nein, das wird bestimmt nicht meine letzte Gitarre sein. Ich möchte mir schließlich mal irgendwann den Traum einer PRS ermöglichen. Inzwischen reizt es mich sogar mehr eine zu bauen als zu kaufen.
Good News! Da ich nach Informationen von Rumblebird und anderen Forumsusern Infos bekommen habe, das Linde zur Fleckenbildung tendiert und eine deckende Lackierung geeigneter wäre, habe ich meine Tochter überredet den eigentlichen Korpus in weiß zu lackieren. Die Birnendecke will sie aber nach wie vor in violett haben. Was ich aber für eine Mädchengitarre durchaus reizvoll finde.
Dadurch wird es aber jetzt wieder ein wenig kniffliger. Wie stelle ich es am geschicktesten an den weißen Korpus und die violett gebeizte Decke nicht zu verschandeln? (Beize verläuft ja) Am einfachsten wäre es ja wenn die Decke noch nicht mit dem Korpus verleimt und getrennt verarbeitet werden würde. Aber ist das realisierbar bzw. vernünftig? Wenn es in verleimten Zustand gemacht werden sollte, welche Reihenfolge wäre da besser?
Ach ja noch was. Da ich vorhabe mit der Tütenbeize von Clou zu arbeiten wäre ja auch der Clou Schnellchleifgrund am geschicktesten. Da dieser ja auf Nitrobasis ist, werde ich ja auch einen Nitrolack für die Klarlackierung und für die weiße Lackierung des Korpus verwenden müssen. Bin ich da richtig? Gibt es da Empfehlungen?
Als letztes wollte ich noch wissen, wie der aktuelle Stand bezüglich des Wagner W550 Feinsprühsystems in Verbindung mit Nitrolacken ist? Den darf man ja da angeblich nicht verwenden. Hat da jemand andere Erfahrungen gemacht?
1. Top und Boden verleimen, alle Holzarbeiten erledigen usw., quasi fertig für's Finish machen.
2. Boden grundieren und weiß lackieren, dabei die Decke abkleben.
3. Decke beizen
4. Alles mit Klarlack versiegeln.
PUR- undd Acryllack sollten ebenfalls als Deck- und Klarlack funktionieren in Vebindung mit dem Clou SSG.
Mit dem Feinsprühsystem kann ich dir nicht weiterhelfen, ich habe aber neulich eines im Baumarkt mal ein bisschen begutachtet und ich wollte damit keine Gitarre lackieren, da wären mir selbst Sprühdosen lieber.
Ich habe mit der Wagner W550 meine Akustikgitarre lackiert (siehe Galery, Akustik Sunburst). Mit Clou L1 Nitrolack. Man soll mit dem Gerät keine Lacke mit einem Flammpunkt unter 21 Grad verwenden. Ich weiss ehrlich gesagt nicht wie der Flammpunkt bei dem Clou-Lack ist, aber es hat problemlos funktioniert. An der Pistole ist die Elektroturbine halt direkt dabei, es könnten sich also Gase entzünden. Möglich, dass Wagner das schreiben muss, rechtliche Absicherung. Ob man das Risiko eingeht muss man selbst entscheiden. Wichtig ist ein gut belüfteter Raum, oder eine offene Garage. Ich hab draussen lackiert, da ist die Gefahr von Gasansammlungen eher auszuschliessen. Ich hatte hier im Forum von mehreren gelesen, dass sie mit dem System Nitro gespritzt haben, also hab ichs versucht. Es gibt von Wagner auch noch ein System mit getrenter Turbine, kostet aber auch einiges mehr.
@ The Dude Das Gerät ist um einiges besser als eine Sprühdose, ich habe sogar ein sauberes Burst damit erzielt.
ok, jetzt hae ich einmal die Variante lackieren - beizen und einmal beizen - lackieren... Ich warte am besten nochmal auf weitere Meinungen.
@The Dude: Das Wagner Feinsprühsystem ist wirklich nicht schlecht. Im ersten Moment wirkt es etwas klobig. Aber man kann richtig gut damit arbeiten und im Gegensatz zur Spaydose besser dosieren und den Sprühstrahl verändern.
@taxman: Danke für die Info. Ich lackiere in einem Kellerraum. Der ist nicht so gut belüftet wie eine offene Garage. Deshalb habe ich da noch meine Zweifel ob ich wirklich mit Nitro lackieren soll. Wenn PUR-Lack auch möglich ist verwende ich vielleicht den. Wobei der ja auch lösemittelhaltig sein kann...
So, die Beizproben sind gemacht und mein Töchterlein hat sich für einen Farbton entschieden den ich auch favorisiert habe. Auf dem Bild seht ihr die Beizprobe mit dem Birnenholz das mal später für die Decke verwendet wird. Allerdings noch ohne Klarlack. Ansonsten habe ich den Hals inklusive Kopfplatte auf Form gefräst. Ein kleines Missgeschick ist mir dabei auch passiert. Beim Kopierfräsen mit der Schablone ist mir ein Stück an der einen Ecke der Kopfplatte abgeplatzt. Naja, ich habe dann ein Stück Ahorn passend angeleimt und es später wieder in Form gefräst. Man sieht zwar noch wo's passiert ist, aber ich möchte eh ein Kopfplattenfurnier verwenden. Also bin ich anscheinend nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Die beiden Deckenteile sind auch miteinander verbunden und wurden nun mit den Korpus verleimt und ebenfalls plangefräst. Ich freu mich schon auf die gebeizte Optik, die die Maserung der Decke bestimmt toll zur Geltung bringen wird. Zum Schluß habe ich dann noch eine Abdeckung für mein E-Fach angefertigt und eingepasst. In den nächsten Schritten muss ich die Decke in Form bringen, und die ganzen Ausfräsungen machen. Auch Hals und Kopfplatte müssen auf die geplante Höhe gefräst, gefeilt und geschliffen werden. Demnächst müssten auch die Custom Inlays von dem hier verlinkten Ebay Händler aus Taiwan ankommen. Der ist übrigens sehr freundlich, hilfsbereit und macht auch ziemlich gute Preise.
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Als Vater zweier inzwischen erwachsener Kinder muss ich schon mal anmerken, dass imho die primäre Funktion von Eltern (neben der Basis wie Essen, Kleidung, Wohnung) nicht darin besteht, den lieben Kleinen zu Willen zu sein. SOndern darin, für ein gewisses Maß an Kultur, Herzensbildung und Geschmack zu sorgen.
Bezüglich Punkt 3 kann ich Dir derzeit nur völliges Versagen attestieren.
Damit hast Du mit mir gleichgezogen
Selbstmord aus Angst vor dem Tod. Ich fand schon in meiner frühen Jugend, dass das ein schwachsinniges Konzept ist.
Ich muß Stefan zustimmen. Ich habe zwar nichts gegen die blaue Beize, wenn du aber die starke Maßerung der Decke betonen willst, und davon gehe ich aus, solltest du mit der Beize sparsamer umgehen. Eine so stark gemaserte Decke sollte nicht von der Beize ertränkt werden. Mach dir noch ein paar Probestücke mit stark verdünnter Beize die dann das Blau nur andeutet. Ich bin sicher das du dann schnell siehst was ich meine.
... ein gewisses Maß an Kultur, Herzensbildung und Geschmack zu sorgen. Bezüglich Punkt 3 kann ich Dir derzeit nur völliges Versagen attestieren. Damit hast Du mit mir gleichgezogen
Danke für deine Aufrichtigkeit! Das beruhigt mich!
@Holzkarle: ich weiß was du mit der Intesität der Beize meinst. Ich kann ja nochmals einen Test mit noch stärker verdünnter Beize machen. Wobei die abgebildete Probe bereits relativ stark verdünnt ist. Ach ja, es handelt sich um ein Violett. Siehst du ein Blau?