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Jumbo  Dieses Thema wurde bisher 4,580 mal gelesen. ausdrucken
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BonBenE
29 Juni 2009, 07:29 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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So nun ist es soweit...
Das Holz liegt schon länger hier herum, ich bin auch schon fleissig am werkeln, aber passiert ist noch nix

Was es mal werden soll:
Eine Jumbo mit Cutaway
Decke: Zeder
Boden und Zargen: Ovangkol
Hals: Mahagony

Insgesamt orientiert sich die Gitarre an Martin´s Aura
http://www.martinguitar.com/guitars/choosing/guitars.php?p=z&g=l&m=JC-16ME%20AURA
D.h. die Mensur wird wohl 25.4" betragen



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||: After the rain comes sun...after the sun comes rain again...:||
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BonBenE
29 Juni 2009, 07:39 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Meine bisherige Energie ist komplett in die Vorbereitung des Baus geflossen...
D.h. ich habe eine Negativ-Form erstellt, fleissig Zargen biegen geübt und mir einen Knoten ins Hirn gemacht um eine Schwalbenschwanzverbindung herzustellen...
Da muss ich dann auch das erste mal um Hilfe bitten.
Ich habe mit 4mm Plexiglas Schablonen erstellt...aber wie kriege ich das konstruktiv stabil genug mit dem Holz verbunden...
Die StewMac Schablonen haben Langlöcher an der Seite, auch Laidback hat sie so hergestellt, aber alles was ich da durchstecke ist mir beim Fräsen im Weg.
Na gut...flache Schrauben und eine kleine Mulde fräsen...aber dann?

Ich habe versucht es wie Martin Koch in seinem Anhang zu gestalten; sprich: die Schablone auf eine längere Latte zu schrauben...das ist mir aber etwas wackelig.
Ich brauche nämlich zwischen meiner Schablone und dem Werkstück etwas Luft, besser gesagt Platz, denn ich kann es unterfüttern. Somit stände einem anklemmen nach oben nichts im Wege...ausser der Oberfräse.

Viele Worte; hoffentlich verständlich, wenn nicht bitte ich um Nachsicht und werde Bilder und Zeichnungen nachreichen...


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woecki
29 Juni 2009, 09:21 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Moin,

also als Verfechter des Handwerks würd ich dir ja vorschlagen den Schwalbenschwanz von Hand auszuarbeiten. Mehr wie ne Säge, ein - zwei Stecheisen und ne kleine Raspel/Feile brauchst da eigentlich nicht. Naja Gedult und mindestens ein Übungsstück wären gut...  Dafür brauchst dir keine Gedanken machen wie du die Schablone festbekommst...

Gruß

Markus
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BonBenE
29 Juni 2009, 10:16 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Hmmm...hab ich auch schon mal drüber nachgedacht...
Jetzt hab ich den Fräser aber schon zu hause und würde ihn auch gerne benutzen...
irgendwann komm ich auf dich zurück


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pl-guitars
29 Juni 2009, 10:18 Diesen Beitrag einem Moderator melden
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Es ist auch keine Schande bei der Ersten, aber auch grundsätzlich, einen geschraubten Hals zu verwenden.

Die Sounddiskussion und/oder einen Glaubenskrieg würde ich hier gerne vermeiden...es ist auf jeden Fall eine stabile Verbindung und auch relativ leicht herzustellen, falls dir der Dovetail zu viel Kopfzerbrechen bereitet....


Der Erfinder: http://www.cumpiano.com/Home/Articles/Special%20interest/headblock.html
Bleibt noch die Überlegung ob Einschraubgewinde nicht noch eine Verbesserung wären.....

meine 2ct.  


Ach ja: schön dass hier mal mehr im Akustikboard passiert, da ist ja mittlerweile echt was los!  


Tante Edit: Ich seh' gerade dass das Original auch ne Mortise/Tenon Verschraubung hat....du wärst damit sogar näher am Original....


Pit
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laidback
29 Juni 2009, 17:30 Diesen Beitrag einem Moderator melden

clonewood
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Zitierter Text
Ich habe mit 4mm Plexiglas Schablonen erstellt...aber wie kriege ich das konstruktiv stabil genug mit dem Holz verbunden...
Die StewMac Schablonen haben Langlöcher an der Seite, auch Laidback hat sie so hergestellt, aber alles was ich da durchstecke ist mir beim Fräsen im Weg.
Na gut...flache Schrauben und eine kleine Mulde fräsen...aber dann?


genau....umsenkte Langlöcher.....dann sind die Schrauben nicht im Weg

du musst dir halt eine Vorrichtung bauen um die Schablone sicher mit dem Korpus zu verbinden.....auf der Seite von Andreas Rall und auch bei Stew Mac findet man etwas hierzu.....




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BonBenE
02 Juli 2009, 16:22 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Haha...Oh mann...aber dazu erst später...

An einem Nachmittag den ich eigentlich der Bodenphysik hätte widmen sollen ging es weiter.
Die Apparatur zum Fräsen steht soweit und wirkt auch stabil.
Also Probestück dran und ab geht die wilde Fahrt...
Lief soweit auch ganz gut...kein Verbrennen-sehr gut
Denn ich kann mich ja nicht an meine Frästiefe herantasten, es sei denn ich würde extra Schablonen dafür machen...

Naja...eine Kleinigkeit habe ich dann doch wieder gelernt...mein Kugellager muss vertikal gesichert sein, damit es mir nicht nach oben wegläuft und ich weiter fräse als ich eigentlich will...dieses kleine Teilchen werde ich mir dann also noch besorgen müssen, oder vielleicht vom Bündigfräser "ausborgen"

Beide Stücke fertig....und....TATA
...ES PASST...am falschen Ende


.....DENKFEHLER
Ja meine Güte was ist denn da los? Wie konnte mir den so eine....naja
Mit dem Bau der Vorrichtung ist die meiste Arbeit getan...Ich setz mich morgen ans CAD...ohne Bier
und entwerfe neue Schablonen...dann sollte die Verbindung gut werden

Und jetzt noch die Beweissicherung



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BonBenE
03 Juli 2009, 09:11 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Das konnte ich ja nicht auf mir sitzen lassen...
Also heute morgen die neue Schablone gezeichnet, ausgesägt und wieder die Fräse angeschmissen...

Jetzt passt das ganze doch schon ziemlich gut.
Mit etwas Kraft würde ich die Kante wohl bündig kriegen; jetzt mal eine Frage:
Macht das Sinn?
Die Verbindung würde zwar fest sitzen; Leim würde ich damit aber wohl nicht sehr viel drin behalten.
Soll ich nun also in so einem Fall lieber mit Feile und Schleifpapier etwas aushelfen, auf die Gefahr hin, dass es dann einen Tick zu locker wird, oder soll ich mich über die feste Verbindung einfach freuen?

edit: Das Loch das man sieht ist einer von den oben beschriebenen Ausreissern. Ich habe die vertikale Führung noch nicht, weil ich keinen Imbuss habe der klein genug ist, um es vom Bündigfräser runterzuschrauben. Ich werde nachher wohl mal beim örtlichen Eisenwarenhändler fragen, ob er so etwas einzeln verkauft.



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laidback
03 Juli 2009, 09:17 Diesen Beitrag einem Moderator melden

clonewood
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der nötige Druck darf nicht so hoch sein, dass das Holz zerdrückt wird.....

es ist mMn besser etwas drüber zu bleiben und dann manuell leicht nachzuhelfen......

was ganz gut geht ist folgendes:

du fräst dir an eine Hartholzleiste den Schwalbenschwanzwinkel........beklebst das mit Schleifpapier und streichelst damit deinen Zapfen.............




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BonBenE
09 Juli 2009, 16:58 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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So mal ein kurzes Update:

Das Thema Hals beschäftigt mich doch noch sehr...also habe ich beschlossen, mich erst mal um die Zargen zu kümmern...
Wie bereits angedeutet, habe ich mit Übungsholz (Mahagonie) in den letzten Wochen immer mal wieder Zargenbiegen geübt.
Vorher hab ich es immer ca. 5min. in kochendes Wasser gelegt, und danach probiert...
In Alufolie, in Backpapier, In Backpapier in Alufolie....am Ende hab ich alles weggelassen...

Mit dem Mahagonie roch es immer als hätte ich einen exotischen Tee gekocht, Ovengkol hat mich dagegen eher an Brot bis Hundekuchen erinnert...interessant.

Alles in allem bin ich sehr glücklich und überrascht, wie unproblematisch sich das Ovenkol hat biegen lassen. Und der größte Unterschied zum Mahagonie...es hat dann auch gut die Form gehalten. Insgesamt sehr angenehm.




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Wasduwolle
09 Juli 2009, 18:22 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Buehl, Baden
praktische Frage:
Wie zur Hölle bekommst du die Zarge mit der Länge in kochendes Wasser?
Grüsse
Wasduwolle...aus reiner Neugier


Ihr findet mich jetzt beim neuen Forum http://www.gitarrebassbau.de
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BonBenE
10 Juli 2009, 08:32 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Ich habe von einer Lieferung einen Karton der ca. 80cm lang ist. Den habe ich mit einer Mülltüte ausgekleidet.
Mit 1,5-2L kochendem Wasser ist die Zarge komplett unter Wasser. Weiterkochen kann ich das Wasser während dessen natürlich nicht; es sei den ich würde einen Tauchsieder rein hängen...


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BonBenE
10 Juli 2009, 17:37 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Heute morgen habe ich dann noch die andere Seite der Zargen gebogen und in die Form gepresst...Jetzt sind beide das erste mal beisammen und können sich an einander gewöhnen...

Weil mir noch danach war habe ich die Decke gefügt...
Dazu habe ich sie aufeinandergelegt und an einer sauberen Kante erst mal bündig gefräst.
Nachdem ich festgestellt habe, dass ich das von der falschen Seite gemacht habe, gabs einen zweiten Anlauf.
Der Sinn war eigentlich nur die Reliefartigen Unebenheiten zu entfernen und danach mit Schleifpapier ran zu gehen...
ABER die Kante war unerwartet so sauber, dass kaum mehr Licht durch die Ritze kam.
Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass es mit schleifen nur noch schlimmer geworden wäre

Also habe geleimt...eigentlich wollte ich die Keil-Technik klauen und anwenden, da ich aber keine Keile da hatte und mir die Frage kam:" Wofür hab ich denn die riesige Klemme?", habe ich den Druck/Zug eben damit erzeugt. An mehreren Stellen angesetzt, Zug erzeugt, und diesen dann von oben "eingefroren"...Der als der linke Teil der Decke sich gen Himmel zu strecken begann, hab ich wieder etwas locker gelassen

Jetzt brauchts nur noch Zeit...



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BonBenE
11 Juli 2009, 09:51 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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Heute morgen der Boden...

Ich habe auch diesen mit dem Bündigfräser bearbeitet, musste diesmal aber noch etwas von Hand nachhelfen.
Die Zeder war da williger...naja

Dann aber ein Schreck: Ich dachte erst der Boden hätte sich gewölbt, aber nein; ein RISS...
Ich hatte aber Glück, dass meine Decke noch ausreichend Reserven in der Länge besaß und ich den Teil einfach absägen konnte, damit er nicht noch weiter reißt.
Ich muss mir das wohl beim Fräsen eingebrockt haben...hmmm ob ich das wohl so nochmal machen soll?

Letztendlich ruht er nun...
Da ich als seitliche begrenzung mein Halsholz benutzt habe, gibts eine unfreiwillige Zwangspause...werd ich wohl Rasen mähen müssen

Thema Hals: Ich habe mich jetzt dazu entschieden wohl doch eine Schraubverbindung zu setzen.
Ich habe nämlich das Gefühl das ich einen leichten Winkel in meinen Schwalbenwanz gefräst habe.
Ausserdem bin ich mir da noch nicht sicher wie ich nun den Halsstab verbauen sollte...

Naja...wie auch immer...
Möbelverbinder habe ich heute morgen besorgt. Jetzt werde ich nur noch mein Holz wählen müssen; mal schauen ob der erste Rohling noch zubenutzen ist, oder ob ich einen zweiten ansetze...einen habe ich noch...



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BonBenE
13 September 2009, 16:18 Diesen Beitrag einem Moderator melden

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*Hust* Der setzt ja schon Staub an  

In nächster Zeit will ich aber wieder mehr Zeit finden; wie auch immer...

Bevor ich meiner Decke eine hübsche Bebalkung verpassen kann, sollte ich mich mal um die Rosette kümmern.
Jetzt habe ich hier eine liegen, die ich eigentlich verbauen wollte, aber wenn ich mit dem Zirkel mal das Schallloch anzeichne und sie drum rum lege, scheint sie mir einfach nicht richtig rund zu sein. Ein wenig kann ich mit dem Griffbrett noch verdecken, aber ich zweifle ob das reicht.
Desweiteren wäre das Schallloch nur rund 8 cm im Durchmesser. Das dürfte an einer Jumbo irgendwie  mickrig aussehen.
Ich sollte die Rossette wohl oder übel als Fehlkauf abtun...
Bestätigt ihr mir das, oder kann man/muss ich noch was "grade biegen"?

Ansonsten werde ich mich wohl nach Perlmutt-Einlagen umsehen...



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