Keine Ahnung, ob ich mit meiner Frage hier drinnen richtig bin. Aber heute ist mir folgendes passiert:
Ein Kunde, dem ich vor ein paar Tagen eine MusicMan Steve Morse Signature Gitarre verkauft habe, kam mit dem Ding in den Laden, und wollte von mir, dass ich die Gitarre bundrein stimme. Also die Gitte ans Stimmgerät, durchgestimmt, auf jeder Saite den 12. Bund gespielt, und erst mal dumm geguckt. Jede Saite war perfekt bundrein gestimmt. Doch als ich dann ein paar Akkorde spielte, bemerkte ich, das die Dame scheinbar verstimmt war. Nach langem hin und her kam ich dann drauf, dass die Gitarre am 12. Bund zwar bundrein zu sein scheint, aber vom 3. bis ca. zum 8. Bund zum Teil fast einen Viertelton daneben lag. Meine Diagnose würde lauten, dass die Gitarre (entweder der Hals oder die Bundierung) bereits ab Werk fehlerhaft war. Kann mir das jemand bestätigen, oder hab ich irgendwas wichtiges übersehen?
Wäre euch sehr dankbar, wenn mir da jemand weiterhelfen könnte- mag es nämlich nicht, einem Kunden sagen zu müssen, das ich nicht genau weiß, was an seiner 2000€ Investition nicht in Ordnung ist
Besten Dank Chris
Glaubenskriege entstehen, wenn zwei Kulturen darüber streiten, wer von ihnen den besseren unsichtbaren Freund hat...
Nein, das Problem besteht auf allen Saiten, und überall ziemlich im gleichen Gebiet (die Differenz variiert zwar immer ein wenig, aber durchschnittlich ist sie um den viertel Ton daneben)
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Zu hoch- Und der Sattel sieht eigentlich ganz gut aus, soweit ich das beurteilen kann (Wie gesagt, es ist eine nahezu neue Gitarre- sie wurde zwar hin und wieder mal im Laden probegespielt, aber im Großen und Ganzen wäre nichts zu erkennen gewesen )Ich muß allerdings dazusagen, das ich weit davon entfernt bin, Profi genug zu sein, mögliche Fehler am Sattel auch als solche zu erkennen...
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also ich könnte mir vorstellen, dass der Sattel falsch gefeilt ist. Guck mal nach, ob die Saiten nicht eventuell auf der Kopfplattenseite des Sattels aufliegen und die Schlitze in Richtung Griffbrett abfallen. Dann müssten die Saiten allerdings offen angespielt auch schnarren. Dadurch wäre aber die Mensur etwas verschoben und die Intonation passt nicht mehr.
Die andere Möglichkeit die mir einfiele wäre ein falsch geschlitztes Griffbrett. Das glaub ich aber bei ner Seriengitarre nicht wirklich..
Also was das angeht, ist der Sattel schon richtig herum montiert. Und wie gesagt, am 12. Bund und leer gespielt stimmen die Töne ja auch- deshalb dachte ich ja auch, das es mit den Bünden zusammenhängen könnte (eben, wie du gesagt hast, zB falsch geschlitzt). Ich kann es mir bei einer Seriengitarre (noch dazu in DER Preisklasse) zwar auch nicht so recht vorstellen, aber es wäre zumindest eine einleuchtende Erklärung... seltsam, seltsam....
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hmm. Also da bleibt ja fast nur noch die Peinlichkeit des falsch geschlitzten Griffbretts. Oder die Saiten sind defekt. Aber dass alle Saiten eines Satzes nicht passen ist auch äußerst unwahrscheinlich. Ich würde dazu tendieren, dass bei MusicMan bei der Gitarre irgendwas ganz schön schief gelaufen ist. Kannst ja mal zu der Mensur der Gitarre die Bundabstände mit einem der Bundrechner im Internet ausrechnen und dann nachmessen.
am Besten kontaktierst du den Vertrieb, von dem du die Gitarre erhalten hast. Meist haben die jemanden, der das wenn er es unter die Lupe genommen hat genauer beurteilen kann. Es ist relativ schwierig dazu etwas zu sagen, wenn man das Instrument nicht in der Hand hat.
Ja, ich hab die Gitarre ja bereits zurückgeschickt- dafür gibts ja Garantie
Mich hätte es nur selber interessiert, woran das liegen könnte, bzw. ob ich beim Durchsehen der Gitarre vielleicht irgendwas übersehen haben könnte. Ich danke jedenfalls mal für die Antworten und werde euch gern informieren, wenn mir die Musikmänner gesagt haben, woran es denn lag
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Nun, um ehrlich zu sein, hab ich mir die ersten beiden Bünde dann nicht mehr so genau angesehen Kann es also nicht mehr so genau sagen. ab dem dritten Bund wurde es jedenfalls so schlimm, dass man kein Stimmgerät mehr brauchte, um die Fehler zu hören.....
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Das klingt nach versägtem Griffbrett... ich überarbeite regelmässige Fabrikgitarren und verbessere ihre Intonation, weil ich da einige Erfahrung habe. Dabei bekomme ich immerwieder Instrumente im Bereich über 3000,- EUR, die so grottenmässig daneben intonieren, dass einem schlecht wird...
Das ist für mich also tägliche Beobachtung, was ihr da so berichtet... leider!
Das ist für mich also tägliche Beobachtung, was ihr da so berichtet... leider!
Grüße!
War ja nicht gerade bezogen auf das Datum der Fragestellung eine zeitnahe Antwort, aber trotzdem will ich darauf sagen: Altah, so schlimm isset nicht, wie Du es hier darstellen möchtest, schon gar nicht alltäglich. Es gibt zwar da schon Ausreisser, gerade bei klangvollen Namen der Gitarrenbranche (psst, keine Namen! ), dann sind es aber überwiegend falsch gesetzte Stege. Bundreinheitsprobleme gibt es regelmäßig bei chinesischen Kinder-E-gitarren mit 485mm Mensur, hier wurden die Bundabstände wohl ausgewürfelt.