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Gearbuilder-Forum    Saiteninstrumente    Akustische Instrumente  ›  Kohlefaser Gitarre Moderatoren: capricky, jhgitarren, zoom, laidback
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Kohlefaser Gitarre  Dieses Thema wurde bisher 57,353 mal gelesen. ausdrucken
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Christian Grassmann
29 Januar 2008, 07:54 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo zusammen,

ich bin neu in diesem Forum. Ich habe zufällig in u-tube einen Beitrag über Kohlefasercellos gesehen   http://www.youtube.com/watch?v=J_gI3chGtww.       Seitdem befasse ich mich damit, mir eine Gitarre aus CFK selbst zu bauen. Ich arbeite seit einigen Jahren mit Kohlefaser. Formenbau und Herstellung/Verarbeitung sind kein Problem. Hat jemand Erfahrung mit solchen Gitarren, wer stellt so etwas her.....? Wie muß die Decke gestaltet werden......? Bin für jeden Hinweis dankbar.

Gruß

Christian Graßmann
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jhgitarren
29 Januar 2008, 09:09 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo Christian,

herzlich willkommen hier im Forum!

Leider funktioniert der Link von Youtube nicht - da müsstest du vielleich noch mal schauen.

Zu deiner Frage:
Ja, man kann Gitarren aus CFK bauen. Ovation tut das in seiner Adamas Serie und Gitarren komplett aus CFK gibt es hier: http://www.rainsong.com/
In der Regel werden die ähnlich gebaut wie traditionelle Gitarren eben nur von den Materialdicken halt anders. Da die Gitarrenbauer aber eher konservativ sind, sind moderne Werkstoffe im Gitarrenbau eher Exoten. Eine richtige Forschung dahingehend gibt es m.W. nicht - so wie z.B. bei den Geigenbauern.

Jörg
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Christian Grassmann
29 Januar 2008, 10:16 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo Jörg,

danke für den Hinweis! Der hilft mir schon mal weiter.

So, jetzt sollte der Link aber funktionieren

http://www.youtube.com/watch?v=J_gI3chGtww&feature=related

Gruß Christian
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Christian Grassmann
29 Januar 2008, 12:54 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Der Klang einer Holzgitarre ist natürlich mit einer CFK Gitarre nicht zu vergleichen - soll ja auch nicht. Eine EN10 und eine National klingen auch völlig anders - und das ist auch gut so. Sowas kann man seriös nicht vergleichen.

Ich möcht das halt gerne mal testen, und mir so ein Teil selbst bauen.

Als Modell möchte ich meine EN10 nehmen.

Gruß

Christian
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jhgitarren
29 Januar 2008, 14:52 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Das Problem wird schlicht und ergreifend sein: Es gibt keine (zugänglichen) Erfahrungswerte beim Bau von CFK Gitarren. Die besagten Hersteller werden (aus gutem Grund) auf keinen Fall Details preisgeben. Du kannst also nur durch aufwändige Testreihen dem Klang nahekommen, den du dir wünscht. Wenn du dabei vorgehst, wie bei dem Cello, brauchst du zumindest einen Satz (auch aufwändiger) Formen. Wenn du da drankommst, ist das ja schon mal gut. Der Korpus wird auch nicht so kompliziert sein. Was dann in der Decke steckt und wie sie laminiert ist ......?
Wie gesagt probieren kann man das auf jeden Fall

Jörg
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zoom
29 Januar 2008, 16:50 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Zitiert von rumblebird
...Basslab macht auch ein Riesengedöns...

Ich hab mir die Teile ja noch nie angeschaut..bisher...doch was ich jetzt da gesehen habe überbietet die Magen-Darm Grippe meiner zwei Keinen bei weitem!
Ich finde die total unästhetisch, dabei bin ich ja nichtmal ein Kunststoffkritiker. Man kann das doch schöner machen oder?


Die Menschheit ist ein Furz im Orkan des Lebens, an einem Furz ist die Welt noch nie untergegangen.

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rumblebird
29 Januar 2008, 17:54 Diesen Beitrag einem Moderator melden

stay tuned!
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Ich habe sie angeschaut, ich habe eine Gitarre und eine Bass in der Hand gehabt und ich habe beide gehört.

Ich finde sie klanglich ultraneutral, eigentlich nicht mehr zu toppen. Bezüglich Formen  und Farben finde ich die Einordnung von zoom schamlos untertrieben. Sozusagen im umgekehrten Verhältnis zum Sendungsbewusstsein des Herstellers.

Für mich einziger Pluspunkt: Sie wiegen NICHTS!


"In three words I can sum up everything I've learned about life: it goes on."
Robert Frost
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Christian Grassmann
30 Januar 2008, 07:52 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo zusammen,

vor dem Formenbau muß ich noch klären welche Hardware (Tonabnehmer / Mechanik...) ich verwende. Kann mir jemand eine Adresse geben, wo ich solche Teile beziehen kann?

PS: ich bin mit dem Tonabnehmersystem der Takamine EN10 sehr zufrieden. Welches käufliche System kommt dem am nächsten?

Mille grazie!

Christian
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Echtholz
31 Januar 2008, 11:39 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Hallo Christian,
einige Tips sind Dir ja schon gegeben worden, so z. B. zu Ovation. Hier kannst Du in der Form in der Richtung wie bei Ovation (Roundbowl) gehen, um das klanglich maximale herauszuholen. Ist lt. Jahnel die optimale Form (zwar schon eine altbackene Literatur, jedoch in der Richtung immer noch i. O.) und ich bin mir sicher, dass auch Ovation diese Lektüre verinnerlicht hat. Du brauchst aus statischen Gründen im inneren des Korpusses dennoch einige verstärkte Stellen, so z. B. beim Halsanstatz (Verstrebungen um die Zugkräfte abzufangen) und am Endpinbereich (Gurthalterung). Bei Adams sind die Decken mit 0,9-1,2 mm angegeben, inwieweit jedoch diese innen auch die Ovation-Bebalkung haben entzieht sich meiner Kenntnis (denke jedoch, dass diese das selbe haben). Baue selbst ausschließlich Gitarren mit rundem Boden, allerdings in Massivholzbauweise - bringt im Vergleich zu teuren Gitarren von Martin, Gibson usw. mehr Lautstärke und einen volumigeren, absolut fantastischen Klang.
Nun zu der Hardware kann ich dir meinen Mentor http://www.rall-online.de oder http://www. rockinger.com empfehlen. Die können Dir da auf alle Fälle helfen!
Gruß
Echtholz
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Echtholz
31 Januar 2008, 11:46 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Sorry Christian,
die Adresse ist http://www.rall-online.net (Neu!)
Echtholz
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Christian Grassmann
01 Februar 2008, 22:27 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo Echtholz,

vielen Dank für die guten Tips! Der Link ist prima. Ich werd mal versuchen an die Abmessungen des Gehäuses heranzukommen (oder gibt es im Netz irgendwo diese Infos?).

Gruß

Christian
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Echtholz
27 Februar 2008, 12:27 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Hallo Christian,
war länger weg, daher kann ich Dir erst jetzt antworten.
Nun bei der Form würde ich grundsätzlich eine gängige Akkustik-Gitarrenform empfehlen (ggf. auch mit Cutaway). Diese sollte entsprechende Grundintonationen berücksichtigen (Quinte, Halbton, 4/5, 2/3 etc.). Der Roundbowl sollte unter der Brücke die größte Tiefe aufweisen und die Tonentwicklung Richtung Hals/Schalloch begünstigen. Für das Volumen etc.gibt es in diesem Forum sehr gute Tools ( http://www.gearbuilder.de/forum/b-SO/ ). Das Volumen sollte bei Gitarren bei fis bis F liegen (ggf. ist jedoch bei diesem harten Material ein E zu bevorzugen).
Nun ich habe zufällig vor kurzem eine Adams untersucht - die haben in etwa das selbe Bebalkungsmuster. Wenn Du deine e-mail Adresse hinterlässt, kann ich mal ein Foto zusenden.
Bei der Wandstärke kannst Du sicher etwas experimentieren, um nicht diesen harten Ton einer Ovation zu bekommen. Hier wären jedoch Kenntnisse in der Statik sehr hilfreich. Vielleicht kennst Du jemanden, der Dir bei den Berechnungen bzw. mit Erfahrungswerten behilflich sein kann. Mir fehlt leider die Zeit dazu, sonst könnte ich schon aushelfen.
Gruß
Echtholz
Auf diesem Wege auch Grüße an Jörg und Andreas Rall !!!
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Otzelpeitz
27 Februar 2008, 14:05 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Kohlefaserakustik! Ja, Mann! Du hast das know-how zum CFK-Bau? Worauf wartest Du, hau rein!

Und bitte mit Bauthread weil ich ganz, ganz, ganz, ferner Zukunft will ich das auch probieren. (so um 2030 herum)


Grüße

Joachim
Gitarren in Arbeit

Einer der großen zeitgenössischen Philosophen sagte einst: "I know the human being and fish can coexist peacefully"  
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capricky
27 Februar 2008, 15:28 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Zitiert von Echtholz

Nun bei der Form würde ich grundsätzlich eine gängige Akkustik-Gitarrenform empfehlen (ggf. auch mit Cutaway). Diese sollte entsprechende Grundintonationen berücksichtigen (Quinte, Halbton, 4/5, 2/3 etc.). Der Roundbowl sollte unter der Brücke die größte Tiefe aufweisen und die Tonentwicklung Richtung Hals/Schalloch begünstigen. Für das Volumen etc.gibt es in diesem Forum sehr gute Tools ( http://www.gearbuilder.de/forum/b-SO/ ). Das Volumen sollte bei Gitarren bei fis bis F liegen (ggf. ist jedoch bei diesem harten Material ein E zu bevorzugen).
Nun ich habe zufällig vor kurzem eine Adams untersucht - die haben in etwa das selbe Bebalkungsmuster. Wenn Du deine e-mail Adresse hinterlässt, kann ich mal ein Foto zusenden.
Bei der Wandstärke kannst Du sicher etwas experimentieren, um nicht diesen harten Ton einer Ovation zu bekommen. Hier wären jedoch Kenntnisse in der Statik sehr hilfreich. Vielleicht kennst Du jemanden, der Dir bei den Berechnungen bzw. mit Erfahrungswerten behilflich sein kann. Mir fehlt leider die Zeit dazu, sonst könnte ich schon aushelfen.
Gruß
Echtholz


Alter Schwede.... , die Tupperschüssel heisst Adamas!
Nach der Eichentonholznummer kamen mir schon Zweifel an Deiner "Echtheit", aber was Du jetzt hier mit gequirltem Pseudofachchinesisch ablegst lässt vermuten, das Du uns gehörig veralbern willst - Deine "Fehlerquote" ist seltsam hoch.

on topic - Es gibt im Netz durchaus verwertbare Informationen zum Bau von Kohlefaserdecken u.a. die -
Zitierter Text
Ovation hat die Adamas CVT mit einer extrem dünnen (0,82 mm) und dadurch auch sehr leicht und schnell reagierenden Decke ausgestattet. Die sogenannte Fibronic-Decke besteht aus einem 0,36 mm starken Pappelholzfurnierkern in der Mitte und je einer 0,23 mm starken Carbon-Lage auf jeder Seite, die bei über 120 Grad Celsius zusammengepreßt werden. Die Carbon-Fasern laufen parallel zum Hals, während die des Birkenkerns im Winkel von 60 Grad liegen. Die Decke soll dadurch noch mehr Stabilität erhalten.

der kleine von mir unterstrichene Widerspruch heisst nicht anderes, als das es Decken mit Birke oder Pappelfurnier gibt.
In der Beschreibung im folgenden link gibt es natürlich noch weitere "Merkwürdigkeiten", die man getrost ignorieren kann, so zB die Schalllochgrössentheorie - kleine Frequenzen passen auch durch große Schalllöcher  
http://www.planetguitar.net/tests/ovation/ovation_test.html

capricky
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Echtholz
27 Februar 2008, 17:57 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Hallo Christian!
Mit fis etc. meine ich den Eigenton der Gitarre (unterer Eigenton).

Thanks  capricky! - dass Du Christian die links aufgezeigt hast, bin leider zeitlich nicht mehr dazu gekommen. War bei der Ausführung für den Bowl. Auf das Eichenholz komm ich noch zurück - jedoch an anderer Stelle, wenn es mir zeitlich wieder möglich ist. Muß auch erst mal sehn wie man ne pdf-Datei dort anhängt, wo ich ein paar Parameter für einheimisches Holz den klassischen exotikhölzern gegenübergestellt habe (Eine Sammlung über 35 Jahre) natürlich nur ein Ausschnitt davon!
Nun sind wir aber vom Thema abgekommen!

Christian - Alles Gute beim Bau der Formen und Deiner CFK-Gitarre !!!

Gruß Echtholz


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Christian Grassmann
27 Februar 2008, 22:26 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo zusammen,

erstmal herzlichen Dank für die vielen Tipps und die Links - die Info zum Aufbau der Adamas sind Spitze. Jetzt steht für mich fest, daß ich eine Rounbowl bauen werde.

Von der Yamaha L1 und der Martin 000-12 hab ich mir Bilder der Decken bei u-tube besorgt. Da sind frappierende Ähnlichkeiten vorhanden. Die Stege werde ich als Sandwich aufbauen und mit der Decke gemeinsam laminieren. Auch wenn sich über die CFK-Optik trefflich streiten läßt, für mich sieht Carbon in Sichtoptik einfach sagenhaft gut aus - das heißt, ich werde Zarge, Decke Hals und Griffbrett aus diesem Material herstellen.

Jetzt bin ich auf der Suche nach einer Ovation zum "kopieren" (Äußere Form, Radien des Korpus, Griffbrett......).

Ich bin dankbar für jeden Rat bezüglich des Tonabnehmersystems (Piezo).

Ich habe derzeit noch ein anderes "Kohlefaserprojekt" abzuschließen. Ich denke, daß ich im April mit dem Formenbau beginnen werde. Ich stelle auf jeden Fall Bilder ein, wenn ich beginne.


Gruß

Christian

Meine mailadresse lautet:
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Christian Grassmann
04 Juni 2008, 09:19 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo zusammen,

so, nachdem das letzte CFK-Projekt abgeschlossen ist, geht es an die Kohlefasergitarre.

Ich muß zuerst ein sog. Meistermodell erstellen. Dieses Modell entspricht in seinen äußeren Abmessungen exakt der späteren Gitarre.

Danach wird über diesem Meistermodell eine Negativform erstellt. Diese wird mehrteilig, je nach Hinterschnitten. In diese Negativform wird später die Gitarre laminiert.


Ich habe zunächst den Korpus aus Styrodur angefertigt. Für die fachliche Unterstützung bei der Auslegung des Roundbowl möchte ich mich ganz herzlich bei Echtholz bedanken.

Derzeit arbeite ich am Hals und der Kopfplatte.

Hier die ersten Bilder.  

Gruß

Christian



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04 Juni 2008, 20:22 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hi Christian,

Sehr interessantes projekt. Du scheints dich im Formenbau etwas auszukennen. Ist das alles (auto)didaktisch, oder hast du auch beruflich in der Branche zu tun?
Das Gewebe auf dem ersten Bild ist aber nicht das Material, das du für die Gitarre verwenden willst, oder? Falls doch, wie bist du darauf gekommen? Das ist Kohlefaser-Aramidfasermischgewebe (Kevlar) wenn mich net alles täuscht?


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Christian Grassmann
05 Juni 2008, 11:26 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo Stef,

mit CFK arbeite ich nun seit ca. 5 Jahren. Damals hab ich noch Motorsport betrieben, und die ersten Geh-Versuche auf diesem Gebiet unternommen. Mit Formenbau, Sandwich (Wabe/Coremat/Divinicell...), Vakuumtechnik und all so Zeug.

Verbreiterungen, Hauben, Diffusor, Flügel aber auch Surfbretter, Finnen, Koffer, Modellflugzeuge...... Siehe Anhang.

Ich bin begeistert von den Möglichkeiten der diversen Materialkombinationen und der Freiheit im Design.

Die Schablone auf dem ersten Foto ist aus einem Reststück erstellt worden. Du hast richtig gesehen - Kevlar-Carbon 204g/m² , Köperbindung.

Die Gitarre wird zu 100% aus CFK.


Gruß

Christian



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Otzelpeitz
05 Juni 2008, 15:42 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Schweden
Wahnsinn! Für die Gitarre extrapoliere ich ein hervorragendes Endergebnis!

Abonniert!


Grüße

Joachim
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capricky
05 Juni 2008, 15:56 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Ich finde die Vorbilder für Deine Gitarren (das kann ich hier ja mal sagen, daß  die Ovation Gitarren und hier speziell die Adamas - Serie) ganz hervorragend ansprechende und klingende Gitarren sind, die Basswiedergabe der Sandwichdecken sind überwältigend. Eines ist aber regelrecht katastrophal - das Teil im Sitzen auf den Knien haltend zu spielen  . Schuld ist die "Bowl", keine Kante, die bremsend wirkt, sie rutscht immer irgendwie weg. Bitte erfinde bei der Gelegenheit mal gleich eine Lösung neu mit!  

capricky
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Christian Grassmann
05 Juni 2008, 16:48 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo Capricky,

genau meine Meinung!

Die Lösung habe ich auch schon.

Nachdem ich dem Korpus unten nicht eckig ausführen will - form follows funktion - werde ich ein CFK Formteil anfertigen, welches außen diese Lücke zwischen "normalen" Korpus und Roundbowl füllt.

Das Teil hat keine Auswirkungen auf den Klang, und man kann die Gitarre wie jede andere spielen, ohne die dämliche Verrutscherei.

...natürlich auch in Sichtcarbon ..... das Auge hört ja bekanntlich auch mit...

Gruß

Christian
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Stef
05 Juni 2008, 19:59 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Du weisst wirklich was du tust, da kann nix mehr schief gehen! Bin auch schon sehr gespannt auf das Ergebnis.


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Christian Grassmann
17 Juni 2008, 08:32 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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so, jetzt gibt`s mal wieder neue Bilder.

Der Modell-Korpus wurde aus Festigkeitsgründen einmal laminiert und danach in x-Schichten gespachtelt. Der Modell-Hals ist aus Balsaholz hergestellt worden (einfacher zu schleifen) und ebenfalls laminiert.

Derzeit bin ich beim feinspachteln - ist ne ordendliche Pfriemlerei - aber so gut (oder schlecht) wie das Meistermodell wird auch die Negativform. Da werden wohl noch einige Stunden draufgehen.

Die Kopfplatte ist ebenfalls aus Balsa und wird nach Verbinden des Halses mit dem Korpus auch an den Hals laminiert und gespachtelt - geschliffen - gespa...geschl...

Bis demnächst - es grüßt mit dem Schleifklotz

Christian



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laidback
17 Juni 2008, 08:35 Diesen Beitrag einem Moderator melden

www.clonewood.com
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Der Korpus ist bestimmt ein prima Bob


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Weihnachten steht bereits vor der Tür!
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Christoph d.
19 Juni 2008, 18:17 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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weihnachtsmann-bob   - oder bleibt die nich rot ?!?

interessantes projekt, viel spaß noch !
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zoom
20 Juni 2008, 10:17 Diesen Beitrag einem Moderator melden

Das Leben ist die Summe aller Wege
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Krass mann   Mal wieder ein etwas exotischeres Projekt!


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Christian Grassmann
23 Juni 2008, 09:38 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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und weiter geht`s....

Der Hals und die Kopfplatte sind jetzt mit dem Korpus verbunden. Jetzt kann man sich schon mal ein Bild von der späteren Form machen.

Wie gesagt, das ist die Urform - mit dieser Form erstelle ich eine Negativform. In der Negativform wir danach die Gitarre laminiert.

....jetzt kommt wieder der Feinschliff - spachteln - schleifen....

Fortsetzung folgt.....

Gruß

Christian



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23 Juni 2008, 10:19 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Ich frage mich wieso Du die Urform nicht aus "billigem" Glasfaser machst?


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Christian Grassmann
23 Juni 2008, 11:06 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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hallo zoom,

das ist e-Glas 280g/m² (also Glasfaser) - nur schwarz eingefärbt. Insofern kostenmäßig schon vertretbar.

Gruß

Christian
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Christian Grassmann
26 Juni 2008, 20:08 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo zusammen,

die Schleiferei hat endlich ein Ende. Heute wurde lackiert. Das Ergebnis gefällt mir sehr gut.

Morgen wird nochmal poliert. Dann bereite ich die Trennebene für die Negativform vor.

Gruß

Christian



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samsam
26 Juni 2008, 21:17 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Sieht ja sehr interessant aus... hab als Segelflieger und Segelflugzeugwart auch ab und zu mit dem Zeug zu tun, aber eher aus unerfreulichen gründen....
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Otzelpeitz
26 Juni 2008, 22:17 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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machst du die Trennebene komplett um die Kopfplatte rum, oder wie stellst du das an der Stelle an? Ich stell mit das schwierig "zu treffen" vor, also quasi das Trennbrett drummrum zubauen. Wenn du verstehst was ich meine?


Grüße

Joachim
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Christian Grassmann
27 Juni 2008, 08:01 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo Otzelpeitz,

die Gitarre wird so wie sie auf den Bilder liegt, auf dieser Platte befestigt. Unter die Kopfplatte kommt ein Brett, welches mit der Oberseite der Kopfplatte bündig abschließt (in der Lage ist das die Unterseite).

Das ist dann die Trennebene. Dieser Übergang wird anschließend mit Knetmasse abgedichtet.

Ich hab zur Erklärung mal Bilder von einer Airbox angehängt. Hier benötige ich auch eine Trennebene, da das Teil hinterschnittig ist, und die Form 2 teilig aufgebaut werden muß - man schiebt dann die Halbschalen seitlich herunter.

Zunächst wird die Trennebene festgelegt, hier mittig, und ein Brett den äußeren Umrißen entsprechend grob ausgeschnitten.

Nach dem Abdichten mit Knetmasse wird die Form und das Trennbrett 2x eingewachst. Dann muß Trennlack aufgespritzt werden.

Als nächstes folgt Formenharz (schwarze Pampe). In das Formenharz wird Glaskurzfaser eingestreut (wie teeren und federn). Darüber mehrere Lagen E-Glas. Damit hat man eine prima Kupplungsschicht erzeugt. Darauf zur Stabilisierung Laminierkeramik (Wie beim Gipsverband).....

Ich weiß, das klingt ein bißchen kompliziert - ist aber Formenbau-Standard.

Ich werde dazu wieder Bilder einstellen, dann kann man sich das leichter vorstellen.

Gruß Christian



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Echtholz
27 Juni 2008, 09:48 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Hallo Christian!

habe ja Deinen Baufortschritt vergangenen Freitag live gesehen.
Das wird ein super "Gerät"!
Die weiteren Bauabschnitte machen sicher schon jetzt jeden in diesem Forum hungrig nach mehr Info!
Die Bauausführung, Dein Können und Deine Beharrlichkeit in absolute Präzision lassen jeden Betrachter ins ehrfürchtige Staunen versetzen!
Alles erdenklich Gute für das weitere Gelingen Deines Projek´st!

Echtholz
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Otzelpeitz
27 Juni 2008, 09:58 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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ich kenne das prozedere. Zumindest theoretisch. Ich hab deine Beschreibung aber leider nicht nachvollziehen können. Du machst die Trennebene schon komplett längs an der Gitarre entlang, oder? In der Beschreibung klingt es so, als würdest du nur an der Kopfplatte eine Trennebene haben. Das bringt aber nichts (denke ich) weil dann dai gesamte Form nciht 2-Teilig werden kann.

Egal, ich warte einfach auf die Bilder Dann verstehe ich es auch! Sieht schon mal hammermäßig aus!

Hast du überlegt, mit Designgeweben zu arbeiten? Ich meine diese eingefärbten Carbon-Faßern. Gibts in Rot, Silber etc. Das wär sicher ein cooles feature


Grüße

Joachim
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Christian Grassmann
27 Juni 2008, 11:43 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo Joachim,

ja, die Trennebene verläuft über die gesamte Gitarre - Decke - Hals - Kopfplatte.
Nur bei der Kopfplatte benötige ich dieses abgewinkelte Brett.

Die erste Gitarre soll in "natur" (soweit man das bei dem Material überhaupt aussprechen darf) gehalten werden - also 100% schwarz.

Ich gehe eh davon aus, daß ich einige Decken-Varianten bauen und testen muß, bis ich mit dem klanglichen Gesamtergebnis zufrieden bin.

Mal sehen, zu welchem Design ich mich dann hinreißen lasse.

Gruß

Christian
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Sese
27 Juni 2008, 11:44 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Tolle Sache! Bin begeistert!!! Kannst du ein Sound-Sample einstellen, wenn du fertig bist (und wenn du Zeit dafür hast). Fänd ich spannend...
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Christian Grassmann
28 Juni 2008, 20:28 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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und weiter geht`s!

Nach nochmaligem feinschleifen wurde die Meisterform auf der Arbeitsplatte fixiert und die Trennebene für die Kopfplatte festgelegt.

Danach Übergänge mit Knetmasse verschlossen und 2x gewachst. Zwei Schichten Trennlack aufgesprüht und "teeren und federn" kann beginnen.

Formenharz weiß und Kurzglasfaser als Kupplungsschicht. Dann 2 Lagen E-Glas. Jetzt noch Laminierkeramik und aushärten.

Morgen geht`s weiter

Christian



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Christian Grassmann
29 Juni 2008, 09:28 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Zu guter Letzt kommt noch die Laminierkeramik drauf. Diese besteht aus E-Glas Scheindreher-Gewebe und einem sehr harten Gips. Das Durchhärten dauert je nach Temperatur 1-2 Tage.

Am Montag werde ich entformen.

Bis dann

Christian



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Deerbridge
29 Juni 2008, 11:02 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo Christian,

sehr interessantes Projekt !

Aber eine Frage: Es sieht auf den Bildern so aus, als würde Korpus und Hals auf einer absolut geraden Fläche liegen. Wie machst du das mit dem Halswinkel ?

Gruss, Martin


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damndan
29 Juni 2008, 13:02 Diesen Beitrag einem Moderator melden

Kein Schaden; keine Entschädigung.
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Hi!
Ja, jetzt wo man sieht, wie eigentlich mit den Materialien verfahren wird, bekommt man doch einen etwas anderen Blick... Ich finde das sehr spannend und freue mich schon sehr auf das Ergebnis!
Weiterhin viel Erfolg!

Zitierter Text
Wie machst du das mit dem Halswinkel ?

Na ganz einfach: Er macht keinen
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Christian Grassmann
29 Juni 2008, 18:08 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo zusammen,

der Halswinkel ist mit 1,5mm eingearbeitet (Übergang Decke / Steg Kopfplatte - siehe Beitrag Nr. 27 erstes Bild, dort wurde beim Verkleben ein Furnierstreifen mit 1,5mm untergelegt).

Ich hab mich da mit Echtholz abgestimmt. Direkte Erfahrungswerte gibt es ja nicht.

Auch ein Hals aus CFK wird sich verbiegen - ich denke die 1,5mm sollten passen. In gewissem Maße läßt sich der Halswinkel ja auch noch über die Tussrods einstellen (die kommen zumindest bei der ersten Gitarre rein).

Über die Rovingeinlagen kann man die Halsbiegung sehr stark beeinflussen. An die richtige Dimensionierung muß ich mich durch Versuch herantasten.

Gruß

Christian
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Christian Grassmann
01 Juli 2008, 21:40 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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....heute wurde endlich entformt. Die Oberfläche ist sehr schön geworden. Ich werde noch ein bißchen feinschleifen und abschließend polieren.

Gruß

Christian



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Franz Altwein
01 Juli 2008, 22:20 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Wow. Die Oberfläche sieht ja sehr gut aus. Wenn man einmal die Hohlformen hat, kann man die doch immer wieder benutzen oder? genial =)
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Otzelpeitz
01 Juli 2008, 23:11 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Sieht gut aus. Jetzt bin ich gespannt, wie du die Oberseite gestalten wirst.


Grüße

Joachim
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Christian Grassmann
02 Juli 2008, 06:45 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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ja, die Negativformen sind für einige 100 Teile gut. Das macht die Sache ja so interessant. Bei Bedarf können die Negativformen auch noch angepaßt werden - das bedeutet, daß leichte Geometrieänderungen jederzeit eingearbeitet werden können.

Dafür ist der Aufwand an Zeit und Material auch relativ groß.

Das Schöne ist, daß ich jetzt viele unterschiedliche Design-Varianten (damit meine ich die Lage und Anzahl der Stringer / CFK Rovings / UD-Bänder / Sandwichlagen) kombinieren kann, bis ich das gewünschte Ergebnis erzielt habe.

Jetzt geht die Arbeit erst los - aber gerade das macht ja auch Spaß!

Übrigens habe ich gestern bei Rainsong gestöbert. Die machen die Decke tatsächlich ohne Bracing.....das gibt mir zu denken. Jetzt bin ich wieder mal unschlüssig.....mal schaun, wahrscheinlich mache ich zum testen 2 Decken. Eine mit Bebalkung und eine nur mit CFK. Danach kann ich Gewicht und Steifigkeit miteinander vergleichen. Falls hier noch jemand Ideen hat, laßt mich nicht dumm sterben.

Gruß

Christian
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jhgitarren
02 Juli 2008, 08:35 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Die Frage wäre ja, ob man nicht eine Art "Schrägseilbrücken Konstruktion" bei der Decke machen könnte. Also unter der Bridge ein kurzer Querbalten und mit Kohlefaserrovings freischwebende Abstützungen richtung Oberbug und Endblock macht, die dann die Saitenkräfte aufnehmen. Verstehst du, was ich meine?

Jörg
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marti
02 Juli 2008, 11:39 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Danach Übergänge mit Knetmasse verschlossen und 2x gewachst. Zwei Schichten Trennlack aufgesprüht und "teeren und federn" kann beginnen.

Formenharz weiß und Kurzglasfaser als Kupplungsschicht. Dann 2 Lagen E-Glas. Jetzt noch Laminierkeramik und aushärten.


Sehr cooles Projekt. Bin gespannt, wie es weitergeht. Speziell, wie der Kohlefaserhals wird ...

Ich hab vor mehr als 20 Jahren auch mal eine Ovation Legend und eine Art Adamas gebaut, aber (natuerlich) keine Ahnung von Formenbau gehabt. Und meine hatten einen Hals und eine Decke auf Holz.
Grosser Unterschied: Ich habe direkt auf die Positivform ("Meistermodell") die Lagen GF aufgebracht und dann (bei Zimmertemperatur) mit Harz laminiert. Getrennt habe ich seinerzeit mit Folie ... war eine mords Sauerei ... hätte einfach an Wachs denken müssen ... die Prozedur des Trennens hat aber problemlos funktioniert ...

Jetzt meine Fragen an dich als Profi:
1. Aus welchen Materialien ist die Form genau? Welches Trennmaterial verwendest Du? Ich greif's nochmal an, sollte ich eine Negativform aus meiner Meisterform bauen?
2. Wie machst Du die Aussenoberfläche der Roundbowl, glatt ist nämlich ziemlich rutschig und unpraktisch ... ich habe damals groben Sand (!) in den Lack gemischt. Wird super. Dämpft (ist ja gut). Halt ein wenig schwerer (100g).
3. Wie löst Du das Gesundheitsproblem? Harze sind saugiftig, schleifen, sägen fällt eigentlich dann deshalb auch aus ...

Nochmal: Cool, wirklich cooles Projekt. Respekt!

Marti
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zoom
02 Juli 2008, 15:30 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Holla die Waldfee...so eine Badewanne will ich auch haben   das ist alles sehr professionell...und nochmal, endlich mal wieder was ausgefallenes!


Die Menschheit ist ein Furz im Orkan des Lebens, an einem Furz ist die Welt noch nie untergegangen.

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rumblebird
02 Juli 2008, 15:48 Diesen Beitrag einem Moderator melden

stay tuned!
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Ich bin etwas beruhigt, dass ich scheinbar nicht der einzige bin, der die Form spontan mit einem Waschbecken assoziiert hat  

Und gespannt bin ich auch, obwohl ich nicht mal drüber nachdenken würde, ob ich sowas selbst mache


"In three words I can sum up everything I've learned about life: it goes on."
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Christian Grassmann
02 Juli 2008, 16:50 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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[quote=1008]


1. Aus welchen Materialien ist die Form genau? Welches Trennmaterial verwendest Du? Ich greif's nochmal an, sollte ich eine Negativform aus meiner Meisterform bauen?

Als Basis benötigt man ein Formenharz das relativ hart ist und sich gut polieren läßt, ich verwende das Formenharz P von R+G. Danach kommen Glaskurzfasern in die nasse Formenmasse (Konsistenz wie Quark). Nach angelieren 3-4 Lagen E-Glasgewebe und zum Schluß Laminierkeramik.
Als Trennmittel Mirror Glace....du ahnst es auch von r+......

http://www.r+g.de  - dort ist ebenfalls ein Forum. Die helfen auch gerne weiter.

Material gibts alles von R+G online  

Vorteil: die haben die Besten Informationen / Handbücher auch für Anfänger

Nachteil: leider Preise wie in der Apotheke

2. Wie machst Du die Aussenoberfläche der Roundbowl, glatt ist nämlich ziemlich rutschig und unpraktisch ... ich habe damals groben Sand (!) in den Lack gemischt. Wird super. Dämpft (ist ja gut). Halt ein wenig schwerer (100g).


Zunächst werde ich die untere Kante durch ein zusätzliches Formteil verschließen. Diese Kante ist dann wie bei jeder anderen Gitarre eckig. Das Formteil wird ebenfalls aus CFK und außen am Korpus befestigt, so daß es keine klangverändernde Wirkung hat. Dieses Teil werde ich mit Klettverschluß befestigen (akustisch entkoppelt). Falls die Gitarre dann immer noch rutscht möchte ich das lösen wie beim Surfbrettbau, dort nimmt man Quarzsand und bläst diesen in das nasse Laminat. Das werde ich aber nur an sehr wenigen Stellen so umsetzten.

3. Wie löst Du das Gesundheitsproblem? Harze sind saugiftig, schleifen, sägen fällt eigentlich dann deshalb auch aus ...

Das Problem mit Bispenolharzen ist durch geeignete Hautschutzmittel und Atemmasken zu lösen. Persönlich habe ich bislang auch kein Problem bei ungeschützem Hautkontakt (allergische Reaktion). Wesentlich wichtiger ist eine gute Schutzmaske beim Schleifen. Die Stäube sind krebserregend.

Das klingt jetzt drastischer als es wirklich ist - alles in allem ist das für mich ein prima Hobby, bei dem man sehr frei im Design arbeiten kann.


Falls es bislang noch nicht rübergekommen ist, vielen Dank für die vielen positiven Reaktionen auf das Projekt - sowas motiviert ganz gewaltig.

Gruß

Christian

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Christian Grassmann
02 Juli 2008, 18:35 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Die Frage wäre ja, ob man nicht eine Art "Schrägseilbrücken Konstruktion" bei der Decke machen könnte. Also unter der Bridge ein kurzer Querbalten und mit Kohlefaserrovings freischwebende Abstützungen richtung Oberbug und Endblock macht, die dann die Saitenkräfte aufnehmen. Verstehst du, was ich meine?

Jörg


Hallo Jörg,

so etwas ähnliches schwebt mir vor. Beim Surfbrettbau werden sog. T-Stringer in den Styropor-Blank einlaminiert.

Über die Höhe dieses Stringers läßt sich das Widerstandsmoment beeinflussen. Ich hab mal Bilder dazu eingestellt.

Diese Stringer bestehen rein aus CFK Gewebe. Man kann in der Mitte auch einen Furnierstreifen zur Versteifung einlaminieren. Die Stringer könnten auch sternförmig oder in A bzw. X Bracinganordnung anlaminiert werden.

Gruß

Christian



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Christian Grassmann
03 Juli 2008, 08:13 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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die Stringer stehen dann natürlich wie die Balken nach oben, und werden unten mit den beiden Schenkeln an die Decke laminiert - da gibt`s kein Styropor.

Gruß

Christian
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Christian Grassmann
10 Juli 2008, 09:36 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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...wer suchet der findet....

Ich hab mal im Internet gestöbert. Dabei bin ich auf folgende Seite gestoßen:

http://www.compositeacoustics.com


Die produzieren ebenfalls CFK Gitarren. Interessant ist die Ausführung des Bracings (siehe Bild). Außerdem verwenden die keine Tussrods.

Jetzt bin ich halt wieder am grübeln. Aber da hilft nur eins => nur Versuch macht kluch!

Also bau ich halt mal verschiedene Varianten.


Gruß

Christian



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10 Juli 2008, 10:34 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Außerdem verwenden die keine Tussrods.


das wird bei einem Hals, der ohnehin nur aus Kohlefaserroving besteht, wohl auch kaum nötig sein. Such mal nach Carbonstab, da findest du eine Menge Diskussionen zum Thema Halsstab aus Carbon. Da experimentiere ich auch gerade mit, ein Ergebnis ist aber leider noch nicht absehbar. Der Armin Dreier (Trinkweinfix) hat gute Erfahrungen mit Carbonstäben in Akustikgitarren gemacht.


Grüße

Joachim
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12 Juli 2008, 20:35 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Hallo Christian,
bin begeistert! Ich meine, das ist sicherlich kein "boa, was für ein schönes Binding, tolle Rosette und die Einlagen am..." aber finde es super cool, so was zu starten und dann auch so detailliert zu dokumentieren und mit uns zu teilen. Danke!

Bei der Deckenbeleistung oder nicht kamen mir ein paar Gedanken in den Kopf. Zum einen habe ich einen Erfahrungswert der besagt, dass wenn ich den Steg mit ca. 5kg belaste (Gewicht vorsichtig drauflegen), die Decke ca. 0,5-0,7mm nachgibt.
Also wichtiges Kriterium ist die Dynamik der Deckenaufhängung. Wenn du mal eine Stahlsaitengitarre auf den Kopf stellst, mit den Daumen deiner Hände einmal links und einmal rechts auf den Steg drückst merkst du, dass sich dieser bewegt. Je mehr er sich bewegt, umso dynamischer ist die Ansprache und auch lauter. Vergleiche mal hierzu eine Klassikgitarre. Da ist es viel extremer. Da gibt es aber auch ein Maximum. Irgendwann klinkt sich die Decke aus und sie reißt.
Ist die Bebalkung zu steif, wirkt die Decke nicht als Membran und sie klingt nicht.

Habe ganz gute Ergebnisse bei solchen Tests erzielt, wenn ich die Decke in einen Holzrahmen spannte, der den Umriss der Gitarre hatte. So kommt man gut unten ran und kann shapen.

Viel Erfolg weiterhin!





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Keep on building!
Andreas
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13 Juli 2008, 19:46 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Hallo zusammen
(mein erster Post)

Sowohl das Projekt als auch die Erklärungen sind toll. Ich habe etwas Ahnung von FVK und auch ein bisschen praktische Erfahrung, aber  bei weitem nicht so viel. Schön auch, dass so viele (Hobby-) Gitarrenbauer hier mit positiver Aufgeschlossenheit reagieren und nicht mit dem hartnäckigen, abergläubisch-nichilistischen Traditionalismus der meisten (Akustik-)Gitarristen, die ich kenne (Gitarre aus Kuststoff? HaHa, das KANN doch nicht klingen, hat keine Seele, sieht furchtbar aus...)

Es wäre mit Sicherheit interessant, statt 90°-Gewebe (Leinwand, Köper) unidirektionales oder/und 45°-Gelege zu benutzen, dann hat man den gesammten Faserverlauf und somit die akustisch relevanten Eigenschaften noch besser als bei Holz in den Griff. Ist leider nicht billig, die vielen Möglichkeiten auszuprobieren...
OT: interessant wäre auch, die seit einiger Zeit erhältlichen Basaltfasern auszuprobieren, zumindest für eine E-Gitarre. Dann kann man auf jeden Fall behaupten, es sei eine echte Rock-Gitarre  
Gruss,
Martin
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Christian Grassmann
14 Juli 2008, 08:00 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo Andreas,

zunächst vielen Dank für die Hilfe beim Bau der Gitarre. Ich teile den Werdegang dieses etwas ungewöhnlichen Projekts bis zum ersten Soundcheck gerne mit euch.

Natürlich hat das nix mit klassischem Gitarrenbau, bzw. den ursprünglichen Materialien zu tun - aber gerade die vielseitigen Möglichkeiten des Designs mit CFK (wie Martin es beschreibt - dort eine Lage mehr, UD Bänder in x/y/z Richtungen) eröffnen ungeahnte Möglichkeiten - mehr, als das mit Holz möglich wäre. Das bei Festigkeiten und Gewichten, die mit anderen Baustoffen wohl schwerlich darstellbar wären.

Grundsätzlich hätte ich mich ernsthaft nie mit dem Bau eines Instruments befasst, wenn ich nicht die Unterstützung durch euch - das Gearbuilder Forum - gehabt hätte.

Als Gitarrenbau-Lehrling (bloody beginner) würden wohl die ersten Gitarren mehr für den Schrottcontainer als denn zum spielen geeignet sein (mal abwarten wie viele Versuche das werden...).

Daher bin ich sehr froh, daß mir von sehr vielen Seiten Hilfe angeboten wird, die ich dankbar entgegenehme. Das Messen der Durchbiegung bei Belastung werde ich umsetzten und posten.

Da ich die letzte Woche mehr mit Instandhaltungsarbeiten an Oma`s Golf beschäftigt war (Kupplung/Gelenkwelle/Radlager...) konnte ich nicht mehr an der Form weiterarbeiten.

Das soll sich in dieser Woche aber ändern.

Ich werde wieder Bilder einstellen, sobald es Baufortschritte gibt.

PS: aus dem Film "making of.." hier noch ein paar Hardcopys. => Andreas, speziell die Anordnung des Bracings gefällt mir sehr gut. Ich möchte das bei meiner Gitarre so übernehmen.

Verblüffend ist für mich der Übergang mit den kleinen Balken. Diese stoßen nicht an das X-Bracing. Damit verliere ich zwar Steifigkeit, ich denke aber, daß damit die Decke ein besseres Schwingungsverhalten bekommt, und damit die Gitarre insg. auch lauter wird.

Was hältst Du davon?

Gruß

Christian




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da hab ich versehentlich ein Bild doppelt eingestellt....

Noch eine Frage:

Es sieht auf diesem Bild so aus, als ob die Decke 100% plan wäre?!? Wäre das denn sinnvoll?

Gruß

Christian



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Stef
14 Juli 2008, 18:46 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Joa das macht schon Sinn. Grundsätzlich kriegt man die notwendige Stabilität der Decke entweder mit reiner Deckenstärke, +Wölbung, und/oder +Bracing hin. Da CFK eh schon bei gleicher Stärke deutlich mehr Steifigkeit als Holz mit sich bringt, reicht ein entsprechendes Bracing aus um bei moderater Deckendicke und Gewicht dem Saitenzug standhalten zu können.


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14 Juli 2008, 20:52 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Hi Christian,
ob der Übergang überhaupt einen Einfluss hat kann man ganz schwer sagen. Ich unterstelle mal der Firma, dass sie auch eher aus dem "Bobbau" kommen und den CfK-Prozess beherrschen und nicht mit der Klangästhetik, so wie es z.B. Torres sich erarbeitet hat ewig gespielt haben.

Es sind halt zwei gänzlich unterschiedliche Ansätze. Der eine hat einen ganz speziellen Klang im Kopf und sucht diesen aus dem Instrument zu bekommen. Der andere baut und schaut, ob es nach Gitarre klingt und wenn es sich gut anhört und auch noch verkaufbar ist, umso besser
So erschließen sich die Grenzen und man tastet sich an neues. Das ist Freiheit und führt auf alle Fälle zu Ergebnissen. Aber jetzt gut der Philosophie...

Mein Ratschlag ist, die Decke auszuprobieren. Nach Chaldni mal unten einen 12-Zöller unter die Decke mit einem satten Verstärker und mit einem Frequenzgenerator mal ordentlich in Schwingung gebracht. Mit Teestaub aus z.B. Hagebutten-Teebeuteln bestreut ergeben sich bei Resonanzen Muster. Z.B. ein Kreis um die Brücke. Dieser sollte möglichst gleichmäßig und spiegelbildlich sein. Wenn eine Seite des Kreises weniger weit außen ist, dann ist die Decke auf dieser Seite steifer und ich würde die Balken dort schwächen. Was ja recht lustig ist mit dem Material.
Sind also zwei Faktoren: einmal die Steifigkeit allgemein (mm/kg) und dann die Gleichmäßigkeit. Da das Material eh sehr stabil ist, halte ich die Balken für zu hoch und damit die Decke für zu steif. Aber wie gesagt, kenne das Material nur von Bildern.

Romanillos sagt, dass nahezu das gesamte Geheimnis des Klangs in der Decke sich befindet.



Keep on building!
Andreas
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powpow
22 Juli 2008, 10:53 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Ich bin zufällig auf diese Diplomarbeit gestoßen, vielleicht ist sie für euch interessant.

http://www.mls-margolf.de/downloads/Diplomarbeit_Nikolay_Chervenkov.pdf

Gruß Steffen
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Christian Grassmann
22 Juli 2008, 20:05 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo Steffen,

die Diplomarbeit kenne ich. Der Verstellemechanismus für die Saitenlage ist genial.

Was mir nicht so gefällt, ist das Überlaminieren der Decke mit den Balken. Das Gewebe ist nicht ausreichend flexibel, damit kommt es im Übergangsbereich der Balken / Decke zu Hohllagen. Ich kann aber auch nicht bewerten, in wie weit das den Klang beeinflußt.

Momentan komm ich leider nicht dazu, an der Negativform weiter zu arbeiten. Ab August werd ich wieder aktiv.

Für die Decke hab ich mir folgende Varianten überlegt (jeweils von Außen nach innen):

A. 2 Lagen CFK 204g/m²
    0,5mm Birkenfurnier im 60° Winkel (analog Adamas)
    2 Lagen CFK 204g/m²

B. 2 Lagen CFK 204g/m²
    2 Lagen UD 80g/m² in jeweils 45° zur Längsachse
    2 Lagen CFK 204g/m²
  
zuerst beide Varianten ohne Balken, danach Belastungstest wie von Andreas beschrieben, und wo nötig Einsatz von Balken.

Gruß

Christian
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Christian Grassmann
01 August 2008, 09:50 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Es geht weiter....

Die Form ist gestern feingeschliffen und poliert worden. Danach wurden 3 Schichten Trennwachs aufgetragen, und nach dem Ablüften dieses auspoliert. Ist gar nicht so einfach bei der Waschbeckenform. Bei glatten Flächen geht das prima mit der Maschine, hier kann man nur von Hand arbeiten.

Den Lageplan für die CFK Gewebe und UD Bänder habe ich angefertigt. Heute erfolgt das konfektionieren der Gewebelagen und UD Bänder. Danach trage ich eine erste Lage Epoxidharz in die Form auf, und lasse diese aushärten. Damit liegt später das CFK Gewebe nicht direkt an der Form an, und die Harzschicht dient als Gelcoat.

Ich vermeide dadurch, daß ich beim späteren feinschleifen die CFK Lagen anschleife.

Noch eine Frage an die Profis.

Da die Decke eine ähnliche Funktion wie eine Lautsprechermembran hat, kann ich mir vorstellen, daß ein dünner Rand (zur Zarge hin) das Ansprechverhalten und den Wirkungsgrad verbessern.

Die Idee ist nun folgende.

Ich kann durch die Anzahl der CFK Lagen die Steifigkeit und Deckendicke am Rand verändern (ähnlich wie man das mit einer Holzdecke macht).

Die Festigkeit kann ich durch einlaminierte UD Bänder gewährleisten (kein Ausbeulen der Decke am Rand).

Was haltet ihr davon, und wenn ja, wie breit soll dieser Bereich (ähnlich der Gummisicke eines Lautsprechers) sein. Die Außenseite der Decke bleibt dabei unberührt.

Vorab vielen Dank für euere Tips

Christian
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capricky
01 August 2008, 10:18 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Die Idee ist nun folgende.

Ich kann durch die Anzahl der CFK Lagen die Steifigkeit und Deckendicke am Rand verändern (ähnlich wie man das mit einer Holzdecke macht).

Die Festigkeit kann ich durch einlaminierte UD Bänder gewährleisten (kein Ausbeulen der Decke am Rand).

Was haltet ihr davon, und wenn ja, wie breit soll dieser Bereich (ähnlich der Gummisicke eines Lautsprechers) sein. Die Außenseite der Decke bleibt dabei unberührt.

Vorab vielen Dank für euere Tips

Christian


Ich glaube da kann Dir keiner raten. Du leistest ja praktisch Pionierarbeit. Was richtig oder falsch war, erfährst Du erst im nachhinein, der Nachteil der empirischen Methode - "cry and terror", wie es der Weihnachtsmann hier in seiner Signatur zu stehen hat. Ich habe auch gar keine Vergleiche (Wer zerlegt schon mal eine Adamas?  )
Ach einen Tipp habe ich doch   - "Gitarrenlautsprecher" sind immer hart aufgehängt, die haben keine Gummisicken.

capricky

ps: Ich mag diesen thread, spannendes Projekt, hervorragend dargeboten!
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01 August 2008, 10:31 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Ich mache das bei meinen Gitarren auch, indem ich die Decke zu den Rändern hin ein paar 1/10 dünner hobele. Insofern macht es schon Sinn, die "Aufhängung" so flexibel wie möglich zu gestalten. Taylor macht seit einiger Zeit Decken mit einem "relief cut" - einer umlaufenden Nut am Rand - das soll auch den Ton verbessern. Insgesamt wirst du es aber wirklich ausprobieren müssen - da sind die klanglichen Parameter einfach zu komplex um sie vorherzusagen ....
Viel Spaß

Jörg
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Christian Grassmann
03 August 2008, 19:51 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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na endlich kanns losgehen.

Zuerst werden anhand von Papierschablonen die groben Abmessungen für die CFK Zuschnitte ermittelt. Danach können die 4 Lagen konfektioniert werden - Bild 1.

Dann wird die erste Lage CFK 204g/m² eingelegt und mit Epoxidharz und Modlerpinsel bzw. Roller an die Negativform angelegt. Durch die sog. Köperbindung ist das Gewebe auch an Radien einsetzbar. Ist zwar ein bißchen "tricky" aber mit etwas Übung geht das schon.

Ich beginne zuerst mit der Kopfplatte und dem Hals - Bild 2. Am Hals findet der Übergang zum Korpus statt (die Gewebelage des Korpus wird später auf die Lage des Halses gelegt). Da die Kopfplatte scharfe Kanten aufweist, folgt das CFK Gewebe diesen nur sehr widerwillig, und es würde eine Hohllage im Eck entstehen. Dafür wurde die CFK Platte als Einleger angefertigt. Diese presst das Gewebe 100%ig auch in sehr enge Radien - das Vakuum alleine würde es später nicht schaffen, außerdem verstärkt diese Platte später den Bereich der Kopfmechaniken - Bild 3 und 4.

Nach und nach werden alle 4 Gewebelagen laminiert - Bild 5.

Am Hals und Kopfstück sind 7 Lagen CFK Gewebe bzw. UD-Gewebebänder einlaminiert worden. Beim Übergang zum Korpus wurden die Bänder gemäß der Krafteinleitungsrichtung verlegt - Bild 6,7.

Nachdem der Laminiervorgang abgeschlossen ist, wird eine sog. Abreißgewebe aufgebracht. Dieses verklebt oberflächlich mit dem Laminat, und sorgt dafür, daß die Innenseite für weitere Laminiervorgänge eine geignete Oberfläche erhält. Das Abreißgewebe wird nach dem Aushärten - wie der Name schon sagt - einfach durch abreißen vom CFK getrennt. Es bleibt eine sehr gleichmäßig rauhe Oberfläche zurück.

Nach dem Abreißgewebe wird alles mit Klebebändern an der Form fixiert. Jetzt muß noch ein Absaugvließ eingelegt werden. Dies hat 2 Wirkungen. Zum einen wird damit überschüßiges Harz abgesaugt, zum anderen könnte ohne das Vlies das Vakuum nicht in die letzten Ecken und Kanten vordringen. Der Unterdruck würde nur an der unmittelbaren Absaugstelle anliegen, der Rest wäre dann ohne Anpressdruck - Bild 8

Als letzter Akt kommt das alles in einen Vakuumsack, der mit Klebeband verschlossen wird. Dann Pumpe einschalten und einen Unterdruck von min. 0,6 bar aufbauen - siehe Manometer - Bild 9.

Dann das Gesamtpaket unter die Heizstrahler und bei ca. 50-60°C über Nacht aushärten lassen - und Morgen wird entformt.

Was bin ich gespannt!!!!!!

.....mit dem Laminierpinsel winkend.....

Christian



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Christian Grassmann
03 August 2008, 20:00 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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ein paar Bilder fehlen noch.....



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zoom
04 August 2008, 06:02 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Ich verwendet dieses Wort nur ungerne...aber hier ist es angebracht:

DAS ist GEIL!


Die Menschheit ist ein Furz im Orkan des Lebens, an einem Furz ist die Welt noch nie untergegangen.

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Christian Grassmann
04 August 2008, 20:22 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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heute war entformen dran, ging relativ problemlos.

Zuerst wird das Saugvlies mit dem Abreißgewebe entfernt, dann der Rand grob beschnitten.

sieht wirklich toll aus - extrem leicht und doch stabil.

Ich habe den Bereich um den Hals weiter mit Hybridgewebe (Kevlar / Carbon) verstärkt, und werde morgen am Halsübergang arbeiten. Dazu wird ein Sandwichaufbau erstellt - Halbschale aus Hart PVC, mit dem Heißluftföhn vorgeformt.......

Bis dann

Christian



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Christian Grassmann
05 August 2008, 20:42 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Heute war der Hals und die Decke dran.

Der Hals wird durch eine Sandwicheinlage versteift. Dazu verwende ich Hart PVC. Das Material wird auch für den Surfbrettbau eingesetzt.

Hart PVC ist sehr druckstabil und dient in erster Linie als Abstandshalter zwischen der oberen und unteren CFK Lage.

Mit einem Heißluftföhn wird das Material der Halsform angepaßt. Danach werden beide Seiten mit 2 Lagen CFK überzogen. Dieses halbe Rohr ist sehr biegesteif. Es wird über ein weiteres Hartschaumstück mit dem Korpus verbunden. Derzeit härtet das Halbrohr und Verbindungsstück aus.

Die ersten 4 Lagen der Decke sind laminiert.

1x 204g CFK,
1x 80g UD in 45°,
1x 80g UD in 45° (90° entgegen der ersten UD Lage),
1x 204g CFK

Alles auf einer planen Platte mit Vakuumtechnik.

Auf einem Bild sieht man wie die UD Lagen 90° gedreht zueinander aufgelegt werden.
Das Abreißgewebe ist bereits abgenommen.

Morgen Decke entformen und Halseinlage einlaminieren.

Gruß

Christian






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06 August 2008, 19:10 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Auch wenn das nichts mehr mit klassischem Gitarrenbau zu tun hat...DAS ist der abgefahrenste Bauthread den ich je gelesen habe!   Leider kann ich nur staunen aber nicht mitreden  

*Zoom....kannst Die Klappe wieder zumachen*


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Christian Grassmann
06 August 2008, 20:48 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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...im Urlaub da geht halt was....

Hier der Einbau des Sandwich-Halbrohrs zur Halsversteifung. Das Teil wurde mit Schaumtreibmittel laminiert. Das Schäumen sorgt dafür, daß kleine Spalte mit Epoxidharz zugeschäumt werden (siehe Bild).

Die Verklebung ist extrem stabil und man spart deutlich Gewicht. Angepresst wurde das Teil mit Hilfe eines alten Surfmasten (der Durchmesser hat ideal gepaßt).

Im Korpus ist diese Halbschale mit der "Haifischflosse" durch 2 CFK Bänder anlaminiert. Damit können die Belastungskräfte ideal aufgenommen werden (ich konnte mir das Blödeln einfach nicht verkneifen).

Die Decke ist nun entformt - sieht sehr gleichmäßig und glatt aus. Da brauchts keine Nacharbeit mehr. Wie bei der Adamas habe ich 0,5er Birkenfurnier mittig auf Stoß auflaminiert. Darüber eine Lage CFK 204g.

Gruß

Christian



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mlg
07 August 2008, 09:14 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo Christian,

interessantes Projekt!
Kannst Du die Decke mal wiegen, wenn Du sie ausgesägt hast. Würde mich interessieren.

Grüße Matze
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Christian Grassmann
07 August 2008, 20:11 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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also erst mal zur Frage von Matze,

die Decke ohne Schalloch und Bracing wiegt exakt 309g. Mir kommt das sehr schwer vor. Es sind auch 5 Lagen CFK verbaut + 0,5mm Birkenfurnier. Die Decke ist im Überlappungsbereich der letzten Innenlage / zwischen den beiden UD Bändern 1,6mm stark. In den Außenbereichen 1,4mm.

Was wiegen Fichtendecken dieser Größe im allgemeinen?

Der Korpus mit vollständigem Hals wiegt 899g - das kommt mir eher etwas leicht vor.

Heute habe ich das Laminat für die Bracings und das Griffbrett angefertigt.

Die Bracings werden aus einer Platte ausgeschnitten die aus folgenden Lagen besteht:

1x 204g CFK Gewebe
2x 80g CFK unidirektional
1x 5mm Balsabrettchen
2x 80g CFK unidirektional
1x 204s CGK Gewebe

Durch den Aufbau mit den UD Lagen können die entstehenden Biegekräfte sehr gut aufgenommen werden.

Das Griffbrett besteht aus 10 Lagen CFK Gewebe 204g. Der Aufbau erfolgte asymmetrisch. Nach 2 Lagen CFK kommt eine Hart PVC Platte. Danach die restlichen Lagen CFK.

Der asymmetrische Aufbau deswegen, weil beim Setzten der Bünde ca. 3mm tief eingeschnitten werden muß. Da ich auf keinen Fall die oberen CFK Lagen durchtrennen möchte, mußte die PVC Platte "tiefergelegt" werden.

Das Halbrohr im Hals ist mit einer PVC Platte verschlossen worden. Danach habe ich die gesamte Halsoberseite auf einer großen Platte auf Maß geschliffen (Halsdicke 1. Bund ohne Griffbrett 17mm).

Die Kopfplatte habe ich angerissen und die Löcher für die Mechaniken gebohrt. Danach wurde von der Oberseite die Hartschaumplatte in dem Bereich der Löcher mit einem 20er Fräser aufgebohrt (nur bis zur untersten CFK Schicht). Diese Löcher sind anschließend mit einem Gemisch aus Epoxidharz, Baumwollflocken und CFK Pulver verschlossen worden. Damit hat man eine sehr stabile Basis für den späteren Sitz der Mechaniken.

Danach 3 Lagen CFK darüber, und mit einem geraden Brett und Abreißgewebe auf dem Kopf zum Härten beiseite gelegt.
So lassen sich sehr einfach absolut gerade Flächen laminieren.

Derzeit tüftle ich noch am Layout der Bracings. Ich kann mich momentan nicht entscheiden, ob ich das Schalloch mittig setzte, oder eher asymmetrisch nur vorne, oben.

Mal schaun....

Gruß, der Harzpantscher

Christian



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Christian Grassmann
08 August 2008, 20:55 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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heute wurde das Laminat für die Balken und das Griffbrett entformt.

Die Balken sind auf eine Höhe von 13mm geschliffen worden. Das Griffbrett habe ich mit dem Winkelschleifer und einer dünnen Trennscheibe zugeschnitten - geht sehr einfach, macht aber eine Menge Staub.

Danach das Layout für die Bebalkung. Da hab ich mich länger damit gespielt.

Es wird ein X-Bracing mit seitlichem, tropfenförmigen Schalloch werden - siehe Photo.

Morgen treff ich mich mit Echtholz, um die Decke akustisch zu vermessen und den Bebalkungsplan zu detaillieren.

Gruß

Christian



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Christian Grassmann
09 August 2008, 21:45 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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heute war ich bei Echtholz, um die Decke zu vermessen. Mein Verdacht, daß die Decke mit 5 Lagen CFK und 0,5mm Birkenfurnier zu schwer ist, hat sich leider bestätigt (309g).

Die Resonanzfrequenz liegt bei 205Hz. Ich hab heute schon eine 2te Decke laminiert. Diesmal in Leichtausführung.

1x CFK 204g im 45° Winkel
1x Birkenfurnier 0,5mm 0° Winkel
1x CFK 204g im 45° Winkel

Morgen entformen und beschneiden, danach akustisch vermessen - bin schon gespannt.

Das Griffbrett habe ich auf Radius geschliffen und danach 5 Lagen CFK Gewebe 204g laminiert.

Das mit dem Sägen der Bünde wird wohl etwas aufwendiger. Mit einer normalen Japansäge brauch ich erst gar nicht anfangen, da nach 3 - 5 Schlitzen das Blatt stumpf ist.

Ich werd mir da irgenwas mit Dremel und Trennscheibe einfallen lassen.

Ansonsten hab ich am Korpus weitergearbeitet. Die Klebefläche zur Decke wurde durch das Einkleben der PVC Streifen verbreitert. Danach mit einer Lage überlaminiert.

Falls euch was zum Bünde sägen einfällt, laß mich bitte nicht dumm sterben.

Gruß

Christian



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Ibanez Player
10 August 2008, 09:32 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Zu den Bundshclitzen.Man kann auch den Zapfen unten wegmachen und dann die Krone aufs griffbrett kleben.So macht das z.B. Parker.Ist sicher einfacher als die Bundschlitze einzusägen.

Ich muss sagen das das wohl das spannendste Projekt im ganzen Forum ist.Vorallem weil das wirklich professionell gemacht wird.

Lg
Chris
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zoom
10 August 2008, 15:35 Diesen Beitrag einem Moderator melden

Das Leben ist die Summe aller Wege
Hiesiger Untermotz
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...
Ich werd mir da irgenwas mit Dremel und Trennscheibe einfallen lassen...


wie wärs mit Hartmetallfräser aus der Leiterplattenfertigung?


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Christian Grassmann
10 August 2008, 20:24 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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danke für die Hinweise bezüglich des Bundschlitze. Ich erkundige mich mal, welche Fräser da verwendet werden.

Es freut mich sehr, daß euch der Baubericht gefällt. Ist halt mal was anderes, und vielleicht kann ja das Eine oder Andere auch bei eueren Gitarren verwendet werden - speziell die Balken sind meines Erachtens eine mögliche Alternative - sehr leicht und sehr hohe Steifigkeit.....

Die Decke hab ich entformt und beschnitten.

Jetzt ist das Teil deutlich leichter - 184g anstelle von 309g ist schon ein Wort. Ich bin sehr neugierig, welches Gesamtgewicht mit dem Bracing erreicht wird.

Die Anschlußfläche im Korpus ist vollständig überschliffen worden und das Griffbrett ist ebenfalls entformt.

Tja, und dann war ja noch Sonntag mit der Familie.......

Gruß

Christian
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Christian Grassmann
10 August 2008, 20:29 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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.....irgendwie bekomme ich die Bilder nicht rein...
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jhgitarren
10 August 2008, 21:03 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Von Proxxon gibt es ein Diamant Kreissägeblatt mit 0,7 Schnittbreite (ideal also für Bundschlitze) und 85mm Durchmesser.

Jörg
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Christian Grassmann
10 August 2008, 21:06 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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.....Proxxon - ja genau, ich schau morgen gleich zum Baumarkt.

Danke!

....und hier doch noch die beiden Bilder....



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Christian Grassmann
13 August 2008, 19:49 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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...bevor es morgen in den Surfurlaub geht, hier noch die letzten Bilder.

Das Griffbrett wurde nach dem Radiusschleifen nochmals mit 2 Lagen CFK überzogen.

Die Öffnung für den Ovation OP-Pro ist ebenfalls schon eingebracht.

Die Decke ist grob beschnitten (ca. + 1cm), und die Lage der Balken ist ebenfalls angezeichnet. Das Schalloch wird in Tropfenform asymetrisch eingebracht und hat die Fläche eines 98er Rundlochs.

Tja, jetzt ist erst mal Pause für die nächsten 10 Tage angesagt.

Ich freu mich jetzt schon darauf, wieder daran weiter zu arbeiten.

Gruß und Aloha

Christian




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Stef
18 August 2008, 20:29 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Leck mich am *****, du weißt echt was du tust! Bessere CFK Fertigung hab ich noch nirgends gesehen und das will was heissen. Reschbegt!


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18 August 2008, 22:46 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Hi Chris,

wer googled  suchet der findet im Internet ernstzunehmende Hinweise
auf Parker Klampfen, bei denen die aufgekleisterten Edelstahlbundstaebchen durch
mangelhafte Adhaesion abhanden kamen... Wer's trotzdem wagen moechte schaut
die Patente von Fishman und Parker an .. und bitte das Sandstrahlen oder
Anschleifen der Bunddrahtunterseite nicht vergessen...
und: Bunddraht aus Neusilber ist nur was fuer Weicheier!

Soloist

Zitiert von Ibanez Player
Zu den Bundshclitzen.Man kann auch den Zapfen unten wegmachen und dann die Krone aufs griffbrett kleben.So macht das z.B. Parker.Ist sicher einfacher als die Bundschlitze einzusägen.

Ich muss sagen das das wohl das spannendste Projekt im ganzen Forum ist.Vorallem weil das wirklich professionell gemacht wird.

Lg
Chris


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Christian Grassmann
26 August 2008, 21:07 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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endlich geht`s wieder weiter.

Das tropfenförmige Schalloch ist ausgeschnitten und verschliffen. Danach wurden die 15 Balken angefertigt.

Die Balken sind mit eingedicktem Epoxidharz mit der Decke verklebt (Harz und CFK gemahlen - dadurch läßt sich die Thixotropie einstellen - das Harz läuft nicht weg, und die Verbindung zwischen Balken und Decke bekommt eine höhere Festigkeit).

Die Kreuzverbindung habe ich durch CFK Rovings verstärkt.

Das Gewicht hat sich mit den Balken von 184g auf 217g erhöht.

Morgen mache ich einen Belastungstest und vermesse die Decke akustisch.

Gruß

Christian



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zoom
27 August 2008, 19:46 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Bei Holzstreben werden die Rücken immer abgerundet, Gabelförmig ausgeformt oder beidseitig abgeschrägt. Ich habe gelesen es soll sich dramatisch verbessernd auf die Soundqualität auswirken. Ich habe mich deshalb immer daran gehalten und nie das Gegenteil versucht. Ich denke das gilt auch für Streben aus Verbundmaterial.   Kommt das noch ?

Gruß Joachim


Die Menschheit ist ein Furz im Orkan des Lebens, an einem Furz ist die Welt noch nie untergegangen.

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Christian Grassmann
28 August 2008, 21:07 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo Joachim,

ich habe mich bei der Ausführung an die Balken von Composite Acoustics gehalten. Da haben die Balken auch einen rechteckigen Querschnitt.

Die Balken im nachhinein zu änder ist sehr aufwendig.

Ich kann mir schon vorstellen, daß die von dir beschrieben Ausführung eine Veränderung im Klang haben kann.

Ich werde bei der nächsten Decke die trapezförmige Variante ausprobieren.

Noch eine ander Frage. Die Oberfläche der Gitarreninnenseite (Korpus/Decke) ist durch den Einsatz eines Abreißgewebes relativ rauh. Sollte ich diese Oberfläche besser glattschleifen?

Gruß

Christian

http://www.gearbuilder.de/htdocs/blahdocs/uploads/bracing_ca_2_174.jpg
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Stef
30 August 2008, 08:54 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Ausser Arbeit wird das wohl nix bringen - oder was denkt ihr?


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Christian Grassmann
30 August 2008, 20:11 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Ich glaube auch, daß eine etwas rauhe Oberfläche auf der Innenseite besser ist als eine spiegelglatte. Mal schaun was noch für Rückmeldungen kommen.

Gruß

Christian
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Christian Grassmann
10 September 2008, 21:11 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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....nach 7 Schichten Klarlack und jeder Menge Polierarbeit glänzt der Korpus  so richtig.

Morgen bin ich bei Andreas Rall, um die noch fehlenden Teile (Mechaniken, Endpin, Stegeinlage...) zu besorgen.

Gruß

Christian



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Christian Grassmann
12 September 2008, 09:21 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo zusammen,

gestern war ich mit den Teilen bei Andreas Rall. Andreas hat sich sehr viel Zeit genommen, die Decke zu überprüfen, und jede Menge an wertvollen Informationen gegeben.

Nachem ich endlich mal verschiedene Decken in Händen halten konnte und ein bißchen Gefühl für das "Pumpen" der Decke durch die Anregung der Saiten und die Funktion vermittelt bekommen habe, kann ich mir ein klareres Bild über die nächsten Schritte machen.

Die Decke ist momentan noch zu steif. Da ich einen voluminösen und baßreichen Klang haben möchte, muß die Steifigkeit etwas zurückgenommen werden. Dazu werde ich die Balken in bestimmten Bereichen deutlich in der Höhe verringern.

Ebenfalls werden die Ausläufe der Balken wirklich auf "0" geschliffen, und die Steifigkeit der Deckenabstimmung nach Auflegen auf den Korpus nochmals gemessen.

Knochen, Pins, Stecker und diverse Kleinteile konnte ich gleich mitnehmen. Als Mechanik werde ich die Schaller M6 einsetzten.

Hilfreich war auch der Tipp über die richtige Position des Knochens der Brücke durch provisorisches Aufspannen der beiden E/e Saiten und Kontrolle über die Oktavtöne 12er Bund. Durch Verschieben des Brücke kann die ideale Position einfach ermittelt werden.

Es gibt wieder viel zu tun, und der Besuch hat mich nochmals motiviert, möglichst bald zu einem Ergebnis zu kommen.

Andreas, nochmals herzlichen Dank für die Zeit, die praktische Unterweisung und die Vermittlung eines neuen Blickwinkels!

Gruß

Christian

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damndan
12 September 2008, 10:29 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Der Hochglanz-Kohlefaserlook ist richtig cool
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Christian Grassmann
14 September 2008, 19:39 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo,

nahezu alle Balken wurden nochmals überarbeitet. Die Höhe der Balken ist um ca. 30% verringert worden. Damit ist die Decke deutlich weicher und kann gut arbeiten - und ist hoffentlich noch stabil genug.

Danach kam die "Hochzeit", oder wie sagt der Gitarrenbauer dazu, wenn Korpus und Decke verbunden werden? Dabei habe ich das Epoxidharz wieder mit gemahlerner Kohlefaser und Baumwollfaserflocken thixotroper eingestellt. Über diese "pastöse" Einstellung läßt sich die Decke hervorragend verkleben. Kleinere Spalte werden damit bestens verschlossen.

Während des Aushärtens hab ich die Schlitze im Griffbrett angerissen und mit einer Feinsäge geschnitten, da ich den Proxxon-Schleifer wegen zu großem Lagerspiels nicht einsetzen wollte.

Nach 3 Schnitten waren die inneren Zähne der Säge (zwischen den Schrauben des Tiefenanschlags) um ca. 20% kürzer. Ich hab dann den Tiefenanschlag entfernt und mit den restlichen "Zähnen" weitergesägt. Mit dem Schleifklotz als Anschlag kann man sehr exakt arbeiten aber Kohle ist halt doch etwas abrasiver als Holz.

Dann noch die Löcher für die Einlagen gebohrt und das Griffbrett auf Maß geschliffen - Breite am Steg 42,5mm.

Morgen hol ich mir eine neue Feinsäge für die Restarbeiten.

Gruß

Christian



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Otzelpeitz
14 September 2008, 21:28 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Danach kam die "Hochzeit", oder wie sagt der Gitarrenbauer dazu, wenn Korpus und Decke verbunden werden?


Schachtel zu

Ernsthaft: Tolle Arbeit!
Hab ich das richtig verstanden: Du hast eine Säge für das Griffbrett verschlissen? Das ist ja Wahnsinn! Da würde ich mir über eine andere Möglichkeit des Gedanken machen, um die Bundschlitze einzuarbeiten.
Keine Ahnung wie, vielleicht mit nem Diamandsägeblatt auf einer Minikreissäge oder so...



Grüße

Joachim
Gitarren in Arbeit

Einer der großen zeitgenössischen Philosophen sagte einst: "I know the human being and fish can coexist peacefully"  
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Christian Grassmann
16 September 2008, 19:52 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo zusammen,

als nächstes hab ich die Decke mit dem Korpus verschliffen. Da ich diese Arbeiten nur von Hand und ohne Maschinen ausführe, hat das etwas länger gedauert. Die Materialstärke beträgt halt max. 1mm, und mit einer handgeführten Maschine ist mir das Risiko zu groß. Außerdem könnte der Randbereich ausfransen.

In das Griffbrett sind die Dots aus Abalone eingeklebt. Ich hab diese absichtlich 1mm tiefer gesetzt und mit Epoxidharz aufgefüllt. Damit kommt noch etwas mehr Tiefenwirkung. Nach dem Aushärten schleife ich das überstehende Harz weg und poliere diesen Bereich.

Die Stege mußte ich nochmal nacharbeiten. Normalerweise sollen die 3-eckigen Erhöhungen den Steg fest im Holz verankern. Das geht aber nur, wenn das Material auch etwas nachgibt. CFK läßt sich dazu nicht überreden. Daher hab ich mit dem Dremel diese Erhöhungen wegeschliffen. Hat ausserdem den Vorteil, daß durch die rauhe Oberfläche eine sichere Verklebung möglich wird.

Morgen schneide ich die Stege auf Maß. Danach werd ich diese einkleben.

Gruß

Christian

PS: es freut mich sehr, wenn euch dieser Baubericht gefällt, und daß trotz des umstrittenen Materials und einer völlig anderen Technologie so viel Interesse besteht!



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damndan
16 September 2008, 23:19 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Zitierter Text
PS: es freut mich sehr, wenn euch dieser Baubericht gefällt, und daß trotz des umstrittenen Materials und einer völlig anderen Technologie so viel Interesse besteht!


Wir (bzw. ich auf jeden Fall) freuen uns immer wenn jemand etwas anderes versucht als alteingesessene Vorgehensweisen.
Kohlefaser, Glasfaser, Basaltfaserm Epoxyd, etx sind nun mal State-of-the-art - Materialien und in Sachen Stabilität und Haltbarkeit so viel höherentwickelt als ältere Werkstoffe, dass man auch Spezialist im Verarbeiten sein muss.
Eine derartige Verarbeitungsqualität wie sie Deine Kohlefasergitarre bisher an den Tag legt, habe ich bisher nur bei einem britischen Spezialisten für Kohlefaser-Celli gesehen.
Kurzum: wir sind alle beeindruckt

P.S.: Was hat Andreas eigentlich zum Thema "Deckenmasse" gesagt?
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Christian Grassmann
17 September 2008, 06:19 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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hallo damndan,

das Deckengewicht mit ca. 210g war seines Erachtens o.k.

Die Decke war halt insgesamt zu steif, das ist jetzt geändert.

Übrigens meine ich mit den "Stegen" natürlich die Bünde und Bundschlitze - aber das habt ihr sicherlich bemerkt.

Gruß

Christian
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capricky
17 September 2008, 06:57 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Übrigens meine ich mit den "Stegen" natürlich die Bünde und Bundschlitze - aber das habt ihr sicherlich bemerkt.


Nee, ich sitze in diesem Kino mit vor Staunen offenem Mund und merke gar nichts mehr!  

capricky
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chimaere
17 September 2008, 09:20 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Ohh man, die ganze Arbeit ist zutiefst beeindruckend.
und dann dieses Kohlefasergriffbrett!! ...das ist doch mal ne Marktlücke.


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Christian Grassmann
17 September 2008, 21:21 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo,

heute hab ich mich intensiv mit dem Griffbrett befasst. Das überstehende Harz wurde von den Abalone Einlagen abgeschliffen und die Bohrungen für die seitlichen Dots eingebracht. Dots mit Sekundenkleber eingeklebt und verschliffen.

Danach habe ich aus dem 12" Schleifklotz und dem Schraubstock eine Bundpresse gemacht. Hat auch prima funktioniert. Doch leider hat sich nach dem Einpressen aller Bünde das Griffbrett um ca. 10mm nach oben durchgebogen.

Die Ursache waren zu schmale Schlitze. Also nochmal alle Bünde raus und die Schlitze auf 0,7mm aufgesägt. Danach konnten die Bünde spielfrei eingesetzt und mit Epoxidharz eingeklebt werden.

Dann hab ich noch mit der Meisterform für die Brücke begonnen. Ist aus Hart PVC, mit Harz überzogen.

Gruß

Christian



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chimaere
18 September 2008, 09:42 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Danach konnten die Bünde spielfrei eingesetzt und mit Epoxidharz eingeklebt werden.


Meinst Du, dass das ein gute Idee war? ich kann mir vorstellen, dass es sehr schwierig wird,
die wieder raus zu bekommen, falls mal ein Bundwechsel ansteht.


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Christian Grassmann
18 September 2008, 11:02 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo Chimaere,

das war mir schon klar, einfach wird das nicht. Bei Bedarf ziehe ich die Teile mit einem Abzieher aus dem Griffbrett. Falls dabei die Oberfläche beschädigt wird, kann ich diese mit einer neuen Lage CFK laminieren. Ist halt ein größerer Aufwand, aber funktioniert auch.

Gruß

Christian
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Christian Grassmann
18 September 2008, 20:06 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo,

heute wurden die Bünde seitlich und von oben plangeschliffen und danach das Griffbrett aufgeklebt. Das Harz habe ich mit gemahlener CFK und Baumwollschnitzel eingedickt und beidseitig aufgetragen (siehe Bild 1).

Ansonsten ist der Randbereich vorher vollständig abgeklebt worden, um Epoxidläufer zu vermeiden - die lassen sich nur sehr schwer wieder wegschleifen. Dann ist alles mit Tape fixiert worden. Das Lineal dient nur zum gleichmäßigen Beschweren des Griffbretts.

Gruß

Christian




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zoom
19 September 2008, 07:30 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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alles seeehr proffessionell....bis auf den Arbeitsschutz...siehe Bild 1


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S.Custom
19 September 2008, 07:37 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Das ist der geilste Bautread den ich kenne. Ist ja der Wahnsinn was Du da ans Tageslicht bringst.
Leider ist das ganze nicht einfach nachzumachen.
Freu mich schon auf das fertige Ergebnis.


Gruss
Ingolf S.Custom
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Christian Grassmann
19 September 2008, 10:01 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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alles seeehr proffessionell....bis auf den Arbeitsschutz...siehe Bild 1



Hallo Joachim,

als Harzpantscher bin ich mittlerweile schon etwas resistent gegen die Harze - hast schon recht, ab und zu schludert man ein bißchen - das nächste Mal wieder mit Handschuhen!

Gruß

Christian
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Christian Grassmann
20 September 2008, 19:53 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo,

um später die exakte Position der Brücke zu ermitteln, hab ich mir eine einfache Vorrichtung gebaut (Bild 1-3). Über die Flügelmuttern kann ich die Position der Brücke sehr einfach verändern (Oktave E/e Saite bei 12. Bund).

Ansonsten wurde an der Meisterform der Brücke gearbeitet. Ist immer lästig, wenn man darauf warten muß bis das Teil ausgehärtet ist um wieder weiterarbeiten zu können.

Um die Kopfplatte exakt bohren zu können, hab ich eine Bohrschablone angefertigt.

Gruß

Christian



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damndan
21 September 2008, 09:41 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Das mus jetzt mal raus: Boah ey!

Bist Du sicher, dass Du vorher noch keine solchen Instrumente gebaut hast? Vielleicht Gedächtnis verloren und den unbezwingbaren Drang verspürt, Kohlefasergitarren zu bauen?

Ich freue mich schon extrem auf das Endergebnis
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Christian Grassmann
21 September 2008, 20:16 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo,

zunächst hab ich die Bohrungen für die Mechanik bis auf Nennmaß aufgebohrt.

Danach war der Sattel dran. Dazu hab ich meine Takamine EN10 vermessen. Ich bin mit der Saitenlage und Bespielbarkeit sehr zufrieden, daher möchte ich das so übernehmen.

Den Sattel hab ich danach auf Maß (12" Radius) geschliffen und die Schlitze für die Saiten eingebracht. Jetzt muß ich nur hoch die Höhe anpassen.

Anschließend ging`s mit der Negativform für die Brücke weiter. Morgen wird diese entformt und geschliffen.

Gruß

Christian

PS: damdan, danke für das Lob! Freut mich, daß dir der thread so gut gefällt - die Bohrschablone und die Einstellvorrichtung hab ich eigentlich nur deshalb gemacht, weil mich das Warten bei Laminieren so genervt hat!




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Christian Grassmann
26 September 2008, 21:28 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo,

endlich hab ich die Mechaniken bekommen. Ich hab diese probeweise montiert - sieht echt edel aus.

Die Negativform ist auch fertig. Das Meistermodell verwende ich als Prägestempel. Die erste Lage CFK ist im Naßprägeverfahren laminiert.

Gruß

Christian



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Christian Grassmann
27 September 2008, 19:31 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo,

die Brücke wurde heute entformt. Danach ist diese mit Harz und Schaumtreibmittel von unten gefüllt worden.

Da ich die Saiten von hinten durchziehen möchte, sind die 6 Bohrungen dafür eingebracht worden.

Die Nägel dienen als "Negativform" für die Bohrungen und werden nach dem Aushärten herausgezogen (vorher 3x mit Trennmittel eingewachst). So bekommt man exakt runde Löcher hin.

Die Brücke wurde dazu an diesen Stellen von unten aufgefräst und mit einem Gemisch aus Harz, gemahlener CFK und Microballons verstärkt. Dieses Gemisch umschließt die Nägel.

Später nimmt dieser Bereich die Saitenzugkräfte auf, und leitet diese an die Brücke weiter.

Was mich besonders freut ist das Gewicht. Die Brücke aus Holz wiegt 24 g, die CFK Brücke 14 g. Je geringer die Masse, desto besser das Ansprechverhalten.

Gruß

Christian



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damndan
28 September 2008, 09:29 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Ah, eine Saitenhalterung im Steg anstatt durch die Decke. Super Sache!
Sowas will ich mir demnächst auch für eine Reparatur holen.
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Christian Grassmann
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Hallo,

jetzt ist der "Innenausbau" der Brücke dran. Für die Aufnahme des Knochens wird zunächst dieser Bereich ausgeschnitten.

Ähnlich wie bei den Saitenbohrungen wurde die Brücke zusätzlich von unten aufgefräst.

Die Führung des Knochens wird über ein Profil laminiert. Dazu wurde ein 3mm Aluprofil auf der Oberseite mit einem 1,5mm Radius versehen. Nach dem Eintrennen kann das CFK Gewebe "umwickelt" werden.

Dazu wird ein Streifen Abreißgewebe mit 2 Lagen 204g/m belegt und eingeharzt. Danach "umwickelt" man das Profil mit diesem. Jetzt nur noch ein Gewicht anklemmen. So wird das Gewebe gleichmäßig nach unten gezogen.

Zur Kalibrierung von außen werden 2 Holzleisten angeklemmt. Somit ist sichergestellt, daß diese "Knochenführung" eine Breite von exakt 3mm aufweist.

Gruß

Christian



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Christian Grassmann
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Hallo,

die Knochenführung ist entformt und auf 71mm Breite beschnitten (Bild 1). Danach wird das Ganze nochmals mit CFK Rovings umwickelt. In Bild 2 ist diese Umwicklung zu erkennen. Dadurch erhöht sich die Festigkeit.

Anschließend wurde das U-förmige Teil auf 7mm Höhe gekürzt. Danach kann diese Führung von unten in die Brücke einlaminiert werden.

Die Decke ist am Wochenende mit einigen Schichten Acryllack lackiert worden. nach dem Aushärten war heute ein erster Schleifgang fällig.

Gruß

Christian



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Christian Grassmann
10 Oktober 2008, 06:58 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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..und irgendwann geht`s dann doch mal wieder weiter....

War letzte Woche mit Sohnemann zum Abschlußsurfen am Gardasee - drum mußte die Gitarre etwas warten.

Die Decke ist nun ebenfalls mit 7 Schichten Klarlack versehen worden. Ich kann mittlerweile keinen Schleifklotz mehr sehen. Von 360iger bis 2000er Körnung hab ich alles durch. Danach Gundelputz Polierpaste und 3M Finish. Jetzt glänzen Korpus und Decke so wie ich es mir vorstelle.

Die Brücke ist ebenfalls fertig. Die Knochen müssen noch endbearbeitet werden.

Gestern mußte ich nach der ganzen Poliererei unbedingt wissen wie das Teil denn klingen wird. Die Mechaniken für beide E/e Saiten montiert und zunächst nur mit der Einstell-Saiten-Halterung gearbeitet.

Der Klang begeistert mich schon jetzt, von der Lautstärke ganz zu schweigen. Dagegen verblaßt die Takamine deutlich. Was bin ich gespannt, wenn mal alles abgestimmt ist (hab die Brücke für das Foto nur mal so druntergeschoben).

Am Wochenende sollte ich die richtige Brückenposition bestimmen können, und die Brücke aufkleben.

Dann muß nur noch der Lack an Hals und Kopfplatte gefinisht werden. Danach kommen die restlichen Abstimmungsarbeiten....

Gruß

Christian



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Franz Altwein
10 Oktober 2008, 10:04 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Ich wäre auf ein Soundsample sehr gespannt
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f0m3
12 Oktober 2008, 09:57 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Alter Schwede! Geile Gitarre, geiler Thread!
Und das beste: Selbst bei starkem Regen brauchst du keine Tasche oder Koffer!
Einfach das Wasser aus dem Schallloch gekippt und los gehts!

Gruß, Nathan


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Murphy
12 Oktober 2008, 10:40 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Zitiert von f0m3
Alter Schwede! Geile Gitarre, geiler Thread!
Und das beste: Selbst bei starkem Regen brauchst du keine Tasche oder Koffer!
Einfach das Wasser aus dem Schallloch gekippt und los gehts!

Gruß, Nathan



DER Vorteil von Kohlefaser ist mir noch garnicht klar geworden  

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Christian Grassmann
14 Oktober 2008, 21:11 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo,

schön langsam neigt sich das Projekt dem Ende zu. Nachdem die exakte Brückenposition ermittelt war, wurde der Klarlack in diesem Bereich entfernt (mit Skalpell und runder Klinge abgeschabt).

Dann die Brücke aufgeklebt und alles nochmals nachpoliert.

Die Mechaniken sind endgültig montiert und der Steg mit Sekundenkleber befestigt.

Danach testweise die Saiten montieren und endlich mal den Klang hören. Ich hab abwechselnd mit der EN10 und der CFK Gitarre gespielt. Das Klangvolumen und der Baß begeistern mich total.

Jetzt kommt das Feintuning. Der Knochen der Brücke wird als nächstes bearbeitet. Dann kommem noch Aufkleber und die abschließenden Arbeiten.

Wenn alles abgestimmt ist, stell ich auch Soundsamples ein.

Gruß

Christian



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Evili
16 Oktober 2008, 09:30 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Ich fänd ne Kohlefaser-E-Gitarre noch geil...

Super arbeit! Ich freue mich auf Aufnahmen..
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Echtholz
16 Oktober 2008, 12:05 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Hallo Christian!
habe mich lange nicht mehr gerührt bei Dir.
Ich hoffe, Du hast den Ausgang vom OP-Preamp richtig mit einem Stereoklinkenstecker/-kabel Stereo auf den Endpin verdrahtet. Der Stereokanal (Preamp ist mono) schaltet den Preamp beim Einstecken in den Endpin ein und aus (sonst wird die Batterie nach ca. 3-500 Stunden von selbst leer - da ständig eingeschaltet). Solltest Du auch den XLR-Ausgang belegen wollen kann ich Dir den Schaltplan zukommen lassen. Ich muss sagen, das Projekt hat sich megaspitze entwickelt.
Viel spaß mit dieser Megagitarre. Bin schon gespannt auf die ersten Töne!
Gruß Peter
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Christian Grassmann
16 Oktober 2008, 12:21 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo Christian!
habe mich lange nicht mehr gerührt bei Dir.
Ich hoffe, Du hast den Ausgang vom OP-Preamp richtig mit einem Stereoklinkenstecker/-kabel Stereo auf den Endpin verdrahtet. Der Stereokanal (Preamp ist mono) schaltet den Preamp beim Einstecken in den Endpin ein und aus (sonst wird die Batterie nach ca. 3-500 Stunden von selbst leer - da ständig eingeschaltet). Solltest Du auch den XLR-Ausgang belegen wollen kann ich Dir den Schaltplan zukommen lassen. Ich muss sagen, das Projekt hat sich megaspitze entwickelt.
Viel spaß mit dieser Megagitarre. Bin schon gespannt auf die ersten Töne!
Gruß Peter


Hallo Peter,

sag mal, kannst Du Gedanken lesen?  

Gestern Abend gehe ich voller Begeisterung mit dem Teil an den Verstärker - und da kommt nix raus?!?

Da war ich wirklich zu blöd!

Ich hätte dich heute eh dazu angerufen. Das eingebaute Stimmgerät funktioniert.

Mal sehen wie ich das wieder hinbekomme, das Schalloch liegt ja nicht wirklich ideal!

Ich komm die nächsten Tage eh mal bei Dir vorbei. Ich bin sicher, daß Du mir beim Feintuning noch einige wertvolle Tips geben kannst (und deinen Schleifklotz hab ich ja auch noch...)

Gruß

der Lötweltmeister!
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Echtholz
16 Oktober 2008, 13:17 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Hallo Christian!
Das kriegst Du schon hin. Einfach den Preamp rausziehen, die Preampbuchse heruausschrauben und das Kabelgewirr samt dem Endpin herausziehen. Ein ggf. neues Stereokabel (am besten mit 3,5 Klinkenstecker) verwenden und identisch auf den Endpin verdrahten/Löten (Masse auf Masse, etc.) - mit Messgerät die Lötfahnen des Endpins überprüfen und vor dem Einbau das Signal auf den Endpin überprüfen.
Den Endpin mit einem Draht, ggf. einer alten Gitarren-Saite wieder einziehen (ist flexibler als anderer Draht) und alles wieder schöne einbauen - viel Spaß dabei - ist ein Scherz!. Das Ausgangskabel zum Endpin vom Kabel des Tonabnehmers innen in der Gitarre getrennt halten (separate Halterung/Befestigung) - Störsignale!
Gruß Peter
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Christian Grassmann
16 Oktober 2008, 20:49 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo Peter,

danke für die Hilfe, jetzt funktioniert alles bestens!

Ich hab da noch eine allgemeine Frage:

Ich möchte ein Soundsample einstellen. Gibt es dafür im Forum Beispiele was da alles rein soll (unplugged und verstärkt, Einzelsaiten, Akkorde.....). Bin für euere Hinweise dankbar.

Gruß

Christian
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googel
17 Oktober 2008, 14:44 Diesen Beitrag einem Moderator melden

Ihr dürft mich in den Beiträgen gerne Sven nennen
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Hi.
Also als erstes muss ich mal sagen, dass dein Projekt einfach nur der Wahnsinn ist, besser kann man das nicht machen, super dokumentiert. Ich verfolg das schon von Anfang an mit und hab mich nie zu Worte gemeldet weil ich von der ganzen Technik mit Kohlefasern absolut keine Ahnung hab und das hier schon fast eine Art Lehrbuch für mich ist. Einfach genial deine Durchführung.

Zu deiner Frage:
Also soweit ich weiß haben wir hier nicht viele Hörbeispiele im Forum, aber da du ja den Ovation-Preamp hast könntest du die Gitarre mit entsprechendem Kabel oder Adapter direkt an den PC anschließen und aufnehmen. Dann hätten wir schonmal den Sound wie er direkt aus dem Abnehmer kommt. Ich würde da eventuell zwei Passagen von Liedern die du spielen kannst suchen wo dann ein Beispiel für Akkorde und eins fürs Zupfen dabei ist. Dann zum Vergleich das ganze nochmal mit nem Mikro von außen aufnehmen, damit man einen Eindruck hatt wie die Gitarre rein über den Korpus klingt. Und wenn du dann noch Lust hast natürlich gerne auch nochmal ein Beispiel über einen Verstärker mit einem simplen Effekt. Einem Chorus oderso, ich finde der passt immer ganz gut zu Akustik-Gitarren.


MFG

Sven
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damndan
17 Oktober 2008, 15:23 Diesen Beitrag einem Moderator melden

Kein Schaden; keine Entschädigung.
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Ich hätte da mal 3 indiskrete Fragen, da das Hightech-Teil bald fertig sein wird
1: Was wiegt das Instrument jetzt ca.?
2: Hast Du irgendeine Vorstellung, wie biegesteif sie ist, oder wie biegesteif ähnliche Kohlefaserbauten?
3: War der Bau mit Kohlefaser samt Verbrauchsmateralien günstiger als ein herkömmlicher Bau (Die Preise darfst Du mir natürlich vorenthalten)?

Also, viel Erfolg auf den letzten Metern!
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Jack Sloane
17 Oktober 2008, 15:59 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Ich möchte ein Soundsample einstellen. Gibt es dafür im Forum Beispiele was da alles rein soll (unplugged und verstärkt, Einzelsaiten, Akkorde.....).


Hallo

also ich würde sagen, wer so gezielte Fragen stellen kann, der darf auch dafür die Maßstäbe (der Zukunft) für das Forum setzen - es gibt nämlich noch so gut wie keine Soundsamples

Leider können Audiodaten bislang nicht angehängt werden, Du musst das also auf einen eigenen Webserver stellen, wenn Du das nicht kannst kann ich ggf aushelfen ?!

Und jetzt noch eine kleine (völlig überflüssige) private Bemerkung, wo sich ja alle schon über den "Wahnsinn" ausgelassen haben

ich finde diese GFK Struktur für Bässe schon immer interessant, wie das bei einer Akustischen ist bleibt abzuhören -   -

was ich garnicht verstanden hatte war, warum das unbedingt restlos GFK sein musste und warum überhaupt kein Holz dran durfte  

Bei der Decke habe ich zum ersten Mal gestaunt, aber beim Griffbrett und zuletzt nochmal beim Steg habe ich es nicht mehr verstanden, ich meine "verstanden" so wie, wie ich es halt gemacht hätte *hüstel* niemals hinbekommen würde, aber auch nicht wollte, es sei denn es wär ein E-Bass  

Grüsse
Jack

PS: ein gut vorgetragenes Musikstück war und ist schon immer ein gutes Klangbeispiel für ein Instrument  
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17 Oktober 2008, 18:01 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Hallo Christian,
ich würde die Gitarre sooo gerne spielen
Wenn du mal wieder durch Peißenberg kommst, halte unbedingt an - und wenn deine Gitarre dabei ist, umso besser!!

Gratuliere dir zu deiner Entschlossenheit und deiner Präzision.
Und auch schöne Grüße an deine Familie.


Keep on building!
Andreas
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Christian Grassmann
18 Oktober 2008, 16:49 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Zitiert von damndan
Ich hätte da mal 3 indiskrete Fragen, da das Hightech-Teil bald fertig sein wird
1: Was wiegt das Instrument jetzt ca.?
2: Hast Du irgendeine Vorstellung, wie biegesteif sie ist, oder wie biegesteif ähnliche Kohlefaserbauten?
3: War der Bau mit Kohlefaser samt Verbrauchsmateralien günstiger als ein herkömmlicher Bau (Die Preise darfst Du mir natürlich vorenthalten)?

Also, viel Erfolg auf den letzten Metern!


Hallo Damndan,

die Gitarre wiegt exakt 2180g.

Meßwerte über Biegesteifigkeit hab ich nicht. Ich hab nur gemerkt, daß sich beim Spannen der Saiten keine meßbare Biegung des Halses eingestellt hat. Bei der nächsten Gitarre werde ich deutlich weniger Material verbauen.

Die Einmalaufwendungen sind nicht unerheblich. Die reinen Materialkosten für Meisterform und Negativform schätze ich auf ca. 250€.

Die Gitarre selbst hab ich noch nicht nachgerechnet, aber so um die 600 - 800 € kommen da schon zusammen - nur CFK und Harz, keine Anbauteile wie Mechaniken, Vorverstärker etc....

Tja und die Stunden dürfen wir auch nicht vergessen.

Ich werde bei meiner nächsten (12 Saiter) mal genau Buch führen, welche Kosten dabei entstehen, dann bin ich schlauer.

Letztenendes geht es mir aber nicht um Kosten oder Stunden. Ich hab meine Ideen verwirklichen können - das ist das Schönste an der ganzen Sache - und meine Erwartungen wurden sogar übertroffen.

Jetzt sind nur noch ein paar kleinere Arbeiten zum Abschluß zu bringen. Dann werd ich zunächst einen Koffer dafür bauen. Natürlich auch CFK-Sichtcarbon.....

Gruß

Christian



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Christian Grassmann
18 Oktober 2008, 16:57 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Zitiert von Jack:

was ich garnicht verstanden hatte war, warum das unbedingt restlos GFK sein musste und warum überhaupt kein Holz dran durfte.

Hallo Jack,

ich hab mir halt in den Kopf gesetzt, das Instrument weitestgehend aus CFK herzustellen. Die Adamas besitzt ja nur eine Decke aus CFK, der Rest ist GFK und Holz.

Sicherlich wären so manche Teile einfacher und billiger mit anderen Werkstoffen herzustellen. Aber ich liebe nun mal Sichtcarbon......

Falls Du mal einen Baß aus CFK bauen möchtest, kann ich dir gerne behilflich sein!

Gruß

Christian

PS: wenn ich mit u-tube nicht zurande komme nehme ich dein Angebot wegen der Unterstützung beim Soundsample einstellen gerne an


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Christian Grassmann
18 Oktober 2008, 17:02 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo Christian,
ich würde die Gitarre sooo gerne spielen
Wenn du mal wieder durch Peißenberg kommst, halte unbedingt an - und wenn deine Gitarre dabei ist, umso besser!!

Gratuliere dir zu deiner Entschlossenheit und deiner Präzision.
Und auch schöne Grüße an deine Familie.


Hallo Andreas,

ich freu mich schon jetzt darauf, wenn du die Gitarre mal testen wirst. Wir finden da sicher eine Weg, und ggf. komm ich mal bei dir vorbei (für die 12-Saiter brauch ich ja auch wieder Material...)

Nochmals vielen Dank für die "Lehrstunden" bei dir, ich hab da wirklich viel Informationen mitnehmen können, die ich direkt in dieses Projekt habe einfließen lassen können.

Gruß

Christian
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gitarrenmacher
19 Oktober 2008, 09:19 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Hallo Christian,
ich kann gar nicht so viel Hüte aufsetzen wie ich ziehen möchte.
Ich bin zwar, was den Akustikgitarrenbau betrifft, ziemlich traditionell veranlagt, aber die handwerkliche Arbeit deines Projektes haut mich um.

Ich hab´zwar im Flugmodellbau und bei der Herstellung von Rollstuhl-Tuningteilen etliche Meter verschiedenster Kunstfasern verarbeitet aber so schick wie bei deiner Gitarre sah das nie aus.

I´m deeply impressed.

Munterbleiben
Christian
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Christian Grassmann
19 Oktober 2008, 18:11 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo,

die letzten Arbeiten stehen jetzt an. Da ich etwas mehr Kontrast haben wollte, hab ich einen weißen Randabschluß zum Korpus angebracht - weißer 2K Acryllack mit der Airbrush Pistole.

Dann eine letzte Politur. Ich versuche mich gerade am Design für einen Aufkleber im Schalloch und an der Kopfplatte.

Falls jemand Erfahrung mit dem Aufzeichnen von Audiosignalen auf ein Laptop hat (Mikroeingang) bitte um Hinweis, welche Softare (Shareware) dafür am besten geeignet ist.

Ich kann über ein externes Mikro das Signal vom Mischpult über Chinch Buchsen abnehmen. Das Laptop hat auch einen passenden Mikroeingang.

Gruß

Christian



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zoom
19 Oktober 2008, 18:21 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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ich will nicht mehr...."Biete...Werkstatteinrichtung: Auflösung wegen Dilletantismus"


Die Menschheit ist ein Furz im Orkan des Lebens, an einem Furz ist die Welt noch nie untergegangen.

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Stef
19 Oktober 2008, 19:37 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hermes
19 Oktober 2008, 19:37 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Auch wenn ich von den verwendeten Materialien nicht besonders viel verstehe - oder vielleicht auch gerade deswegen -  bin ich fasziniert.

Von der Genauigkeit und Präzision deiner Arbeit, von der Konsequenz mit der du das umgesetzt hast und vorallem von dem Ergebniss.  

Zur Programmfrage: zu der Zeit als ich noch windoof genutzt habe galt immer audacity als DIE Software, eben weil das Programm umsonst ist.
Mittlerweilen nutze ich zum aufnehmen Logic Pro, das dürfte aber für soundsamples übertrieben sein.
Aber such mal per google nach audacity, das ist umsonst und auch wirklich einfach zu bedienen!
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Otzelpeitz
19 Oktober 2008, 19:40 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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TOP! Das Binding gefällt mir besonders! Es war eine gute Idee, dieses aufzusprühen.

Falls jemand Erfahrung mit dem Aufzeichnen von Audiosignalen auf ein Laptop hat (Mikroeingang) bitte um Hinweis, welche Softare (Shareware) dafür am besten geeignet ist.


Mit Audacity geht sowas. Ist kostenlos und für sowas bestimmt ausreichend.

Edit: War jemand schneller.


Grüße

Joachim
Gitarren in Arbeit

Einer der großen zeitgenössischen Philosophen sagte einst: "I know the human being and fish can coexist peacefully"  
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Jack Sloane
19 Oktober 2008, 21:21 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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mit gefällt der weiße Streifen auch echt gut

aber da Du YouTube ansprachst - wenn Du ne VideoCam hast, dann wäre das sicher auch geil ?!  

Das mit dem Bass selbt so bauen, ist nicht real - glaub mir - ich nicht, und als Auftragsarbeit, naja schon, obwohl es das ja schon gibt, dann wäre es eine  Designfrage

Ich kann mich selbst ja nicht mal durchringen das Epoxi als Porenfüller einzusetzten  
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rumblebird
19 Oktober 2008, 22:16 Diesen Beitrag einem Moderator melden

stay tuned!
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Ich will hier auch mal laut Beifall klatschen! Tolle Arbeit und tolle Doku derselben!

Und das sagt jetzt einer, der nie und unter keinen Umständen so ein  "Plasteinstrument" bauen, besitzen oder spielen würde  


"In three words I can sum up everything I've learned about life: it goes on."
Robert Frost
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damndan
19 Oktober 2008, 22:27 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Wie zum Geier hast Du den Zierstreifen so sauber hinbekommen?
Der ganze Bau spornt mich auf jeden Fall zu neuen Höchstleistungen an. Ist echt toll ge