langsam mache ich mir Gedanken zur Farbgebung meiner Reisegitarre. Ich möchte auf jeden Fall die besagte Clou Tütenbeize verwenden. Sie ist günstig und ihren Zweck erfüllt sie auch.
Nun hatte ich seinerzeit für meinen LP-Bausatz die Beiz-Farbe per Internet und Muster beim Baumarkt ausgesucht und musste dann im nachhinein feststellen, dass das alles nicht ganz so passt. Nicht schlimm, jetzt machen wir es ja besser.
Hier nun meine Fragen: - hat schon mal jemand die Farben 155 (dunkerot), 158 (dunkelgrün), 159 (violett) oder 160 (blau) idealerweise auf Esche benutzt und kann mir ein Bild vom Ergebnis zeigen?
- hat schon mal jemand mit dem dunkelrot und schwarz eine Black Cherry-Beizerei versucht?
- hat schon mal jemand mit der Beize eine Burst-Variante versucht?
- lässt sich diese Beize mit der Airbrushpistole spritzen?
- wenn ich nun innen (beim Korpus) gerne blau hätte und im äußeren Bereich (wie bei einer Sunburst) violett was müsste ich dann zuerst spritzen? Erst blau und dann violett oder andersrum?
Hier passt mal wieder das alte Motto: wer die Wahl hat, hat die Qual.
hi Axel, der umstand ist jener: jedes Holz hat eine andere Eigenfarbe, Esche zu Esche ist verschieden, und jedes Holz hat auch eine andere saugneigung (geiles Wort) Antworten auf die Fragen helfen nicht umbedingt, aber was hilft ist: Versuch macht Kluch Probier es einfach aus. Ich habe schon mal Esche mit Schwarz vorgebeizt, abgeschliffen und rot nachgebeizt. Die tiefen antele von Esche sind sehr ölig, und nehmen eher schlecht die Beize an. Ich hab der Beize einen Tropfen Spüli zugegeben, und fand es dann besser. Die vernünftigere Lösung ist wahrscheinlich Spiritus beize Gebeizten Burst findest du in intoxicates les plaul thread, wenn ich mich recht erinnere. Airbrushen würde ich eher transparent eingefärbten Lack. als Beize
Das Problem, was mir schon ein- zweimal passiert ist, beim auftragen der Beize mit dem Pinsel ist, dass man ruckzuck aus Versehen an einer Stelle Beize quasi doppelt aufträgt. Dies führt dann zu unschönen Flecken. Dachte halt, dass das beim aufbringen per Airbrush nicht passieren kann.
Nun, Praktiker hat ja gerade wieder die 20%-Aktion, da werde ich mich dann mal mit gaaanz vielen Clou-Tüten eindecken.
Den Thread von intoxicate werde ich mir dann morgen mal komplett zu Gemüte führen. Danke für den Tipp.
Das Problem, was mir schon ein- zweimal passiert ist, beim auftragen der Beize mit dem Pinsel ist, dass man ruckzuck aus Versehen an einer Stelle Beize quasi doppelt aufträgt. Dies führt dann zu unschönen Flecken.
Dachte halt, dass das beim aufbringen per Airbrush nicht passieren kann.
ich glaube das mit dem negativen Doppelauftragseffekt hat was mit der Sättigung der Beize zu tun, d.h. je dunkler oder je mehr es die empfohlende Sättigung hat, desto weniger merkt man davon, zumindest bei meinen Tests
Was die Farben 155 (dunkerot) oder auch hellrot angeht so finde ich , das es mit keiner bekannten "Vintage Farbe" irgendwas zu tun hat, also weder mit Cherry noch mit Weinrot - leider, ich weiß garnicht wie man damit irgendwo hinkommen soll, ich habs aber noch nicht auf Esche und auch nicht auf Erle probiert, wohl aber auf Mahagoni und auf Ahorn und keine brauchbare Farbe gesehen ?!
Ich muss mir mal Mahagoni besorgen, am Besten über Dich wenn DU eh in den Markt gehst, und ein Päckchen musst Du mir ja auch bald schicken wo man das dazu legen könnte ?!
Ich habe keine praktische Erfahrung mit der Airbrush, aber immer den gleichen Plan gehabt wie Du - kann Dir wohl aber sagen das das PRS Projekt von Forumskollege "Colossos" , die Gitarre die er auch in seinem Avatar hat sprüh-beburstete Beize ist
Das Problem mit der Airbrush ist wohl genau das Selbe wie Deins, weil Du zumindest im ersten Durchgang nicht fließend genug durchkommst - zum nachschattieren vermutlich ideal, aber eben nicht für die Grundlage
Also grundsätzlich gilt wohl möglichst gesättigt (nass - Schwamm - breiter Pinsel)) drauf und Überschuss wieder runter anstatt vorsichtig zu trocken und gestückelt decken oder nachdunkeln zu wollen
aber bitte daraus keine Schritte ohne Tests ableiten
Hier mal ein paar Bilder- allerdings wurde hier Ahorn gebeizt. Die LP wurde mit Clou Tütenbeize dunkelrot mit einem Schuß gelb gebeizt. Die Tele wurde mit Clou Tütenbeize in dunkelblau gebeizt.
Das Holz vorher etwas wässern und die Beize mit einem Schwamm auftragen, das klappt.
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Was die Farben 155 (dunkerot) oder auch hellrot angeht so finde ich , das es mit keiner bekannten "Vintage Farbe" irgendwas zu tun hat, also weder mit Cherry noch mit Weinrot - leider, ich weiß garnicht wie man damit irgendwo hinkommen soll, ich habs aber noch nicht auf Esche und auch nicht auf Erle probiert, wohl aber auf Mahagoni und auf Ahorn und keine brauchbare Farbe gesehen ?!
Das legt den grauenhaften Verdacht nahe, dass Clou seine Tütenbeizen nicht wegen der vielen Amateur-Instrumentenbauer in die Baumärkte stellt
Abgesehen davon, dass ich persönlich einen Bedarf für Vintage-Farben ohnehin nur bei Reparaturarbeiten sehe, kann man sich aus den Clou-Pulvern durchaus jede Farbe mischen. Es ist aufwändig, aber Testläufe sind ja ohnehin unverzichtbar, weil jede Beize auf jeden Holz anders aussieht.
Selbstmord aus Angst vor dem Tod. Ich fand schon in meiner frühen Jugend, dass das ein schwachsinniges Konzept ist.
DANKE, ihr habt mir sehr weiter geholfen. Da ich ja nun mal 2 Airbrushpistolen zuhause habe werde ich das auf jeden Fall mal an ein paar Reststücken probieren. Und an irgendeiner großen alten Holzplatte das gleichmäßige flächige sprühen. Mal schauen, ob das funktioniert. Ansonsten muss ich mal meine alten T-Shirts ausmisten um so ein paar Beizlappen zu erhalten.
Gut, das Holz hatte ich vor dem beizen nie angefeuchtet, das könnte u.U. schon des Rätsels Lösung sein. Werde ich das nächste Mal so machen.
@Poldi112: hast du bei dem Blau noch mit z.B. schwarz unterlegt? Das sieht so dunkel aus. Dunkelrot ist schon mal gestorben, das ist mir einfach viel zu hell.
@Jack: kein Thema mit dem Mahagoni. Sag mir nur welches, es gibt nämlich von Clou 3 Tüten: 156 - mahagoni 169 - mahagoni hell 170 - mahagoni dunkel
Hat denn noch einen Vorschlag wie man das "schwarz" beim Sunburst an den Zargen wirklich "schwarz" bekommt ? Gerade hier und besonders in den "Hirnholzzonen" wird es nicht richtig schwarz. Ich sehe das eher in diesen Bereichen so, dass das mit Beizen nicht zu schaffen ist und deckende Farbe ran muß.....
Mit folgendem "Porenfüller": Clou Holzpaste schwarz, angereichter mit pulverisierter schwarzer Wasserfarbe, mit Wasser auf ballentaugliche Konsistenz verdünnt.
Ich hab damit gerade an Esche experimentiert, deren Poren (besser: Tunnel) ich schwarz füllen will, bevor blaue Beize draufkommt. Hat bestens funktioniert und taugt auch für das Finish mit Öl.
Selbstmord aus Angst vor dem Tod. Ich fand schon in meiner frühen Jugend, dass das ein schwachsinniges Konzept ist.
Airbrushpistole mit Beize ist was zum Ausbessern kleiner Macken, man braucht für einen Gitarrenkorpus oder Hals eine Spritzpistole, vorzugsweise eine sogenannte Dekorpistole an der sich Rund- und Flachstrahl einstellen lassen. Das ist die gängige handwerkliche Methode für ansatzlosen Auftrag.
Clou Holzpaste in schwarz !? die gibts ? Sollte doch mal die "Hohmpätsch" von Clou aufsuchen und nicht nur die Baumarktangebote checken.....
Man sollte Foren wie dieses "gesetzlich" vorschreiben. Ich bin immer wieder erstaunt was man alles dazulernt oder erfährt.
PS: Wat is denn anjereicherte schwarze Wasserfarbe ? Den schwatten Farbtegel aus´m Wasserfarbenkasten mit ´ner Nagelfeile auskratzen und das Sublimat in die Paste einrühren......? Hoffentlich ist dabei keine Webcam irjenswo versteckt....unser leicht reizbarer durchgeknallter Rollstuhlpilot aus dem Innenministerium kennt da kein Pardon, fürchte ich.... Verdacht auf Anleitung zum Bombenbau
Die hab ich auch noch nie gesehen. Allerdings kann man die Clou Holzpaste (z.B Natur) auch mit schwarzer Clou Tutenbeize schwärzen. Das ist auch ganz gut zum Porenfüllen geeignet.
Zitat: Hat denn noch einen Vorschlag wie man das "schwarz" beim Sunburst an den Zargen wirklich "schwarz" bekommt
[/http://www.gearbuilder.de/forum/m-1239815435/s-75/#num80] Hier sind die Zargen genau mit dieser gefärbten Paste behandelt. Allerdings färbt die Paste ab wenn sie mit Wasser in berührung kommt. (Ich habe die Zargen mit Nasschleifpapier abgeschliffen und tagelang schwarze Finger gehabt) Das Ergebnis ist aber gar nicht schlecht (deckend füllend und absolut schwarz) wenn dann der Klarlack drauf ist
Ich hab sie aus dem Baumarkt um die Ecke. Der ist eigentlich nicht sonderlich gut sortiert und deswegen wundert mich euer Erstaunen
Ja, mit Wasserfarbe meinte ich die Tiegelchen aus dem Schreibwarenladen. Ersetze Nagelfeile durch Schleifpapier und Du kennst mein Verfahren.
Das Ergebnis nach Trocknung sieht allerding erst mal aus wie drübergekotzt bzw wie Labskaus
Ich habe dann trocken geschliffen und das ging recht gut. Der anschliessende Auftrag der blauen Beize (Clou Wasserbeize, 1:2 runterverdünnt) hat auch nicht zu schwarzen Ausblutungen geführt.
Selbstmord aus Angst vor dem Tod. Ich fand schon in meiner frühen Jugend, dass das ein schwachsinniges Konzept ist.