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Gearbuilder-Forum    Setup, Designs, Reparieren & Restaurieren    Einstellarbeiten  ›  Patenterteilung für kompensierte Mensur
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Patenterteilung für kompensierte Mensur  Dieses Thema wurde bisher 1,428 mal gelesen. ausdrucken
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dadoc
15 September 2008, 12:05 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo zusammen!

Ich habe nun das an verschiedenen Stellen schon mal angedeutete Patent für meine neue Methode zur Bundpositionsberechnung bekommen! Anwendungsgebiet sind alle bundierten Zupfinstrumente, also alle Arten von Gitarren, Lauten, Mandolinen, Zitthern, Ouds usw... Wenn es euch interessiert, hier ist eine Kurzbeschreibung:

Anstelle der pauschalen Kompensationen über den Steg werden bei mir alle Bundpositionen kompensiert. Das geschieht so, dass ich aus den beiden Komponenten "Klassische Mensurberechnung" und "Erfahrungswerte in der Kompensation" eine Mischung generiert habe, die so funktioniert, dass die Bünde erst mal klassisch berechnet werden und dann wird über eine Verteilung für jeden Bund ein bestimmter Anteil der Kompensation genommen und der Bund um diesen Anteil in Richtung Nullbund verschoben.

Am Beispiel des 12. Bundes bei einer 650er Mensur ist es so, dass ich den zuerst berechne und lande bei 325. Dann schiebe ich ihn um den vollen Teil der Kompensation (nehmen wir mal 2 mm im Bass und 1 mm im Diskant) in Richtung Nullbund (Sattel). Damit wird er leicht schief, aber die schwingende Saitenlänge wird grösser. Den z.B. 5. Bund verschiebe ich jedoch nicht auch um die volle Kompensation, sondern nur um ein 5tel davon. Insgesamt wandern somit alle Bünde proportional zu ihrem Abstand zum Steg in Richtung Sattel.

Der Steg, bzw. die Stegeinlage, wird dann genau in der Mensurlänge gesetzt, ohne nochmalige Kompensation. In einer Variante kann für Diskant und Bass auch die gleiche Kompensation genommen werden und die Bünde bleiben dadurch parallel zueinander, was aus Akzeptanzgründen bzw. fertigungstechnisch (CNC Sägen) erforderlich sein kann.

Das Ergebnis ist eine Gitarre, die so genau der temperierten Stimmung entspricht, dass die noch bestehenden Abweichungen nicht mehr wahrgenommen werden, bzw. nur von denen, die ein ges vom fis unterscheiden können... Versuche sowohl mit schräg als auch mit parallel gesetzten Bünden z.B. im Duo mit Klavier haben überzeugende Ergebnisse geliefert und auch als Soloinstrument sind die Unterschiede feststellbar.

Der Patentschutz ist mir wichtig gewesen, denn ich will die Kontrolle darüber haben. Das heisst jetzt nicht, dass ich dafür aussschliesslich Geld will, denn ich will diese Erfindung kostenlos z.B. all denen zur Verfügung stellen, die Kleinstserien unter 10 Gitarren pro Jahr bauen oder die wie die meisten hier als Hobbybauer unterwegs sind. Sollte sich ein Grosshersteller melden, verkaufe ich das Patent auch... mal sehen, ob das passiert!

Also, wer das testen will, kann sich melden. Wer Berechnungen will, soll mir seine Mensurlänge und die üblicherweise verwendete Kompensation schicken. Wer im Süden wohnt soll vorbei kommen und kann gerne probespielen. Und wer eine Gitarre mit mieser Intonation hat, dem kann nun geholfen werden. Entweder pepiderzweite.de oder mein Verfahren - damit habe ich bislang alle Gitarren in meiner Werkstatt in den Ton bekommen!

In ein paar Wochen wird übrigens von Ricardo Havenstein eine CD veröffentlicht, die er mit meinem Mensursystem aufgenommen hat und die hörbar macht, was in der Sache steckt.

Viele Grüße und ich hoffe von Herzen, dass euch das weiterhilft, denn dafür habe ich mir die Arbeit gemacht!

Michael


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Michael
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explorizer
25 Januar 2009, 09:23 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Geniale Sache auf jeden Fall.

Allerdings, Patent verkaufen? Nimm Lizengebühren. verdienste auf jeden Fall immer was. So nur einmalig. Du musst erst zeigen, dass Deine Methode einen wesentlichen Mehrwert hat. Wenn dann einige % an bundierten Instrumenten auf dem Weltmarkt Deine Methode anwenden und die Lizenznehmer steigen, kann man über einen Verkauf nachdenken. Jetzt ist es nur Spekulation, dass es sich durchsetzt und fast nichts wert.

Deine Umgehen in allen Ehren, sowas kostenlos zur Verfügung zu stellen. Aber es macht immer Jemand mit Deinem geistigen Eigentum Profit, der eigentlich Dir zusteht. Es gibt genug Beispiele, wo Patentverkäufer verkaufen und am Ende mit leeren Taschen da stehen.

Die andere Sache, wie willst Du bei größeren Herstellern überprüfen, dass die nicht einfach Deine Methode anwenden? Sie man ja doch mit bloßem Auge nicht.

An sonsten finde ich die Idee klasse.

Gruß,
Marco
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Stef
25 Januar 2009, 12:11 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Gratuliere dir zum Patent! War bestimmt ne Menge Arbeit, hoffentlich lohnt es sich bald für dich.


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Yiti
25 Januar 2009, 13:11 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo Michael,
das Patent ist amtlich. Gratuliere Dir auch.
Ich habe im depatisnet.de gleich nachgeschaut. Zwölf Seiten zum Lernen  
Die Idee ist so klar, dass man sich, wie immer hinterher wundert, warum man da nicht selbst drauf gekommen ist?  
Doch noch mehr schätze ich den Aufwand, das alles treffend zu beschreiben, und die Idee in Prototypen und perfekten Instrumenten umzusetzen.
Jetzt viel Erfolg beim Lizenzieren!
grüße yiti


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dadoc
30 Januar 2009, 11:39 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hallo zusammen!

Vielen Dank für eure nette Anteilnahme! Das freut mich sehr!

Mittlerweile ist das Interesse an meiner Idee langsam ansteigend. Anfangs bin ich voll auf die konservativen klassischen Gitarrenbauer geprallt, die jede Verbesserung gleich mal als Aberkennung ihrer bisherigen Leistungen verstehen (wollen) und das ist nicht gerade ein guter Nährboden für Entwicklung...

Aber langsam finden sich einige, die verstehen, worum es mir geht und die es annehmen - so wie ihr!

Und das gibt mir wieder Auftrieb nach dem Frust auf die ersten Reaktionen!

Danke euch dafür und schöne Grüße!


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Michael
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mowski
30 Januar 2009, 12:33 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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hi,

Zitierter Text
Anfangs bin ich voll auf die konservativen klassischen Gitarrenbauer geprallt, die jede Verbesserung gleich mal als Aberkennung ihrer bisherigen Leistungen verstehen (wollen)


in England nennt man sowas einen 'Luddite'. Das sind die, die bei der Industrialierung in England die Maschinelle-Webstühle kaputt gebrochen haben, genannt nach ihren Anführer Ned Ludd. Den Fortschritt kann man nicht aufhalten....

Viel Glück.

Jon.
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damndan
30 Januar 2009, 19:15 Diesen Beitrag einem Moderator melden

Kein Schaden; keine Entschädigung.
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Interesse haben wohl schon viele hier, es gibt nur das Problem, dass die wenigsten diese Sorte Griffbrett realisieren können. Eine "normale" Bundstäbchenverarbeitung birgt ja schon genug Tücken für Ungeübte. Trotzdem ist es eine feine Sache
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Stef
30 Januar 2009, 20:21 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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die jede Verbesserung gleich mal als Aberkennung ihrer bisherigen Leistungen verstehen (wollen)


Oder wie unser Projektleiter heute meinte: "Our experts are always quick to explain why a new idea won't work out. But if you give them time it becomes better and better."

Dranbleiben


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dogon
02 März 2009, 08:06 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Ja Lieber Michael,
da kann ich mich den Vorrednern nur anschließen ,du hast bis jetzt so viel geschafft zur liebe des
Gitarrenbauens ,halt durch, viele haben schon deine Seite gesehen ich denke auch persönlich
über eine Modifizierung meiner Gitarre als ich dich gefunden habe.
Es hört sich alles sehr schlüssig an ,glaube an Dich und deinen Traum ich wünsche Dir Mut
und Ausdauer.

Mit Gitarrischen  Grüßen

Paul
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Seaman
15 Mai 2009, 12:35 Diesen Beitrag einem Moderator melden

Gott liebt dich!
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Dort wo es schön ist...
Herzlichen Glückwunsch zum Patent!  

Eine voll kompensierte Gitarre gabs schon mal. In meinen Gitarren-Anfängen hatte ich mal nachgeforscht warum mein Steg so aussieht wie er aussieht und dabei auf einen Gitarrenbauer gestoßen, der voll kompensierte Gitarren baute (nur noch auf Anfrage!) Für ihn war der Markt denke ich damals zu klein. Auf jeden Fall hat er es sich anscheinen  nicht patentieren lasse!
Deswegen nochmal:

Herzlichen Glückwunsch!

PS: Hast du ein Programm zur Berechnung der Bünde?


Gott ist Liebe und Liebe ist Gott  
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Oli
15 Mai 2009, 14:59 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Glückwunsch zu deinem Patent!

Ich kenne mich weder gut mit Patenten, noch mit dem Platzieren von Bundstäbchen auf Hälsen aus (da ich beides noch nie gemacht habe) aber ich gehe mal davon aus, dass deine methode anders ist als die von Novax Gitarren?
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