oh hab grade zufällig einen ähnlichen Thread gefunden, komischerweise wurde er mir bei Suche nicht angezeigt^^. also ich les dann da mit kann hier dann ignoriert oder gelöscht werden.
Ich wollt mal fragen ob hier schonmal jemand sowas gebaut hat und was zu beachten ist.
Ich denke mal das z.B. ein wichtiger bestandteil des sounds das Volumen der Box ist? oh hab grade zufällig einen ähnlichen Thread gefunden, komischerweise wurde er mir bei Suche nicht angezeigt^^. also ich les dann da mit kann hier dann ignoriert oder gelöscht werden. Bin dankbar für alle Tips
Naja, wenn ich mir das Ding in dem Video ansehe, dann scheint es da nicht mit Hexerei vor sich zu gehen. Da alle Reflektionen schön mit Noppenschaum abgeschaltet werden dürften die Maße eher nebensächlich sein.
Ich habe mal eine Homepage einer "kleinen" deutschen Verstärkerschmiede gesehen, die auch so ein Ding im Programm hatten. Hab leider vergessen, wie die heissen. Da gabs auch Rotorcabinette.
Da alle Reflektionen schön mit Noppenschaum abgeschaltet werden dürften die Maße eher nebensächlich sein.
Na, der Noppenschaum wirkt hauptsächlich in dem (Wellenlängen-)Bereich, der der Materialstärke entspricht. Problematisch sind solche Konstruktionen vor allem im Bassbereich, da bei kleinen Abmessungen Druckkammer-bedingungen herrschen. Mechanische Bedämpfung ist im Bassbereich schon recht knifflig. Da brauchts schon tief abgestimmte Helmholtzabsorber oder "Passivmembranen", um Bassenergie zu dezimieren.
Na, der Noppenschaum wirkt hauptsächlich in dem (Wellenlängen-)Bereich, der der Materialstärke entspricht. Problematisch sind solche Konstruktionen vor allem im Bassbereich, da bei kleinen Abmessungen Druckkammer-bedingungen herrschen. Mechanische Bedämpfung ist im Bassbereich schon recht knifflig. Da brauchts schon tief abgestimmte Helmholtzabsorber oder "Passivmembranen", um Bassenergie zu dezimieren.
mfg ch
Danke für dieses post! Auch wenn das als jetzt vielleicht allgemein als Arroganz falsch verstanden wird, so etwas rettet meinen Tag, wenn ich sehe, daß der eine oder andere hier doch ein tieferen Einblick in die Materie hat.
440Hz haben schon etwa einen dreiviertel Meter Wellenlänge. Es sind also längst nicht nur die Bässe, die hier problematisch sind.
Ein kleiner Exkurs in die Physik. Man unterscheidet zwei Effekte, die für so eine Box wichtig sind: SchallDÄMMUNG und SchallDÄMPFUNG.
Unter Dämpfung versteht man die Abschwächung des Schalls während er sich durch ein Material bewegt. Das kann man vereinfacht unter "innerer Reibung" im Material bezeichnen. Hier wird Bewegungsenergie in Wärme umgesetzt. Wenn so eine Schallwelle des Kammertons A mit einem dreiviertelmeter auf 3cm Noppen trifft, taucht die Welle natürlich wenig ein. Daher kann man damit wie bereits richtig erwähnt wurde, wenig ausrichten.
Dämmung ist eigentlich Reflexion. Also Schall trifft von einem Medium (hier Luft) auf ein anderes Medium. Ist dies schallhart wie Holz oder Plattenwerkstoffe wie MDF, OSB, Spanplatte etc. dringt nur ein Teil des Schalls in den Wekstoff ein und wandert dort weiter. Der größere Teil wird reflektiert, also zurückgeworfen. Und genau das ist, was wir hier brauchen. Je dichter ein Material ist, desto größer ist der reflektierte Anteil.
So was lernen wir daraus? Man baut das Ding am besten zweischalig und pappt das Dämpfungsmaterial in den Hohlraum. Die innere Schale kann man innen mit billigsten Fliesen auskleiden. Viel Spaß beim Transport.
Die Größe der Box ist für den "Sound" egal. Das Mikro sich wird ja wohl im Nahfeld der Membran befinden.
@Frankie667 und crosshill: Ich bin mir nicht sicher ob ich das richtig verstanden habe mit den Wellenlängen usw. heißt das jetzt nur die Box nicht komplett schalldicht ist? (wenn ja das ist mir schon klar, es geht mir sowieso weniger um die lautstärke als um den hall den ich bei mir im Keller leider extrem habe, sollte allerdings nicht die monitore übertönen) Wenn ihr was anderes meint klärt mich auf. Achso und wegen der MIkroposition meistens wirds wohl unmittelbar vor dem speaker sein, aber es kann auch vorkommen das ich es mal weiter weg habe also so wie der es im Video am anfang hat. Da ich auch noch nicht viel erfahrung im recording habe werde ich da warscheinlich viel experimentieren.
Danke das ihr den thread doch mal aufgegriffen habt!
Was ich meinte ist Folgendes: Die Kammer vor der Membran hat ja gewisse räumliche Ausmaße. Beispielsweise 40x40x40cm (was natürlich ein sehr ungünstiges Seitenverhältnis ist, aber egal). In diesen Raum passen Schallwellen bestimmter Frequenzen genau einmal rein, oder eben ganzzahlige vielfache davon. Bei 40cm wäre das Lamda= C/f --> 344/0.4 = 860Hz...Bei dieser Frequenz würde der Kasten eine sogenannte Raummode ausbilden. Der Schalldruck in diesem Bereich bläht sich unnatürlich stark auf (abhängig von der Güte der Raummode). Wieviel das ist kann ich erstmal nur raten. Aber meine Vermutungen gehen in Richtung 15-20dB. Diese Raummode lässt sich nun aber sehr schlecht bedämpfen. Nach oben hin wird das Problem mit abnehmender Wellenlänge immer vernachlässigbarer. Nach unten hin wirds immer schwieriger. Zur Verdeutlichung: der Mittenregler eines durchschnittlichen Amps schafft keine 20dB Pegelabsenkung, Pegelverstärkung nur bei aktiven Schaltungen. Du hast also in einigen Frequenzbereichen ziemlich hartnäckige Schweinereien.
Das soll Dich aber nicht abschrecken. Vielleicht kommst Du um elektronisches Equalizing nicht herum, aber das muss ja nicht schlecht sein.
Imho ist ein (billiges) Messmicro plus passender Software (Arta/Demoversion kostenlos) zwingende Voraussetzung, wenn Du es richtig richtig machen willst.
Mit akustischen Messungen könnte ich auch aushelfen, wenn der Zufall es will, das Aachen auf Deinem Weg liecht
Genau die Firma meinte ich! Danke! Ich habe mich an die Bilder noch gut erinnert. Ich würde das Ding einfach nach den Bildern nachbauen, man sieht ja schon ne MEnge.
Hi, ich habe letzten Sommer eine Isolationbox gebaut. Da wir im Downtuning spielen, habe ich auch einen Speaker eingebaut, der weiter runter geht. Hat dann auch super für Bass und Gitarre geklappt. Auf myspace.com/electrobabies kannst du den Song "Master J" anhören, da wurden Gitarren und Bässe mit dieser Box eingespielt. Den Tieftonanteil vom Bass haben wir von der DI Spur (Tech21 Bassdriver). Ich muss mal den Bauplan suchen, die Box ist aber wirklich gross geworden. Ich habe mich da auch durch endlose Foren gekämpft und einen Bauplan nach Bauchgefühl genommen;) Als Boxenmaterial habe ich das dickste OSB genommen und als Speaker einen 150W Eminence (Basslite), so dass die Röhrenamps auch aufgrdreht werden konnten. Von 130db haben wir es auf fast 80db runterbekommen. So laut haben wir aber nicht aufgenommen, im Proberaum liegen wir bei ca 90db. Um die Lautstärke aber noch weiter runter zu bekommen, hilft aber nur ein Box-in-Box Bau.
Wenn du magst, kann ich alle Daten nochmal zusammensuchen, bzw nachmessen.
Bei Betrachtung der Raummoden sollte man einfach schräge Wände einkalkulieren, wenn man stehende Wellen verhindern will. 7 Grad reichen akustisch aus. Wenn man aber nah mikrofoniert spielt das natürlich alles eine geringere Rolle. Die Zunahme von Frequenzbereichen geht übrigens mit Verdopplungen vor sich, das entspricht 3 oder 6 dB Schritten, das hängt dann wiederum auch davon ab wieviel Reflektionswände beteiligt sind. An einer Kante 2, an einer Ecke dann 3 Wände. Die grossen Unterschiede von einem zum nächsten Frequenzbereich ergeben sich weil bestimmte Frequenzen sich auslöschen und andere sich überhöhen. Deshalb geht es dann wirklich viele dBs herauf und herunter im Frequenzspektrum. Diese Klangveränderungen sind aber natürlich nicht fix sondern von der Position des Mikros in der Box abhängig. Kann also sein das es auch ohne EQ an bestimmten Stellen gut klingt. Zum Thema Dämmstoff und Wellenlänge. Der Dämmstoff dämmt Wellen bis zum Bereich Lamda/Viertel immer besonders gut. Das ist genau ein Viertel der Wellenlänge, Sprich 5 cm Noppe dämmen bis 20 cm Wellenlänge besonders effektiv. Das ist auch ganz einleuchtend, stellt man sich eine SinusWelle bildlich vor, so ist der Abstand vom Nulldurchgang bis zum Maximum genau ein Viertel der Gesamtlänge ( von auf und ab) Weitere nützliche Infos zu Dämpfung und Dämmung hat Fränkie ja oben schon erwähnt.
Als ehemaliger Tonstudio-Planer, Bau- und Raumakustiker und Lautsprecher-Entwickler möchte ich hier teilweise widersprechen bzw. ergänzen.
Raummoden lassen sich durch antiparallele Wände nur geringfügig verringern. Was sich verändert, ist die Verteilung der Schnelle- und Druckmaxima im Raum, aber die Pegelunterscheide und die Frequenzverteilung ändert sich kaum. Trotz schräger Wände kann das Mikrofon bei einer Frequenz im Schnellemaximum sein (dann nimmt es, wenn es ein Druckempfänger ist, gar nix auf) und bei einer anderen Frequenz ist es im Druckmaximum und kriegt die volle Dröhnung ab. Dadurch, dass das Gehäuse so winzig ist, wandern diese Moden in den Mittenbereich. Auf den Zusammenhang zwischen Raumgröße und Wellenlänge wurde ja schon hingewiesen.
Anfangs habe ich auch Lautsprecher-Gehäuse mit teilweise antiparallelen Wänden gemacht. Brachte ohne Dämmstoff genau gar nix im Vergleich zu einem rechtwinkligem Kasten. Man sollte allerdings drauf achten, dass die drei Seiten des Quaders keine ganzzahligen Vielfachen voneinander messen. Ein Würfel wäre also ganz schlecht, ein Quader mit Quadratischer Grundfläche (wie die verlinkten Boxen haben) und doppelter Höhe ist die zweitschlechteste Form etc.
Der magische 7°-Winkel hat seine Berechtigung, wenn Flatterechos vermieden werden sollen (Badezimmer-Hall) ohne dass Dämmstoff an den Wänden sein soll (lange angestrebte Nachhallzeit z.B. im Konzertsaal oder Aufnahmestudio)
Bei der Betrachtung der Schallabsorption eines porösen Dämmstoffes ist zu beachten, dass er im Schnellemaximum am besten wirkt. Daher die Lambda-Viertel-Geschichte. Das heißt, dass die Dämmstoffschichten, die an der Gehäusewandung anliegen eher für die ganz hohen Frequenzen zuständig sind, und nur die Schichten, die dem Raum zugewand sind, können die tieferen absorbieren. Noppenschaum hat aber dummerweise genau da weniger Material. Folglich wirkt er bei tieferen Frequenzen eher schlechter als der gleiche Schaumstoff bei gleicher Dicke in glatter Ausführung. Aber der schaut halt nicht so akustisch aus, nä
Das zu Noppenschaum verarbeitete Material ist meistens ganz ordinärer Matratzen-Schaumstoff und akustisch von eher zweifelhafter Qualität. Malaminharzschaum ist hier wesentlich wirkungsvoller, aber teurer. Die Noppung bringt bei schrägem Schalleinfall einen etwas besseren Schallabsorptionsgrad hoher Frequenzen, das ist aber oftmals eher unerwünscht. Aber wie gesagt, das Auge hört mit
Ich würde den gesamten Hohlraum der Kiste vor und hinter der Membran bis auf den kleinen Raum, den das Mikrofon braucht, komplett mit einer hochwertigen Mineralwolle ausfüllen, evt. in Kombination mit einem Folienabsorber, und nur auf die sichtbare Fläche eine dünne Schicht Noppenschaum kleben (damits auch so ausschaut, wie es später klingen soll.... )
Aber vielleicht ist das alles nur Düpferlscheißerei...
Alles Gute wünscht der Hiasl
"Fachmännisch wurde genau berechnet, dass der Starnberger See tief, seicht, lang, kurz, schmal und breit zugleich ist." Karl Valentin
Wir hatten mal das Randall Teil im Studio. Das war auch recht gut, sowohl vom Konzept her, als auch vom Sound. (Wir haben's dann letztlich aber verkauft, weil die Mesa Boxen halt doch am besten klingen).
Die Frage ist letztlich (wie immer), was genau man machen will. So ein Iso-Cab senkt die Lautstärke etwas. Das klingt ungefähr so, als ob jemand im Nachbarraum Gitarre spielt. Eine 100%ige Dämpfung ist das bei weitem nicht und die bekommt man auch nicht hin. Wenn Du die Möglichkeit hast, mit einer Box im Iso-Cab Krach zu machen, dann geht's wahrscheinlich auch mal ohne. Man nimmt ja nicht die ganze Zeit auf.
Wenn's nur darum geht, dass der Raum zu hallig ist, würde ich einfach die Box auf einen Teppich stellen (das entkoppelt gleich auch noch etwas), so dass der Boden vor der Box auch noch vom Teppich bedeckt ist. Wenn dann die Mics aufgebaut sind, eine Decke über die Box und Mikrofone hängen (man kann ein provisorisches Gerüst aus Mic-Ständern bauen).
Boxenbau an sich ist ein kompliziertes Thema, da kommen schnell unvorhersehbare Ergebnisse bei raus. Ich hab schon Selbstbauboxen gehört, die klangen dermaßen schlecht, obwohl die Abmessungen und Speakerbestückung von Mesa abgekuckt waren.
Ich würde da eher von einer bekannten und gutklingenden (im Optimalfall bereits vorhandenen) Box ausgehen. Man kann natürlich auch um die vorhandene Box ein Case bauen, ich hab das mal bei einer Band gesehen, die hatten sich quasi Flightcases um Ihre Boxen bauen lassen.
Ansonsten ist noch zu bedenken, dass Akustikschaumstoff nicht mit Verpackungsschaumstoff zu verwechseln ist! D.h. optisch eben schon, aber das ist nicht das gleiche.
Mein Fazit: Bevor man sich mit einem Boxen/Iso-Selbstbau in völlig undurchsichtiges Terrain begibt, wo man sich einen Haufen Resonanzen einkauft, dann doch lieber den POD oder das Plugin nehmen. Denn eines bringen die Teile auf jeden Fall: einen kontrollierten Sound. Dann muß man sich am Ende zumindest nicht einreden, dass das, was man da selber gebaut hat (und trotzdem noch recht teuer war), jetzt ja besser klingen muß, als der Pod, denn es ist ja schließlich analog und mit echter Box und so. Und man hat sich doch auch so viel Mühe gegeben...
Chuck Norris' credit cards have no limit. Last weekend, he maxed them out.
Raummoden lassen sich durch antiparallele Wände nur geringfügig verringern. Was sich verändert, ist die Verteilung der Schnelle- und Druckmaxima im Raum, aber die Pegelunterschiede und die Frequenzverteilung ändert sich kaum.
Genau, man könnte auch sagen, in einem Quader lassen sich die Moden wenigstens noch berechnen, stellt man die Wände schräg, wird's im wahrsten Sinne des Wortes unberechenbar.
Da ein Iso-cab sowieso ordentlich mit Dämmstoff gefüllt wird, hat man sowieso keine Probleme mit Flatterechos. Von daher kann man die Iso-Box ruhig rechtwinklig bauen.
Chuck Norris' credit cards have no limit. Last weekend, he maxed them out.
Da möchte ich Euch natürlich recht geben. Das Beispiel mit den schrägen Boxen ist sehr gut. Wollte es ja auch nur mal erwähnt haben, meine gebauten Studios haben halt reflektive Wände Ich meinte das auch eher als übertriebene Anmerkung ,durch das close miking sollten die Probleme doch anderer Natur sein. Das Ohr hört ja bekanntlich mit Das Quader oder Doppelquader unsinnig sind wurde ja schon erwähnt. Gibt es denn für den Boxenbau nicht auch sowas wie akustisch optimale Seitenverhältnisse? Könnte man das nicht nutzen?
Mit den Raummoden kommen wir ja eh nicht in nutzbare Grössen, wenn man da zuviel nachrechnet.
Wenn man doppelwandig mit Schwingungsdämpfung dazwischen baut sollte aber doch eine gute Aussendämpfung machbar sein. Gerade eine Entkopplung von Schallquellen schont ja auch die Nachbarn.
btw, das Noppe Mumpitz ist muss ich unterstützen: Melaminharzschaum hat jetzt sogar Thomännchen im Angebot und wenigstens auch 4 quadratmeterweise. Das erscheint teuer -ist aber billig 4 qm - 115 Euro in grau. t.akustik basotect
Sowas bietet sich auch für den halligen Keller an. So ein paar basotect Platten an den richtigen Stellen angebracht dämpfen schon enorm. Mineralwolle ist natürlich billiger, kommt mir aber so direkt verbaut nicht ins Haus.
Wenn man mit sowas wie OSB Platten baut kommt man doch auch günstig hin, da lohnt auch experimentieren.