalten?! Ich werde mal direkt von außen auf die Decke so 80g mehr Gewicht im Bereich der Brücke aufkleben (doppelseitiges KB). Mal sehen was dann passiert.

Jetzt zur Bebalkung. Sicherlich trägt eine steife Decke dazu bei, daß die Schwingungen rasch abgebaut werden. Ich kann den X-Balken in dem Bereich der Brücke schwächen. Was hat das dann für Auswirkungen auf die Schwingungsdauer?

CA baut mittlerweile Gitarren ohne Bracing, Rainsong sowieso. Ich hätte von der Festigkeit (Zugkräfte, Kippmomente) her keine Bedenken die Bracings vollständig zu entfernen?!

Ich bin schon am nachdenken, ob ich nicht eine Versuchsgitarre baue, bei der ich die Decken mit der Zarge verschraube. Damit könnte ich die klanglichen Auswirkungen solcher Änderungen ohne großen Aufwand erproben (nur Versuch macht kluch!).

Bitte sagt mir mal, wie schwer euere Decken bei vergleichbaren Gitarren sind (Saitenstärke 012).

Jetzt bin ich aber auf eure Tips gespannt!!!

Gruß

Christian
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Stef
04 November 2008, 10:22 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Ohne jetzt zu sehr ne Dynamikvorlesung veranstalten zu wollen:

Die Schwingungsdauer hängt von der Dämpfung, der Masse und der Anfangsamplitude ab (bei gleicher Frequenz). Mehr Masse schwingt länger, falls auf die gleiche Anfangsamplitude ausgelenkt wird. Wenn du jetzt die Decke dicker machst geht aber nicht nur die Masse hoch, sondern auch die Anfangsamplitude runter (der Einschwingvorgang "ver"braucht mehr Energie) und wenns ganz dumm läuft geht auch noch die Dämpfung hoch, da mehr Material(dicke) vorhanden und somit unter Umständen die Schwingungsenergie schneller disippiert.
Der Versuch mit dem Aufkleben von Gewicht ist bestimmt net schlecht, ob er allerdings 1:1 das Verhalten einer dickeren Decke wiedergibt ist aus den genannten Gründen fraglich.

Was sind denn die Erfahrungswerte der altgedienten Gitarrenbauer? Die sind hier bestimmt hilfreicher als mein theoretisches Gefasel


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samsam
04 November 2008, 10:41 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Wenn dir das was hilft: Du könntest mal über die Flächenträgheitsmomente und Widerstandsmomente der Decke ansetzen. Zumindest theoretisch könntest du dann deine CFK Decke mit einer normalen Holzdecke vergleichen... http://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%A4chentr%C3%A4gheitsmoment Ich studiere aber Mechatronik und hab es mit der Maschbauseite auch nicht sooo... Prinzipiell erhöhet ein hohes Bracing aber die Steifigkeit der Decke überproportional zum Gewichtszuwachs.


... hoffentlich versteht mich noch einer....
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Christian Grassmann
06 November 2008, 09:24 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo,

also der Versuch mit 70g mehr im Bereich der Brücke hat keinen hörbaren Unterschied gebracht. Dann geht der nächste Schritt wohl ans Bracing.

Über das Schalloch und den OP-Pro komm ich relativ gut an die Balken unter der Brücke ran.

Nochmals die Bitte an die Bauprofis. Fällt euch noch was anderes dazu ein und wie schwer sind normalerweise Holzdecken für diese Art von Gitarren (Stahlsaiten 0,12er)?

Ich will nicht, daß ihr euere Geheimnisse preisgebt, aber es müssen doch wohl allgemeingültige Werte dafür existieren (evtl. von Gitarrenbausätzen...).

Dann noch eine Frage zur Durchbiegung der Decke bei Belastung. Andreas Rall hat ja schon mal eine Info dazu eingestellt. War irgendwie so bei 5kg Belastung eine Durchbiegung von 0,5mm. Ich werde mal aktuell die Werte ermitteln, und will danach an die Balken rangehen. Andreas, das waren Werte ohne Saitenzugkräfte?!

Ich kann mir vorstellen, daß es von Interesse ist, um wieviel sich die Decke bei Belastung incl. Saitenzug verformt - denn das kommt ja den tatsächlichen Bedingungen am nächsten.

Habt ihr dazu auch Vergleichswerte? Vorab danke für die Unterstützung.

Gruß

Christian
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Echtholz
10 November 2008, 12:49 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Gewicht einer Gitarrendecke

Hallo Christian
Deine Frage nach dem Gewicht von Gitarrendecken – Ich denke, das will nicht nur keiner preisgeben, ich behaupte mal dass das Gewicht von vielen ganz einfach nicht ermittelt wird. Selbst diejenigen, die das Gewicht ermitteln werden es nicht aufs g genau sagen können, da ja ein Sicherheits-Streifen von ca. 1 cm vor dem Aufschachteln stehen bleibt. Dies kann man jedoch relativ genau berechnen, wenn man vorher die einzelnen Gewichtsgrößen/Deckengröße ermittelt hat (Umfang mal Sicherheitsstreifen – z. B. 160 cm x 1cm x 0,3 cm sind 48 cm³/22 g weniger).

Nun das Gewicht hängt entscheidend vom Deckenmaterial, dem Bracing (Western- oder Klassikgitarre) und der Deckengröße (Gitarrengröße und Form) ab.

Ein namhafter Gitarrenbaumeister schreibt in seiner Homepage, dass sich seine Gitarrendecken (Klassikgitarrenbau) im Bereich von 100 g bewegen. Wie er das macht weis der Teufel (vermutlich hauchdünne Decke im Bereich eines Zeitungspapiers und hohle vakuumierte Balken ggf. noch mit Helium befüllt). – Nur Spaß!

Lass uns das mal theoretisch berechnen:
Gitarrendecke (wie im „Kochbuch“) mit fertiger „scallopted“ Bebalkung:  600-700 cm³ Alpenfichte (berechnetes Volumen bei einer 3mm starken Decke ~1600 cm²).
Alpenfichte hat grob ein spez. Gewicht von sagen wir mal 0,45 g/cm³ - ergibt 270 – 315 g.
Lack: ~1600 cm² Decke mal 0,1mm mal spez. Gewicht Nitrolack ausgehärtet (sagen wir mal pauschal 0,5) = 8 g. Da der Lack ganz ordentlich ins Holz eindringt, sagen wir mal pauschal 12-15 g Lack.
Die Verringerung der Deckenstärke von 3 mm auf 2,8 mm bringt 32 cm³ sind 14 g Gewichtseinsparung. Steifere, engjährigere Alpenfichte mit einem spez. Gewicht von etwa 0,47 g/cm³ beeinflusst das Gesamtgewicht unwesentlich, da bei diesen Decken ohnehin die Deckestärke und Bebalkung noch geringfügig dünner ausfallen kann.

Bei Klassikgitarren (Modell Hauser) ist die Decke etwas kleiner um die 1500 cm² und wird in der Regel auf ca. 2,5 mm Deckenstärke gebracht. Die Bebalkung ist ebenfalls leichter. Ergibt ~ 500 cm³ mal spez. Gewicht von 0,45 g/cm³ sind ca. 225 g.

Ich denke mit dieser Aussage kannst Du leben. Du siehst, mit Deinem Deckengewicht liegst Du auf jeden Fall auf der „guten Seite“.
Gruß Peter
PS: Meine Gitarrendecken bewegen sich auch in diesem Bereich (250-260 g), da kommt dann noch das Gewicht für den Steg von ~20 g dazu.
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zoom
10 November 2008, 12:54 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Zitiert von Echtholz
.. Ich denke, das will nicht nur keiner preisgeben, ich behaupte mal dass das Gewicht von vielen ganz einfach nicht ermittelt wird...

Zitierter Text

Lass uns das mal theoretisch berechnen:
..

Du bringst mich auf ne Idee Echtholz, ich habe im CAD ein 3D Modell einer Konzertdecke...muß mal schauen was da raus kommt



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Christian Grassmann
10 November 2008, 16:58 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo Peter,

ich hab schon darüber nachgedacht, ob ich mit der Frage nach dem Deckengewicht ein Tabu angesprochen habe. Keiner gibt hier eine konkrete Aussage?!

Daher nochmals Danke für deine offene und auch nachvollziehbare Antwort (seit Samstag hab ich jetzt auch das Koch-Buch, und ich hab`s in 3 Stunden verschlungen...).

Da der alte Spruch mit dem Versuch und kluch anscheinend auch hier Anwendung findet, bin ich zu folgender Entscheidung gekommen.

Ich baue eine Versuchs-Gitarre. Diese wird in der bestehenden Form laminiert, bekommt aber am Korpus umlaufend einen Flansch mit ca. 20mm Breite (nach außen).

Dieser Flansch dient zum Verschrauben der Versuchsdecken. Die Decken werden um 20mm umlaufend größer angefertigt.

Das Griffbrett wird verschraubbar ausgeführt. Wenn die Decke "aufgeschraubt" wurde, wird das Griffbrett mit Hals und Decke verschraubt - mit Einschlagmuttern von unten einlaminiert und Senkkopfschrauben von oben. Damit es keine Toleranzen beim Anbau gibt werden die Teile mit Passtiften exakt in Position gebracht. Zum testen sollte das vollkommen ausreichend sein.

Ich kann dann jederzeit die Decke wieder abbauen und so lange verändern, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden bin.

Da die Decke außen verschraubt wird, kann diese dann auch für die endgültige Gitarre verwendet werden.

Bei Bedarf könnte ich sogar die Versuchs-Gitarre zu einer Seriengitarre umbauen - ist ja nur außen der umlaufende Flansch zu entfernen......

Ach ja, ich hab den Fehler gefunden, der dazu geführt hat, daß die E-Saite nicht so ausschwingen konnte, bzw. früher abgedämpft wurde. Die Saite lag nicht korrekt am Sattel auf, d.h. die Nut/Einkerbung hatte einen falschen Winkel. Damit wurde die Saite anscheinend abgedämpft. Im Kochbuch habe ich gesehen, wie die Sattelkerben auszuführen sind (nach vorne konisch). Da ich die Kerben der h und e Saite eh überarbeiten mußte, hab ich mir bei der Gelegenheit auch die E angesehen. Jetzt ist das Problem behoben - und ich sah mich schon am Bracing rumschnipseln...

Seit Samstag hab ich jetzt die 12 Schaller Mini-Mechaniken für meine 12er zuhause liegen. Irgendwie kann die Angelegenheit schon zur Sucht ausarten...
Bei der 12er werde ich in jedem Fall mal die "alte" Decke mit 308g testen. Mit Schalloch wird da ein Gewicht von ca. 280g rauskommen. Zunächst mal ohne Bracing, und dann werd ich mal sehen - kann dann ja relativ einfach Änderungen testen.

Aber da liegt ja noch der Koffer im Keller......

....wieso hat mich da keiner über die Nebenwirkungen des Gitarrenbaus aufgeklärt.....

Euer Junkie

Christian
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10 November 2008, 18:28 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Mein CAD spuckt mir bei einer Klassik 424cm³ aus bei einer Deckenstärke von 2,0mm. Das wären bei einer Dichte von 0,45g/cm³ etwa 190g
Das würde also in etwa hinhauen  

Bei 2,5mm sinds dann schon 490cm³ und 220g

ähm ja...mit Bracing


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Christian Grassmann
10 November 2008, 22:25 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Mein CAD spuckt mir bei einer Klassik 424cm³ aus bei einer Deckenstärke von 2,0mm. Das wären bei einer Dichte von 0,45g/cm³ etwa 190g
Das würde also in etwa hinhauen  

Bei 2,5mm sinds dann schon 490cm³ und 220g

ähm ja...mit Bracing


Hallo Joachim,

danke für die Daten. Das hilft mir weiter, und damit kann ich in etwa ein Gefühl für die Decken-Massen entwickeln.

Gruß

Christian
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11 November 2008, 15:02 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Hallo Joachim!

Zitiert von zoom
Mein CAD spuckt mir bei einer Klassik 424cm³ aus bei einer Deckenstärke von 2,0mm. Das wären bei einer Dichte von 0,45g/cm³ etwa 190g
Das würde also in etwa hinhauen  

Bei 2,5mm sinds dann schon 490cm³ und 220g

ähm ja...mit Bracing

Das CAD ist schon ein tolles Hilfsmittel!
Danke für deine Hilfe und Unterstützung!
Ich rackere zurzeit an dem Thread für die Resonanzabstimmung - ob ich da vor Weihnachten noch fertig werde bezweifle ich jetzt schon.
Bereits jetzt bei der Gliederung komme ich ständig ins straucheln.
Gruß Peter
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Christian Grassmann
17 November 2008, 12:13 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo,

ich bin auf der Suche nach einem Gitarren Preamp für meine 12er. Es sollte der Ovation Pro oder VIP sein.

Ich habe bislang noch keinen gefunden, der mir hier weiterhelfen konnte.

Bin für jeden Hinweis dankbar.

Danke!

Christian
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Christian Grassmann
23 November 2008, 20:59 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo,

endlich konnte ich wieder am Koffer weiterarbeiten. Die Griffe wurden mit Epoxidharz und Schaumtreibmittel gefüllt. An den späteren Anschlußstellen zu den Halbschalen sind 2 Lagen Gewebe einlaminiert.

Zum Verschrauben der Griffe hab ich Einschraubdübel aus dem Surfbrettbau verwendet. Das Loch wird konisch vorgebohrt und der Dübel mit Harz einlaminiert. Der Dübel wird dazu mit einem groben Schlitzschraubendreher eingeschraubt. Danach den Griff mit dem Dübel nach unten aushärten lassen. Das Harz läuft dabei nach unten und der Dübel sitzt bombenfest.

Um die Halbschalen später 100%ig aufeinander zu fixieren werden 2 konische Paßstifte einlaminiert. Die Griffe sind anschließend mit einer Lage CFK Gewebe auf den Innenflächen verschlossen worden (siehe Bild).

Für die Verbindung der Kofferhälften hab ich ein Scharnierband aus CFK angefertigt. Sieht komplexer aus als es ist. Danach wird nur ein 4mm Alurohr zur Verbindung der beiden Scharnierbänder eingeschoben (auf dem Foto ist das Rohr noch aus Messing - zu schwer!! wird Alu).

So, reicht für heute.

Gruß

Christian

PS:....bin immer noch auf der Suche nach einem OP-Pro Lieferanten......




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27 November 2008, 12:31 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Hallo Christian!
Nun, da ich von meiner "Hochzeitsreise"wieder zurück bin:

Ein Kniefall vor dieser Leistung!
Danke dafür, daß ich Deine Super-Gitarre mal testen durfte.
Der Klang ist wirklich phantastisch und die Bespielbarkeit lässt nicht zu wünschen übrig. Im Gegensatz zu youtube klingt sie in Wirklichkeit noch viel besser, ja sehr gut. Die Bässe kommen schön warm und sonor, die Mitten fallen nicht ab und die Höhen kommen schön brilliant. Die Ansprache ist wahnsinnig gut, der Sustain dadurch natürlich niedriger.

Insbesodere beeindruckt hat mich die saubere exakte handwerkliche Ausführung - ob Korpus, Brücke, Hals die Inlays etc. sind. Alles wirklich sehr sauber und mit exakter Präzision gearbeitet.

Mal sehen, vielleicht kann ich Dir bei der Suche nach einem Preamp helfen.

Ich wünsche Dir schöne Stunden damit!

Gruß Peter
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Christian Grassmann
30 November 2008, 16:01 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo,

die Scharnierbänder sind alle fertig. Das Scharnier-Messingrohr ist durch ein Alurohr ausgetauscht worden (10 statt 24g - ich weiß, ist uninteressant, aber ich bin halt Leichtbaufreak  ).

Für die formschlüssige Aufnahme der Gitarre im Koffer hab ich einen Rahmen angefertigt. In diesen Rahmen kommt eine Schale. Darin liegt später die Gitarre. Da dieses Teil dem Deepbowl entspricht, konnte diese Schale in der Negativform der Gitarre laminiert werden (ist aus weißem e-glas, daher auf dem Bild nicht so gut zu erkennen).

Beide Teile werden dann in die Kofferunterschale einlaminiert.

Die Griffe sind jetzt fertig. Nach schleifen und lackieren sehen die wirklich gut aus. Das wird wohl noch ein etwas größerer Akt, bis die Halbschalen mal soweit sind.....

Ansonsten ändere ich gerade die Form der Brücke für die 12er und da das Griffbrett doch deutlich breiter wird sind hier auch ein neues Meistermodell + Negativform nötig.

Ach ja,  die Adressen für den OP-Pro hab ich jetzt auch bekommen. Da der Ovation Vertrieb von Fender übernommen wurde, wird sich die Lieferung aber wohl noch etwas verzögern.

Gruß

Christian



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Christian Grassmann
03 Dezember 2008, 08:05 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo,

ich konnte gestern mal eine Yamaha LLX36C mit dem 3-Weg Pickup System 60 testen, und war vollends begeistert.

So klar, brilliant mit Volumen und Sustain hatte ich bislang noch keine Gitarre in meinen Händen. Keine zu harte Attack beim Anschlagen und sehr transparent.

Im direkten Vergleich unplugged empfinde ich den Klang der Carbongitarre mindestens genauso gut (vom Wirkungsgrad und insbesondere beim Volumen der Bassaiten deutlich besser), aber verstärkt zeigen sich doch einige Unterschiede.

Komischerweise hat der Bass im verstärkten Zustand nicht das Volumen, und die Mitten klingen eher verwaschen.

Als Preamp ist der OP-Pro verbaut. Beim Piezo hab ich ein Nonameteil für 15€ eingesetzt. Ich hab auch festgestellt, daß die einzelnen Piezos einen größeren Abstand zueinander haben, als notwendig wäre. Damit liegen die E/e Saiten nur jeweils innen am Rand der Piezos auf.

Wie ist da euere Meinung? Wenn die Gitarre unplugged richtig gut klingt, aber im verstärkten Zustand die angesprochenen Eigenschaften besitzt, woran liegt das?

Ich möchte zunächst die Stegeinlage wechseln. Bitte gebt mir da euere Empfehlung. Sollte ich auch ein anderes Preampsystem verwenden - und wenn, welches könnt ihr empfehlen.

Vorab Danke für euere Tips

Gruß

Christian

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