Wenn man verschiedene Bässe im Laden probiert, lassen sich einige deutlich leichter bespielen. Ich empfinde das z.B. bei Ibanez und Warwick Modellen oft so. Ich würde gerne einen solchen Hals als 3D-CAD entwerfen und dann CNC fräsen. Halsbreiten und Saitenabstände werden in Datenblättern und Testberichten immer angegeben. Über Halsstärke, -stärkenverlauf, -radius und Griffbrettradius schweigen sich alle aus. Gibt es Erfahrungswerte, was einen schnellen Hals ausmacht? Oder hat jemand sowas schonmal vermessen?
Gibt es Erfahrungswerte, was einen schnellen Hals ausmacht?
Entschuldige, wenn ich das so platt ausdrücke: Ja. Wenn man schnell drauf spielen kann. Es gibt dafür kein Kriterium, ausser vielleicht Gewöhnung. Ich selber habe 5 verschiedene Halsprofile (bald 6) und spiele mit allen praktisch gleich gut. Das kommt daher, weil ich sie mir nach Bespielbarkeit aussuche und nicht nach Daten wie Radien, Dicken, etc. gehe.
Das Beste für Dich wäre wohl, ein spezifisches Halsprofil von fertigen Bässen auszusuchen (durch Testen)
Zitierter Text
Oder hat jemand sowas schonmal vermessen?
und dann genau dieses mit dem Hals zu tun (Schieblehre mit in den Laden nehmen)
Ja klar ist Ausprobieren und Messen die beste Methode. Aber ich stelle mir vor, wenn ich im Laden die Schieblehre auspacke, bin ich ganz schnell wieder draussen...
... und es muß doch Anhaltspunkte geben, wie ein schlanker Hals aussieht...
Über die Halsform an sich und seine Radien wird sich schlicht und einfach ausgeschwiegen weil ein Hals eben nun mal (normalerweise) keinen festen Radius hat sondern aus ganz vielen Kreissegmenten besteht. Das macht das ganze dann auch kompliziert wenn man ihn als CAD zeichnen möchte. Hersteller wie Carvin bauen von Hand Prototypen die sie dann per 3d scanner "digitalisieren". Wenn du nur einen Hals bauen willst, mach ihn von Hand, da wirst du viel schneller sein... Schnelle Hälse? Geschmackssache, ich z.b. komme mit dem "halber Baseballschläger Halsprofil" meiner Les Paul besser zurecht als auf den "schnellen" Hälsen von z.b. Ibanez. Halsprofil ist wie weiter oben schon gesagt reine Geschmackssache.
Naja, sagen wir mal so: Du benötigst ja Steh, PU`s, etc. Wenn Du denen sagst, Du möchtest einen eigenen Bass bauen und dafür womöglich Teile beim Laden bestellen, sieht das schon ganz anders aus. Beim Halsprofil würdest Du aber gerne was ausmessen, vielelicht kannst Du sogar einen Mitarbeiter deswegen befragen. Der Laden würde ein Geschäft in Aussicht gestellt bekommen und Du bist ehrlich.
@ alle: klar, mit genug Übung geht´s auf einer Dachlatte (bei mir also nicht), ich will aber was haben, was mir das Leben erleichtert - ihr dürft "Weichei" denken...
... ich will aber was haben, was mir das Leben erleichtert ...
Dasselbe wirst Du mit der Suche auch verbringen. Nach meiner Erfahrung gibt es per se weder "schnelle" noch "langsame" Hälse, allenfalls solche, die einem gut in der Hand liegen oder nicht. Was mir paßt muß nicht automatisch anderen passen. Und da liegt ja Deine Chance beim Selbstbau.
...man könnte auf eine konventionelle Halskonstruktion verzichten und ein Linearlager auf den TR schieben ...... dann hätte man einen ultraschnellen Pumphals.....
sorry für OT
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Also wenn ich einen Hals baue, dann nehm ich ihn immer wieder in die Hand (Spielhaltung!) und teste das Feeling. Wenns passt, dann wird die Raspel beiseite gelegt... Irgendwelche Halsprofilschablonen oder so was hab ich noch nie verwendet. Du kannst natürlich ein grobes Halsprofil (Breite und Dicke, jeweils am Sattel und am 12.Bund) im CAD modellieren, damit du später beim Modellieren in der Realität nicht mehr so viel raspeln musst, aber die endgültige Form würde ich auf jeden Fall von Hand machen! Gefühl lässt sich (gottseidank!) nicht in Zahlen fassen, sonst gäbe es bald keine handgefertigten Gitarren mehr...
Also wenn ich einen Hals baue, dann nehm ich ihn immer wieder in die Hand (Spielhaltung!) und teste das Feeling. Wenns passt, dann wird die Raspel beiseite gelegt... Irgendwelche Halsprofilschablonen oder so was hab ich noch nie verwendet. Du kannst natürlich ein grobes Halsprofil (Breite und Dicke, jeweils am Sattel und am 12.Bund) im CAD modellieren, damit du später beim Modellieren in der Realität nicht mehr so viel raspeln musst, aber die endgültige Form würde ich auf jeden Fall von Hand machen! Gefühl lässt sich (gottseidank!) nicht in Zahlen fassen, sonst gäbe es bald keine handgefertigten Gitarren mehr...
Gruß Basti
Exakt so arbeite ich auch.
Das Modellieren im CAD macht hier aber NUR Sinn, wenn damit eine CNC angesteuert wird. Ansonsten sollte keiner mit ein paar linealunterstützen Linien überfordert sein
Selbstmord aus Angst vor dem Tod. Ich fand schon in meiner frühen Jugend, dass das ein schwachsinniges Konzept ist.