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Vom Tuerrahmen zur Les Paul  Dieses Thema wurde bisher 9,347 mal gelesen. ausdrucken
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hansg
23 Mai 2009, 17:33 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Inzwischen ist das Verschleifen der Höhenlinien an der Decke fast fertig.
Da heute aufgrund des guten Wetters andere Arbeiten wie z.B Rasenmähen anstanden habe ich nur die Halsform grob mit der Bandsäge zugeschnitten und das Griffbrett dünner gefräst.
Die Bundschlitze wurden bereits in den letzten Tagen gesägt.
(Mit einem Metalllineal gemessen, mit einem Messer angeritzt, und dann mit einer Handsäge geschnitten.)
Momentan denke ich darüber nach was ich für Inlays verwende.
Ursprünglich wollte ich ich Perlmutt oder Perloid verwenden.
Inzwischen habe ich jedoch durch Zufall das Bild einer  Les Paul Push-Tone
gesehen. Diese Gitarre hat Inlays aus Holz was auch sehr gut aussieht.
Daher habe ich aus Furnierresten (Ahorn und ein dunkleres Holz evtl Irgendein Obstbaum)Inlays ausgeschnitten und probeweise auf das Griffbrett gelegt.
Die Ahorninlays gefallen mir schon irgendwie.
Da muss ich noch in Ruhe darüber Nachdenken was ich dann am Ende verwenden werde.

Gruss
Hans




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solidstate
25 Mai 2009, 20:09 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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hehe, so ging es mir bei meinen tonabnehmern..
na, hast dich schon für die inlays entschieden? also ich finde die aus holz schonmal hübsch, auch wenn man nich so doll die maserung sieht.. aber die idee find ich super, und leichter beizuschleifen sind diese holzinlays wohl auch..erinnert mich an "the paul" aus den 70ern..meinen segen hätten sie mal  

gruss, jürgen
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hansg
25 Mai 2009, 20:36 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Zitat:
na, hast dich schon für die inlays entschieden?

Nein, noch nicht wirklich. Inlays aus hellem Holz würden mir schon gut gefallen.
Aber dann wuerden Kunststoffbindings nicht dazupassen.
Da mir vorschwebt mehrlagiges Binding, ähnlich wie bei einer LP Custom zu verwenden bin ich mir nicht sicher ob ich das in Holz machen will.(und auch kann  )

Aber da ich die nächsten Tage ohnehin keine Zeit zum weiterbasteln habe werde ich noch etwas darüber Nachdenken

Gruss
Hans
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solidstate
25 Mai 2009, 20:51 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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ja, das könnte in arbeit ausarten, diese mehrstreifigen bindings aus holz zu machen..gibt es die denn nicht verklebefertig??

allerdings hab ich vor ein paar tagen irgendeine gitarre gesehen, die um das griffbrett mahagoni-binding (!) und um die zargen zelluloid oder was auch immer hatte. das sah ziemlich harmonisch aus, mir ist erst gar nicht aufgefallen, dass das überhaupt unterschiedliche bindingmaterialien waren.. ich glaube, es war eine höfner oder framus..keine garantie..

gruss
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hansg
02 Juni 2009, 09:00 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Zitat:
gibt es die denn nicht verklebefertig??

Ja , gibt es schon allerdings nur max 3-Lagig.
Aber egal, ich habe mich dafuer entschieden jetzt doch Kunststoffbindings und MOP oder Perloid Inlays zu verwenden.

Inzwischen habe ich versucht ein Kopfplattenfurnier mit Binding herzustellen.
Als Basis dient dabei ein Mahagonistück mit 3,5 mm Stärke.
Das befestigen des Bindings ist schon eine elende Fummelei, aber für den ersten Versuch ist das Ergebnis gar nicht so schlecht.
Allerdings ist es auch nicht Perfekt geworden speziell an den engen Biegungen in der mitte.

Gruss
Hans





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hansg
04 Juni 2009, 16:46 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Nach dem Gefummel mit den Kopfplattenbindings habe ich die Inlays fuer das Griffbrett gefräst. Dazu wurde zuerst die Tipp-Ex  Methode zum Markieren der Inlays eingesetzt. Allerdings nicht mit Tipp-Ex sondern mit Acrylfarbe. (Malen nach Zahlen, aus Restbeständer der Kinder).
Da mir das Ergebnis nicht gefiel habe ich die Farbe wieder abgeschliffen, die Markierungen mit dem Messchieber ins Holz gekratzt, und anschließend mit Kreide markiert.
Danach wurde gefräßt was auch ganz gut funkioniert hat.
Allerdings war das Nacharbeiten mit dem Stechbeitel alles andere als lustig. Hatte ich vorher gewusst was Ebenholz für ein räudiges/sprödes Zeug ist hätte ich Palisander genommen.
Zum Schluss wurde dann noch der Trussrod-Kanal gefräst und der Trussod probeweise eingelegt.

Anbei noch die Bilder der Basteleien

Gruss
Hans



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hansg
05 Juni 2009, 09:48 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Eine der nächsten Arbeiten wird das Einkleben der Inlays werden.
Dabei sehe ich zwei Möglichkeiten wie das erfolgen könnte.

1, Möglichkeit
Einkleben der Inlays mit Superkleber.
Anschließend füllen der Spalten mit Epoxydharzkleber (mit schwarzem Schleifstaub gemischt)

2, Möglichkeit
Einkleben der Inlays nur mit Epoxydharzkleber (mit Schleifstaub)

Hier bin ich mir nicht sicher welche Möglichkeit die bessere ist, und auch welcher Epoxydharzkleber am besten geeignet ist.
Im örtlichen Baumarkt werden nur Kleber von UHU angeboten.
z.B Endfest300, Schnellfest etc.
Vielleicht hat Irgendwer Erfahrungen welcher Kleber fuer die Inlays am besten geeignet ist.

Gruss
Hans
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05 Juni 2009, 10:11 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Ich verwende dazu immer Methode 2.

Beide UHU-Versionen habe ich dazu schon verwendet.

Beim Schnellfest kann es passieren, dass der schon fest wird während du ihn verarbeitest, da 5 Minuten knapp werden können.

Ausserdem kann es bei dem 5 Minuten Kleber passieren, dass Blasen im Kleber bleiben, da dieser schnell aushärtet.
Der Endfest bleibt länger flüssig, sodass es am Ende weniger Blasen gibt und der Kleber besser in die Ecken fließt.

Gruß
Michael
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hansg
05 Juni 2009, 10:39 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Besten Dank für die Antwort  

Das ist genau das was ich wissen wollte.
Dann werde ich mal den Endfest Kleber kaufen.

Gruss
Hans
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hansg
06 Juni 2009, 17:47 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Heute habe ich mit der Bearbeitung des Halses begonnen.
Dafür wurde zuerst das Griffbrett zentriert und mit 3 kleinen Nägeln fixiert.
Zum Zentrieren habe ich die TOM provesorisch mit Streichhölzen befestigt und 2 Baumwollfäden an den Stellen der E Saiten gespannt.
Anschließend wurde der Hals bündig zum Griffbrett gefräst.
Das grobe Formen des Halses erfolgte dann mit der größten Raspel die ich finden konnte.
Die Feinarbeit mit Schmirgelpapier und Ziehklinge habe ich auch noch begonnen, aber noch nicht fertiggestellt. Da wartet noch einige Arbeit auf mich.
Zum Schluss habe ich den Hals einmal probeweise auf den Korpus gesteckt.
Schön langsam sieht es aus wie eine Gitarre

Anbei dann wieder die Bilder

Gruss
Hans




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08 Juni 2009, 10:55 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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wow, da ist man ein paar tage nich da, und der hans schnitzt seine gitarre fast fertig.. tolle arbeit!

ich hba übrigens auch methode zwei angewandt, 2k mit schleifstaub. hält bombastisch und du hast im prinzip einen arbeitsgang weniger,..

gruß, jürgen
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08 Juni 2009, 17:56 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Besten Dank

Aber von fast fertig kann noch lange nicht die Rede sein.
Der Hals ist ja erst mal nur grob geformt, und die Feinarbeit geht bei weitem nicht so schnell. Besonders die Verdickung zwischen Hals und Kopfplatte (Die hat auch eine Bezeichnung die mir aber gerade nicht einfällt) ist gar nicht so einfach zu formen.
Auch der Korpus ist noch nicht fertig geschliffen, und die Bindings fehlen auch noch.
Alles in allem ist da noch einiges an Schleifstaub zu erzeugen.

Gruss
Hans
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08 Juni 2009, 18:04 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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naja, im gegensatz zu meiner paula ist deine wirklich fast fertig xD

Zitierter Text
Besonders die Verdickung zwischen Hals und Kopfplatte (Die hat auch eine Bezeichnung die mir aber gerade nicht einfällt)


du meinst sicher die volute zur verstärkung der kopfplatte..diese elegant aus der halsrundung herauszuformen stell ich mir auch atlethisch vor, weil die ja viel flacher ist.
hast du hierfür sowas wie eine schablone oder geschieht das bei dir in eigener konstruktion?

gruss, jürgen
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hansg
08 Juni 2009, 20:35 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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"Volute" Das ist genau das Wort das mir nicht mehr eingefallen ist.

Zitat:
hast du hierfür sowas wie eine schablone oder geschieht das bei dir in eigener konstruktion?

Eine richtige Schablone habe ich dafür nicht.
Beim Hals habe ich mich grob an den Plan von Benjami Stouffs gehalten und die Volute im Halsprofil berücksichtigt. Die Rundung sieht aber auf diesem Plan nicht gut aus. Die ist da einfach nur rund.
Daher habe ich mir eine kleine Papierschablone mit leicht geschwungener Form gebastelt und arbeite nach dieser.
Die Schablone habe ich mit Klebeband an der Kopfplatte befestigt und einfach Hochgeklappt. Das ist ganz praktisch, da sie zur Kontrolle und zum Nachzeichnen der Bleistiftmarkierung einfach immer wieder heruntergeklappt wird.
Das Einkleben der Inlays hat nach der Methode 2 auch Super funktioniert.

Gruss
Hans



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08 Juni 2009, 21:47 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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ach, siehst du auf dem plan die volute etwa nur in der seitenansicht?
ich hab irgendwo in diesem forum mal ein bild einer volute gesehen, die etwas schlanker zur kopfplatte hin ausläuft..ich meine, das wäre bei intoxicates paula der fall gewesen, da sah die draufsicht ungefähr so aus:

(die linien sind nicht symmetrisch, weil ich mir mehr über den genauen verlauf im klaren bin..sind nur zwei möglichkeiten auf einem bild, bin nur grad zu faul, um den thread zu durchstöbern.   )

gruß, jürgen



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