Nachdem ich immer dachte, das Einleimen eines Halses wäre schwarze Magie, wurde ich nach dem Zusammenbau eines Kits eines besseren belehrt.
Nun habe ich hier noch einen alten Stratnachbau herumliegen, den ich aufmöbeln möchte/muss. Der Hals ist ziemlich verzogen und ich werde ihr einen Neuen spendieren. Ich bin kein Freund des korpusseitigen Halsschraubenzugangs und möchte daher einen Hals kaufen, bei dem ich die Schraube am Kopf verstellen kann. Jetzt denke ich darüber nach, diesen einzuleimen. Vorausgesetzt der gekaufte Hals passt straff in die Halstasche, spräche etwas dagegen? Reicht die Kontaktfläche aus? Die Löcher im Body wären kein Thema, die würde ich zukitten (der Body wird neu lackiert).
Es kommt sehr auf den körper an. Die Halstasche müsste dafür perfekt plan sein (so wie bei einer Tasche für Leimhälse halt) und links, rechts, unter und Korpusseiteg Verleimflächen bieten.
Da Du über einen Strat-Körper schreibst, gehe ich davon aus, dass am rechten Cutaway nicht ist, was mit dem Hals verleimt werden könnte. Wenn dem so ist, würde ich der Verleimung nicht trauen.
Aber: Wenn Du sowieso eine untrennbare Verbindung von Hals und Körper eingehen willst (und davon ausgehst, dass der Hals niemals ersetzt werden muss) und deckend lackieren willst, gibt es noch eine Möglichkeit: Einleimen UND verschrauben. Dazu nimmst Du einzelne Unterlegelemente, passende (u.U. kürzere) Halsschrauben und machst eine Verschraubung wie z.B. bei Ibanez RG mit angenehmem Übergang. Vor dem Verschrauben leimst Du den Hals dann ein. Nach dem Verleimen kannst Du die Schrauben auch verdecken.
Es ist ein Stratbody, rechts wäre also nur eine sehr kleine Leimfläche. Die Tasche ist auch noch recht uneben und müsste ausgefräst werden, danach säße der Hals eventuell zu tief. Ich werde also wohl doch schrauben. Danke für die Hilfe.
Wozu einen Strathals bei einer Strat einleimen? Ich frage mich was soll das bringen? Als Nichtfachmann wundere ich mich sowieso, warum man den Neigungswinkel einfach durch Unterlegen mit einem Furnierstreifen verändern kann ohne soundtechnisch hörbare Einbußen in Kauf zu nehmen. Der Hals liegt dann garantiert nicht in seiner ganzen Länge auf und es klingt trotzdem nicht schlechter. Die Option Veränderungen an einer "Schraubteile-Gitarre" schnell durchführen zu können würde ich mehr als Überdenken.
Ob nun ein eingeleimter Hals "besser klingt" als ein geschraubter konnte ich während der letzten vierzig Jahre nicht in hinreichendem Maße klären und verweise daher diese Frage zusammen mit dem ganzen absurden Sustain-Hype ins Reich des Voodoo. Meiner Überzeugung nach haben die Pickups und der angeschlossene Amp einen deutlich größeren Einfluß auf den "Klang" eines Solidbody-Instruments
Von daher würde ich mich bei deinem Problem eher darauf konzentrieren, ob die Verbindung -aus welchem Grunde auch immer- wieder lösbar sein soll oder nicht. In beiden Fällen kommst du um eine möglichst exakte Passung nicht herum.
Er hatte ja nur darüer nachgedacht, ob es Sinn machen würde, falls der neue Hals perfekt passen sollte, und hat sich umentschieden.
Warum man einen Hals einleimen sollte? Mit Sicherheit nicht aus Klanggründen. Ob die Verbindung nun durch Leim, Epoxid, Schrauben oder Zwingen ( ) erfolgt ist mir völlig egal, solange die Stabilität stimmt. Von daher stimmen wir glaube ich völlig überein. Aber man kann halt einen angenehmeren Halsübergang realisieren, und das ist es mir wert. Ausserdem spare ich ein Paar Euro für Schrauben und Unterlegscheiben
Ausserdem spare ich ein Paar Euro für Schrauben und Unterlegscheiben
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Auch in den anderen Punkten stimme ich Dir zu, meine Aussage bezog sich auf die für mich etwas unklare Haltung des Threaderstellers zum Thema "Schwarze Magie"
Nochmal kurz zum Thema geschraubter oder geleimter Hals:
Meine persönliche Erfahrung dabei war das ein geschraubter Hals (egal aus welchem Holz der Hals gefertigt wurde) ein weitaus stärkeres Attack bringt als ein geleimter. Mit Furnier unterlegte Hälse (um den Neigungswinkel zu ändern) zeigen (subjektiv) etwas weniger Attack als nicht unterlegte.
Ein geleimter Hals klingt etwas wärmer und mittiger als ein geschraubter, bei welchem eher mehr die Höhen hervortreten und die Bässe etwas knackiger heraus gestellt werden.
Für´s Sustain sind eher die verwendeten Hölzer bzw. deren Dicke/Stärke (Masse) verantwortlich und weniger die Halsverbindung.
Will hier jetzt keinen Glaubenskrieg anzetteln! Das sind ausschliesslich meine eigenen Erfahrungen(!), die ich jeweils mit nicht an einen Amp angeschlossenen Gitarren gemacht habe!
stimme Lemmy zu Schraubhälse klingen schon etwas anders als eingeleimte. Aber obs halt viel Sinn bei einer Strat macht? Das Vibratosystem, Korpusmaterial, und die Pickups machen das meiste am Klang wohl aus. Spiele z.Z. überwiegend zwei Klampfen die soundmäßig unterschiedlicher kaum sein könnten. 1) eine Mahagoni Strat, HSH, Bankirai-Hals 2) eine *.....Explorer, HH, mit *.......Hals.
*:..das verbotene Holz !
Diese unüberhörbaren Unterschiede kommen aber über die Summe der Konstruktions-Unterschiede