Da ich jetzt wieder Platz auf der Werkbank habe, mache ich mir Gedanken über das nächste Projekt. Es wird wieder ein Bass werden und 5 Saiten soll er bekommen. Er ist nicht für mich, sondern für eine Bekannte.
Der Wunsch ist ein extrem schmaler und dünner Hals und das bereitet mir ein bisschen Kopfzerbrechen. Um mal die Dimensionen zu nennen...42mm Sattelbreite, ca. 19mm Stärke, 34 Zoll Mensur. Die Frage ist nicht, ob das spielbar ist, sondern wie ich das am besten anstelle, dass sich das Ding unter dem Zug von 5 Basssaiten nicht biegt wie eine Banane.
Die Materialien sollen sein: 3 breite Streifen Elsbeere, 2 schmale Streifen Nuss, Griffbrett Zwetschge. Innen soll ein 2-Wege Stab seinen Dienst verrichten.
Die erste Frage bezieht sich auf die Materialien. Was sagen die Fachmänner zur Holzwahl? Sind die Hölzer für so einen Hals wohl tauglich oder gibt es bessere Alternativen, Ahorn anstelle Elsbeere z.B.?
Zweite Frage: Mit ist die Idee gekommen das Ganze mit 2 Carbonstäben zu stabilisieren, ohne aber auf den Trussrod verzichten zu wollen. Die Stäbe würde ich hochkant links und rechts des Halsstabes, parallel zu diesem, anordnen. Bei den Dimensionen habe ich an ca. 5x10mm pro Stab gedacht, wobei diese Größe einfach ins Blaue hinein geraten ist. Was meint ihr, würde das tatsächlich zur Stabilität beitragen, wäre es vielleicht sogar zu viel des guten, bzw. bei den Hölzern überhaupt von Nöten?
Wäre schön, wenn ihr mir helfen könntet und weil ich das nicht im geringsten anzweifle, schon mal vielen herzlichen Dank!
zur Holzsache trau ich mich nichts zu sagen - werd da selbst grad gequält....
Allerding kann ich dir einen link zu den carbonstäben posten, die Dinger sind extremst stabil und machen so manchen Halsstab arbeitslos - in Kompination + harte Schichtleimungen und ein nicht allzu dünnes Halsprofil würd ich mir bananenmäßig da nichts befürchten!
Ich würde sows auf jeden Fall mit 2 Trussrods machen, um auch Vertwistungen ausgleichen zu können. Wenns denn unbedingt Plastik sein soll, dann einen in die Mitte.
Wenn ich von den 19mm Hals nur 6mm Griffbrett abziehe (meine persönliche absolute Untergrenze!!!), dann bleiben in Halsmitte 13mm Holz und außen - je nach Shaping - entsprechend weniger. Double Dual Rods haben 9mm Frästiefe und wesentlich weniger sollten die Plastikstäbchen auch nicht haben .... das würde ich mal als "mutig" einstufen.
Selbstmord aus Angst vor dem Tod. Ich fand schon in meiner frühen Jugend, dass das ein schwachsinniges Konzept ist.
3x8 klingt auch gut, würde aber vor allem in der Höhe 2mm gegenüber meiner ursprünglichen Idee sparen, was ja bei der geringen Halsstärke insbes. im Bereich der tiefen Lagen von Vorteil wäre.
Wo hast du das denn verbaut? Ich nehme an, deine Erfahrungen beziehen sich dabei auf eine Gitarre?!
@rumblebird:
An 2 Trussrods habe ich noch nicht gedacht, ist mir aber so auf den ersten Blick nicht so sympathisch, bzw. wenn mich mein Gefühl nicht täuscht, sollte die Gefahr eines seitlichen Vertwistens doch in dem Fall nicht sonderlich stark erhöht sein. Ich glaube, dass hier durch die 5-teilige Grundkonstruktion schon ausreichend vorgesorgt ist.
Aber gut, ich kann das statisch weder berechnen, noch vernünftig einschätzen.....
Die 5er mit Zahnstocherhals, die ich kenne, haben das halt oft bis überwiegend. Und meine Zweifel bezüglich eines 19mm-Halses bei über 120kg Zug, die kennst Du ja schon.
Selbstmord aus Angst vor dem Tod. Ich fand schon in meiner frühen Jugend, dass das ein schwachsinniges Konzept ist.
Hab`s in meinem aktuellen Projekt verbaut - (http://www.gearbuilder.de/forum/m-1251920849/) - eine Gitarre sollte es werden - aufgrund von FR Trem und einer instabilen Griffbrettkonstruktion entschied ich mich für zusätzliches Carbon - bin weiter am bangen, hab die Carbonstäbe nicht an die Halskontur angepasst und deshalb könnte das Halsprofil am Sattel kritisch nahe an die Carbonstäbe kommen....
Wichtig ist noch das du Sie bombenfest einbaust - geklabbere, usw. hab sie penibelst in einen Schlitz gepresst und mit epoxy vergoßen! lg McNash
Ich wäre durchaus noch an anderen Meinungen interessiert, auch was die Hölzer angeht....
Angenommen ich würde Carbonstäbe verbauen, sollte ich diese parallel zur Mittellinie oder eher parallel zu den Halsflanken einkleben? Und würde ein mit Epoxy eingeklebter Stab eine eventuelle Krümmung des Halses ohne Zerbrechen des Stabs bzw. des Harzes mitmachen?
Die Carbonstäbe gehören in die Mitte, nach unten (falls du dich mit technischer Mechanik auskennst: Prinzip Steiner-Anteil nutzen! *g*). Wichtig ist auch, für welches Griffbrett du dich entscheidest. Grade bei dünnen Hälsen trägt das ganz schön mit. Ein Holz mit hohem E-Modul hilft.
Ich kann leider nicht abschätzen, wie stark dein geplanter Hals von den üblichen Bassdimensionen abweicht, darum kann ich dir auch nicht sagen, ob das overdone ist, was du planst, nämlich Carbon PLUS Halsstab. Allerdings hört sich das für mich nach ganz schön Gebastel auf engstem Raum an. Siehe Skizze, der CFK Stab (schwarz) ist praktisch nur über 2 recht kleine Flanken mit dem Halsholz (gelb) verklebt, was für eine Stelle mit hohem Steifigkeitssprung nicht gut ist. Und dann ist da noch der Halsstab (grau) direkt drüber, der zusätzlich zur Biegung auch noch eine verteilte Druckkraft auf den CFK-Stab ausübt und damit die schmale Verklebung noch mehr belastet. Achja, das Ganze passgenau zur fertigen wird auch eine Herausforderung. Persönliche Meinung: Wenn du es sauber machst geht es so wie unten skizziert schon. CFK-Stab und Hals müssen halt echt ohne Blasen und Harzseen verklebt sein.
Zu den Hölzern: Das Halsholz ist bei so einer Konstruktion Zierde. Griffbrett ist wie gesagt wichtig, da nichts weiches nehmen.
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das Problem ist irgendwie interessant... und lässt mich nicht mehr los...
nach Stef`s posting... würd ich`s wie folgend machen und die Carbonstäbe (weiß nicht ob stef das auch so gemeint hat) ins design aufnehmen und als streifen einleimen. im Bild würde der Halsstab zwischen Carbon und einem harten Griffbrett liegen und auf der Seite nochmal zwei dünne aber durchgehende stäbe.
bei dem link (oben) gibt`s sogar B2xH11 mm müsstest dir halt mehrere kaufen (à 5€)...
Also ich würde es nach meinem Gespür - berechnen kann ich`s nicht und Erfahrungswerte hab ich auch nicht - so machen!
wünsch dir viel Glück! Bitte poste deine Lösung, wenn du`s fertig hast!
lg McNash
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Dude, um wie viel dünner und schmäler als ein normaler Fünfsaiterhals soll das Ding denn werden? Ich glaub echt nicht, dass da sooo viel Kohle rein muss, wenn du eh zusätzlich nen einstellbaren Halsstab verbaust. Armin Dreier verbaut imo in seine Akustikgitarren nen 10x12mm CFK-Stab ausschließlich und das reicht allein. Bei meiner E-Gitarre mit 15x12mm CFK hab ich auch keine Probleme obwohl der Hals auch recht dünn ist.
(McNash, rechnen is kein Problem, hab dazu mal n Excelsheet gemacht)
Vielleicht macht ihr Gitarrenbauer erst euch erst mal vertraut mit den Zugangaben von Basssaiten. Das kann man nicht mit E-Gitten und erst recht nicht mit Nylonsaiten vergleichen
Selbstmord aus Angst vor dem Tod. Ich fand schon in meiner frühen Jugend, dass das ein schwachsinniges Konzept ist.
@rumblebird: Hast recht, hab ich wie gesagt wenig Gefühl für. Aber man kann eventuell mit einer Deltabetrachtung weiterkommen. Wenn man weiß, welche Geometrie und welchen Aufbau die Hälse haben, die normalerweise halten, dann kann man zumindest mal abschätzen, um wie viel mehr so ein flacher Hals belastet wird, woraus man sich ableiten kann um wieviel Prozent man ihn grob steifer machen muss. Im zweiten Schritt kann man sich dann überlegen, wie man das erreichen will. Klingt das plausibel?
Der Saitenzug von 5 Saiten, bei einer Stäre von 0,050-0,135 (für die Eierschneider...das ist schon eher am oberen ende der Stärkeskala anzusiedeln) beläuft sich laut d'Addario auf ca. 109 kg, wobei die H-Saite einen recht geringen Zug von 16,4 kg ausübt. Zum Vergleich, eine normale 6-saitige E-Gitarre mit 0,010-0,052 kommt ca. 55kg Zug.
Bleiben wir aber beim Bass. Mein Icon hat etwa identische Halsmaße wie es der 5er mal kriegen soll, wobei er jedoch ein bisschen stärker ist (ca. 20mm). Er ist 3-Streifig Nuss/Ahorn/Nuss mit Ziricote-Griffbrett. Bisher musste ich am Halsstab noch nicht nachregulieren. Ich könnte mir schon vorstellen, dass das mit 2 seitlich des Halsstabs, hochkant platzierten Carbonstäben recht "sicher" wird, mein Problem ist nur, dass ich es nichtmal im Ansatz berechnen oder mich wenigstens einer Prognose annähern kann.
Die Dame hat sehr genaue Vorstellungen davon, was sie haben möchte und ich habe meine Bedenken bereits geäußert. Wir sind zum Ergebnis gekommen, es wagen zu wollen und nun hab ich den Salat....
Aber im Ernst, vom CFK soll man später nichts sehen, ich hab nur wirklich keine Ahnung, wie ich mir da ein bisschen Sicherheit verschaffen kann.
Meine Standard-Antwort auf die Frage, ob ich jemandem auch mal einen Bass bauen würde, heisst: "Ja, gerne. Aber nur einen, den ich auch Lust hätte zu spielen."
Das erspart einem manches
Selbstmord aus Angst vor dem Tod. Ich fand schon in meiner frühen Jugend, dass das ein schwachsinniges Konzept ist.
Eins kann ich dir mit Sicherheit sagen: Wenn der CFK-Stab nicht zu sehen sein soll, du ihn also "Dickenrichtung" mehr oder weniger in die Mitte des Halses bauen willst, dann wird er erheblich dicker werden müssen als wenn du ihn wie skizziert an die Rückseite packst. Den Äußerungen von Rumblebird zur Folge solltest du ja auf jeden Fall nen Trussrod mit einbauen (finde ich eine sehr vernünftige Idee, denn dadurch sinkt auch die Gefahr den Hals wegschmeissen zu müssen) und dann wirds halt wirklich eng, vor allem dann, wenn der CFK Stab unsichtbar sein soll. Wäre für die Dame denn eine sichtbare "Zwischenschicht" akzeptabel, sozusagen ein Sandwich aus Griffbrett, dann 3-4mm CFK über die ganze Griffbretbreite und dann der Holzhals mit eingebettetem Trussrod?
Wenn er der Dame mal 10 Minuten erklären würde, das das ein langfristiges Stabilitätsrisiko ist, wäre mehr gewonnen
naja, andererseits wär es ja schon ein hehres Ziel, das Instrument an die Gegebenheiten anzupassen. Ich gehe mal davon aus, dass die Dame kleine Hände hat.
Zitierter Text
Wäre für die Dame denn eine sichtbare "Zwischenschicht" akzeptabel, sozusagen ein Sandwich aus Griffbrett, dann 3-4mm CFK über die ganze Griffbretbreite und dann der Holzhals mit eingebettetem Trussrod?
Muss es überhaupt ein Holzhals sein? Man kann auch auf einen CFK-Hals Furnieren. Fürs Holz-Gefühl. Da bist Du auf jeden Fall auf der Sicheren Saite, was die Festigkeit betrifft. Das Problem mit dem vertwisten sollte dann auch vom Tisch sein. Viel Spass.
Das Vertwisten ist ja nicht das Problem, hatte ich irgendwo weiter vorn schon mal erwähnt. Meine Sorge ist lediglich die Verbiegung.
Ich versuche den Gaul mal von hinten aufzusatteln. Welche Hölzer würdet ihr mir empfehlen, wenn der Hals möglichst steif werden soll? Ich dachte Elsbeere würde hier aufrund seiner Kurzfaserigkeit eine ganz gute Figur machen, mittlerweile bin ich mir aber nicht mehr so sicher...
hi, Plasitkhälse: den krummsten hals den ich bis jetzt tauschen musste , war von modulus.... ich glaube das dieses epoxy über die jahre wandert...
Holz: zwetschge fürs griffbrett? nee...zwetschge zappelt ewig und ist nicht besonders stehfest hier würde ich Ebenholz oder grenadill oder einen anderen dichten harten palisander bevorzugen. und den hals selber aus elsbeere...elsbeere ist ähnlich obstholz, ist nicht sehr stehfest ist nicht so gut... richtig gutes mahagoni, oder auch was tropisches, amaranth, palisander oder sowas... ich würde lieber mehrere schichten holz im hals sperren, einen Einwegestaab in die mitte und gut.., der hals wird sich biegen...naund...muß halt mit buckel bundiert werden... WICHTIG finde ich eine richtig saftige kompressionsbundierung bei dem vorhaben, und ich würde den hals auf jeden fall durchgehend machen, snst wird er sich am korpusübergang biegen... und das griffbrett mit hautleim aufleimen, holz auch gut heiß machen und dann richtig viel druck...
und nach meiner erfahrung kann man fast alles bauen, das wichtigste ist, daß das holz alt ist... wenn deine halskanteln nicht richtigabgelagert sind hilft auch kein gfk
auf meiner homepage findest du eine akustikklampfe mit hals komplett aus ebenholz,. der ist auch echt dünn...die gitarre ist jetzt 4 jahre alt und der hals hat sich kein zehntel bewegt...selbst klimaänderungen steckt er weg. aufbau ist ebeholz und in der mitte fernambuc....das zeugs ist der hammer. der hals hat keinen staab!..
und wenn jetzt jemand schreibt, der hals würde dannschwer werden..stimmt...
FIEDLER MEISTERGITARREN
Alexander Fiedler Diplom Designer (FH) Musikinstrumentenbau Gitarrenbaumeister
Statt "OMMMMMMMMMMMMMMMMMMMM" sag ich nochmal: Ihr könnt Gitarrenhälse wegen der geringen Zugbelastung nicht als Referenz für Basshälse verwenden!
Neckthru würde ich bei dem Projekt aus einem ganz simplen Grund nicht machen: Wenn es mit dem Zahnstocher nicht klappt, kann man ihn bei einer Schraubhalskonstruktion durch ein seriös dimensioniertes Exemplar ersetzen.
Ebenholzgriffbrett, 2 Rods und 3 Schichten Ahorn (mittlere gedreht), das könnte ich mir auch vorstellen.
Mutig find ich es trotzdem
Selbstmord aus Angst vor dem Tod. Ich fand schon in meiner frühen Jugend, dass das ein schwachsinniges Konzept ist.
Das Bangkirai, das ich im Außenbereich verarbeitet habe, verfügt über eine bemerkenswerte Dynamik. Nicht im musikalischen sondern im geometrischen Sinne
Man müsste das also aus verlässlicher Quelle sehr gut abgelagert beziehen.
Kommt dazu, dass die Inhaltsstoffe extrem aggressiv auf Metall wirken - also Rod aus Edelstahl!
Selbstmord aus Angst vor dem Tod. Ich fand schon in meiner frühen Jugend, dass das ein schwachsinniges Konzept ist.
Im Punkto Zwetschge scheint die Meinung recht eindeutig zu sein. Ich muss mal sehen, ob ich sie auch für Ebenholz begeistern kann, die Argumente sind jedenfalls einleuchtend, zumal das Griffbrett gerade im Bereich der tiefen Lagen schon beinahe die Hälfte der Halsmasse ausmacht.
Wenn ich eure Antworten richtig deute, wäre Ahorn der Elsbeere vorzuziehen. Sollte kein Problem sein. Reden wir aber noch über die Stückelung. Ich war eigentlich der Auffassung, dass mehr Streifen auch mehr Stabilität und Steifigkeit bedeuten. Deshalb verwirrt mich auch rumblebirds Aussage zu den 3 Teilen Ahorn. Ich selbst habe dagegen schon in die andere Richtung gedacht, sprich evtl. 7 Streifen anstatt 5.
Was mir immer noch nicht behagt sind 2 Trussrods. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie widerstrebt mir das. Dennoch erscheint es mir logisch, dass man mit 2 Rods die Biegung wohl besser in den Griff kriegen kann, als mit einem.
Leider bin ich jetzt noch unsicherer als zuvor....
Ich hänge mal eine kleine Skizze an, wie ich mir das ursprünglich mal vorgestellt hatte, vielleicht kann jemand dazu noch was sagen.
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Dude, ich hab grad wenig Zeit, aber vielleicht schaff ichs die Woche mal ein paar Diagramme zu machen um dir ein Gefühl zu geben, wo die CFK-Stäbe wie viel bringen. Ob du überhaput welche brauchst bezweifle ich nach wie vor. Wenn Rumblebird als Bassbauer sagt es geht evtl. mit gesperrtem Ahorn, hartem Griffbrett und 2 Trussrods, dann würd ichs so machen. Wenn du willst kannst dann ja immer noch n bißchen CFK reinbauen.
Scheint ja übrigens ein recht anspruchsvoller Kunde zu sein. Auf der einen Seite einen der dünnsten je gebauten Basshälse wollen, auf der anderen auch noch Materialwahl und Konstruktionsprinzip (kein CFK darf sichtbar sein) einschränken...hm.
@dalberga: CFK-Faserverbund fliesst praktisch nicht, auch nicht unter Dauerbelastung (sonst würden wir keine Flugzeuge drauß bauen, die 40 und mehr Jahre formtreu sind ). Wenn da was fliesst, dann war es entweder extremer Kurzfaserkrempel oder falsch angerührt, oder kein Epoxy, oder ne Kombination aus den Dreien
Danke, Stef! Das würde mir helfen, aber mach dir keinen Stress deswegen.
Rumblebird hat einen möglichen Lösungsweg vorgeschlagen (ok, nimmt man die Vollplaste dazu warens 2... ) und ich bin ja auch schon froh, dass er mir diesen Tipp gegeben hat. Das muss aber ja noch nicht heißen, dass es nicht noch andere Möglichkeiten gibt, die vielleicht eher mit meinen und ihren Vorstellungen harmonieren.
Dass man kein CFK sehen soll ist übrigens auf meinem Mist gewachsen. Wenn ich die Wahl zwischen einer schönen Holzmaserung oder langweiliger Carbon-Optik habe, muss ich nicht lange überlegen... Und natürlich wird die "Kundin" auch in die Wahl der Materialien miteinbezogen. Das was ich eingangs geschrieben habe, wäre der Optimalfall, also die Hölzer, die ihr am besten gefallen würden. Sollte es plausible Gründe geben eines oder mehrere der Hölzer nicht zu verwenden, kann man darüber ja noch reden.
Ich bedanke mich auf jeden Fall bei allen, die sich hier beteiligen. Auch wenn's erst mal Verwirrung stiftet...die ein oder andere Sache wird so langsam etwas klarer...
Nachdem ich mich nun noch mal mit der Dame unterhalten habe, hat sich die ein oder andere Sache noch leicht geändert.
Ich habe den Tipp hier mit dem Griffbrettholz beherzigt und sie vor die Wahl Eben- oder Zitronenholz gestellt. Für Letzteres hat sie sich dann auch entschieden.
Der Hals soll 5-teilig werden, die Mitte und die Flanken aus Ahorn, jeweils getrennt durch 2 Streifen Walnuss. Bei den Dimensionen konnte ich noch einen Millimeter rausschlagen. Sprich Sattelbreite 43mm, Halsstärke am Sattel ca. 20mm, D-Profil.
Zu den Innereien:
Der Trussrod kommt wie geplant rein, ein Doppel-Doppel- Dingens von Rockinger mit 6x9mm. Seitlich davon sollen 2 Carbon-Vierkantstäbe hochkant platziert werden, jeweils 8x3mm (alles andere lässt sich kaum bis nicht auftreiben).
Die eigentlich Frage ist, ob ich mit den Dimensionen der CFK-Stäbe in etwa richtig liege, bzw. ob mir jemand einen Tipp geben kann, wie ich das mit absolut rudimentären Physikkenntnissen berechnen kann.
Wenn sich jemand dran versuchen möchte, bei einem Standardsaitensatz komme ich auf ca. 95 +/- 3 kg Saitenzug.
Zum Vergleich: Bei 4 Saiten wäre der Saitenzug 80 +/- 3 kg.
Der Hals, den ich bauen möchte entsprich in etwa den Abmessungen eines gängigen 4-Saiter Basses. Meine bisherigen 4-Saiter Hälse machten mir noch keine Probleme, fraglich ist, was 15 kg zusätzlicher Saitenzug ausrichten würden und ob die beiden Carbonstäbe in obigen Dimensionen dem etwas entgegenzusetzen hätten.
Wenn das geklärt ist, verspreche ich auch hoch und heilig euch endlich damit in Ruhe zu lassen...
Wenn das geklärt ist, verspreche ich auch hoch und heilig euch endlich damit in Ruhe zu lassen...
nöö, sehen wollen wir den dann schon irgendwann .
wegen der stabilität hätte ich keine wesentlichen bedenken, auch ohne cfk-verstärkung. wobei es ja auch noch darauf ankommt, wie sich das halsprofil in richtung korpus entwickeln soll. also wo ist der halsansatz und wie dick soll der hals in dem bereich sein? bei der halsbreite in den höheren regionen bist du ja sowieso auf die verfügbare hardware angewiesen. ein steg mit weniger als 16 mm saitenabstand wird kaum erhältlich sein. damit bekommt der hals in dem mmn kritischen bereich eine fast normale 5-saiter-dimension.
nur mal als vergleich: mein bisheriger 5-saiter (made in s-e asia) hat 45 mm sattelbreite, 20 mm stärke am 1. bund, einen 5-streifen hals, 1 trussrod, den halsansatz zwischen 17.-19. und gut 16 mm saitenabstand - keine probleme.
die cfk-streifen find ich trotzdem nicht verkehrt, aber eher um den hals schwingsteifer zu machen und damit dem tiefen h mehr definition zu geben.
Ja: Alle Hälse mit gleicher Krümmung sind gleich steif solange sie nen justierbaren Halsstab haben. Warum? Weil der justierbare Halsstab ein Mittel ist, um den Hals nahezu unabhängig von der Ausgangskonstruktion auf die Sollsteifigkeit zu bringen. Ergo: Für die "Steifigkeit" bringt das CFK nix, es hilft lediglich den einstellbaren Halsstab zu entlasten. Du begibst dich also was die Gefahr einer Überlastung des Halsstabes angeht auf die sichere Seite wenn du die CFK Streifen mit einbaust. Klangich wird man das nur (wenn überhaput) daran merken, dass sich die Halsmasse ein klein wenig verändert, da das CFK ne andere Dichte hat als dein Halsholz und somit die Halsmasse sich ändert. Anders würde die Sache aussehen wenn du den Hals nur passiv mit CFK verstärkst und keinen Halsstab einbaust. Dann kann im günstigeren Fall der Hals steifer sein als er muss und somit auch ne entsprechende Soundänderung einhergehen.
Manchmal bedaure ich, kein Fisigger zu sein, dann könnte ich es wohl besser erklären, aber ich versuchs trotzdem mal
Der Halsstab wirkt dem Biegemoment entgegen, verbessert also die Biegesteifigkeit.
Da es hier aber nur ein einzelner in der Mittelachse (= der Torsionsachse) ist, wird er bezüglich der Torsionssteifigkeit wirkungslos bleiben. Hier werden aber die Plastikstäbe wirken.
Bezüglich der Dehnsteifigkeit nehme ich auch an, dass die Plaste mehr zu bieten hat als das Holz. Wobei ich diesen Parameter bei Hälsen ohnehin eher für eine theoretische Größe halte.
Stefs Aussage, dass die Plaste den Trussrod entlastet, halte ich für falsch. Mit einer Ausnahme: Wenn der Trussrod bei besaitetem Hals entspannt ist In dem Fall wirkt die Kraft auf die Plaste.
Sobald ich aber der Trussrod anspanne, egal in welche Richtung, wirken die Plastikstäbe ebenso wie das Holz wie eine Rückstellfeder gegen den Trussrod.
Für slowaters Aussage fällt mir kein gutes Argument ein, außer das die Stäbe möglicherweise weniger elastisch sind als die üblichen Hölzer, die wir verwenden. Dann wäre der Effekt um so wirkungsvoller, je größer der Anteil am gesamten Halsmaterial ist- was unweigerlich auf einen Vollplastikhals als Optimum hinausläuft
Ob das in der Praxis für den Klang einer B-Saite wirksamer ist als eine Mensurverlängerung, das bliebe einem Vergleichstest überlassen.
Selbstmord aus Angst vor dem Tod. Ich fand schon in meiner frühen Jugend, dass das ein schwachsinniges Konzept ist.
Du hast recht slowater, viel weniger als 16mm Stringspacing sind selbst mit Single-Bridges nicht drin. 15,8mm wäre das theoretisch mögliche Kleinstmaß. Folglich muss der Hals nach unten hin breiter werden, wenn auch nicht viel, als die üblichen 4-Saiter. Die Stärke wird allerdings relativ gering bleiben, der Übergang zum Korpus ist etwa im 18. Bund.
Selbst wenn man es schmaler bauen könnte am Steg: Das wäre dann doch nur mit anorektischen Fingern bedienbar, oder?
Der Bass ist ja auch für ne Frau. Ich würde mich mit meinen Pranken nicht mal in die Nähe von so einem Miniaturding traun.
Bzgl Steifigkeit von Hälsen mit Carbon drinne: Ich hab hier im Moment so ein Modell rumsttehn mit zwei Plastestreifen im Hals, als ich jüngst versuchte dem Hals genau den Tick Krümmung abzugewinnen den man für anständige Bespielbarkeit braucht musste ich den Halsstab schon ziemlich entlasten um ein Ergebniss zu bekommen.
Netter Nebeneffekt von Plastik im Hals wird wohl sein, dass die halbjährliche klimabedingte Halsstabprozedur ein wenig angenehmer ausfällt.