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Christian Grassmann |
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also erst mal zur Frage von Matze,
die Decke ohne Schalloch und Bracing wiegt exakt 309g. Mir kommt das sehr schwer vor. Es sind auch 5 Lagen CFK verbaut + 0,5mm Birkenfurnier. Die Decke ist im Überlappungsbereich der letzten Innenlage / zwischen den beiden UD Bändern 1,6mm stark. In den Außenbereichen 1,4mm.
Was wiegen Fichtendecken dieser Größe im allgemeinen?
Der Korpus mit vollständigem Hals wiegt 899g - das kommt mir eher etwas leicht vor.
Heute habe ich das Laminat für die Bracings und das Griffbrett angefertigt.
Die Bracings werden aus einer Platte ausgeschnitten die aus folgenden Lagen besteht:
1x 204g CFK Gewebe 2x 80g CFK unidirektional 1x 5mm Balsabrettchen 2x 80g CFK unidirektional 1x 204s CGK Gewebe
Durch den Aufbau mit den UD Lagen können die entstehenden Biegekräfte sehr gut aufgenommen werden.
Das Griffbrett besteht aus 10 Lagen CFK Gewebe 204g. Der Aufbau erfolgte asymmetrisch. Nach 2 Lagen CFK kommt eine Hart PVC Platte. Danach die restlichen Lagen CFK.
Der asymmetrische Aufbau deswegen, weil beim Setzten der Bünde ca. 3mm tief eingeschnitten werden muß. Da ich auf keinen Fall die oberen CFK Lagen durchtrennen möchte, mußte die PVC Platte "tiefergelegt" werden.
Das Halbrohr im Hals ist mit einer PVC Platte verschlossen worden. Danach habe ich die gesamte Halsoberseite auf einer großen Platte auf Maß geschliffen (Halsdicke 1. Bund ohne Griffbrett 17mm).
Die Kopfplatte habe ich angerissen und die Löcher für die Mechaniken gebohrt. Danach wurde von der Oberseite die Hartschaumplatte in dem Bereich der Löcher mit einem 20er Fräser aufgebohrt (nur bis zur untersten CFK Schicht). Diese Löcher sind anschließend mit einem Gemisch aus Epoxidharz, Baumwollflocken und CFK Pulver verschlossen worden. Damit hat man eine sehr stabile Basis für den späteren Sitz der Mechaniken.
Danach 3 Lagen CFK darüber, und mit einem geraden Brett und Abreißgewebe auf dem Kopf zum Härten beiseite gelegt. So lassen sich sehr einfach absolut gerade Flächen laminieren.
Derzeit tüftle ich noch am Layout der Bracings. Ich kann mich momentan nicht entscheiden, ob ich das Schalloch mittig setzte, oder eher asymmetrisch nur vorne, oben.
Mal schaun....
Gruß, der Harzpantscher
Christian
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Christian Grassmann |
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heute wurde das Laminat für die Balken und das Griffbrett entformt.
Die Balken sind auf eine Höhe von 13mm geschliffen worden. Das Griffbrett habe ich mit dem Winkelschleifer und einer dünnen Trennscheibe zugeschnitten - geht sehr einfach, macht aber eine Menge Staub.
Danach das Layout für die Bebalkung. Da hab ich mich länger damit gespielt.
Es wird ein X-Bracing mit seitlichem, tropfenförmigen Schalloch werden - siehe Photo.
Morgen treff ich mich mit Echtholz, um die Decke akustisch zu vermessen und den Bebalkungsplan zu detaillieren.
Gruß
Christian
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Christian Grassmann |
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heute war ich bei Echtholz, um die Decke zu vermessen. Mein Verdacht, daß die Decke mit 5 Lagen CFK und 0,5mm Birkenfurnier zu schwer ist, hat sich leider bestätigt (309g).
Die Resonanzfrequenz liegt bei 205Hz. Ich hab heute schon eine 2te Decke laminiert. Diesmal in Leichtausführung.
1x CFK 204g im 45° Winkel 1x Birkenfurnier 0,5mm 0° Winkel 1x CFK 204g im 45° Winkel
Morgen entformen und beschneiden, danach akustisch vermessen - bin schon gespannt.
Das Griffbrett habe ich auf Radius geschliffen und danach 5 Lagen CFK Gewebe 204g laminiert.
Das mit dem Sägen der Bünde wird wohl etwas aufwendiger. Mit einer normalen Japansäge brauch ich erst gar nicht anfangen, da nach 3 - 5 Schlitzen das Blatt stumpf ist.
Ich werd mir da irgenwas mit Dremel und Trennscheibe einfallen lassen.
Ansonsten hab ich am Korpus weitergearbeitet. Die Klebefläche zur Decke wurde durch das Einkleben der PVC Streifen verbreitert. Danach mit einer Lage überlaminiert.
Falls euch was zum Bünde sägen einfällt, laß mich bitte nicht dumm sterben.
Gruß
Christian
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Ibanez Player |
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Zu den Bundshclitzen.Man kann auch den Zapfen unten wegmachen und dann die Krone aufs griffbrett kleben.So macht das z.B. Parker.Ist sicher einfacher als die Bundschlitze einzusägen.
Ich muss sagen das das wohl das spannendste Projekt im ganzen Forum ist.Vorallem weil das wirklich professionell gemacht wird.
Lg Chris |
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zoom |
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... Ich werd mir da irgenwas mit Dremel und Trennscheibe einfallen lassen...
wie wärs mit Hartmetallfräser aus der Leiterplattenfertigung? |
| Die Menschheit ist ein Furz im Orkan des Lebens, an einem Furz ist die Welt noch nie untergegangen. |
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Christian Grassmann |
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danke für die Hinweise bezüglich des Bundschlitze. Ich erkundige mich mal, welche Fräser da verwendet werden.
Es freut mich sehr, daß euch der Baubericht gefällt. Ist halt mal was anderes, und vielleicht kann ja das Eine oder Andere auch bei eueren Gitarren verwendet werden - speziell die Balken sind meines Erachtens eine mögliche Alternative - sehr leicht und sehr hohe Steifigkeit.....
Die Decke hab ich entformt und beschnitten.
Jetzt ist das Teil deutlich leichter - 184g anstelle von 309g ist schon ein Wort. Ich bin sehr neugierig, welches Gesamtgewicht mit dem Bracing erreicht wird.
Die Anschlußfläche im Korpus ist vollständig überschliffen worden und das Griffbrett ist ebenfalls entformt.
Tja, und dann war ja noch Sonntag mit der Familie.......
Gruß
Christian |
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Christian Grassmann |
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.....irgendwie bekomme ich die Bilder nicht rein... |
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jhgitarren |
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Von Proxxon gibt es ein Diamant Kreissägeblatt mit 0,7 Schnittbreite (ideal also für Bundschlitze) und 85mm Durchmesser.
Jörg |
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Christian Grassmann |
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.....Proxxon - ja genau, ich schau morgen gleich zum Baumarkt.
Danke!
....und hier doch noch die beiden Bilder....
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Christian Grassmann |
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...bevor es morgen in den Surfurlaub geht, hier noch die letzten Bilder.
Das Griffbrett wurde nach dem Radiusschleifen nochmals mit 2 Lagen CFK überzogen.
Die Öffnung für den Ovation OP-Pro ist ebenfalls schon eingebracht.
Die Decke ist grob beschnitten (ca. + 1cm), und die Lage der Balken ist ebenfalls angezeichnet. Das Schalloch wird in Tropfenform asymetrisch eingebracht und hat die Fläche eines 98er Rundlochs.
Tja, jetzt ist erst mal Pause für die nächsten 10 Tage angesagt.
Ich freu mich jetzt schon darauf, wieder daran weiter zu arbeiten.
Gruß und Aloha
Christian
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Stef |
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Leck mich am *****, du weißt echt was du tust! Bessere CFK Fertigung hab ich noch nirgends gesehen und das will was heissen. Reschbegt! |
| Befürworter der Rente bis 67  |
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Soloist |
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Hi Chris, wer googled suchet der findet im Internet ernstzunehmende Hinweise auf Parker Klampfen, bei denen die aufgekleisterten Edelstahlbundstaebchen durch mangelhafte Adhaesion abhanden kamen... Wer's trotzdem wagen moechte schaut die Patente von Fishman und Parker an .. und bitte das Sandstrahlen oder Anschleifen der Bunddrahtunterseite nicht vergessen... und: Bunddraht aus Neusilber ist nur was fuer Weicheier! Soloist
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Lg Chris
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Christian Grassmann |
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endlich geht`s wieder weiter.
Das tropfenförmige Schalloch ist ausgeschnitten und verschliffen. Danach wurden die 15 Balken angefertigt.
Die Balken sind mit eingedicktem Epoxidharz mit der Decke verklebt (Harz und CFK gemahlen - dadurch läßt sich die Thixotropie einstellen - das Harz läuft nicht weg, und die Verbindung zwischen Balken und Decke bekommt eine höhere Festigkeit).
Die Kreuzverbindung habe ich durch CFK Rovings verstärkt.
Das Gewicht hat sich mit den Balken von 184g auf 217g erhöht.
Morgen mache ich einen Belastungstest und vermesse die Decke akustisch.
Gruß
Christian
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Bei Holzstreben werden die Rücken immer abgerundet, Gabelförmig ausgeformt oder beidseitig abgeschrägt. Ich habe gelesen es soll sich dramatisch verbessernd auf die Soundqualität auswirken. Ich habe mich deshalb immer daran gehalten und nie das Gegenteil versucht. Ich denke das gilt auch für Streben aus Verbundmaterial.  Kommt das noch ? Gruß Joachim |
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Christian Grassmann |
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Hallo Joachim, ich habe mich bei der Ausführung an die Balken von Composite Acoustics gehalten. Da haben die Balken auch einen rechteckigen Querschnitt. Die Balken im nachhinein zu änder ist sehr aufwendig. Ich kann mir schon vorstellen, daß die von dir beschrieben Ausführung eine Veränderung im Klang haben kann. Ich werde bei der nächsten Decke die trapezförmige Variante ausprobieren. Noch eine ander Frage. Die Oberfläche der Gitarreninnenseite (Korpus/Decke) ist durch den Einsatz eines Abreißgewebes relativ rauh. Sollte ich diese Oberfläche besser glattschleifen? Gruß Christian http://www.gearbuilder.de/htdocs/blahdocs/uploads/bracing_ca_2_174.jpg |
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