Kurz zu mir: Ich bin 23 Jahre alt, komme aus Hamburg und spiele Gitarre ungef�hr seit selber ich eine halten kann (gef�hlt zumindest). Zu meinem Problem: Eines sch�nen Tages wurde mir etwas in die Hand gedr�ckt, was mich spontan an diese Oldtimer-Scheunenfunde erinnerte: eine ziemlich alte und ziemlich haarstr�ubend verbastelte Gibson SG (immerhin: der Koffer ist noch im Originalzustand). Meine Recherchen haben soweit ergeben, dass es sich um eine SG Special von 1965 handelt(e) (auch wenn auf dem Trussrod-Cover "deluxe" steht, das stammt wohl von einer LP), die urspr�nglich mit einem Vibrola-Tremolo ausgestattet war.
Meiner Einsch�tzung nach w�rde es sich wohl eher nicht lohnen, die Gitarre professionell restaurieren zu lassen, daher wollte ich selbst versuchen, sie wenigstens wieder spielbar zu machen.
Wie man auf dem Bild sehen kann, gab es einen Halsbruch, der repariert wurde. Mittlerweile l�sen sich die Teile aber wieder voneinander (es gen�gt ein leichter Druck und es entstehen Fugen an den Bruchstellen). Gibt es evtl. eine M�glichkeit den Bruch zu reparieren ohne alles komplett wieder aufbrechen zu m�ssen?
Gru� Basti
PS: Auf dem Bild ist das leider nur mittelmäßig zu erkennen: der Bruch ging ganz durch und bei der Reparatur wurden zur Stabilisierung in Halsrichtung zwei Ebenholzblöcke eingesetzt (wenn ich das richtig sehe)...
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Aber ganz ehrlich: ich glaube nicht, dass da eine ernstzunehmende vintage-gitarre drinsteckt... Die Gute sieht in Wirklichkeit noch ne ganze Ecke gruseliger aus als auf den Bildern. Der Body hat unzählige nicht-originale Bohrungen und Löcher (unter anderem hatte wohl jemand zwischenzeitlich mal eine tune-o-matic/stopbar-tp kombination nachgerüstet), im Elektronikfach (dessen originale Abdeckung fehlt) wurde lustig rumgelötet, die Klinkenbuchse wurde versetzt, das originale Schlagbrett, sowie das Vibrola-Tremolo fehlen, in die Rückseite des Kopfes wurde (warum auch immer) ein, nach meinem Kenntnisstand von Gibson niemals so verbautes Perlmutt-Inlay eingesetzt (oder hat jemand schon mal sowas gesehen (außer auf ner L-5)?) und last but not least hat sie ja auch noch einen Halsbruch.
Ich will aber ja auch sonst erstmal nix dran machen, was nicht schon mal vermurkst wurde. Wollte lediglich ausprobieren, ob man die Stimmstabilität wiederherstellen kann, wenn man den Hals wieder zusammenbekommt! (Restaurieren lassen kann man sie ja außerdem irgendwann trotzdem noch.)
Hi Basti, ich habe eine Gitarrenbauwerkstatt in der Nähe von Lüneburg. (Nach Heimfeld z.B fahre ich 50min.) Wenn du Lust hast komm mal vorbei. Völlig unverbindlich und stressfrei. Kaffee und Tips gibts umsonst. Wenn bedarf ist, schick mir ´ne PM. Dann schick ich dir Adresse etc.
meiner Meinung nach lohnt es sich definitiv diese Gitarre zu restaurieren. Selbstverständlich ist das sehr viel arbeit. Ich würde mit diesem Instrument zu jemandem gehen, der weiß was er macht, und nicht schon deshalb nervös wird, weil er mal eine mittelalte Gibson in der Hand hat. Auch würde ich dir einen Gitarrenbaumeister empfehlen, der sich auch mit E-Gitarren auskennt. Ob du die Gitarre nach einer Instandsetzung in möglichst nahen originalzustand gewinnbringend weiterverkaufen kannst? Eher nicht. Ob es sich moralisch / ethisch gehört? Find ich schon.
Wenn jetzt "nur" mal so der Hals gemacht wird....das ist nicht der Richtige weg und wird nur zu weitern Problemem führen. Und wenn der Halsbruch ordentlich repariert wird, und ansonsten keine strukturellen Schäden mehr vorliegen, kann ich dir aus der ferne schonmal eins (eigentlich das einzige...) garantieren: Sie wird sehr, sehr stimmstabil sein...
Ich sehe folgende möglichkeiten:
1. So lassen wie sie ist, keine Saiten drauf und nicht spielen...besser wird sie davon auch nicht. 2. Von einem (mehreren!) Fachmann beraten lassen, Angebote machen einholen und dann restaurieren lassen. 3. So wie sie jetzt ist verkaufen (internetauktionshäuser sind hierfür eine gute Plattform), also den schnellen reibach machen, und den schwarzen Peter jemandem anderen zuschieben. (moralisch dekadent...)
Viel Erfolg bei der Entscheidung! mfg alex
FIEDLER MEISTERGITARREN
Alexander Fiedler Diplom Designer (FH) Musikinstrumentenbau Gitarrenbaumeister
Soll ich euch mal sagen, wie das "restauriert" werden muß? Das Teil braucht einen neuen Hals und einen neuen Body. Wiederverwenden kann man die Pickups und etwas Hardware, den Gibson Schriftzug vielleicht noch. "Wunder" kann hier auch kein noch so versierter Gitarrenbauer vollbringen.
Soll ich euch mal sagen, wie das "restauriert" werden muß? Das Teil braucht einen neuen Hals und einen neuen Body. Wiederverwenden kann man die Pickups und etwas Hardware, den Gibson Schriftzug vielleicht noch. "Wunder" kann hier auch kein noch so versierter Gitarrenbauer vollbringen.
Einspruch, Herr Mutzenbacher !
Aus der Basis lässt sich 'ne Menge machen, zugegeben, mit viel Arbeit...
Also das Teil sieht wirklich total schäbig aus. Aber immerhin ist das ne Gibson aus den 60ern. Zwar sehr viel Arbeit und am Ende muss halt deckende lackiert werden... Aber machen würd ichs trotzdem.
The Peter Principle: In a hierarchy every employee tends to rise to his level of incompetence.
Na der "ähnliche" Fall ist doch ein leichter, er hat ungleich günstigere Voraussetzungen gehabt, als der hiesige Pflegefall. Kein gebrochenes Genick mit "Stützknochen", kein subkutanes Tattoo am Hinterkopf, kein geplatzter Leib mit sechs Zusatzdrainagen, die man nicht wieder narbenfrei zuwachsen lassen kann. Kompromissvorschlag - ich könnte noch das Griffbrett transplantieren, dann muss aber gut sein! Dann freue ich mich schon auf die Diskussion - Original oder Fälschung?
Ja, Deckendlackierung im Stile von camouflage make up wäre auch eine Möglichkeit.
Ich würde aber eher alles so lassen, die Brüche stabilisieren, sie in einen bespielbaren Zustand versetzen und mal echtes aging präsentieren, vielleicht noch eine Pete Townshend - Geschichte dazu "erzählen". Das ist am preiswertesten und sorgt auch für Ergriffenheit, offene, staunende Augen und Münder!
3. So wie sie jetzt ist verkaufen (internetauktionshäuser sind hierfür eine gute Plattform), also den schnellen reibach machen, und den schwarzen Peter jemandem anderen zuschieben. (moralisch dekadent...)
Alex, ich bitte Dich!
Das ist ein industrielles Massenprodukt, welches durch Vorbesitzer ramponiert wurde. Der aktuelle Gebrauchswert ist Null, der Wiederherstellungspreis steht in keinem Verhältnis zum Nutzen oder zum Wert danach.
Mit Moral hat das Ganze absolut nichts zu tun. Dekadent sind höchstens die Irrsinnspreise, die für "alte" Instrumente abgedrückt werden.
Wenn ein nostalgischer, wohlhabender und vom Verstande befreiter Käufer hier gutes Geld loswerden will, dann soll sich BuzzT einfach freuen und ... gut is
Selbstmord aus Angst vor dem Tod. Ich fand schon in meiner frühen Jugend, dass das ein schwachsinniges Konzept ist.
mMn eine sehr mutige Aussage........sind es nicht gerade die 60er Jahre SG´s mit ihren dünnen Hälsen, die einen ärgern können, auch wenn alles tadellos ist.........
was ich persönlich schade finde, ist dass bei der vorrangegangenen Bruchreparatur etwas markantes vom Originalshaping entfernt wurde... (die härteren Kanten am Hals/Kiopfplattenübergang)
......das Inlay auf der Rückseite finde ich nicht so tragisch......ich würde die Rückseite zu einer Stinger-Kopfplatte umarbeiten.....gab es bei Gibson auch im Originalzustand......und ein grosses SG-Schlagbrett würde den meisten Alterungsfrass überdecken.....
wenn das nötige Kleingeld da ist, würde ich sie restaurieren lassen...
und......anhand der Fotos kann man nur mutmassen.....zur echten Beurteilung muss man sie in der Hand haben.....
Zitierter Text
Der aktuelle Gebrauchswert ist Null
nein.......
- alles neu - - macht der Moi - - das Team vom Bau läd ein - - http://www.gitarrebassbau.de - - das vielsaitige Instrumentenbau-Forum -
Mein Kostenvoranschlag Zum Korpus: Alles ausbauen, 3-4mm abschleifen, einen passenden Mahagoniaufleimer drauf. Die hinteren Macken mit pasendem Holz verschließen. Zum Hals: Griffbrett vorsichtig abnehmen um es zu erhalten.Kopf möglichst viel erhalten. den vorhandenen Kopf an einen neuen Rohling schäften. Wenn möglich org. Trussrod einbauen. Griffbrett wieder drauf eventuell neu Bundieren. Hals shapen und einpassen. Alles professionell lackieren. Elektronik aufarbeiten. Zusammenbauen. Preis: Exorbitant. Aih Leute, es handelt sich hier wie schon gesagt um ein Massenprodukt wie einen VW-Käfer (nicht mal ein Cabrio) und nicht um nen 300SL Bei so einem Fragment sollte man wirklich eine sehr harte Kosten-Nutzen Rechnung aufmachen, es sei denn man macht die Reparatur selber oder ist ACDC Gagafan oder hat das Geld übrig. Ein Sammler-oder Museumsstück wird nie mehr draus. Munterbleiben Christian
Der bisher beste Vorschlag kam deshalb auch vom Alex und zwar die "wirtschaftliche" Verwertung über eine der üblichen Internetplattformen. Sollten die Pickups tatsächlich noch original sein, dürfte da ein interessanter Preis zu erzielen sein, Dekadenz hin oder her.